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raturleitfähigkeit a2 oder innerhalb der verschiedenen Temperaturintervalle für verschiedene angenommene Werte von a2 unter Benutzung der Gleichung (3) die Linien t, u" und x, u" aufzeichnen. Man würde dann Anhaltspunkte gewinnen für die richtige Bemessung der Steine, für die günstigste Dauer der Perioden usw.

Diese Rücksichten gaben Veranlassung, die Versuchsausführung den oben angegebenen praktischen Verhältnissen bis zu einem gewissen Grade anzupassen und so mit veränderlicher Wärmeströmung zu arbeiten.

Die besonderen weiteren Ziele, die ich bezüglich der Auswertung der Versuchsergebnisse für den oben angegebenen praktischen Zweck hatte, habeʻich zunächst wegen des Krieges und wegen meines Austrittes aus der Leitung des Materialprüfungsamtes zurückstellen müssen.

b) Besonderes Interesse lag vor, die Wärmeleitfähigkeit für möglichst hohe Temperaturen zu messen. Dies Interesse überwog aus den unter a) gegebenen Gründen. Das Interesse für die Ermittlung der Wärmeleitfähigkeit bei niedrigen Wärmegraden trat hiergegen zurück. Hätte mir die Aufgabe vorgelegen, die Wärmeleitfähigkeit mit Rücksicht auf Isolierund Baustoffe für niedrige Temperaturen zu bestimmen, würde ich anders verfahren haben.

SO

c) Die Rücksicht darauf, daß gegebenenfalls die Leitfähigkeit der feuerfesten Steine zu einer laufenden Prüfung führen konnte, stellt ferner die Bedingung, daß die Steine als solche, so wie sie zur Lieferung gelangen, zur Prüfung verwendet werden müssen. Die Herstellung besonderer Probekörper hätte keine praktische Verwendung des Verfahrens zugelassen, denn der besonders zugerichtete Probekörper kann anders gebrannt und sonst vorbehandelt sein als der gelieferte Stein und somit auch verschiedene Wärmeleitfähigkeit besitzen.

d) Schließlich ist noch die Frage zu erörtern: Wann ist der Beharrungszustand in einem feuerfesten Stein erreicht? Nur wenn man über den Eintritt dieses Zustandes völlige Sicherheit hat, darf man die ihm entsprechende, mathematisch viel einfachere Behandlung zugrunde legen. Die bereits oben besprochene Aenderung der Wärmeleitfähigkeit gewisser Steine infolge Nachbrennens (s. Abschnitt 2b am Schluß) deutet darauf hin, daß die Einstellung des Beharrungszustandes innerhalb solcher Steine ganz erhebliche Zeiten erfordert, jedenfalls viel größere, als sie bisher angewendet worden sind. Bei den langsam verlaufenden Aenderungen der Homogenität des Steines von der am stärksten erhitzten Stelle aus kann man sich nicht darauf verlassen, daß die Thermoelemente an den einzelnen Meßstellen innerhalb einer gewissen Zeitdauer keine Aenderung mehr anzeigen. Die Zeitdauer, innerhalb deren man sich über die Unveränderlichkeit der Temperaturanzeige versichern müßte, würde sehr erheblich sein, und keiner der früheren Beobachter hat sich hierüber näher unterrichtet. Wenn man aber nicht sicher ist, daß der Beharrungszustand eingetreten ist, so darf man auch nicht ohne weiteres die vereinfachten, für diesen Zustand zugeschnittenen mathematischen Formeln anwenden.

Uebrigens würde man beim Arbeiten im Beharrungszustand die Veränderlichkeit der Wärmeleitfähigkeit außer mit der Temperatur u auch noch mit dem Fortschreiten des Nachbrennens von der beheizten Fläche her übersehen und einfach auf den Einfluß der Temperatur geschoben haben. Damit wäre aber eine wichtige praktische Erkenntnis verloren gegangen.

4) Seitlicher Wärmefluß.

*

ཝཱ

Die Voraussetzung für die Anwendbarkeit der Gleichungen даи дъ и (1) und (2) ist nur erfüllt, wenn die Werte und genügend dys Ə 22 genau gleich null gesetzt werden können. Jakob bezweifelt dies, weil »meine Versuchsanordnung nicht die Grundvorausдаи J2 u setzung für die Vernachlässigbarkeit von und gewährÖy1 2 Öz2 leistet<«<. Zunächst ist, wie schon erwähnt, die Platte P, Abb. 3 und 5, nicht, wie Jakob meint, eine Metallplatte, sondern sie besteht aus feuerfestem Material. Es fallen infolgedessen seine Bedenken bezüglich des Temperaturabfalls innerhalb der Platte nach den Rändern zu weg. Diese feuerfeste Platte bietet infolge ihrer Masse ein gutes Mittel zum Ausgleich kleiner Temperaturunregelmäßigkeiten in dem Kohlengries.

Durch Versuche wurde festgestellt, daß beim seitlichen Verschieben der Lötstellen der Thermoelemente in ihren Bohrungen, so daß sie um einen kleinen Betrag aus der X-Achse heraustraten, keine merkbare Aenderung der Temperaturangabe eintrat. Dies bedeutet, daß die Linie y, u über einer gewissen Strecke links und rechts von der Z-Achse als gerade Linie parallel zur Y-Achse betrachtet werden kann.

deutscher Ingenieure.

