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XXXXV. Nr

Juni 1901

Pumpen und Gebläse. Zwillings-Verbundkompressor auf der Emscher Schacht. anlage des Kölner Bergwerks vereines. (Glückauf 25. Mai 01 8. 453/56* mit 2 Taf.) Die Zwillingsdampfmaschine hat 475 mm, der Verbundkompressor 380 und 600 mm Cyl.-Dmr. Der gemeinsame Hub beträgt 750 mm, die höchste Geschwindigkeit 85 Uml./min, der Dampfüberdruck 5 at. Die Luft wird in zwei Stufen auf 2 und 5 at komprimirt. Die Dampfmaschine hat Ventilsteuerung, der Kompressor zwangläufige Kolbenschiebersteuerung. Wiedergabe von Versuchsergeb. nissen.

Test of an hydraulic air compressor. Von Webber. (Eng. News 30. Mai 01 S. 406) Der Bericht schildert die Leistungsversuche an einem Taylor-Kompressor und enthält die Versuchsergebnisse zusammengestellt in Tabellen und Diagrammen.

Inlet valves and their relation to the efficiency and volumetric capacity of air compressors. Von Corey. (Eng. News 30. Mai 01 S. 390/91*) Ratschläge für die zweckmässige Konstruktion von Einlassventilen für verschiedene Arten von Kompressoren.

The geometry of engine balancing. Von Gray. (Engng. 31. Mai 01 S. 715/18*) Rein geometrisches Verfahren zur Ermittlung des Massenausgleiches bei Schiffsmaschinen in Anlehnung an die Verfabren von Yarrow, Schlick, Mallock, Sandey und Dalby.

The Dürr water tube boiler. (Schluss.) (Engineer 7. Juni 01 S. 586/87*) Bedienung des Kessels.

Wasserkraftanlagen. Turbine building and turbo-electric stations in Switzer. land. Von Prášil. (Eng. Magaz. Juni 01 S. 347,59*) S. Zeit. schriftenschau v. 25. Mai 01.

Wasserversorgung. The upper Belmont reservoir at Philadelphia. (Eng. Rec. 25. Mai 01 S. 501/02*) Der Bau und die Einrichtung des Klär. bebälters und der zugehörigen Absperrschieber und Rohranlagen sind kurz beschrieben. Der Klårbehälter ist durch einen Querdamm in 2 Teile geteilt, die zusammen 274 000 cbm fassen.

Six years of slow sand water filtration at Mount Ver. non, N. Y.

(Eng. News 30. Mai 01 S. 394/95*) Betriebskosten des Wasserreinigungsverfahrens. Reinigen der Filter. Waschen des Filter. sandes. Angaben über die Beschaffenheit des gereinigten Wassers.

Werkstätten und Fabriken. Requirements of electricity in manufacturing works. Von Aldrich. (Eng. News 30. Mai 01 S. 400/02) Allgemeine Erörte. rungen über die Anwendung von Elektrizität in Fabriken vom wirt. schaftlichen und technischen Standpunkte aus.

Schiffs- und Seewesen. The mechanical equipment of the ship-yard. Von Biles. (Eng. Magaz. Juni 01 S. 380/403*) Plattenbiege- und Richtmaschinen, Maschinen zum Versenken von Löchern, Blechkantenhobelmaschinen, Winkeleisen-Biegema chinen, hydraulische Niet- und Biegepressen, Mann. lochstanze, tragbare Nietmaschinen.

La turbine à vapeur Parsons et son application aux navires rapides. (Rev. ind. 1. Juni 01 S. 213/15* mit 1 Taf.) Darstellung einer Dampfturbine, Bauart Westinghouse-Parsons, und ihrer Anordnung auf einem 23 Knoten laufenden Kreuzer. Der Kreuzer erhält 4 Turbinen, deren Wellen je zwei Schiffsschrauben tragen. Bericht über die Verwendung von Dampfturbinen auf den Torpedobooten >Turbinia«, »Viper« und »Cobra«. Betriebsergebnisse.

Ziegelei. Neuerungen in Dachziegeln und ihrer Fabrikation in den letzten fünf Jahren. Von Fiebelkorn. (Baumaterialienk. 01 Heft 9 s. 131/33*) Biberschwanzziegel. Hohl., Pfannen- und Krämp. ziegel. Falzziegel. Forts. folgt.

