Immanuel Kant's Werke, Bände 9-10

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Modes und Baumann, 1839
 

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Beliebte Passagen

Seite 389 - Der Mensch kann nur Mensch werden durch Erziehung. Er ist nichts, als was die Erziehung aus ihm macht. Es ist zu bemerken, daß der. Mensch nur durch Menschen erzogen wird, durch Menschen, die ebenfalls erzogen sind.
Seite 118 - Die physiologische Menschenkenntnis geht auf die Erforschung dessen, was die Natur aus dem Menschen macht, die pragmatische auf das, was er als freihandelndes Wesen aus sich selber macht oder machen kann und soll.
Seite 124 - ... das Ich haben kann, erhebt ihn unendlich über alle andere auf Erden lebende Wesen. Dadurch ist er eine Person und, vermöge der Einheit des Bewußtseins, bei allen Veränderungen, die ihm zustoßen mögen, eine und dieselbe Person, di ein von Sachen, dergleichen die vernunftlosen Tiere sind, mit 3 denen man nach Belieben schalten und walten kann, durch Rang und Würde ganz unterschiedenes Wesen...
Seite 570 - Aber demungeachtet muß die kritische Philosophie sich durch ihre unaufhaltbare Tendenz zu Befriedigung der Vernunft in theoretischer sowohl als moralisch praktischer Absicht überzeugt fühlen, daß ihr kein Wechsel der Meinungen, keine Nachbesserungen oder ein anders geformtes Lehrgebäude bevorstehe, sondern das System der Kritik auf einer völlig gesicherten Grundlage ruhend, auf immer befestigt,, und auch für alle künftige Zeitalter zu den höchsten Zwecken der Menschheit unentbehrlich sei.
Seite 553 - Glauben und einen blos moralischen, der freien aber auf moralische Gründe (der Unzulänglichkeit der Vernunft, sich in Ansehung ihres Bedürfnisses selbst Genüge zu leisten) sich stützenden Annehmung begreiflich und gefällig zu machen; da alsdann der auf Wunderglauben durch moralisch gute Gesinnung gepfropfte Religionsglaube ungefähr so lauten würde: „Ich glaube, lieber Herr! di ich nehme es gern an, ob ich es gleich weder mir noch Andern hinreichend beweisen kann; hilf meinem Unglauben!
Seite 133 - Vorstellungen zu haben und sich ihrer doch nicht bewußt zu sein, darin scheint ein Widerspruch zu liegen; denn wie können wir wissen, daß wir sie haben, wenn wir uns ihrer nicht bewußt sind?
Seite 390 - Eine Idee ist nichts anderes als der Begriff von einer Vollkommenheit, die sich in der Erfahrung noch nicht vorfindet.
Seite 389 - Es ist entzückend, sich vorzustellen, daß die menschliche Natur immer besser durch Erziehung werde entwickelt werden, und daß man diese in eine Form bringen kann, die der Menschheit angemessen ist. Dies eröffnet uns den Prospekt zu einem künftigen glücklichern Menschengeschlechte.
Seite 6 - Menschen gemeiniglich sehr unkenntlich wird, das Merkwürdigste — der kleine Wilde, der in den Wäldern aufgewachsen, allen Beschwerlichkeiten der Witterung mit fröhlicher Munterkeit Trotz zu bieten...
Seite 7 - Eben der Mechanismus, wodurch das Thier oder der Mensch lebt und aufwächst, bringt ihm endlich den Tod, wenn das Wachsthum vollendet ist.

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