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Zange mit Leichtigkeit einführen zu können. Ist die Kapsel eines Linsenstaares mit der Iris ver– wachsen, oder die Pupille durch eine Pseudomembrane verschlossen, dann wird mit der Spitze der Zange der Staar durchbort, der bewegliche Arm der Zange bis zum Rande der Hornhaut, oberhalb des innern Augenwinkels, fortgeschoben, die Iris gefasst, und vom Ciliarbande gelösst. Bei gänz– licher Verschliessung wird die Iris gefasst, vom Ciliarligamente abgezogen. Der hervorgezogene Theil wird mit der Dawiel'schen Schere weggeschnitten. Autenrieth ) hat einen neuen Weg dem Einfal– den der Lichtstrahlen eröffnet, indem er ein Stück– chen der Sclerotica, uuu ein Sehloch zu bewir– ken, ausschnitt, eine Methode, welche die Benennung Sclerotikectomia erhalten hat. Sie ist für den Fall, in welchem Iris und Hornhaut gänzlich alienirt, die übrigen Theile des Auges aber noch normal sind, vorgeschlagen. An der Stelle der Sclerotica, an welcher die Nadel zur Reclination eingeführt wird, werden zwei halbeliptische, in ihren Winkeln zusammentreffende, Schnitte ge– bildet, das von demselben umschriebene Stückchen der Sclerotica wird mittelst eines Zängchens gefasst, und mit der Davel'schen Schere ausgeschnitten, so dass eine ovale oder trianguläre Oeffnung entsteht. Die andern Häute werden an der Stelle des Ausschnittes ebenfalls abgetragen, damit die Lichstrahlen den Glaskörper berühren kön– nen. Die an Thieren angestellten Versuche berechtigen zu einiger Hoffnung. Beer, den ich diese Operation verrichten sah, erlangte hievon für seinen Patienten keinen Nutzen. Selten besteht der Zustand gänzlicher Zerstörung der Iris und Cornea bei normaler Beschaffenheit der übrigen Theile des Auges, Die reproducirte Narbe

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entspricht der Beschaffenheit des Gebildes, welchem sie entsprosst; es wird demnach das, wenn auch im Anfange, pellucide Häutchen, in der Folge derbe, und undurchsichtig werden. A Himl) ) hat eine Dislocation der bestehenden natürlichen Pupille vorgeschlagen, wenn der Eintritt der Lichtstrahlen in dieselbe durch unheilbare Verdunklungen der Hornhaut gehindert ist”). Die Vortheile dieses Verfahrens sind, dass dadurch die Pupille der Augenachse möglichst nahe bleibt, dass die Operation sehr schmerzlos ist, dass keine neue Verschliessung dieser Pupille zu fürchten ist, und die gesunde Linse dabei ungestört bleiben kann. Man könnte befürchten, dass eine bedeutende Entzündung von dem eingeklemmten Stücke der Iris ausgehen, und über die Hornhaut sich verbreiten könnte, wodurch die Pupille verengert und verschlossen, die Cornea aber getrübt würde. Die von Himlr gemachten Erfahrungen entfernen aber alle diese Bedenklichkeiten. Die Operation wird auf folgende Weise vollführt: Die Hornhaut wird, nahe an ihrer Peripherie, eine starke Linie breit, geöffnet, das Häkchen eingeführt, mit demselben, durch eine schwache Drehung der Spitze nach hinten, der Pupillarrand der Iris dieser Gegend gefasst, durch die Oeffnung der Hornhaut

1) Bibl. für Opht. 4. B. 1. St. S. 178. Die Ablösung der Iris vom Ciliarligamente verrichtete er früher wie Schmidt und Beer, mit dem Unterschiede,. dass er zuvor die cataractöse Linse reclinirt, und erst mehrere Wochen nach dieser Operation die Pupille bildet ( Ophthal. Bibl. 3. B. 2. St.). Buchhorn beschrieb das gleiche Heilverfahren (Diss. de Keratonyxide).

2) Als Himlr vor einigen Jahren ein Auge untersuchte, in welchem die Pupille durch einen früher erlittenen Vorfall der Regenbogenhaut schief gezogen, und hierdurch hinter einem Centralslecken der Hornhaut glücklich weggerathen war, kam ihm der Gedanke durch Kunst zu bewirken, was hier der Zufall gethan hatte (Bibl. für Oph. 1. B. 4. St. S. 176).

vorgezogen, worauf das Häkchen durch sanfte Biegung ausgelösst wird. Zum Oeffnen der Hornhaut wird ein sichelförmiges Messer gebraucht. Die Operation der vikären Pupille mag nun auf eine oder die andere Weise vollführt werden, so muss immer eine zweckmässige Nachbehand– lung eintreten. Diese ist ganz dieselbe, wie nach der Operation der Cataracte. Der Körper, ebenso das Auge müssen in Zustand der Unthätigkeit ver– setzt, ein antiphlogistisches, der Constitution des Individuums entsprechendes, Verfahren in Anwen– dung gebracht werden. Das Auge wird geschlossen, und mit kalten Umschlägen bedeckt. Das nicht operirte Auge muss ebenfalls geschlossen werden. Entstehen Entzündung und Schmerz, dann bekämpfe man diese, und entferne die Ursachen. Zeigt sich eine Exsudation plastischer Lymphe in der vikären Pupille, dann handle man, wie bei der

