Historisch-politische Blätter für das katholische Deutschland, Band 54

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Guido Görres, Georg Maria von Jochner, George Phillips
In Commission der Literarisch-artistischen Anstalt., 1864
 

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Beliebte Passagen

Seite 13 - Sonnenfels in Wien geschrieben hat; lassen Sie es ihn versuchen, dem vornehmen Hofpöbel so die Wahrheit zu sagen, als dieser sie ihm gesagt hat; lassen Sie einen in Berlin auftreten, der für die Rechte der Untertanen, der gegen Aussaugung und Despotismus seine Stimme erheben wollte, wie es itzt sogar in Frankreich und Dänemark geschieht: und Sie werden bald die Erfahrung haben, welches Land bis auf den heutigen Tag das sklavischste Land von Europa ist.
Seite 9 - Macht, sie zu zwingen, daß sie Schulen, Predigtstühle, Pfarren halten. Wollen sie es nicht zu ihrer Seligkeit thun noch bedenken, so ist EKFG da, als oberster Vormund der...
Seite 713 - Gewißlich, wer sein Gemüth etwas höher schwinget, und gleichsam mit einem Blick den Zustand von Europa durchgehet, wird mir Beifall geben, daß diese Allianz eines von den nützlichsten Vorhaben sei, so jemals zum allgemeinen Besten der Christenheit im Werk gewesen.
Seite 635 - Dinge in der Proportion zwischen Verstand und Macht, welches auch in dieser Welt das Fundament der Gerechtigkeit, der Ordnung, der Meriten, ja der Form der Republik ist, daß ein jeder verstehe, was er vermag, und vermöge soviel als er verstehet. Ist die Macht größer als der Verstand, so ist, der sie hat, entweder ein einfältig Schaf, wo er sie nicht weiß zu brauchen, oder ein Wolf und Tyrann, wo er sie nicht weiß wohl zu brauchen.
Seite 640 - Exercitienmeister zu halten, ja rechte ritterschuhlen aufzurichten und zu verlegen, damit man nicht solcher Dinge wegen, so man zu Haus haben können, sein halbes Patrhnoniiim in der Frembde verzehren und mit seinem eigenen Verderben zu Verarmung des Vaterlandes cooperiren müsse, Kunst- und Raritäten , Schilderey auch Anatomiae-Cainmern.
Seite 9 - Wollen die älteren ja nicht, mögen sie immerhin zum Teufel hinfahren. Aber wo die Jugend versäumet und unerzogen bleibt, da ist die Schuld der Obrigkeit, und wird dazu das Land voll wilder loser Leute, daß nicht allein Gottes Gebot, sondern auch unser aller Not zwingt, hierin Wegs fürzuwenden.
Seite 192 - Sie empfindet, fühlt den Dolch, der die Mitte ihrer Seele durchdringt, das Herz bricht ihr, aber sie versteinert nicht. Sie hatte nicht nur die Liebe, sondern ihr volles Inneres ist die Liebe, die freie konkrete Innigkeit, die den absoluten Inhalt dessen bewahrt, was sie verliert, und in dem Verluste selbst des Geliebten in dem Frieden der Liebe bleibt.
Seite 713 - Monarchie verzweifeln; ganz Europa wird sich zur Ruhe begeben, in sich selbst zu wühlen aufhören, und die Augen dahin werfen, wo so viel Ehre, Sieg, Nutzen, Reichthum, mit gutem Gewissen, auf eine Gott angenehme Weise, zu erjagen. Es wird sich ein ander Streit erheben, nicht wie einer dem andern das Seinige abdringen, sondern wer am allermeisten dem Erbfeind, den Barbaren, den Ungläubigen, abgewinnen, und nicht allein sein, sondern auch Christi Reich erweitern könne.
Seite 8 - ... nichts mehr geben und ist solcher Undank unter den Leuten für das heilige Wort Gottes', das heißt für Luthers Lehre, ,daß ohne Zweifel eine große Plage vorhanden ist von Gott.
Seite 725 - Die vereinigte evangelisch - protestantische und die römisch-katholische Kirche ordnen und verwalten ihre Angelegenheiten frei und selbstständig. Der Verkehr mit den kirchlichen Obern ist ungehindert.

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