Deutsche Volksmärchen aus Schwaben

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C.P. Scheitlin's Verlagshandlung, 1852 - 322 Seiten
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Seite 29 - Trinken sich erquickt hatte, traten einige wunderschöneMäd» chcn ins Zimmer, die brachten ein Kartenspiel mit und forderten ihn auf, zum Zeitvertreib mit ihnen ein Spiel zu machen. Ja, das war ihm ganz recht. Da dauerte es aber nicht lange, da hatte er all sein Geld, das er mitgenommen, verspielt; und weil er immer meinte, er müsse und müsse doch endlich gewinnen, so machte er Schulden, und als er zuletzt nicht bezahlen konnte, so wurde er eingesperrt und zugleich wurde ihm angekündigt, daß...
Seite 198 - ... nicht. Die war indes nicht so vergnügt wie der Ferdinand. Um sie nämlich vor allen Nachstellungen und Bewerbungen zu schützen, hatte der König sie auf eine kleine Insel, die in der Nähe des Schlosses lag, bringen lassen und hatte streng verboten, daß irgendein Mannsbild zum Besuch zu ihr gelassen würde. Da lebte sie nun wie in einem Gefängnis und hatte oft Langeweile. Als der lustige Ferdinand eines Tages wieder in die Schatzkammer kam und seine leeren Taschen mit Gold füllte, fragte...
Seite 250 - ... die Frau aber gar zu gern gewußt, was in der verdeckten Schüssel war, bald dachte sie an dies, bald an das. Endlich aber trieb sie die Neugier so sehr, daß sie nicht widerstehen konnte und den Deckel nur ein wenig aufhob. Aber in demselben Augenblick sprang auch schon eine Maus aus der Schüssel, und als die Frau sie wieder fangen wollte, da war sie längst in ihrem Loche. Als nachher der Graf kam und sah, daß die Maus fort war, so sprach er zu dem Manne: „Jetzt beklage dich nicht mehr...
Seite 29 - ... Nach einiger Zeit kam er in einen großen Wald; da begegnete ihm ein alter Mann und bat um eine kleine Gabe, weil er so arg Hunger leide und kein Geld habe. Der Prinz aber schalt ihn aus und wies ihn fort, ohne ihm etwas zu geben, und ritt immer tiefer in den Wald hinein. Als er nun schon mehrere Tage lang keinen Menschen mehr gesehen hatte, traf er plötzlich mitten im Walde ein großes Gasthaus und stieg ab; da 16 Max Lüthi: Das Volksmärchen als Dichtung.
Seite 249 - Fest und hatte alles mögliche für sie kochen und auftragen lassen, darunter war auch eine verdeckte Schüssel, von der sagte der Graf, daß sie dieselbe ja nicht aufmachen sollten, sie dürften sie bloß ansehen. Dann ließ er sie allein in ihrem Zimmer. — Nun hätte die Frau aber gar zu gern gewußt, was in der verdeckten Schüssel war, bald dachte sie an dies, bald an das. Endlich aber trieb sie die Neugier so sehr, daß sie nicht widerstehen konnte und den Deckel nur ein wenig aufhob. Aber...
Seite 47 - Ufer gelegt hatte, und brachte ihn zu der Hütte des Alten. Als darauf die Schwäne sich wieder anziehen wollten, hatte der eine nur noch sein Hemd und kam sogleich als eine schöne Jungfrau zu dem Jäger, der ihren Rock hatte, und zog mit ihm in fein Haus und ward feine liebe Frau.
Seite 250 - Reisen a zogen einstmals fünf Handwerksburschen aus einem Orte zusammen auf die Wanderschaft und hatten sich gegenseitig versprochen, daß sie sich nicht trennen wollten voneinander. Wie sie nun schon ein gut Stück Wegs gegangen waren, fiel's dem einen plötzlich ein, ob sie auch wohl noch alle fünf beisammen wären und er machte seine Kameraden aufmerksam darauf. Da standen sie alsbald still und der eine fing an zu zählen: „Das bin ich, eins, zwei, drei, vier!
Seite 251 - Da 194 law ein Fremder daher und fragte, was sie hätten. Sie sagten's ihm und baten, er solle doch suchen helfen. Der Mann aber riet, sie sollten alle ihre Nasen einmal in dem Kot abdrücken und dann oielicher zählen.
Seite 30 - Vett» ler und sprach ihn um eine Gabe an. Sogleich griff er in die Tasche und gab dem alten Manne ein Goldstück und unterhielt sich freundlich mit ihm und erzählte ihm auch, wezhalb er diese Reise unternommen, -prach der Alte: „Es wird dir schon gut gehen; nur Hut« dich ja und saufe kein Galgen
Seite 198 - Diese Rede von einem gemeinen Soldaten verdroß zwar den König ein wenig, doch ließ er sich's nicht merken und sagte vielmehr: »Um dich zu widerlegen, will ich eine Wette mit dir eingehen. Du sollst ein ganzes Jahr lang so viel Geld haben, als du verlangst; kannst du während dieser Zeit die Liebe meiner Tochter gewinnen, so ist es gut, du sollst sie haben; will sie dich dann aber nicht, so kostet dir's den Kopf. Jetzt besinn dich wohl!

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