0. Die von

ยิน J2 u Dann sind aber an dieser Stelle und dy Dy 2 den Gleichungen (1) und (2) geforderte Voraussetzung ist also mit genügender Genauigkeit entgegen der Befürchtung Jakobs erfüllt.

Besonders beweiskräftig ist in dieser Hinsicht Abb. 9 (48 in der ursprünglichen Abhandlung in den Mitteilungen des Materialprüfungsamtes), die sich auf die Versuche mit dem Schamottestein C bezieht. Wie bereits erwähnt (Abschnitt 2a), ist oberhalb von etwa 600° bei diesem Stein a' tatsächlich eine Konstante. Infolgedessen müssen die berechneten Linien t, u" für Temperaturen oberhalb 600o C mit den beobachteten Linien t, u zusammenfallen. Wären die Zweifel Jakobs berechtigt, hätte also ein nicht zu vernachlässigender seitlicher Wärmefluß in der Richtung der Y und Z bei den Versuchen stattgefunden, so hätte vielleicht die berechnete Linie u"1,5 für den Abstand x = 1,5 cm von der vorderen Kopffläche K1 des Steines noch mit der beobachteten Linie t, u zusammenfallen können; für die größeren Abstände x hätte dagegen dieses Zusammenfallen nicht mehr eintreten dürfen, sondern die berechneten Linien t, u" hätten über den beobachteten t, u-Linien liegen müssen, und zwar müßte die Abweichung um so größer sein, je größer der Abstand x, je größer also die Gelegenheit für den seitlichen Wärmeabfluß war. Abb. 9 zeigt aber, daß bis zum Abstand x = 5 cm völlige Deckung der berechneten und beobachteten Linien vorhanden ist, und zwar obschon die Linie uo infolge Rutschens der Griesmasse sehr erhebliche Wellen aufweist.

Aehnliches gilt für den Dinasstein M1x, dessen a' innerhalb gewisser Temperaturgrenzen ebenfalls nahezu unabhängig von u ist.

Die Bedenken Jakobs in der angedeuteten Richtung sind somit nicht berechtigt. Der seitliche Wärmefluß ist selbst bis zu x 5 cm zu vernachlässigen, mit um so größerem Rechte für die kurze Entfernung x = 1,5 cm, für welche die Berechnung der Wärmeleitfähigkeit erfolgte.

5) Die Zulässigkeit der Annäherungsgleichung 5.

2

Diese wird von Jakob in Abrede gestellt. Er sagt, die Formel sei nur zulässig, wenn die zu gleichem a' gehörigen Schnittpunkte P1 und P2 der ausgezogenen (beobachteten t, uLinien) und der gestrichelten (berechneten t, u"-Linien) Linien für benachbarte Werte von x senkrecht übereinander liegen, d. h. mit andern Worten, wenn für ein bestimmtes t die Linien x, u (beobachtet) und x, u" (berechnet) einander für benachbarte Werte von x decken. Daß dieses Decken nicht der Fall sei, will Jakob aus der Abb. 9 (48 in der ursprünglichen Abhandlung in den Mitteilungen des Materialprüfungsamtes) beweisen. Dies ist mir unverständlich, da in dieser Abbildung von Schnittpunkten zwischen den t, u- und t, u"-Linien überhaupt nicht geredet werden kann, weil sich die beiden Liniensysteme, wie bereits früher erwähnt, oberhalb etwa 600° völlig decken. Die Folge davon ist, daß sich die x, u- und die x, u"Linien ebenfalls in ihrem entsprechenden Verlauf decken. In dem Falle der Abbildung 9 ist also die von Jakob verlangte Bedingung für die Richtigkeit der Gleichung (5) erfüllt. Abb. 9 beweist gerade das Gegenteil von dem, was Jakob beweisen will.

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In Fällen aber, in denen Abhängigkeit der Leitfähigkeit a' von der Temperatur u oder von x, oder von beiden zugleich vorhanden ist, decken sich, wie Jakob richtig vermutet, die beobachteten r, u- und die berechneten x, u"-Linien nicht in ihrem ganzen Verlauf. Als Beispiel hierfür diene die zweite Versuchsreihe mit Schamottestein BC in Abb. 11. Für die Anwendbarkeit der Formel (5) ist aber Deckung der x, uund der x, u"-Linien in ihrem ganzen Verlauf nicht Bedingung. Es genügt, wenn sie sich über einem bestimmten Verlauf decken, und daß innerhalb dieses Verlaufes der Punkt P liegt, für den man nach Gl. (5) den Koeffizienten a' ermittelt. Wenn innerhalb dieses Verlaufes Deckung vorhanden ist, so tgv" sind die Werte tg," und tgv gleich, und der Faktor wird gleich 1.

t

tgv

In Abb. 11 sind für zwei weit auseinander liegende Zeiten 14000 und 5250 sk die x, u-Linien (beobachtet, ausgezogen) und die x, u"-Linien (berechnet, gestrichelt) gezeichnet. Die Werte von a2 sind so gewählt, daß der Punkt P der x, u- und der x, u"-Linien, für den a2 berechnet werden soll, die Abszisse 1,5 cm hat. Man sieht, daß die berechneten und beobachteten x, u"- bezw. x, u-Linien sich von x 0 bis ein ganzes Stück über - 1,5 hinaus decken. Die Deckung in der Umgebung des Meßpunktes P ermöglicht somit die Anwendung der Gleichung (5).

