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Fig. 1 zeigt einen Långsschnitt durch die neuen ameri

Am 7. Juni verschied Friedrich Adolph Siewerdt, Direkkanischen Unterseeboote >>Adder«, »Moccassins, Porpoise«, tor der Maschinenfabrik Oerlikon, Oerlikon. Siewerdt war am »Shark«, »Grampus« und »Pike«, von denen die ersten 4 auf der 11. Oktober 1837 zu Waldenburg in Sachsen geboren, wo sein Werft von L. Nixon, Elizabeth, N. J., die beiden letzteren auf Vater eine Schmiede und Bauschlosserei betrieb. Nachdem der Werft der Union Works in San Francisco im Bau begriffen er seine Lehrzeit in der Werkstatt seines Vaters durchgemacht sind. Die Boote haben bei 19 m äusserster Länge und 3,5 m und die Werkmeisterschule in Chemnitz besucht hatte, war er

Fig. 1.

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von

grösstem Dmr. im vollständig untergetauchten Zustande 120 t
Wasserverdrängung. Die Schraube wird während der Ober-
flächenfahrt von einem viercylindrigen Benzinmotor
160 PSi angetrieben. Zum Antrieb unter Wasser dient ein Elek.
tromotor von 70 PS, der aus einer im mittleren Raum des Bootes
untergebrachten Akkumulatorenbatterie gespeist wird. Die
Akkumulatoren werden während der Oberflächenfahrt von
einer durch den Benzinmotor getriebenen Dynamo geladen.
An Brennstoff für den Benzinmotor können 3070 cbm mitge-
führt werden. Die Geschwindigkeit der Boote soll unter und
über Wasser 7 Knoten betragen. Die Bewaffnung besteht
aus 5 Whitehead - Torpedos von 450 mm Dmr. und 3,5 m
Länge, die mittels Druckluft aus einem am Buge der Boote
befindlichen Ausstofsrohr abgeschossen werden können. Der
Steuerturm hat innen 534 mm Dmr. und ist mit 100 mm starken
Stahlplatten gepanzert. Der Baupreis eines Bootes beträgt
170000 $. (Journal of the American Society of Naval Engi-
neers Mai 1901)

anfangs als Schlosser, später als Techniker in verschiedenen Fabriken thätig. Im Jahre 1867 gründete er in Gemeinschaft mit Gustav Daverio eine kleine Fabrik in Rorschach zur Herstellung von Werkzeugen und Werkzeugmaschinen. Später wurde die Fabrik nach Oerlikon bei Zürich verlegt und unter der Firma Daverio, Siewerdt & Giesker fortgeführt. Aus dieser Anlage hat sich allmählich die heutige Maschinenfabrik Oerlikon entwickelt. Der nunmehr Verstorbene war bis kurz vor seinem Tode als Vorsteher des Werkzeugmaschinenbaues thätig, und manche eigenartige Werkzeugmaschine zeugt von seiner schöpferischen Begabung. (Schweizerische Bauzeitung 15. Juni 1900)

In den Tagen vom 12. bis 14. September d. J. findet in Dortmund der 8. allgemeine Bergmannstag statt.

Der land- und forstwirtschaftliche Hauptverein Hildesheim veranstaltet vom 12. bis 14. September d. J. einen Wettbewerb für elektrische und für Gespannpflüge.

