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die unter erscheint, und sich zu erkennen giebt. Eine früh

verüblr zeitige Exstirpation ist das einzige Rettungsmittel. Geschrie Das Uebel, es mag nun in einem oder dem nittel, se andern dieser Theile seinen ursprünglichen Sitz iternder i genommen haben, stellt bei seiner Verbreitung

über den ganzen Bulbus diesen seiner normalen

Form und Mischung beraubt, in eine höckerichte, en der harte Masse verwandelt, im Umfange vergrössert, ern zová aus der Augengrube sich vordrängend dar. Die matāson i Bewegungen desselben sind aufgehoben. Indem -lir schne nun diese Masse immer verbildeter, variköser en Gesche werdend, unaufhaltsam an Umfang zunimmt, ent

ira wisi stehen heftige Schmerzen, welche in dem Kopfe Cntartung! wüthen, und Fieberbewegungen bewirken ; es n. Zuve entstehen Entzündungen, welche schnell Ulceramarie tion der Theile, das Ausfliessen der vorhandenen

uf der Säfte bewirken. Aus der ulcerirten Stelle drinann die li gen fleischähnliche, wuchernde Massen hervor,

von welchen die Augenlieder so verdrängt werdes lid den, dass man keines der selben wahrnehmen

kann. Aus den ulcerirten Stellen fliesst eine stin-EIS

kende Jauche, die röthlicht, mit grünen und bluEntarte tigen Streifen durchzogen ist, hervor. Es entre des stehen aus den varikös verbildeten Adern BlutunDestinm gen, welche Ohnmachten herbeiführen. Offenbar

steht das Zunehmen des Sarcoms mit der Ernäh

rung des Körpers im umgekehrten Verhältnisse; ea undi je mehr das Sarcom zunimmt, desto merklicher

wird die Abmagerung des Körpers. Nebst den Zufällen allgemeiner Entkräftung zeigen sich endlich Drüsengeschwülste, carcinomatöse Entarlung anderer Organe; es treten Zeichen einer eigenthümlichen Zerrüttung der ganzen Constitution auf. Kein Mittel war je vermögend, Stillstand des Uebels, noch weniger Heilung desselben zu bewirken, ausgenommen die zeitig vorgenommene Exstirpation.

Die Exstirpation ist für die angegebenen Fälle das Heilmittel, so lange die Kräfte des Indivi

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duums nicht zu sehr gesunken sind, als nicht Symptome, vorzüglich das Anschwellen der Hals und Achseldrüsen, Leiden der Brüste, des Uterus, Schmerz unter dem Sternum mit trockenem Husten, cachectischem Aussehen etc., auf Verbreitung des Leidens hindeuten. Nur wenn das Uebel örtlich ist, und alles Entartete durch das Messer entfernt werden kann, wird die Operation Hoffnung zum guten Erfolge gewähren *).

Der zu Operirende werde auf einen, der Grösse des Wundarztes entsprechenden hohen Stuhl mit hoher Rückenlehne gesetzt, oder auch nach Umständen auf einen Tisch gelegt. Kinder werden auf den Schoos eines starken Gehülfen gesetzt, und von diesem verlässig festgehalten. Das gesunde Auge wird zugebunden. Ein hinter dem Kranken stehender Gehülfe befestigt dessen Kopf und zieht mit einer auf der Stirne liegenden Hand mittelst des stumpfen Hakens das obere Augen· lied in die Höhe, während ein zweiter Gehülfe mittelst eines andern Hakens das untere Augenlied herabzieht. Der Operateur trennt nun auf % bis 1 Zoll die äussere Commissur gegen das Schlafbein hin, um Raum zu gewinnen. Dann, wenn der Augapfel sehr hervorragend ist, umgebe man denselben mit einem Tuche, halte ihn mit der linken Hand fest, und handhabe ihn nach

*) Beer (im a. W. 2. B. pag. 230) glaubt, dass der Er

folg in jenen Fällen sicherer sey, in welchen die carcinomatöse Metamorphose in Folge einer äussern Ursache entstanden ist. Dieser Umstand ist nicht von Wichtige keit, da die äussere Ursache nur als ein Factor zur Bewirkung der Krankheit anzusehen ist. Die freie Beweglichkeit des Bulbus in der Orbita ist immer ein günstiger Umstand, da diese uns anzeigt, dass die umliegenden Theile, die Knochen der Augengrube selbst, nicht in die krankhafte Sphäre gezogen sind. Wo man immer

. sieht, dass das Krank haste nicht vollkommen durch das Messer beseitigt werden kann, werde die Operation interiassen