Rundschau.
Die Weltausstellung in Paris 1900.

dem St. Louis- und dem St. Francis-See, die, im St. Lorenz Strom Natürliche Hülfsquellen und Entwicklung der kana- nicht weit oberhalb der Einmündung des Ottawa gelegen, dischen Industrie.

einen Höhenunterschied von 25 m haben. Beide Kanäle sind

durch den elektrischen Betrieb ihrer Schleusen, deren der (Schluss von S. 826)

erstere eine, der letztere 3 besitzt, bemerkenswert. In jahreInfolge der weiten Verbreitung der Kraftquellen in Ge- langer Arbeit wurde im St. Lorenz-Strom zwischen Montreal stalt von Kohlenfeldern oder Wasserkräften über das ganze und Quebec eine Fahrrinne, die 1899 8,42 bis 9,76 m tief Land haben es die kanadischen Industrien nicht nötig, sich in war, ausgebaggert, und Montreal dadurch den grössten Seeeinzelnen Bezirken zusammenzudrängen, sondern können sich schiffen zugänglich gemacht. Wenn man die Summe von da niederlassen, wo sie am bequemsten zu ihren Rohstoffen 21 Mill. M, die dafür ausgegeben ist, einrechnet, wurden kommen. An der Schaffung guter Verkehrsverhältnisse, die

in Kanada bis zum 30. Juni 1898 für Kanalbauten über allerdings dabei vorausgesetzt werden müssen, hat man es in 320 Mill. M aufgewandt. Kanada nicht fehlen lassen, was wieder auf die Entwicklung Die wirtschaftlichen Bedingungen Kanadas und seine Entder Verkehrsmittelindustrie von Einfluss gewesen ist. Am wicklung zeigen grosse Uebereinstimmung mit denjenigen der ältesten ist darin der Wagenbau, der ja von der Holzindustrie Vereinigten Staaten; die Zahlen der kanadischen Berufstaseinen Ausgang nahm. In ihm waren schon 1891 44 Mill. M tistik für 1890 stimmen in überraschender Weise mit denen angelegt, und von seiner erfolgreichen Weiterentwicklung gab überein, die sich für die Vereinigten Staaten im Jahre 1880 die von nicht weniger als 17 Firmen beschickte Wagenbau- ergeben hatten. Letztere wären demnach Kanada ein Jahrausstellung Zeugnis. Die einzige Industrie, die einen Rück- zehnt in der Entwicklung voraus. Ob sich bis dahin der Wettgang zu verzeichnen hat, ist der Schiffbau.' Seit der Verwen- bewerb des Landes bereits in der Weise für Europa fühlbar dung des Eisens als Baustoff sank der Registertonnengehalt machen wird, wie es jetzt mit dem der Vereinigten Staaten der in Kanada erbauten Fahrzeuge, der im Jahre 1874 seine

der Fall ist, darf vielleicht bezweifelt werden; jedenfalls wird grösste Höhe von 191000 t erreicht hatte, bis 1878 auf 100873 aber Europa in Zukunft damit rechnen müssen. In Deutschund bis 1898 auf 24 522 t. Bei der neuerdings gesteigerten

land dürfte zunächst die Papierindustrie davon betroffen Eisenerzeugung ist aber zu vermuten, dass sich auch dieser

werden. Industriezweig demnächst wieder heben wird, zumal die Re

Von hoher Bedeutung für die Entwicklung der kanadigierung ihm volle Aufmerksamkeit zuwendet.

schen Industrie ist der Holzreichtum des Landes. Kanada Die Länge der Eisenbahnen betrug im Jahre 1855 906 km, ist zum grössten Teile mit Wald bedeckt. Der Wert der geim Jahre 1899 27772 km, wovon, da die kanadischen Eisen- samten Holzausfuhr des Jahres 1898 belief sich auf 106,6 Mill, M. bahnen auch den Zweck verfolgen, weniger besiedelte Gegen

Erzeugnisse der Zelluloseindustrie sind dabei nicht inbegriffen, den zu erschliessen, der im Verhältnis zur Bevölkerung grössere und diese gerade steht in Kanada bereits in hoher Blüte. In Anteil auf die westlichen Provinzen kommt. So besitzen Co- seinen Wäldern hat man den besten Holzpapierstoff der Welt lumbien, die Nordwestbezirke und Manitoba mit 6,5 vH der

in der Weiss- oder amerikanischen Schimmelfichte und der Bevölkerung über 25 vH, Ontario, Quebec und Neuschottland