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Patentbericht Kl. 13. Nr. 118768. Vorwärmen und Reinigen 100642 gekennzeichneten Schieber dienen zwei festo Exzenter ro, 1'1, von Kesselspeisewasser. L. Carrer, Düsseldorf. von denen ro den Grundschieber unmittelbar, mi aber den Deckschieber Bei einer Vorrichtung der durch Nr. 108044 (Z. 1900 durch eine Schleife k und ein S. 618) geschützten Art sind zur Erzeugung eines vom Regler verstelltes Gleitwiederholt auf- und absteigenden Stromes des vor- stück g antreibt. Der Zweck,

& R zuwärmenden Wassers zwischen einem 4 Kammern

die störende Auffüllung des e, ei ca ez enthaltenden Oberkastenoc und einem zwei Grundschieberkanales mit VollKammern g, h enthaltenden Unterkasten k vier druckdampf bei kleiner und

Rohre 8, 8, 89 83 mit Kesselsteinabsatzplatten n ange. Nullfüllung zu verhindern, wird dadurch erreicht, dass der Voreiln

bracht. Ausser der Umkleidung m ist ein zweiter winkel Si von r grösser als null, aber kleiner als der Vorellwinkel
Mantel ni derart angeordnet, dass der zuerst im do von ro ist.
Innern aufsteigende Heizdampf zwischen beiden
Mänteln nach unten zurückströmt und so eine er-

Kl.13. Nr. 118884. Spei.
wärmende Abschlussschicht bildet.

sung sich drehender Dampf.
Kl. 13. Nr. 118862. Ge.

erzeuger. Das durch die
genstrom - Ueberbitzer
für
hohle Achse des sich dre-

,
Dampfkessel. Aschers-

henden Kesselsa eingeführte fi lebener Maschinen

Speisewasser wird mittels bau-Aktiengesellschaft

einer feststehenden Sprüh-
(vorm. W. Schmidt &

vorrichtung k derart einge-
3
Co.), Aschersleben. Bei

spritzt, dass es bei der Um-
dem Gegenstrom-Ueberhitzer

drehung des Kessels stets sind zwei nach ginander

auf neue stark erhitzte Teile

der Wandung trifft. durchströmte Röhrengruppen c und d angeordnet, von denen die vom Dampf zuerst durchstromte

Kl. 18. Nr. 120319. Doppelter Gichtverschluss für Hochöfen. BuGruppe c dem Feuer zunächst liegt. Sie besitzt engere Röhren oder Röhren mit geringerem Ge

derussche Eisen

werke in Wetzlar. samtquerschnitt als die andere Gruppe, sodass der Dampf mit grösserer Geschwindigkeit

Die Abdichtung zwidurch die in der heissen Zone liegende Gruppe

schen der inneren ki strömt und die Röhren besser kühlt, um

Glocke 9 und der zu vermeiden, dass die Röhren durchbrennen

äusseren Glocke k oder glühend werden.

wird durch einen von

beiden Glocken unKl. 20. Nr. 119939. Stromabnehmer.

abhängigen WasserTh. Weinert, Berlin. An dem Arin d

behalter vermitsitzt in wagerechter Ebene drehbar um den

fi

telt, der entweder kürzeren Arm des Pendels g der Arm i, an

einen beiden Glocken dem der Abnehmer k gleichfalls in wage

gemeinsamen oder für rechter Ebene drehbar ist.

jede Glocke einen beKl. 14. Nr. 117056 (Zusatz zu Nr. 100642, Z, 1899 S. 306). Zwei- sonderen Wasserraum schiebersteuerung. B. Stein, Berlin. Zur Bewegung der in Nr. enthält.

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XXXXV. Nr

Juni 1901

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Kl. 20. Nr. 19707. Kupplung der Schwinghebel an Lokomotiven. Chr. Hagans, Erfurt. Um die Abmessungen der Kuppelstange zu verringern, wird

sie
in zwei oder mehrere Teile zerlegt,

von denen die hintek,

ren k in einem Bogen zwangläufig geführt

werden, der dem Schwingungsbogen entspricht, welchen der Schwinghebel hi

der Triebstange aus. führt, während der vordere Teil ky, der den Schwinghebel hg des Drehgestelles treibt, mit dem hinteren Teil der Kuppelstange gelenkig verbunden ist. Kl. 20. Nr. 117881. Tragfeder. Van der Zypen & Charlier,

Köln-Deutz. Ueber beide Achsf büchsenh ist eine Feder a ge

spannt, auf die das Gewicht des

Wagens durch Stützen e Übertragen 'a

wird. Durch Verlegung des Stütz.

punktes vone vermittels der Schraube | kann die Stärke des Federns verändert werden.