Erforderniss "). Kann dieses wegen minderer Hervorragung nicht leicht geschehen, so bringe man einen spitzigen Haken so in die Häute des Auges ein, dass es mittelst desselben nach allen Richtungen gerollt werden kann 2). Man steche nun ein convexes Bistouri in den äussern Augenwinkel da in die Bindehaut ein, wo sie sich vom Augenliede zum Augapfel begiebt, und führe es zwischen der Orbita und dem Augapfel über dessen obere Rundung gegen den innern Augenwinkel, indem man dadurch die Bindebaut auf allen Punca ten rein trennt, und den Aufhebmuskel des obern Augenliedes nebst der Sehne des grossen schiefen Augenmuskels durchschneidet. In dem Verhältnisse, als man sich dem innern Augenwinkel nähert, rollt man das Auge nach aussen und unten. Nun bringt man das Bistouri in den ersten Einstichspunct, und führt dasselbe zwischen der Orbita und dem Augapfel an der untern Rundung desselben herum, bis zum innern Augenwinkel, während man das Auge pach aussen und oben rollt. Dadurch wird der untere schiefe Muskel nebst der Conjunctiva getheilt. Durch das Zusammenstossen der beiden halbelyptischen Schnitte sind alle vorderen und Seiten verbindungen des Bulbus gelösst, so dass derselbe etwas aus der Augengrube vorfällt. Der Zeigefinger, der auf der innern Seite des Augapfels, da hier gewöhnlich Raum dazu vorhanden ist, in die Orbita eingegeführt wird 3), dient als Leiter für die Scheere 4), mittelst welcher der Sehnerve, die Art. ophthalmica, die geraden Augenmuskeln, durch wenige Schnitte getreunt werden. Mit dem bakenförmig gekrümmten Zeigefinger werde der Augapfel aus der Höhle gedrückt, und die etwa noch statthabenden Verbindungen vollends durchschoilten ?). Die Thränendrüse muss immer exstirpirt werden %); man fasse dieselbe mit der anatomischen Pincette oder mittelst des Häkchens, ziehe sie an, und trenne sie mittelst der Schere oder des Messers. Nun wird die Orbita durch eingespritztes Wasser gereiniget, und dann mittelst des Gesichts- und Tastsiones genau untersucht; alles Verdächtige werde sorgfältig entfernt. Die etwa bestehende Blutung wird leicht gestillt durch Druck und Reiben mit dem Finger, durch Anwendung des kalten Wassers des Eichenschwammes oder der Charpie.

1) Fabricius Hildanus (Observ. chirurg. Cent, 1. Abh 1.)

schloss den hervorragenden Theil des auszurottenden Aug

apfels in einen ledernen Beutel eiu. 2) Die Befestigung durch die mittelst einer Nadel durch

geführten Fadenschlinge ist nicht zu empfehlen. 3) Scarpa, im a. W. 2.B.S.390). 4) Louis (Memoires de l'Academie de Chirurgie. T. V.

p. 202 ) hat hiezu eine nach der Fläche gebogene Schere vorgeschlagen, welche auch den Vorzug vor allen andern für diese Operation vorgeschlagenen Werkzeugen verdient. Bartisch (Augendienst S. 219) empfiehlt ein löffelartiges Messer; Meekren (Observ. medic. chirurg. p. 391) ein ähnliches. Fabricius Hildanus verübte die Operation mit einem vorn abgestumpften, auf der Fläche gekrümm

Bevor der Sehnerve getrennt ist, darf der Augapfel nicht stark hervorgezogen werden. Ist der Augapfel so stark ausgedehnt, dass er in der Orbita wie eingekeilt liegt, so müssen, im Falle Flüssigkeiten den Augapfel ausdehnen, diese entleert werden.

Man muss sich immer hüten, während der Operation die Augenlieder zu beschädigen; wenn sie aber ebenfalls entartert sind, so müssen sie abgetragen werden. Zu diesem Zwecke fasse man

ten Messer. 1). Der scirrhöse Augapfel zeigt bei genauer Untersuchung,

dass er aus einer bräunlichten, sehr festen Masse, in welcher man keine Spur von der eigenthümlichen Organisation des Auges zu entdecken im Stande ist, bestehe; die Sclerotica ist zuweilen unverändert. ( Beer, i, a. W.

2. B. S. 225). 2) Dessault , chirurg. Nachlass. 2. B. S. 153.

mit der anatomischen Pincette den Rand des entarteten Augenliedes, und ziehe ihn von dem Augapfel ab, und gegen sich. Hernach schneide inan dasselbe nach der Richtung eines Bogens von der gesunden Verbindung mittelst einer nach der Fläche gebogenen Schere los, worauf man zur Ausrottung des Augapfels schreitet ).

Die Augenhöhle werde mit trockenen, weichen Charpiekugeln locker ausgefüllt ?), die Augenlieder im Falle sie noch vorhanden sind, werden darüber hinweggezogen, eine Compresse, und darüber der Monoculus angelegt. Den ersten Verband entferne man nicht eher, als bis Eiterung sich zeigt. Das Verfahren sey in den ersten Tagen antiphlogistisch, auf die Individualität des Kranken, und auf den Grad der traumatischen Reaction berechnet. Durch eine auf allen Puncten der Orbita sich erhebende Granulation füllt sich allmählig die Orbita. Wenn eine bedeutende Nachblutung entsteht, so wird diese durch Charpie, auf welche Colophonium, Gummi arabicum, Alaun aufgestreut, oder die, mit Alkohol, Thedens Wundwasser etc. befeuchtet ist, gestillt. Die aufgelockerte Wundfläche werde mit Höllenstein bedupft

. Man vermeide den Gebrauch erweichender Salben. Wenn schwammichte Auswüchse sich erheben, so bekämpfe man diese durch das Messer, durch Aetzmittel, besonders aber durch das Glüheisen. Wenn die die Augenhöhle ausfüllende Masse zwischen die Augenlieder hervorragt *), was jedoch selten ist, so kann mit einigem Erfolg ein künst

1) Darstellung blutiger heilkundiger Operationen von C. B,

Zang. 2 Th. S. 285. a) Beer (im a. W. 2. B. S. 232 ) untersagt das Ausfüllen der

Augengrube mit Charpie; es sollen die Augenlieder mittelst eines englischen Pflasterstreifchens geschlossen werden; darüber hängt man eine Leinwandcompresse, welche mit

einer gewöhnlichen Stirnbinde festgehalten wird. 3) Scarpa, im a. W. 2: B. S. 391.

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