Schwarzfichte entdeckt, von denen erstere mebr den Thälern mit 83,5 vĦ der Bevölkerung nur 65 vH der Schienenlänge. folgt, letztere die Berge bedeckt und daher bei weitem vorwaltet; 1867 waren 491 Lokomotiven und 8000 Wagen im Betrieb,

sie liefert auch die wertvollere Faser. Buide zusammen bil1898 2116 Lokomotiven von bedeutend grösserer Leistung und

den über die Hälfte der Waldungen des nördlichen Gebietes, 65 000 Wagen. Bis 1899 wurden 3764 Mill. M für Eisenbahnen nehmen also einen Flächenraum von mindestens 3 Mill, qkm verausgabt, wovon 16 vH vom Staate zugeschossen waren.

ein. 1 qkm erzeugt durchschnittlich 2800 t Holzschliff oder Auf je 1000 Köpfe kamen im Jahre 1898 35 000 Reisen. Ausser

1400 t Sulfitzellulose. den Dampfbahnen besitzt Kanada 10 133 km elektrische Bahnen, die 1898 95 Mill. Menschen beförderten.

Da zur Erzeugung von 25 bis 35 t Holzstoff täglich 2500

bis 3000 PS erforderlich sind, hätte sich die Holzfaserindustrie Nicht geringere Sorgfalt hat Kanada dem Ausbau seiner in der kurzen Zeit ihres Bestehens unmöglich zu ihrem heuWasserstrassen angedeihen lassen. Zu den älteren Kanälen,

tigen Stande entwickeln können, wenn ihr nicht gewaltige dem Welland. Kanal, dem Rideau-Kanal und dem Champly;

Diese sind in den

Wasserkräfte zur Verfügung ständen. Kanal, sind in den letzten Jahren hinzugekommen der Kanal

Stromschnellen und Fällen der zahlreichen grossen und von Sault Ste. Marie zur Ueberwindung des Höhenunter

kleineren Wasserläufe nicht nur weit verbreitet, sondern auch schiedes von 3,5 m zwischen dem Huron und dem Oberen See und der im Herbst 1899 eröffnete Soulange-Kanal zwischen

in vielen Fällen ausgezeichnet regulirbar, da die meisten Wasserläufe Abflüsse von Seen sind, die sich mit verhältnis

deutscher Ingenieure.

un

mässig geringen Unkosten in mächtige Thalsperren verwandeln lassen. Sehr häufig befinden sich die Hauptfälle an der Mündung der Flüsse, wie z. B. der berühmte Fall, in dem sich der Montmorency aus einer Höhe von

70 m mittelbar in den Lorenzstrom ergiesst, und welcher der 14 km weit entfernten Stadt Quebec Licht und Betriebskraft für die Strassenbahnen liefert.

Genauere Messungen und Schätzungen liegen nur über die Wasserkräfte des Ostens vor. Aufnahmen, die vor kurzem über die Kraftquellen des Ottawa-Gebietes gemacht wurden, ergaben, dass sich um die Stadt Ottawa in einem Bezirk von 24 km Halbmesser Wasserkräfte von zusammen beinahe 900000 PS befinden. Die Berechnung bezieht sich auf niedrigen, das ganze Jahr benutzbaren Wasserstand. Bis jetzt werden erst 58000 PS benutzt.

In erster Linie werden die Wasserkräfte von der Zellstoffindustrie ausgebeutet. Im Jahre 1899 hatte Kanada 36 Holzstofffabriken mit einem Betriebskapital von 60 Mill. M und einer Tagesleistung von 1100 t, wovon die grösste Fabrik 250, die zweitgrösste 170, die andern 100 bis 10 t beitrugen.