Kl. 20. Nr. 118027. Erdung elektrischer Wagen durch Schleif

bürsten. Siemens & Halske A.-G., Berlin. Um bei schlechter elektrischer Leitung von den Laufrådern des Wagens zu den Schienen

zu verhüten, dass der Strom die aufund absteigenden Fahrgäste treffe, wird beim Halten des Wagens oder bei langsamer Fahrt eine Schleifbürste a von einem von der Radachse angetriebenen Fliehkraftregler | an die Schienen gepresst, während der Fahrt jedoch von ihnen abgehoben.

Kl. 20. Nr. 117449. Zangenbremse. Giesserei Bern, Bern (Schweiz). Ausser den in bekannter Weise seitlich gegen den Schienenkopf angepressten Bremsbacken a, b ist dicht über dem Kopf eine Bremsbacke c angeordnet, gegen welche die Schiene durch die lotrechte Mittelkraft des von a, b ausgeübten Druckes angepresst wird, die somit ein Verbiegen der Schiene verhütet und gleichzeitig die Bremswirkung erhöht.

a

zu

Kl. 36. Nr. 117219. Schachtthüröffner an Personenaufzügen. J. Goddard, Bardsley (Engl.). Eine am Fahrstuhl c vor Abfahrt eingestellte Daumenscheibe a trifft beim Vorbeifahren den Schachtthüren mit ihren schmalen Daumen ...3, 2, 1 auf Anschläge n und wird dadurch jedesmal um eine Teilung gedreht, bis vor der richtigen Thür der breitere Daumen sich auf der Kante z des unten schmaleren Schlitzes u fängt und die Thür d hebt. Bei der Abfahrt kommt die Rolle o in die Vertiefung m, und die Thür fällt zurück. Bei der Niederfahrt des Fahrstuhles wirkt eine ähnliche Vorrichtung auf das Gegengewicht der Thür.

KI, 46. Nr. 117635. Gekühltes Auspuff- oder Einsaugventil. R. Pawlikowski, Görlitz. Das Kühlwasser wird durch ein frei in der hohlen Ventilspindel 8 bis nahe an den Ventilteller emporgeführtes Rohr , zu- und durch den Ringraum in 8 abgeleitet, sodass nir. gends Reibung und Abnutzung entsteht; damit die hohle Spindels nicht entleert wird, reicht sie unter einen Wasserspiegel u. Zur Luftkühlung wird r an die Saugleitung der Gasmaschine ange. schlossen, sodass die er.

hitzte Luftdicht am

Ventilteller abgesaugt

wird. Kl. 47. Nr. 117684. Zahnschaltwerk für Kreisteilung. Siemens & Halske A.-G., Berlin. Das für eine Zähne. zahl teilende Stück (Ankerbleche von mehreren Metern Durchmesser) wird mit dem im Teilkreise » beliebig geteilten Zahnbogen b verbunden, und die in b eingreifende Zahnstanges wird absatzweise durch ein stellbares Keilgetriebe a aj 818 bewegt, dessen Glied a als Zahnstange mit der Teilung t durch ein von Hebeln h, hi zwangläufig angetriebenes Schaltwerk akkı verschoben wird.

Kl. 47, Nr. 116998, Schnellschlussventil. O. Bohleckes Nachf., Magdeburg · Buckau. Mit dem Absperrventil a ist ein grösseres, gegensitziges Ventil b verbunden, und ein über b befindlicher Hohlraum kann durch ein kleines Doppelkegelventil v entweder mit der Aussenluft oder dern Hochdruckraum verbunden werden Im ersteren Falle hält der Druck auf b die Leitung offen, im letzteren Falle wird b entlastet und a sofort geschlossen. Stellt man jetzt v wieder um, so entweicht nur ein Dampfstrahl, aber a bleibt geschlossen, bis man durch Auseinanderschrauben beide Ventile a, b schliesst, dann den Druck über 6 abblasen lässt und nun a Offnet.