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6) Bemerkungen zur Wärmeleitfähigkeit des

Magnesitsteines.

Das Wundern über die von verschiedenen Seiten gefundenen Zahlen für die Wärmeleitfähigkeit des Magnesitsteines setzt sich immer noch fort, obgleich gerade meine Versuche doch den Weg für die Lösung dieses Rätsels zeigen. Die Leitfähigkeit dieses Materials wird in erheblichem Maße von dem Grade des Vorbrennens beeinflußt; sie wird bei fortgesetzter Wärmesteigerung erniedrigt. Es ist dann kein Wunder, wenn bei Nichtbeachtung dieses Umstandes, namentlich bei Versuchen im eingebildeten »Beharrungszustand«, erhebliche Abweichungen entstehen.

7) Zusammenfassung.

Jakob erhebt gegen mein Meßverfahren im wesentlichen zwei Einwände:

Einmal sei der Nachweis dafür, daß der seitliche Wärmefluß in der Richtung der Y- und der Z-Achse der Steine vernachlässigt werden dürfe, nicht erbracht worden. Dieser Nachweis liegt aber vor, wie ich weiter oben auseinandergesetzt habe.

Zum andern soll mir bei Aufstellung der Formel (5) ein Irrtum untergelaufen sein. Auch dies ist nicht der Fall, denn die Voraussetzung für die Richtigkeit dieser Formel, daß sich die Linien x, u und x,u" über einen Verlauf, innerhalb dessen sich der Meßpunkt für a2 befindet, decken, ist erfüllt für die Entfernung = 1,5 cm von der vorderen Kopffläche des Steines. Ausschließlich für diese Entfernung wurde aber die Gleichung (5) zur Berechnung der Leitfähigkeit benutzt.

Der Schluß Jakobs, daß die von mir gefundenen Werte recht unsicher seien, wird somit hinfällig.

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Theorie des Riementriebes. Von Dr.-Ing. Wilh. Stiel. Berlin 1918, Julius Springer. 205 S. mit 137 Abb. Preis 13,20 M.

Der Verfasser hat sich das große Verdienst erworben, zur Aufklärung der recht schwierigen und verwirrten Frage der Riementheorie dadurch beigetragen zu haben, daß er die gesamte darauf bezügliche Literatur gesammelt und das Wesentliche daraus wiedergegeben hat. Nicht auf eigenen Versuchen, sondern ausschließlich auf seinen Kenntnissen der Literatur baut er seine Riementheorie auf.

Nach einem kurzen Ueberblick über die Geschichte der Riementheorie geht der Verfasser näher auf die wichtigsten Veröffentlichungen der letzten Zeit von Skutsch, Kutzbach, Kammerer und Friederich ein. Reichlichen Gebrauch für seine Untersuchungen macht er von der von Kutzbach angegebenen Spannungs-Dehnungs-Kurve, die er als »Sehnenkurve bezeichnet.

Eine neuartige Darstellung des Verhaltens der Kräfte am Riementrieb gibt der Verfasser in seinen Abbildungen 72 und 94. Diese Diagramme sind sehr geeignet, einem Anfänger das Verständnis der Erscheinungen am Riementrieb zu erleichtern.

Von allgemeinem Interesse sind seine Bemerkungen über die Reibungsverhältnisse; er weist die Unzulänglichkeit der bisherigen Anschauungen durch ihre Anwendung auf die Reibung des Riemens an der Scheibe nach, doch gelingt es auch ihm, ebenso wie zahlreichen andern Forschern, nicht, die eigentümliche Erscheinung, daß der Reibungskoeffizient mit der Geschwindigkeit wächst, zu erklären.

Sein engerer Beruf als Elektrotechniker veranlaßt den Verfasser, Parallelen zwischen Gesetzen der Elektromechanik und zwischen Erscheinungen am Riemen zu ziehen. So führt

er den Begriff der Hysteresis des Riemenleders ein und weist damit eine bisher nicht beachtete Quelle für Energieverluste und für Erwärmung des Riemens nach.

Von Interesse für den Praktiker ist allein das alle diese Betrachtungen krönende und zusammenfassende Kapitel über die Vorausberechnung von Riementrieben. Die vom Verfasser vorgeschriebene Berechnung ist jedoch so außerordentlich verwickelt und verlangt ein so gründliches Eindringen in die schwierigen Verhältnisse des Riementriebes, daß sie bei der großen Menge der kleinen und mittleren Riementriebe schwerlich angewendet werden wird. Daß die Dimensionierung des Riementriebes trotz aller Mahnungen der Fachwelt immer noch nachlässig betrieben wird, ist bedauerlich, aber verständlich, und diese Geringschätzung wird auch durch die Bemühungen des Verfassers nicht aus der Welt geschafft werden.

Es ist jedoch unbedingt wünschenswert, daß die Kenntnis der Erscheinungen am Riementrieb größere Verbreitung findet, und zu diesem Zweck ist das genannte Buch ein recht geeignetes Mittel. Dr. Zwick.

Berlin-Westend.