Durch Vergrösserung bestehender und durch Errichtung neuer Werke ist die Leistungsfähigkeit der kanadischen Zellstoffindustrie in raschem Steigen begriffen. Die Laurentid Pulp Co. hat in Grand Mere am St. Maurice-Fluss mit einem Kapital von 12 Mill. Meine ausgedehnte Anlage geschaffen. Ihre Waldungen bedecken eine Fläche von 4600 qkm, und im ganzen Betriebe sind über 3000 Arbeiter beschäftigt, die mit ihren Familien eine aus der Wildnis hervorgewachsene Stadt mit wohlausgebauten Strassen, Wasserleitung und elektrischer Beleuchtung bewohnen. Von ihrer Wasserkraft, die in der trockensten Jahreszeit 70000 PS beträgt, verwendet die Gesellschaft gegenwärtig erst 16000 PS zur Erzeugung sowohl mechanisch, als auch chemisch hergestellter Faser. Die Sault Ste. Marie Mill (Ontario) ist im Begriff, ihre anfängliche Tagesleistung von 100 t trockenem Holzschliff, von dem ein Fünftel nach Japan geht, auf das Doppelte zu erhöhen, ausserdem Einrichtungen für die Erzeugung von je 50 t Natronund Sulfitzellulose zu treffen. Die ihr zur Verfügung stehende Wasserkraft beträgt 40000 PS.

Da die kanadische Fichte eine für alle Zwecke der Papiererzeugung ohne Beimischung anderer Fasern verwendbare Faser liefert, so darf man wohl annehmen, dass Kanada für die Zukunft den grössten Teil des Weltbedarfes an Papier decken kann. 1899 wurden nach den Vereinigten Staaten für nahezu 6000 000 M, nach England trotz des skandinavischen Wettbewerbes für 2 800 000 M Faserholz und Holzfaser ausgeführt. Das in der gesamten Holzindustrie angelegte Kapital betrug bei der Zählung des Jahres 1891 bereits annähernd 400 Mill. M; an Löhnen wurden 120 Mill. M gezahlt und Waren für 480 Mill. M erzeugt.

Dass die Holzindustrie unter den geschilderten Bedingungen auch heute noch den ersten Platz unter den verarbeitenden Industrien Kanadas einnimmt, ist nicht zu verwundern. In letzteren warenx im Jahre 1891 insgesamt 1418 484000 M Kapital thätig, auf die Holzindustrie kamen demnach 28 vH.

Jahren auf ihrer Versuchsbabn in Gross-Lichterfelde mit derartig betriebenen Wagen Versuche angestellt, deren Ergebnisse nun dem jungen Unternehmen zugute kommen.

Für die Versuchsfahrten werden von van der Zypen & Charlier in Köln-Deutz zwei für je 40 bis 50 Personen berechnete Wagen gebaut, von denen einer von der Allgemeinen Elektrizitäts-Gesellschaft, der andre von Siemens & Halske A.-G. mit der elektrischen Ausrüstung versehen wird. Als Grundlage für ihre Konstruktion und Ausrüstung ist eine Geschwindigkeit von 200 km/st festgesetzt. Die Wagen wiegen 90 t und sind 22 bis 23 m lang. Ihr Profil entspricht bis auf die als Stromabnehmer dienenden Kontaktbügel dem der Staatsbabnen. Der Wagenkasten ruht auf zwei dreiachsigen Drehgestellen, deren Räder 1250 mm Dmr. haben. Die beiden äusseren Achsen jedes Drehgestelles werden unmittelbar von einem Induktionsmotor angetrieben. Die 4 Motoren des Wagens leisten zusammen 1100 bis 3000 PS. Bei dem einen Wagen bildet die Läuferwelle zugleich die Radachse, während bei dem andern die letztere durch eine hohle Läuferwelle geführt ist und mithülfe einer besonderen Kupplung angetrieben wird. Die Wagen werden Westinghouse- und Handbremsen erhalten; im Notfalle kann auch mit Gegenstrom gebremst werden. Der eine Wagen erhält ausserdem noch eine Bremseinrichtung, die darauf beruht, dass Gleichstrom aus der sonst zur Beleuchtung dienenden Akkumulatorenbatterie in die Motoren geschickt wird.

Der zum Speisen der Motoren dienende Drehstrom bat eine Frequenz von 50 Per. 'sk, die ungefähr der Geschwindigkeit von 200 km/st entspricht. Der Drehstromerzeuger im Kraftwerk Oberspree, der für den Babnbetrieb bestimmt ist, wird von einer Dampfmaschine angetrieben, deren Umlaufzahl auf die Hälfte verringert werden kann. Hierdurch und durch Anwendung der Bremsvorrichtungen wird erreicht, dass man bei den ersten Versuchsfahrten nicht mit der hohen Geschwindigkeit zu fahren braucht. Man ist also in der Lage, mit etwa 70 km/st zu beginnen und die Geschwindigkeit nach und nach auf die angestrebte Höhe zu steigern.