Kl. 58. Nr. 117037. Elektrische Presse. 0. Kammerer, Char. lottenburg. Der mit einem Schwungrade r ausgerüstete Elektromotor m bleibt stets mit dem Stempel , in zwanglaufiger Verbindung und giebt während eines abgemessenen Leerhubes Arbeit an das Schwungrad ab, worauf der Strom selbsttbåtig unterbrochen und der letzte Teil der Pressarbeit vom Schwungrade allein geleistet wird. Zur Stromunterbrechung ist in das Triebwerk eine Feder a eingeschaltet, die den Kontakt caufhebt, sobald der Presswiderstand sich einer für den Elektromotor schädlichen Grösse pähert.

Kl. 58. Nr. 116877. Erzeugung von Pressdruck. Horsch, Eberswalde.

So lange die Druckwasserpresse oder das einem Probedruck zu unterwerfende Gefäss nicht ganz gefüllt ist, fliesst das Niederdruckwasser (einer gewöhnlichen Was. serleitung) von h durch v,ki ,a ungehindert zur Druckstelle, indem ein Dichtungsring 1, angedrückt durch eine abgemessene Belastung g 9, den Druck von der Unterfläche des Kol. bens k abhalt; sobald aber das Wasser in a zur Ruhe kommt und das Kolbenventil v sich schliesst, wird k mit l vom Cylinder

fin boden b abgehoben, und der Stufenkolben kki erzeugt in a Hochdruck. Elastische Ringer und stellbare Muttern m gestatten, den auf den Ring l ausgeübten Dichtungsdruck zu regeln.

2

bud

Kl. 21. Nr. 117940. Bogenlampenkohle. H. Bremer, Neheim a/Ruhr. Die hohle Kohle hat innen Långsrippen, mit denen sie auf dem unteren Vorsprung eines Metallstabes ruht. Im Verbältnis zu dem Abbrande dieser Rippen rutscht die Kohle nach.

Kl. 20. Nr. 119710
Luftdruckbremse.

H.
Kunz, St. Johann a/S.
In die Robrleitung, die

den Hülfsluftbehälter

mit der Lufteinlasskammer des Steuerventiles verbindet, ist

0 über dem Füllventil c ein SicherheitsVentil d angeordnet, das sich nach

aussen öffnet, sobald die Spannung im Hülfsluftbehälter das festgesetzte Mals überschreitet.

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deutscher Ingenieure

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XI. 38. Nr. 117561. Fräser. L. Klaus, Berlin. Zum Vor- und
Rückwärtsarbeiten sind die Fräszähne g mit cylindrischen Köpfen gi vor-

gesehen, die in Aussparungen f der Frä-
serbüchse | sitzen und von zwei Deck-

scheiben a, b so gehalten werden, dass gos

sie einer der Anschlagflächen 12, f2 67

6

liegen bleiben; die Scheiben a, b erleich-
tern die Auswechslung. In einer Ab.

änderung (Nebenfigur) werden die An-
ef

schlagflächen durch vorstehende Kreis-
ausschnitte g2 an gi und durch passende

Aussparungen in a, b gebildet, wobei der
Drehpunkt nahe an den Umfang von | gelegt
werden kann.