Vorlesungen über Graphische Statik. Von Friedrich Schur. Leipzig 1915, Veit & Co. 217 S. mit 123 Abb. Preis geh. 7 M, geb. 8 M.

Ein gutes Buch, dem aber leider das richtige Maß fehlt! Es ist nicht für die Praxis geschrieben, sondern für eingehendes Studium; aber auch nicht für Studierende, oder höchstens für solche, die sehr viel Zeit übrig haben. Und Studierende der Ingenieurwissenschaften haben das kaum! Der Verfasser behandelt die Grundaufgaben der graphischen Statik von einem besonderen Gesichtspunkt aus: >um der alten Cul

mannschen Forderung, die Körper, an welchen Kräfte im Gleichgewicht sind, und die Liniengebilde, welche die Richtungen und Größen dieser Kräfte darstellen, als geometrisch zusammengehörige Gebilde aufzufassen oder mit andern Worten, die graphische Statik durchaus geometrisch zu behandeln, in höherem Maße gerecht zu werden, als dies nach unserer Ansicht bisher geschehen ist«. Eine sicher interessante Aufgabe, die der Verfasser nur leider mit der Absicht einer >>Einführung in die allgemeine Theories der graphischen Statik verquickt. So ist ein der ursprünglichen Absicht nicht entsprechendes viel zu umfangreiches Werk entstanden, das dem wissenschaftlich oder praktisch schaffenden Ingenieur wenig bietet, für den Studierenden der Ingenieurwissenschaften eine gewisse Gefahr einschließt. Der Ingenieur braucht keine »Einführung« mehr, über die er durch Studium und Tätigkeit längst hinaus ist; der Studierende muß heute mehr als je verlangen, daß Unterricht und >>Vorlesungen< seinen augenblicklichen und künftigen Kraft- und Zeitverhältnissen Rechnung tragen, daß jeder einseitige oder irgendwie beschränkte Gesichtspunkt vermieden wird; er muß von Anfang an lernen, für die Lösung seiner Aufgaben alle verfügbaren Mittel und Wege zweckentsprechend anzuwenden, d. h. mit kritischem Blick die Mittel und Wege auswählen lernen, die ihn am schnellsten und sichersten zum Ziele führen.

Der Inhalt des Werkes ist kurz folgender: 1) Zusammensetzung und Zerlegung von Kräften, 2) Lagerung und Belastung ebener Scheiben, 3) Theorie des Balkens, 4) Theorie der Fachwerke (einfachere Fälle), 5) Fachwerk (allgemeine Theorie), 6). Schwerpunkte, Statische Momente, Trägheitsund Zentrifugalmomente, Trägheitsellipse und Kern eines Profils, 7) Kräfte im Raume. Im letzten Abschnitt wird das sicher noch wenig bekannte Darstellungsverfahren von v. Mises an einem Beispiel vorgeführt. Hierauf sei noch besonders hingewiesen für die Herren, die viel mit räumlichen Fachwerken (Kranen und dergl.) zu tun haben.

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Der Flugmotor in seinen gebräuchlichen und neuen Typen. Ein Handbuch für Flugzeugführer und Monteure, ein Unterrichtsbuch für Fliegerschulen und Werkmeisterkurse, zusammengestellt von Fliegerleutnant d. R. Hermann Kohl. Stuttgart 1918, Konrad Wittwer. 91 S. mit 29 Abb. Preis 3,50 M.

I Der Verfasser hätte besser getan, seine Vorträge, die eine erstaunlich laienhafte Auffassung des Gegenstandes verraten und dementsprechend mit zahlreichen sachlichen Fehlern durchsetzt sind, ungedruckt zu lassen, denn sie stellen der Güte der während des Krieges abgehaltenen militärischen Ausbildungskurse kein gutes Zeugnis aus. Dr. H.

Bericht über die Internationale Baufach-Ausstellung mit Sonderausstellungen Leipzig 1913. Im Auftrage des Direktoriums herausgegeben von H. Herzog, unter Mitarbeit von Direktor H. Miederer. Leipzig 1917. 388 S. mit vielen Abbildungen. Preis 25 M.

Das Werk enthält außer einer ausführlichen Geschichte und Beschreibung der Ausstellung sowie den eingehenden Tätigkeitsberichten der Ausschüsse eine große Anzahl von Beiträgen hervorragender Fachmänner, welche auch die verschiedenen bedeutsamen Sonderausstellungen auf wissenschaftlich-technischem, künstlerischem und bauindustriellem Gebiete behandeln, so daß der Ausstellungsbericht eine wahre Fundgrube für alle Fragen auf dem weitverzweigten, für unser Kulturleben so überaus wichtigen Gebiete des Bauens und Wohnens, wie es in der Leipziger Weltschau einzigartig zur Darstellung gelangte, bildet.

Sächsische Normenhefte des Normenausschusses der Deutschen Industrie, Arbeitsausschuß für das Bauwesen, Abt. Sachsen. Klein-Wohnungsbau. Heft 3: 3: Einheitsformen (Typen) zu Kleinwohnungshäusern in den

deutscher Ingenieure.