Die Arbeiten der Studien-Gesellschaft für elektrische Schnellbahnen in Berlin sind soweit vorgeschritten, dass die Versuchsfahrten voraussichtlich im August begonnen werden können. Die vom Kriegsministerium zur Verfügung gestellte Strecke der Militärbahn zwischen Marienfelde und Zossen ist 23 km lang und eignet sich vorzüglich für Versuchsfabrten mit hoher Geschwindigkeit; denn sie hat nur wenige schwache Krümmungen mit Halbmessern von mindestens 2000 m und nur geringe Steigungen von höchstens 1:200. Die normalspurige Strecke ist eingleisig und hat nur an den Haltestellen Ausweichgleise; Weichen brauchen also nicht durchfahren zu werden. Das hohe Gewicht der Versuchswagen und die hohe Geschwindigkeit erfordern eine Verstärkung des Oberbaues. Die Bettung wird deshalb verbessert, die Schwellen werden dichter verlegt, und besonders die Stossschwellen werden näher an die Stösse gelegt. Schienen und Schwellen sind bis auf einige eiserne Schwellen von normaler Grösse. Ein 2 bis 3 km langer Streckenabschnitt wird durch die Verwaltung der Militäreisenbahn auf eigene Kosten vollständig ausgewechselt.

Für den Betrieb der Versuchswagen wird Drehstrom von 10 000 bis 12000 V Spannung verwandt werden, der vom Kraftwerk Oberspree der Berliner Elektrizitätswerke hergeleitet wird. Der hochgespannte Strom wird den Fahrzeugen durch eine Oberleitung zugeführt, die aus 3 lotrecht über einander liegenden Drähten besteht. Zur Stromabnahme dienen nach der Seite ausliegende Kontaktbügel. Die Spannung wird sodann in , den Wagen selbst durch Transformatoren erniedrigt. Siemens & Halske A.-G. haben bereits seit mehreren

Auf dem Kongress für gewerblichen Rechtsschutz, der am 13., 14. und 15. Mai d. J. in Köln getagt hat, sind zum Patentgesetz folgende Beschlüsse gefasst worden: Zur Frage der Errichtung eines Patentgerichtshofes.

1) Es erscheint nach den bisherigen Resultaten unserer Rechtsprechung in Patentsachen eine Aenderung der Gesetzgebung notwendig dahin, dass die bisher nur von rechtsgelehrten Richtern abgeurteilten Sachen (Eingriffstreite, Abhängigkeitsklagen usw.) ebenso wie schon jetzt die Nichtigkeitsund Zurücknahmeklagen von Gerichten abgeurteilt werden, die aus Juristen und Technikern als ständigen Richtern zusammengesetzt sind.

2) Für den Fall, dass die Reichsgesetzgebung dieser Anregung nicht folgen sollte, wird vorgeschlagen:

a) Es empfiehlt sich, für grössere Bezirke bestimmte Landgerichte als ausschliesslichen Gerichtstand in Streitsachen des gewerblichen Rechtsschutzes zu bestellen und bei diesen derartige Sachen einer bestimmten Kammer zu überweisen, wobei es dahingestellt bleiben soll, ob an Stelle der Besetzung mit rechtsgelehrten Richtern solche mit Juristen und Technikern treten soll.

b) Es empfiehlt sich, dass schon jetzt bei allen Gerichten im Wege der Geschäftsverteilung die sämtlichen den gewerblichen Rechtsschutz betreffenden Rechtsstreitigkeiten an bestimmte Kammern bezw. Senate gebracht werden, und dass das Dezernat in den Strafsachen aus den gewerblichen Schutzrechten bestimmten Staatsanwälten übertragen werde.

3) Der Kölner Kongress für gewerblichen Rechtsschutz ist der Auffassung, dass in der den gewerblichen Rechtsschutz betreffenden Rechtsprechung, namentlich in Patensachen, vielfache Mängel bestehen, die ihren Grund zum grossen Teil darin haben, dass es an einem genügenden Zusammenwirken der Juristen und Techniker fehlt.

Schon heute kann es als notwendig anerkannt werden, dass die Juristen mehr als bisher auf die Fragen des gewerblichen Rechtsschutzes hingewiesen werden, z. B. durch Einrichtung besonderer Lehrstühle für Industrierecht an den deutschen Universitäten und Aufnahme von Vorlesungen über gewerblichen Rechtsschutz in den ordentlichen Lehrplan der Ausbildung der Rechtsbeflissenen.