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KI. 47. Nr. 117412. Stopf büchse. H.'Grosskraumbach, Rheydt (Bez. Düsseldorf). Die geteilten und an den Teilstellen dichtend über einander greifenden kegeligen Dichtungsringe d, e, die in der Langsrichtung unter dem Drucke von Federn v, w stehen, werden

n
auch durch radial gerichtete Federn y f
mittels boblkegeliger Ringe gif gegen

d.
die Kolbenstange gedrückt und sind mit 9
Schmiernuten n versehen, in die das 6
Schmiermittel aus Ringräumen ri,, ein-
dringt. Die Stützringe b und ih der Fe-
dern v, w sind gegen den Fussring a bezw.
gegen e mit Kugelflächen versehen.

Kl. 87. Nr. 117560. Steuerung für Drucklufthämmer. Ch. H.
Johnson, Chicago Heights (Cook, Ii.
nois, V. S. A.). Die beim Druck auf den
Hebel s durch den Kolbeuschieber e und den
Kanal dgh in den Ringraum a eingelassene
Druckluft treibt den Stufenkolben c zurück,
bis sie durch die Bohrung t und Kolben-
hồhlung r oder durch u,8, (Nebenfigur)
auch auf die Rückseite von c gelangen
kann, um den Kolben zu verzögern; t oder
u sind jedoch so eng bemessen, dass der
Kolben nicht eher in seinem Rückbube ge-
hemmt wird, als bis 8 vor n gekommen ist
und die Druckluft durch hq87 voll auf die
Rückseite ömen kann. Beim Vorwärts-
hube von c strömt Druckluft durch t oder
u noch weiter hinter den Kolben, um den
Schlag zu verstärken, worauf : auf den Auspuff p trifft und das Spiel
von peuem beginnt.

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KI. 47. Nr. 117221. Rollenlager. J. Post, Hamburg. Die Führungsringe zum Abstand. halten der Rollen a sind aus einzelnen durch Querstifte d verbundenen Bogenstücken c, c (am besten für je zwei Rollen) zusammengesetzt, 80dass man jedes Bogenpaar mit den Rollen herausnehmen und ausbessern oder auswechseln kann.

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Angelegenheiten des Vereines. Beschlüsse der XXXXII. Hauptversammlung des Vereines deutscher Ingenieure

am 11. Juni 1901 in Kiel.

(Die fortlaufenden Nummern und Titel entsprechen der Tagesordnung der XXXXII Hauptversammlung.)

1) Eröffnung durch den Vorsitzenden.

11) Antrag des Hamburger Bezirksvereines. Kein Beschluss.

Der Antrag ist in folgender Wortfassung angenommen

worden: 2) Geschäftsbericht des Direktors.

» Diejenigen Beschlüsse des Vorstandsrates, welche als AnKein Beschluss.

träge zur weiteren Beschlussfassung der Hauptversammlung 3) Vorträge.

vorgelegt werden sollen, sind, wenn möglich, sofort zu verKein Beschluss.

vielfältigen und vor der zur Beschlussfassung bestimmten 4) Rechnung des Jahres 1900.

Sitzung an die anwesenden Mitglieder zu verteilen.« Die Rechnung wird aufgrund des Berichtes der Rechnungs- 12) Antrag des Hannoverschen Bezirksvereines. prüfer genehmigt und dem Vorstande sowie dem Vereins

Der Antrag ist von den Vertretern des Hannoverschen direktor Entlastung erteilt.

Bezirksvereines zurückgezogen worden. 5) Wahl des Vorsitzenden für die Jahre 1902 und 1903. Zum Vorsitzenden wird Hr. Generaldirektor W. v. Oechel.

13) Antrag des Pfalz-Saarbrücker Bezirksvereines. haeuser-Dessau gewählt.

Der Antrag ist in folgender Fassung angenommen worden:

» Die Redaktion der Zeitschrift wird beauftragt, den Un6) Wahl zweier Rechnungsprüfer und ihrer Stell

fallverhütungs-Vorrichtungen ihre Aufmerksamkeit zu widmen.« vertreter für die Rechnung des Jahres 1901. Es werden gewählt: zu Rechnungsprüfern die Herren

14) Ort der nächsten Hauptversammlung Bolze-Mannheim und Taa ks-Hannover, zu deren Stellver

Die Einladung des Niederrheinischen Bezirksvereines, die tretern die Herren Rein-Bielefeld und Reuss-Halle a/S.

