Alles gut: Warum Karl Barths Theologie ihre beste Zeit noch vor sich hat

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Theologischer Verlag Zürich, 01.08.2018 - 204 Seiten
Am 10. Dezember 2018 jährt sich der Todestag Karl Barths zum fünfzigsten Mal. Seine Theologie gehört aber mitnichten der Vergangenheit an: Sie reicht weit über das 20. Jahrhundert hinaus. Barth wusste, dass Theologie mit den modernen Wissenschaften nicht konkurrieren kann. So setzte er an die Stelle verzweifelter Plausibilisierungsversuche in grosser Freiheit und Frechheit eine fiktionale Gegenerzählung. Diese Gegenerzählung ist zeitlos und zugleich auf der Höhe ihrer Zeit. Als Barth in seinem «Römerbrief» Theologie in expressionistische Literatur verwandelte, war er avantgardistischer als die Kulturprotestanten. Und als er anderthalb Jahrzehnte später seine «Kirchliche Dogmatik» begann, war er moderner als die literarisch Modernen. Ralf Frisch liest in seinem kühnen, glänzend geschriebenen Buch die «Kirchliche Dogmatik» als theologische Science-Fiction. Anhand der Frage nach Barths Aktualität zeigt er die wichtigsten Grund­entscheidungen von Barths Dogmatik auf und gibt so eine Einführung in seine Theologie. Nicht zuletzt macht er der evangelischen Theologie Mut zu selbstbewussten, überlebensnotwendigen Erzählungen. Wie aktuell Karl Barths Theologie ist, hat einem selten mehr eingeleuchtet als bei dieser Lektüre.
 

Ausgewählte Seiten

Inhalt

Vorwort und Dank
11
1 Einleitung Fünfzig Jahre nach Karl Barth
13
2 Radikal modern Die Unbegründbarkeit theologischer Gewissheit
29
3 Angriff ist die beste Verteidigung Theologie als große Gegenerzählung
57
4 Die Verwandlung des Erlebten ins Erzählte Eine Exkursion nach Mittelerde
75
5 Gottestheater mit Zuschauer Anerkennung und Applaus
89
6 Freigelassener der Schöpfung Die Bejahung des wirklichen Menschen
105
7 Freigelassener der Theologie Den lieben Gott einen guten Mann sein lassen
119
8 Gott statt Religion Theologische Religionskritik
137
9 Gegen Macht Der Herr der herrenlosen Gewalten
161
10 Sein sonst nichts Ethik als Evangelium
167
11 Kirche und Theologie nach ihrem Ende Die Zukunft des Evangeliums
185
12 Die Melodie der Versöhnung Zu schön um nicht wahr zu sein
193
Urheberrecht

Häufige Begriffe und Wortgruppen

Autoren-Profil (2018)

Ralf Frisch, Dr. theol., Jahrgang 1968, ist Professor fur Systematische Theologie an der Evangelischen Hochschule Nurnberg, Theologischer Referent der Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und Dozent am Zentralinstitut studium plus der Universitat der Bundeswehr Munchen.

Bibliografische Informationen