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aus obigem Grunde nicht nehmen, er muß daher den nig ziehen. Gehet er F 8 oder F 6, so ist es in beyden Fällen Matt durch das Schach der Königinn auf H6, denn: nähme der Springer auf G 8 die Königinn, so träte in dem Augenblicke der Bauer in die Wirkung derselben, und der König stände im Schach. Wiche aber der König auf G 6 aus, so nähme der Springer auf F5 den Laufer auf E 7 , gäbe wieder Schach, und so gingen alle Figuren, und gewiß auch das Sptel verloren. Jeder Schachspieler wird leicht im Stande seyn, sich alle aus diesem Gesetze entspringenden Lächerlichkeiten und Inconsequenzen selbst zu entziffern. Es wäre daher sehr zu wünschen, daß man allgemein das uralte Gesetz wieder in Wirksamkeit treten lassen wollte, nach welchem der Spieler, welcher einen Bauer zur Dame bringt, berechtigt ist, sich eine neue Königinn, oder jede andere Figur dafür geben zu lassen, unbeachtet, ob er diese schon verloren habe oder nicht. Die Akademie der Schachliebhaber zu Paris, und mehrere neuere berühmte Schachspieler haben sich ebenfalls dafür erklärt. Wollte man aber doch eine Einschränkung darin machen, aus dem Grunde, weil zwey Königinnen zu viel übergewicht geben würden, so könnte unan dieses Gesetz auf folgende Art abändern: Wenn einer von beyden Spielern einen Bauer bis auf das erste Feld des Gegners bringt, so kann er sich eine jede Figur dafür geben lassen, welche er nach der Lage des Spies les am vortheilhaftesten zu brauchen gedenkt, ohne Rücksicht, ob er dieselbe schon verloren hatte oder nicht; nur allein die Königinn darf er nicht verlangen, wenn die seinige noch im Spiele ist. Jedoch muß der Spieler gleich bey dem Hineinziehen in die Dame die Figur bestimmen, welche er zu haben wünscht, damit sich der Gegner bey seinem folgenden Zuge darnach zu richten weiß, indem diese Figur augenblicklich in Wirksamkeit tritt, und mit derselben gleich bey dem Hineinziehen in die Dame Schach gebothen werden kann.

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*) Analyse du jeu des échecs, par Philidor. 8. Londres 1777. oder 18 Paris. Koenig 1804. Philidor, A. D. praktische Anweisung zum Schachspiel.

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