43. Hauptversammlung in Düsseldorf abzuhalten, wird an7) Hilfskasse für deutsche Ingenieure.

genommen. Kein Beschluss.

15) Haushaltplan für 1902. 8) Verleihung der Grashof-Denkmünze.

Der vom Vorstand vorgelegte Haushaltplan wird mit der Die Hauptversammlung beschliesst, die Grashof-Denk

Aenderung genehmigt, dass in Ausgabe für die Hauptvermünze dem Hrn. Justus Flohr, Direktor der Maschinenbau

sammlung statt 8000 M 13000 M eingesetzt werden. InfolgeA.-G. Vulcan in Stettin zu verleihen.

dessen schliesst der Haushaltplan mit 930 600 M in Einnahme

und 838 200 M in Ausgabe ab. 9) Berichte des Vorstandes. Kein Beschluss.

16) Verschiedene Vereinsangelegenheiten. 10) Antrag des Vorstandes zu § 14 und 17

Als Beitrag zu der vom kgl. preussischen Ministerium

der Unterrichts- usw. Angelegenheiten errichteten Zentralstelle des Statuts.

für Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung werden für Der Antrag ist vom Vorstand zurückgezogen worden. das laufende Jahr 2000 M aus den Betriebsmitteln bewilligt.

Selbstverlag des Vereines. Kommissionsverlag und Expedition: Julius Springer in Berlin N. Buchdruckerei A. W. Schade, Berlin N.

DES

VEREINES DEUTSCHER INGENIEURE.

Nr. 27.

Sonnabend, den 6. Juli 1901.

Band XXXXV.

962

964

Inhalt: Das Elektrizitätswerk Hagneck. Von H. Rupp

937

der Redaktion eingegangene Bücher. Uebersicht neu erDer Dortmund-Ems-Kanal. Die Betriebseinrichtungen des Dort

schienener Bücher. munder Hafens. Von H. Hoffmann.

947 Zeitschriftenschau Die Weltausstellung in Paris 1900: Die Maschinen für Papier

Bestimmungen zur Ausführung des Gesetzes betreffend die elek. fabrikation. Von A. Pfarr (Fortsetzung)

956

trischen Masseinheiten Aachener B.V.: Die Fortschritte der chemischen Industrie unter

Rundschau : Einsturz eines 1900.

aus Beton und Eisen gebauten Bezugnahme auf die Weltausstellung in Paris

Steges.
960

Verschiedenes
Rettungsfenster für Feuersbrünste
Chemnitzer B..V.

961 Patentbericht: Nr. 117049, 117897, 117809, 120341, 117643, Kölner B.-V.

962

117900, 117468, 117185, 117816, 117814, 117160, 117182, Bucherschau: Grundsätze der Kinematik. Von H. Weiss. Bei

118694, 117788, 117465

967

. . 970

971

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meinden die Wasserrechtkonzession erteilt worden war, wesent-
lich verzögert; denn von mehreren Seiten wurden, obgleich
schon Pläne ausgearbeitet und die Verhandlungen bis nahe
zum Abschluss gebracht worden waren, gegen die Ausfüh-
rung einer elektrischen Anlage für Ausnutzung der hier zur
Verfügung stehenden Kräfte stets wieder Bedenken erhoben,
bis im Jahre 1896 die Firma Brown, Broveri & Co. in
Baden (Schweiz) die Ausführung des Werkes übernahm.
Für Nutzbarmachung der zur Verfügung stehenden Wasser-

1) Näheres s. Dr. J. R. Schneider, Das Seeland der Westschweiz and die Entsumpfung seiner Gewässer.