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Die Erzeugung und Verwertung elektrischer Energie an Bord der Handelsschiffe. Von Marine-Chefingenieur a. D. A. Slauck. Wilhelmshaven 1919, Carl Lohse Nachf. (Fritz Eißing). 176 S. mit 153 Abb. Preis 12 M und 10 vH Teuerungszuschlag.

Mathematisch-physikalische Bibliothek. Band 4: Wahrscheinlichkeitsrechnung. Von O. Meißner. 2. Aufl. I. Grundlehren. Leipzig und Berlin 1919, B. G. Teubner. 56 S. mit 3 Abb. Preis 1 M.

Wahrscheinlichkeitsrechnung. Desgl. Band 33: Von O. Meißner. 2. Aufl. II. Anwendungen. Leipzig und Berlin 1919, B. G. Teubner. 52 S. mit 5 Abb. 52 S. mit 5 Abb. Preis 1 M.

Abhandlungen und Vorträge aus dem Gebiete der Mathematik, Naturwissenschaft und Technik. Heft 4: Der Hohennersche Präzisionsdistanzmesser und seine Verbindung mit einem Theodolit. Von Prof. Dr.-Ing. H. Hohenuer. Leipzig und Berlin 1919, B. G. Teubner. 64 S. mit 7 Abb. und 1 Taf. Preis geh. 3,20 M.

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Der Unterricht an Baugewerkschulen. Band 26: Das Veranschlagen von Hochbauten. Von Architekt G. Blume. 4. Aufl. Leipzig und Berlin 1919, B. G. Teubner. 103 S. mit 18 Abb. und 5 Taf. Preis geh. 3 M.

Vorlesungen über Differential- und Integralrechnung. Von Prof. Dr. E. Czuber. 2. Band. 4. Aufl. Leipzig und Berlin 1919, B. G. Teubner. 599 S. mit. 119 Abb. Preis geh. 18 M, geb. 20 M.

Lehrbuch der darstellenden Geometrie für technische Hochschulen. Von Prof. Dr. E. Müller. 2. Aufl. 2. Band, 1. Heft. Leipzig und Berlin 1919, B. G. Teubner. 129 S. mit 140 Abb. Preis geh. 5,40 M.

Verkehrsprobleme abseits der bestehenden Hauptbahnlinien. Von E. von Kurzel-Runtscheiner. Wien 1919, Verlag für Fachliteratur G. m. b. H. 48 S. mit 3 Abb. und 2 Beilagen. Preis 3,60 K.

Schlesien. Ein Bekenntnisbuch. Herausgegeben vom Schlesischen Bund für Heimatschutz. 75 S. und 5 Zahlentafeln.

Die Kleinfarm als Wirtschafts-, Erwerbs- und Kriegerheimstätte. Von A. Wiechula. 2. Aufl. Leipzig 1917, Verlag für Handel, Industrie und Sport. 122 S. mit 6 Abb. Preis 2,20 M.

Kataloge.

Grünewalds Registrator Co. Berlin NW. 7. Berlin NW. 7. Die neuzeitliche Registratur für Zeichnungen, Retuschen, Pausen usw. Rud. Otto Meyer, Hamburg. Apparatebau. Hydraulische Durchbiegungseinrichtungen, System von Klitzing-Palmblad; Neigungsmesser mit hydrostatischem Temperaturausgleich, System von Klitzing.

Dr. Ing. Dissertationen.

(Die Orte in Klammern bezeichnen die Hochschulen.)
Architektur.

Die vorkarolingische Basilika St. Emmeran in Regensburg und ihre baulichen Aenderungen im ersten Halbjahrtausend ihres Bestandes, 740 bis 1200. Teil 1: Die Gründungsanlage. Von Dipl.-Ing. F. Schwäbl. (München)

Chemie.

Enzym- und Kolloidchemische Studien an Stärke. Von Dipl.-Ing. H. Sallinger. (München)

Textilindustrie.

Beiträge zur Frage der Schwankungen der Garnnummern Von Dipl.-Ing. M. Hülsen. (Dresden)

10. Mai 1919.

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Gleisanlagen mit Drehscheiben und Schiebebühnen. (Zentralbl. Bauv. 5. April 19 S. 153/55*) Die Baukosten von Maschinenhäusern mit Drehscheiben und mit Schiebebühnen werden verglichen. Trotz der höheren Kosten sind Maschinenhäuser mit ringförmigem Grundriß wegen der Ersparnisse an Verschiebezeit und wegen der besseren Uebersichtlichkeit denen mit rechteckigem Grundriß vorzuziehen. Schluß folgt.

Erfahrungen mit Holzfeuerung an norwegischen Lokomotiven. (Organ 1. März 19 S. 78/79*) Auf norwegischen Hauptbahnen hat man im Jahre 1917 Versuche mit einer Holzfeuerung durchgeführt, die ergeben haben, daß man Lokomotiven, die für Kohlenfeuerung gebaut sind, sehr wohl auch nur mit Holz heizen kann; große Geschicklichkeit des Heizers und ein besonderer Funkenfänger sind freilich Bedingung. Entsprechend dem geringen Heizwert ergibt sich auch eine kleinere Fahrgeschwindigkeit.

Neuere Sign almelder. Von Schulz. (Organ 15. Febr. 19 S. 49/55*) Die Signalmelder, Bauart Braam, Siemens & Halske A.-G. und Stahmer, die dem Lokomotivführer die Annäherung des Zuges an das Streckensignal durch ein Zeichen im Führerstande melden.

