Verwandtschaft und Gesellschaft im alten China: Begriffe, Strukturen und Prozesse

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Peter Lang, 2006 - 593 Seiten
Das Thema «Verwandtschaft» oder «Gesellschaft» wird im Zusammenhang mit dem antiken China meist nur summarisch oder dann auf spezielle Aspekte bezogen behandelt. Obwohl ein vertieftes Verständnis dieser beiden Bereiche die notwendigen kontextuellen Informationen für die Interpretation des zugehörigen Schrifttums liefert, gibt es bisher keine diese Anforderungen erfüllende Studie. Durch ein akribisches Quellenstudium lassen sich aber sehr viele Einsichten in das Zusammenwirken von Verwandtschaft und Gesellschaft gewinnen. Diese Studie beschäftigt sich in einem ersten Teil mit den Bezeichnungen für die relevanten Verwandtschaftsformationen (Klan, Stamm, Sippe). Dabei werden insbesondere die genealogischen und geneataktischen Strukturen dieser Formationen freigelegt, die Zugehörigkeitsparameter untersucht und definiert und die Folgen für gewisse Formen der Ahnenverehrung (im sog. zhao-mu-System) diskutiert. Im zweiten Teil werden die Gliederungselemente der segmentären Gesellschaft (ren und min), verschiedene gesellschaftliche Gruppierungen (z.B. die jun-zi oder die Herrschermütter) sowie allgemeine Charakteristika der Gesellschaft analysiert und beschrieben. Im Schlussteil werden insbesondere Namens-, Anrede- und Referenzformen im Hinblick auf ihre Aussagekraft für die gesellschaftlichen Positionen der Träger untersucht. Einige rekonstruierte Genealogien aus dem Fürstentum Lu runden das Ganze ab.
 

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Inhalt

Einfuhrung
11
Chinesische Forschung zu Verwandtschaft und Gesellschaft
17
Ziele und Grenzen der vorliegenden Studie
25
Das Verwandtschaftssystem M Zongzu
31
Der Klan
37
Der Stamm
63
Die Sippe
173
Familien und Häuser
235
Das Gesellschaftssystem
281
Weitere gesellschaftliche Gruppierungen
339
Frauen und Status
443
Korollarien
485
Diverse Altersfragen
535
Bibliographie
571
Stichwortverzeichnis
587
Urheberrecht

Häufige Begriffe und Wortgruppen

Über den Autor (2006)

Der Autor: Robert H. Gassmann (*1946) ist seit 1985 Professor für Sinologie an der Universität Zürich. Sein Hauptinteresse gilt der antikchinesischen Kultur und deren Schrifttum. Zu seinen grösseren Arbeiten gehören die Studie Cheng Ming: Richtigstellung der Bezeichnungen (1988), die rekonstruierende Studie Antikchinesisches Kalenderwesen (2002) sowie der mit W. Behr in 2. Auflage publizierte dreiteilige Universitätslehrgang: Antikchinesisch: Ein Lehrbuch in drei Teilen (2005), alle bei Peter Lang erschienen.

Bibliografische Informationen