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kraft musste unterhalb des Einschnittes im alten Seeboden eine bedeutende Wehranlage hergestellt werden, um die verfügbaren Gefälle von 9 m auf einen Punkt zu vereinigen. Wenn sich schon infolge des ungünstigen, aus weicher Molasse bestehenden Untergrundes der Bau dieser Wehranlage sehr schwierig gestalten musste, so trug dazu namentlich noch eine Vorschrift der Bernischen Baudirektion bei, welche zur Vermeidung von Kolkungen im Einschnitt das Verlangen gestellt hatte, dass die Sohle der Grundablässe im Wehr etwa 3 m über die vor Beginn des Baues bestehende Sohle des Aarbettes gelegt werde. Ausserdem musste der Wasserlauf in seinem ganzen unteren Teile durch ausgedehnte Dammbauten und Ufersicherungen befestigt werden. Entwurf und Ausführung dieser Wasserbauten wurden dem technischen Bureau von Prof. Zschokke in Aarau übertragen.

Die Wehranlage, die sich über eine Gesamtbreite von 63,4 m erstreckt, befindet sich im unteren Teile des Kanales, etwa 150 m von dessen Einmündung in den See entfernt. Eine Ansicht derselben zeigt Fig. 1, während Fig. 2 und 3 die Querschnitte einzelner Teile darstellen. Wie ersichtlich, besteht das Wehr aus drei Teilen, die neben einander zwischen

zwei kräftigen, auf Fig. 2 und 3.

Beton bis tief unter Schnitte durch

die Flusssohle gedas Wehr.

gründeten Widerlagern an beiden Cfern

eingebaut sind. An DER

das Widerlager rechts

schliesst sich die 999

Flossgasse mit langgestrecktem, allmählich zum Seespiegel

hinabführendem Ablauf an. Sie wird durch eine Schütze abgeschlossen, die in der Nähe des Wasserspiegels eine Eisschütze zum Ablassen des Eises bei Eisgang trägt und mithülfe eines Elektromotors gehoben werden kann. An diese Flossgasse schliessen sich zwei je 10 m weite Grundablässe mit etwa 3 m tiefer liegender Schwelle an, die sich zwischen drei auf eisernen Senkkasten gegründeten Strompfeilern befinden. Ihr Abschluss erfolgt durch zwei eiserne, auf ihren Stützflächen mit Rollen aufliegende Schützen, deren beträchtliches Gewicht durch Gegengewichte ausgeglichen ist, sodass sie durch zwei Elektromotoren mit verhältnismässig geringem Kraftaufwande gehoben werden können. Auch diese Grundablässe sind mit

längerem Abfallboden

versehen, um die Gefahr einer Unterspülung des Wehres,

wenn sie geöffnet sind, zu vermeiden; s. Fig. 2. Der übrige

Teil des Wehres von 7 VENEMENETTE

23 m Breite kann mit Rollladen geschlossen werden, die sich ge

gen eiserne Griessäulen lehnen und mittels eines Kranes, der auf einer Brücke fahrbar ist, gehoben werden. Die Griessäulen, welche sich oben die Brücke lehnen, sind unten auf dem Wehr mit eisernen Gelenken versehen und können bei Hochwasser umgelegt werden; s. Fig. 3.

Oberhalb dieser Wehranlage zweigt vom Aarekanal der 200 m lange Oberwasserkanal der Turbinenanlage ab, Fig. 4, dessen Sohlenbreite 27 m beträgt. Sohle wie Seitenböschungen sind vollständig mit Kalksteinen gepflastert. Die Sohle liegt höher als

. der ungestaute Wasserspiegel des Flusslaufes, sodass der Oberwasserkanal durch Oeffnen des Wehres vollständig entleert werden kann. Für gänzliche Trockenlegung der Sohle

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See

Bieler

Hoonasse- 33.98
Niederwasser 34,32

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6mde Luscher! ondo Hagneck

llladen wahy Grundablass

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