Hohle Querschwelle. Von Scheibe. (Organ 1. März 19 S. 65/68*) Neue elastische, eiserne Hohlschwelle und günstige Ergebnisse von Versuchen damit.

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aus

behoben, daß der Brennstoff einer schwach geneigten, feuerfest gekleideten und umlaufenden Trommel am oberen Ende zugeführt wird. Durch die Drehung kommen immer wieder andre Teile des Brennstoffes mit der am unteren Ende zugeführten Verbrennungsluft in Berührung.

Gießerei.

Schema zur Aufstellung eines übersichtlich gehaltenen Schmelzberichtes. Von Mainz. (Gießerei-Z. 15. April 19 S. 121/23) Für genaue Monatsabschlüsse ist ein übersichtlich gehaltener Schmelzbericht erforderlich, der sich aus Angaben über Löhne. Schmelzstoffe, Roheisen und Bruch zusammensetzt. Beispiel eines solchen Berichtes und Bestimmung des Verkaufpreises eines Dampfzylinders.

Hebekran für

Hebezeuge.

Eisenbahnfahrzeuge. Von Wülfrath. (Organ 1. Jan. 19 S. 1/8*) Neuere Krananlagen zum Heben von Lokomotiven und Wagen, die in den letzten vier Jahren in verschiedenen Eisenbahnwerkstätten aufgestellt wurden.

Industrienormen.

Einteilung und Umfang der Normung. Von Porstmann. (Betrieb April 19 S. 193/97*) Einteilung in abstrakte und konkrete Normen erweist sich als unzureichend. Es werden verschiedene Einteilungen des Gesamgebietes aller Normen besprochen und eine Dreiteilung in »Biologische Normen< >>Lebensnormen« (soziale Normen) und >>Normen der Werktätigkeit< empfohlen.

Normungsarbeiten der Gesellschaft der Kraftfahrzeugbauer im Jahre 1918. (Automotive Industries 16. Jan. 19 S. 158/72*) Bericht über die bearbeiteten Normen mit Zahlentafeln und Abbildungen, die die Kugellager, Befestigung von Zündmagneten und Dynamos, Anlasser, Speichen, Umlaufzählerantrieb, Zugmesser, Kupplungen, Naben für Motorbootschrauben, Spannschlösser, Schrauben, Muttern und Kauschen für Flugzeuge umfassen. Neues Normenblatt für Luftreifenfelgen für Kraftwagen und Motorräder.

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Die Sprengwirkung der Hohlgeschosse. Von Lorenz. (Z. Ver. deutsch. Ing. 26. April 19 S. 380/85*) Die den Explosionsgasen selbst und der Wandmasse erteilte kinetische Energie und der darüber hinaus noch verfügbare, auf die umgebende Luft übertragbare Arbeitsinhalt der Gase. Verlauf und Art der Geschoßdehnung bis zum Bruch bei Flußeisen- und Gußeisengranaten. Die von der Geschoßdehnung hervorgerufene Luftströmung ist schon in kurzem Abstand bis zur Unmerklichkeit abgeklungen, die Anfangsgeschwindigkeit unter der des Schalles liegt. Schluß folgt.

wenn

Landwirtschaftliche Maschinen.

Die Bedeutung der Strohaufschließung und die Strohfutterfabriken der Stadt Essen. Von Poensgen und Bolstorff. (Z. Ver. deutsch. Ing. 26. April 19 S. 374/80*) Infolge des Mangels an Verkehrsmitteln bei steigender Futterknappheit wurden auf Veranlassung der Staatsbehörden Anlagen für die Strohaufschließung in größerem Umfange ins Leben gerufen. Physiologische und chemische Veränderungen bei der Strohfuttererzeugung und verwendung. Mischen des Strohfutters mit eiweißhaltigen Futtermitteln. Anlage auf Zeche Altendorf bei Dahlhausen mit sechs Kugelkochern von je 14 cbm Inhalt und auf dem städtischen Schlacht- und Viehhof Essen mit zwei zylindrischen Kochern von je 6 cbm Inhalt. Betriebserfahrungen. Ausbeute, Verluste und Feuchtigkeitsbestimmung.

Maschinenteile.

Umlaufgetriebe. Von v. Dobbeler. (Betrieb April 19 S. 173/79*) Uebersichtliche Formeln für alle zur Bestimmung von Umlaufgetrieben erforderlichen Größen. Vergleich der Verluste durch Zahnreibung bei verschiedenen Umlaufgetrieben mit denen gewöhnlicher Vorgelege. Einfaches zeichnerisches Verfahren zur Berechnung von Umlaufgetrieben und vorgelegen.

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Von Enẞlin.

Verwendung harter Konstruktionsstähle. (Betrieb April 19 S. 187/89*) Eine genau untersuchte Chromnickelstahlstange zeigt bei Anlieferung an verschiedenen Stellen stark abweichende Festigkeit und Härte sowie große Empfindlichkeit gegen Kerb- und Stoß wirkung. Hochwertiger Stahl ist auch gegen falsche Wärmebehandlung sehr empfindlich und deshalb mit Vorsicht zu verwenden. Günstiger Einfluß der Vergütung.