Zum materiellen Patentrecht. 1) Zu § 2 des Patentgesetzes: Es ist wünschenswert, dass die Beschränkung »aus den letzten 100 Jahren« gestrichen wird,

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Juni 1901

zu

Fig. 2.

2) Zu $ 10: Es empfiehlt sich, auch nach Ablauf der Frist üblichen Beiboote auf Personen- und Frachtschiffen beandes § 28 Abs. 3, demjenigen, der nach Ablauf dieser Frist spruchen einen verhältnismässig sehr grossen Platz; besonders für eine während der Dauer derselben begangene Verletzung kommt dies auf den grossen Auswandererdampfern mit ihren in Anspruch genommen wird, den im patentamtlichen Nich- vielen Rettungsbooten inbetracht, bei denen ohnehin schon tigkeitsverfahren geltend zu machenden Nichtigkeitseinwand jeder Platz an Deck stark beansprucht ist. Die gewöhnlichen vorzubehalten.

Rettungsboote sind ausserdem infolge ihres bedeutenden Ge3) Es ist wünschenswert, zwischen § 7 und § 8 einen wichtes schwer zu handhaben und deshalb bei plötzlich her. neuen Paragraphen einzuschalten, laut welchem der Patent- einbrechenden Schiffsunfällen wenig zuverlässlich. So konnte inhaber jederzeit einschränkende Abänderungen seines Paten- z. B. beim Untergang der » Elbe« nur ein geringer Teil der tes beantragen kann, wobei

Boote flott gemacht werden. diese Anträge wie Patentan

Fig. 1

Die Lürssenschen Klappboote meldungen behandelt werden

verbinden jedoch grosse Trag. sollen.

fähigkeit mit geringem Ge4) a) Es wird festgestellt,

wicht. dass die Patentgebühren in

Fig. 1 stellt ein Klappihrer heutigen Höhe eine über

boot von 8,10 m Länge, 2,50 m mässige Belastung der Erfin

Breite und 1,07 m Höhe in der darstellen, und dass eine

geöffnetem, gebrauchsfertiwesentliche Herabsetzung

gem Zustande, Fig. 2 daswünschenswert ist.

selbe Boot zusammengeklappt b) Wird eine Erfindung

dar. Die Boote sind aus 5 erst nach Ablauf eines Jahres

Teilen zusammengesetzt: dem vom Tage der Anmeldung der

Boden, den beiden Seitenselben ausgelegt, so sind ausser

wänden und den beiden Ge. der Gebühr des § 8 Abs. 1

lenkbrettern. Die einzelnen P.-G. nur die Gebühren für

Teile bestehen aus kreuzweise die Zeit von der Erteilung des

übereinandergelegten HolzPatentes ab entrichten.

brettern, die durch Leinwand Ihre Höhe bemisst sich nach

und Marineleim zusammengedem Zeitpunkt der Anmeldung

halten werden. Die Gelenk. der Erfindung.

bretter sind mittels starker 5) a) Es ist wünschenswert,

Lederstreifen und Kupferniedass im Nichtigkeitsverfahren

te am Boden und an den ein Verfahren analog den

beiden Seitenwänden befestigt. Bestimmungen des § 3 Abs. 2

Inmitten des Bootes befinden zugelassen wird.

sich, je nach der Länge, ein b) Das Recht des Einspru

bis drei Kreuzhebel. Um das ches oder der Klage wegen

Boot auseinander zu klappen, Entnahme soll mit dem Rechte

wird es vorn und hinten anverbunden sein, dass der red

gehoben und der Kreuzhebel liche Besitzer der Erfindung

gestreckt; dann werden die das Patent mit der Priorität der

Ruderbänke, die lose im Boot ersten Einreichung beanspru

liegen, in ihre Lage gebracht. chen kann.

Der ganze Vorgang kann bei 6) $ 11 Abs. 1 und Nr.

den grössten Booten von 3 Perist folgendermassen zu fassen:

sonen in kaum einer Minute Das Patent kann nach Ab.

ausgeführt werden. Beim Zulauf von drei Jahren von dem

sammenklappen brauchen nur Tage der über die Erteilung

die Bänke entfernt und die des Patentes erfolgten Be.