Iritis und der Cataracte angegeben wurde. Nur

allmählig, nach verlaufener Gefahr der Entzündung, vermehre man den Grad der Erhellung. Um das Gesicht zu verbessern, lasse man Gebrauch von einer Staarbrille machen. Die Stärke des Gesicht's wird sich vorzüglich, wenn die Opera

tion gehörig vollzogen wurde, darnach, ob die

innern Theile des Auges durch die Entzündung, welche die Pupillensperre setzte, gelitten haben, oder nicht, sich richten. Gewöhnlich hat die neugebildete Pupille nicht das Vermögen nach den Abstuffungen des Lichtes, wie eine natürliche, sich zu verengern und zu erweitern; nur wenige Fälle werden angegeben, in welchen die neugestaltete Pupille Beweglichkeit zeigte. Ist darch eine äussere Schädlichkeit eine Pupille gebildet worden, und verdunkelt sich in der Folge die Linse, dann muss letztere durch ein passendes Verfahren aus der Sehachse entfernt werden ").

') Schulze (i. a. S. S. 53) bemerkt, niemals Bewegung in der künstlichen Pupille beobachtet zu haben, obgleich Von der Synechia anterior und posterior.

Unter vorderer Synechie versteht man die Verwachsung der vordern Fläche der Iris mit der Hornhaut "). Diese ist vollkommen oder unvollkommen, je nachdem die Verwachsung allgemein oder theilweise ist. Die unvollkommene Synechie hat grössere oder geringere Ausbreitung, indem die Verwachsung in einem beträchtlichen Umkreise oder nur auf einer kleinen Stelle Statt hat. Von Wichtigkeit ist es, die Stelle der Verwachsung zu bestimmen, da diese den Pupillarrand befasst oder nicht. Bei totaler Synechie besteht gewöhnlich das Totalstaphylom, oder Phthisis Corneae, bei partieller ausgebreiteter Synechie entsteht das partielle Hornhautstaphylom. Bei beschränkter Synechie zeigen sich Narben, und Verdunklungen der Hornhaut und Verziehungen der Pupille. Letztere sind beträchtlich, es kann selbst Verschliessung des Sehloches vorhanden seyn, wenn der Pupillenrand in die Verwachsung gezogen ist. Nach der Stellung der Narbe, der Verziehung oder Verschliessung der Pupille verhält sich auch das Gesicht, das durch diese Verhältnisse beschrähkt, selbst aufgehoben seyn kann. Wenn die Synechie nur an einer sehr heschränkten Stelle besteht, so wird sie leicht übersehen; sie wird aber entdeckt durch Beachtung der Pupillenverziehung, der trägen Bewegung der Iris, der ver– dunkelten Hornhautstelle als dem Punkte der Ver– wachsung, und durch Betrachten des Auges von der Seite her. Totale Synechie ist gewöhnlich das Produkt der gleichzeitigen Entzündung der Iris und Hornhaut. Indem die Iris sich vortreibt und die Horm

er durch Eintröpfeln der Belladonnaauflösung, durch die verschiedensten Lichtabstuffungen diese zu erwecken bemüht war.

*) Beer, i. a. W. 2. B. S. 263. Weller, i. a. W. S. 293.

haut schwillt, verengert sich die vordere Augenkammer, die seröshäutigen Flächen der desceme– tischen Membran treten in Berührung, und es entsteht Verwachsung. Partielle Verwachsungen sind gewöhnlich die Folgen penetrirender Ä schwüre oder Wunden der Hornhaut, durch welche letztere geöffnet, dadurch Ausfluss der wässerich– ten Feuchtigkeit veranlasst wird, nach welchem die Iris in die Wunde sich vordrängt und ver– wächst. Weller") hat beschränkte Verwachsun– gen der Iris mit der Hornhaut ohne Durchlöcherung der letztern, nach geringen entzündlichen Affectionen der Iris und Hornhaut beobachtet, wo die Synechie am Ciliarrande der Iris haftete. Vordere Synechien, welche das Sehen nicht bedeutend hindern, werden unangetastet gelassen; bedecken Verdunklungen die Pupille, so sucht

man diese durch die bei den Hornhautflecken an

gezeigten Mittel zu entfernen. Ist durch die Sy– nechie das Sehvermögen beeinträchtiget, dann kann durch ein operatives Verfahren der Pupillenstand und sonach das Sehvermögen gebessert werden, indem man die Pupille verzieht *), die Verwach– sungen losschneidet *), oder die vorhandene Pu

1) Ueber künstl. Pupillen S. 18. Das feste Anhängen der Iris am Ciliarligament ist aber meiner Betrachtung gemäss, mehrentheils Folge einer hintern Syrechie. Bei geringer entzündlicher Affection der Iris leidet immer mehr die innere als die äussere Zone derselben, und wenn plastische Exsudationen Statt finden, so zeigen sie sich mehr im Mittelpunkte als in der Peripherie der Iris,

2) Nach Himlr's Methode (Bibl. f. Opht. S. 175).

3) Nach Beer und Weller mit einer lanzenförmigen Nadel oder mit dem Staarmesser, was jedoch wegen dem Ausflusse der wässerichten Feuchtigkeit sehr schwierig ist. Adams (Practical Observations etc. p. 42) führt das Irisscalpell durch die Hornhaut ein, um die Verbindungsstelle durchzuschneiden. Maunoir sucht mittelst des geschlossenen Scherchens die Adhäsionen zu zerstören, gelingt es nicht, so macht er die Iridotomie. Assalini ver

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