Specific density of steel. Von Doerr. (Iron Age 16. Jan. 19 S. 184) Der Verfasser tritt der Ansicht entgegen, daß Stahlblöcke durch Schmieden dichter werden, und belegt diese Behauptung durch Versuchsergebnisse.

Bedeutung, Leistungsfähigkeit und Anwendungsmöglichkeiten des des Vergütens. Von Knorr. (Betrieb April 19 S.

189/93*) Gefügeänderungen infolge des Härtens und Anlassens von Stahl. Vor- und Nachteile der verschiedenen Gasarten für die Heizung der Glühöfen. Abschreckverfahren mit besonderer Berücksichtigung der Feuersicherheit. Temperaturmessung durch elektrische Pyrometer. Beim Entwurf der Teile ist auf die Möglichkeit des Vergütens Rücksicht zu nehmen.

Zink alloys instead of copper alloys. (Iron Age 16. Jan. 19 S. 175) Versuche mit verschiedenen Zinklegierungen. Eine Legierung mit 1 bis 1,2 vH Blei und 1,5 bis 2 vH Kupfer hat fast die Eigenschaften von Messing bei rd. 3000 kg/qcm Zugfestigkeit und 27 bis 28 vH Dehnung.

Mechanik.

Ueber die Beziehungen zwischen ReaktionsstrahlTheorie und den Flügelblatt-Theorien bei der Schiffschraube. Von Rieh n. (Z. Ver. deutsch. Ing. 26. April 19 S. 385/88) Unter der Voraussetzung, daß der Wasserdruck dem Sinus des Winkels zwischen der Richtung der Wasserbewegung und der Schraubenfläche verhältnisgleich ist, ergibt sich für die Treibkraft der Schiffschrauben bei der Flügelblatt-Theorie ein Ausdruck, der mit dem betreffenden Ausdruck der Reaktionsstrahl-Theorie in der Form übereinstimmt und günstigere Rechnungsergebnisse liefert. Da die Ermittlung der hydraulischen Widerstände in der Schraube immer an die Betrachtung der Flügelblätter geknüpft ist und der Treibdruck überhaupt nur darauf wirken kann, so sollte man die Flügelblatt-Theorie vor der Reaktionsstrahl-Theorie bevorzugen.

Metallbearbeitung.

Futter für Fräsmaschinen. Von John.

(Retrieb April 19 S. 197*) Ein einfaches aus wenigen Teilen bestehendes Futter, das genau zentrische und gute Befestigung ermöglicht.

A new horizontal boring, drilling and milling machine. (Iron Age 16. Jan. 19 S. 185*) Schwere Wagerecht-Bohrmaschine mit 80 mm starker in Kugeln gelagerter Spindel. Der Schlitten läßt sich rd. 900 mm längs und quer verschieben. Größte Höhe der Spindel über der Aufspannplatte rd. 700 mm.

Electrically-heated ovens. (Iron Age 16. Jan. 19 S. 188/89*) Die verschiedenen Arten von Emaillieröfen usw. mit Handbeschickung, Handkarrenbeschickung, absetzender und dauernd umlaufender selbsttätiger Beschickung mit ihren Sonderheiten und Verlustquellen. Stromverbrauch, bezogen auf das Gewicht der emaillierten Ware in elektrisch geheizten Oefen der Westinghouse Co. bei verschiedener Beschickung. Motorwagen und Fahrräder.

Die Wahl der Zündung bei Fahrzeugmaschinen. Von Heller. (Z. Ver. deutsch, Ing. 26. April 19 S. 391/92*) Die Energie der

deutscher Ingenieure.

Zündungsfunken besteht nach photographischen Aufnahmen aus zwei Teilen. Der kleinere Teil hängt nur von der Kapazität des ganzen Hochspannungsteiles der Zündvorrichtung und vom vom Widerstand der Zündkerze ab und ist bei allen Umlaufzahlen des Unterbrechers unveränderlich. Dieser Teil der Funkenenergie ist bei Batterie- und Magnetzündung ziemlich gleich groß, so daß keine von beiden für die Einleitung des Zündvorganges besondere Vorteile bietet. Die Aufgabe des zweiten Teiles der Funken energie ist es, dem Einfluß von Isolationsstörungen entgegenzuwirken. Dieser Teil wächst mit der Anzahl der Unterbrechungen erheblich, so daß in dieser Hinsicht die Magnetzündung der Batteriezündung überlegen ist.

Werkstätten und Fabriken.

Anlage zum Entölen und Reinigen gebrauchter Putzwolle. Von Sondergeld. (Organ 15. Jan. 19 S. 22/24*) Größere Anlage zum Entölen, Waschen und Aufarbeiten gebrauchter Putzwolle und ihre Wirtschaftlichkeit.

The principles of employing labor. Promoting personal relations. Von Fisch. (Ind. Manag. Febr. 19 S. 81/85) Die menschliche Arbeit stellt meist den höchsten Kostenanteil dar, sie muß deshalb besonders sorgfältig ausgenutzt und geschont werden. Dazu sind besondere Aufsichtsbeamte erforderlich. Einrichtung einer Personalabteilung, die hauptsächlich gute geschäftliche Beziehungen zwischen Arbeitnehmer und -geber fördern soll, und die unproduktiven Arbeitskosten, die Prüfkosten und den Arbeiterwechsel vermindern kann.