Kreuzhebel heruntergedrückt kanntmachung, § 27 Abs. 1,

zu werden. Der Raum, in der gerechnet, zurückgenommen

Höhe gemessen, den das in werden:

Fig. 2 dargestellte Boot einWenn der Patentinhaber

nimmt, beträgt nur 22 cm, soes unterlässt, im Inlande die

dass ungefähr 5 dieser KlappErfindung in angemessenem

boote auf dem Raume eines Umfange zur Ausführung zu

gewöhnlichen Rettungsbootes bringen oder doch das zu

untergebracht werden können. dieser Ausführung Erforder

In kleinen Abmessungen liche zu sichern, ohne für seine

würde das Boot eine gute Unthätigkeit genügende Ent

Verwendung auf Vergnüschuldigungsgründe anführen

gungsyachten sowie als tragzu können.

bares Boot für militärische Als Entschuldigungsgründe sind auch die in der Person Zwecke, Jagden usw. finden. Ein Boot für 3 Personen wiegt des Patentinhabers liegenden Hinderuvgsgründe sowie solche

nur 42 kg bei 12 bis 15 cm Tiefgang. von seinem Willen unabhängige besondere Umstände zu be

Eines dieser Boote wurde kürzlich in Anwesenheit von rücksichtigen, durch welche seine Unthätigkeit gerechtfertigt

Vertretern des Norddeutschen Lloyds und der Seeberufswird. Als solche gelten insbesondere: Krankheit, Vermögens

genossenschaft einer eingehenden Prüfung sowohl hinsichtlosigkeit, vergebliche Lizenzanerbietungen.

lich der Seetüchtigkeit als auch der Festigkeitseigenschaften 7) $ 11 Nr. 2 ist folgendermassen zu fassen:

unterzogen.

Hierbei bewährte sich die Konstruktion vorWenn im öffentlichen Interesse die Erteilung der Erlaub- züglich, denn mit einer Belastung von 63 Personen hatte das nis zur Benutzung der Erfindung an Andere geboten erscheint, Boot noch 60 cm Freibord. Auch ein darauf folgender Durchso kann der Patentinhaber gezwungen werden, diese Erlaub

biegeversuch, wobei das Boot wiederum mit einer Last von nis gegen eine angemessene Entschädigung und genügende 63 Personen versehen und in Bootsdavits frei aufgehängt Sicherstellung zu erteilen.

wurde, verlief zufriedenstellend. 8) Dem $ 35 Abs. 1 ist folgender Zusatz zu geben: Fahrlässigkeit zugrunde, so hat der Verletzte einen Anspruch Liegt der Patentverletzung weder Vorsatz noch grobe

Die Wahl einer richtigen Periodenzahl hat von jeher beim Errichten von Wechselstromanlagen Schwierigkeiten bereitet. In Deutschland hat man sich bald auf eine Freguenz von

50 Per./sk geeinigt. Man kann dabei Glüh- und Bogenlampen Der Bootbauer Lürssen in Aumund - Vegesack bei Bremen hat ein eigenartiges Klappboot konstruirt,

brennen, ohne unangenehme Einwirkungen durch die Licht

schwankungen auf das Auge hervorzurufen, denn die undas im zusammengeklappten Zustande Raum einnimmt, wodurch seine Verwendung als Rettungs

sehr wenig tere Grenze liegt hierfür ungefähr bei 40 Per./sk. Anderseits boot auf Seeschiffen sehr geeignet erscheint.

ist aber diese Frequenz für Motoren und rotirende Umformer Die bisher eigentlich zu grossi; denn die für etwa 25 Per./sk gebauten Ma

[graphic]
[graphic]

in Höhe ber Bereicherung.

nur

dentscher Ingenieure.

schinen sind billiger und betriebsicherer. Trotzdem ist man bei mit Oel- und Kohlenfeuerung gleichzeitig geheizt, und zwar der Wahl von 50 Per./sk geblieben wegen des Vorteiles der wurden stündlich 1300 kg Kohle und 315 kg Oel verbrannt. Einheitlichkeit, die alle Maschinen und Apparate jederzeit Infolge der gesteigerten Dampfentwicklung liess sich eine auszuwechseln ermöglicht. In Amerika ist man, nachdem Geschwindigkeit von 26'/, Knoten erzielen. Bei einem weiteren für die ersten Beleuchtungsanlagen eine Frequenz von etwa Versuch wurde nur einer der beiden Kessel benutzt und mit 120 Per./sk gewählt war, allmählich dazu übergegangen, für Oel geheizt. Es wurden 225 kg/st verbrannt, womit eine GeBeleuchtungsanlagen 60 Per./sk, für Kraftübertragungsanlagen schwindigkeit von 14 Knoten erzielt wurde. (Schiffbau 8. Juni 25 Per./sk zu verwenden. Es ist anzuerkennen, dass beide 1901) Zahlen für ihren jeweiligen Zweck besser geeignet sind als eine einheitliche Frequenz von 50 Per./sk. Da nun aber an Kraftübertragungsanlagen fast immer auch Beleuchtungsnetze

