Adelbert von Chamisso's Werke, Bände 3-4

Cover
 

Was andere dazu sagen - Rezension schreiben

Es wurden keine Rezensionen gefunden.

Andere Ausgaben - Alle anzeigen

Häufige Begriffe und Wortgruppen

Beliebte Passagen

Seite 309 - Sie spreitet aus das Tüchlein und fängt behutsam an, Den Bauer aufzustellen, den Pflug und das Gespann; Wie alles auf dem Tische sie zierlich aufgebaut, So klatscht sie in die Hände und springt und jubelt laut. Der Alte wird gar ernsthaft und wiegt sein Haupt und spricht : Was hast du angerichtet? das ist kein Spielzeug nicht; Wo du es hergenommen, da trag es wieder hin, Der Bauer ist kein Spielzeug, was kommt dir in den Sinn!
Seite 81 - Ich träum als Kind mich zurücke, Und schüttle mein greises Haupt; Wie sucht ihr mich heim, ihr Bilder, Die lang ich vergessen geglaubt? Hoch ragt aus schattgen Gehegen Ein schimmerndes Schloß hervor, Ich kenne die Türme, die Zinnen, Die steinerne Brücke, das Tor.
Seite 82 - Verträumt' ich den ersten Traum. Ich tret in die Burgkapelle Und suche des Ahnherrn Grab; Dort ist's, dort hängt vom Pfeiler Das alte Gewaffen herab.
Seite 205 - Ei! guter Herr, so stand es nicht, ich hielt Euch an der Kehle; verzucktet Ihr nur das Gesicht und ging der Schnitt mir fehle, so ließ ich Euch dazu nicht Zeit; entschlossen war ich und bereit, die Kehl
Seite 100 - Zopf so hinten hing, er wollt' es anders haben. So denkt er denn: Wie fang' ich's an? Ich dreh' mich um, so ist's getan — der Zopf, der hängt ihm hinten. Da hat er flink sich umgedreht, und wie es stund, es annoch steht — der Zopf, der hängt ihm hinten. Da dreht er schnell sich anders 'rum, 's wird aber noch nicht besser drum — der Zopf, der hängt ihm hinten. Er dreht sich links, er dreht sich rechts, es tut nichts Guts, es tut nichts Schlechts — der Zopf, der hängt ihm hinten.
Seite 62 - Sie zog sie auf in Zucht und Ehren, Der Fleiß, die Ordnung sind ihr Gut. Zu suchen ihren Unterhalt, Entließ sie segnend ihre Lieben, So stand sie nun allein und alt, Ihr war ihr heitrer Mut geblieben.
Seite 15 - Hab' es gesagt und nehm's nicht zurück. Hab' überglücklich mich geschätzt, Bin überglücklich aber jetzt. Nur die da säugt, nur die da liebt Das Kind, dem sie die Nahrung gicbt ; Nur eine Mutter weiß allein, Was lieben heißt und glücklich sein. O wie bedaur' ich doch den Mann, Der Mutterglück nicht fühlen kann!
Seite 306 - Es scheint mir doch gewissermaßen bedenklich, meine Seele an meinen Schatten zu setzen." „So, so!" wiederholte er, „bedenklich", und er brach in ein lautes Gelächter gegen mich aus. „Und wenn ich fragen darf, was ist denn das für ein Ding, Ihre Seele? Haben Sie es je gesehen und was denken Sie damit anzufangen, wenn Sie einst tot sind?
Seite 201 - Wir geben uns die Hand darauf, Schlemihl, Wir schreiten zu, und lassen es beim Alten; Wir kümmern uns um alle Welt nicht viel...
Seite 277 - Maria! der arme Mensch hat keinen Schatten!« Das fing an mich zu verdrießen, und ich vermied sehr sorgfältig, in die Sonne zu treten. Das ging aber nicht überall an, zum Beispiel nicht über die Breitestraße, die ich zunächst durchkreuzen mußte, und zwar, zu meinem Unheil, in eben der Stunde, wo die Knaben aus der Schule gingen. Ein verdammter buckeliger Schlingel, ich seh' ihn noch, hatte es gleich weg, daß 138 mir ein Schatten fehle.

Bibliografische Informationen