A new problem in employment. Von Richards. (Ind. Manag. Febr. 19 S. 152/53*) Für einen Erweiterungsbau der Bethlehem Shipbuilding Corporation, der in vier Monaten beendet sein mußte, hat man vorübergehend etwa 400 Ingenieure, Zeichner, Prüfmeister und Hilfskräfte entsprechend dem Fortschreiten der Arbeit eingestellt. Maßnahmen der Aufnahmeabteilung, um die erforderlichen Kräfte rechtzeitig zusammen zu bekommen.

Graphic production control VI.

Coordinating the con

trol mechanisms. Von Knoeppel. (Ind. Manag. Febr. 19 S. 113/18*) Es wird gezeigt, wie die verschiedenen erläuterten Kontrollverfahren vereinigt werden können. Beispiele bewährter Uebersichtstafeln.

Graphic analysis of an overtime problem. Von Huhn. (Ind. Manag. Febr. 19 S. 86/88*) Verfahren, um die pünktliche Lieferung von 92 300 Gußstücken für einen großen Auftrag zu überwachen und die Zahl der für die Bearbeitung erforderlichen Arbeiter rechtzeitig festzustellen. Zeichnerische Ermittlung der zulässigen Anzahl von Ueberstunden.

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Die elektrische Eisen- und Stahlerzeugung im Kriege1). Die Entwicklung des elektrischen Ofens in der Eisen- und Stahlindustrie ist im Kriege bei beiden einander bekämpfenden Völkerverbänden und insbesondere bei den Mittelmächten von drei Bestrebungen, die im wesentlichen auch für andre Industriezweige in Betracht kamen, beeinflußt worden: der Erhöhung der Erzeugung, der Verbesserung der Güte der Erzeugnisse und der Verwendung von Spar- und Ersatzstoffen. Diese Bestrebungen haben uns eine Reihe technischer und wirtschaftlicher Errungenschaften von dauerndem Werte ge

bracht.

1) Elektroroheisen.

Bei den kriegführenden Mächten hat eine nennenswerte Erzeugung von Elektroroheisen auch während des Krieges nicht stattgefunden. Im großen und ganzen blieben trotz der starken Steigerungen in den Preisen von Kohlen und Erzen und der dauernd ansteigenden Löhne die wirtschaftlichen Bedingungen für eine elektrische Roheisenerzeugung zu ungünstig. Dazu Dazu kam wohl noch, daß man bei den rasch steigenden Anforderungen für Kriegsbedarf und den kurzen Fristen, die zur Befriedigung dieser Anforderungen zur Verfügung standen, nicht daran denken konnte, sich auf einem technisch und wirtschaftlich nicht ganz einfach liegenden Gebiet in Versuche einzulassen. Hingegen haben die skandinavischen Länder während des Krieges das elektrische Roheisenschmelzen technisch weiter ausgebildet. Man ist schon zu einwandfrei arbeitenden Ofeneinheiten von 6000 kW gekommen. Vorläufig hat der elektrische Hochschachtofen (Bauart Grönwall) noch den Vorsprung gegenüber dem elektrischen Niederschachtofen (Bauart Helfenstein)'), doch hat auch der

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letztere ganz ermutigende Ergebnisse aufzuweisen, die um so mehr ins Gewicht fallen, als die letztere Bauart auch die Benutzung von Koks als Reduktionsmittel möglich erscheinen läßt und dadurch die Verwendbarkeit des elektrischen Hochofens auf eine breitere Grundlage stellen würde.

Ob das elektrische Roheisenschmelzen auch für Mitteleuropa noch von Bedeutung werden kann, läßt sich zurzeit wohl nicht übersehen. Die Friedensbedingungen und die Frage, in welchem Umfang und wie lange eine hemmende wirtschaftliche Beeinflussung unserer Rohstoffquellen, unserer Erzeugung und Ausfuhr bestehen bleibt, sind dabei von einschneidender Bedeutung.

Die Wirtschaftlichkeit eines elektrischen Roheisenschmelzens ist in der Hauptsache von drei veränderlichen Größen abhängig:

a) vom Kraftverbrauch für die Tonne Roheisen, wofür hauptsächlich die Zusammensetzung des Erzes und der Gangart maßgebend ist,

b) vom Preise der Reduktionskohle,

c) vom Preise für die elektrische Energie.

Bringt man auf Grund früherer Berechnungen von Catani und Neumann diese drei veränderlichen Größen schematisch in Zusammenhang, so ergibt sich, daß man auch bei Erzen mit ungünstigerer Zusammensetzung, also höherem Kraftverbrauch (rd. 3000 kW st/t) mit Wasserkraft zu zulässigen Kraftpreisen kommen kann, wenn die Kokspreise auf der jetzigen Höhe bleiben würden. Das wäre natürlich ein Zustand, den wir unserer hochentwickelten rein thermischen Eisenindustrie nicht wünschen wollen, selbst wenn einzelne deutsche Gebiete, insbesondere Bayern, aus solchen Verhältnissen vielleicht Vorteile ziehen könnten.

2) Elektrostahl und Elektroflußeisen. Das technische Werkzeug, der Elektrostahlofen, hat während des Krieges keine besondere Weiterentwicklung erfahren. Es

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