Im Auftrage der Wassergenossenschaft für das Quellenanzuschliessen sind, so gebraucht man, wenn man nicht den

gebiet der Görlitzer Neisse hat Prof. Intze Entwürfe für meistens verwendeten Drehstrom durch rotirende Umformer

6 Thalsperren ausgearbeitet, die bei Hochwasser die Wasserin Gleichstrom umwandelt, Frequenzumformer, mittels deren

mengen zurückhalten und dem industriereichen Gebiete einen man die Frequenz auf 60 Per./sk erhöht.

weitgthenden Schutz gewähren sollen. Gleichzeitig sollen Die Frequenzumformer bestehen aus einem Synchron- oder

auch die Thalsperren im Grünwalder Thale, am Harzdorfer Asynchronmotor und aus einem Wechselstromerzeuger, der für

Bache und an der Schwarzen Neisse die benachbarten Indie veränderte Periodenzahl gewickelt ist. Neuerdings ist von

dustriewerke bei andauernd trockener Witterung mit NutzAllister) eine besondere Anordnung angegeben worden, bei

wasser versorgen. Der Stauinhalt der einzelnen Sperren bewelcher der Umformer aus einein Induktionsmotor besteht, des

trägt 250 000 bis 4475 000 cbm, die Stauhöbe 10 bis 18 m, die sen Läufer von einem Synchronmotor gedreht wird. Die Ständer

Mauerhöhe 15,5 bis 25 m und die Kronenlänge der Dämme wicklung ist an das Primärnetz angeschlossen, ebenso der Syn

154 bis 501 m. (Oesterreichische Wochenschrift für den öffentchronmotor. Der Läufer wird aber von letzterem rückwärts

lichen Baudienst 25. Mai 1901) (entgegen dem Sinne des Drehfeldes) gedreht. Dadurch wird eine künstliche Schlüpfung erzeugt, die grösser als eins ist.

Die Stadt Berlin hat der Gesellschaft für den Bau von Durch richtige Wahl der Umlaufzahl des Synchronmotors, Untergrundbahnen den Auftrag erteilt, einen Entwurf für eine also der Schlüpfung, kann man dem Läufo'r Drehstrom von neue Unterpflasterbahn auszuarbeiten. Die neue Linie soll der gewünschten Periodenzahl entuehmen. Der Vorteil dieser im Norden Wedding) vom Nettelbeckplatz ausgehen und sich Auordnung liegt in geringeren Verlusten und in der Verwen- durch die Müller, Chaussee- und Friedrichstrasse, den Platz dung einer kleineren Antriebmaschine.

am Halleschen Thor, die Bellealliance, York- und Mansteinstrasse bis zur Grenze der Stadt Schöneberg erstrecken. Die

Strecke ist schätzungsweise 10 km lang. Auf dem von der Firma Yarrow & Co. erbauten Torpedoboot > Opbir« von 39,6 in Länge, 4,1 m Breite, 2,1 m Tiefe und

Ein vom deutschen Acetylen-Verein eingesetzter Ausschuss 115 t Wasserverdrängung wurde ein Versuch mit Oelfeuerung, hat einen Entwurf von Normen für Acetylenapparate aufBauart Holden, angestellt. Zunächst wurden die beiden vor- gestellt. Darin sind Bestimmungen über Baustoffe, Grösse, handenen Kessel nur mit Kohle geheizt, wobei 24,1 Knoten Wandstärke und Herstellurg der Entwickler, Wäscher und Geschwindigkeit eingehalten werden konnten. Dann wurde Reiniger, sowie über die Wandstärke der Gasbehälter ent

halten. (Journal für Gasbeleuchtung und Wasserversorgung 1) Electrical World and Engineer 11. Mai 1901 S. 763.

1. Juni 1901)

Patentbericht.
Kl. 13. Nr. 118197. Wasserstand- durch g, d, c, v zum Aufsauger stromt, werden die unteren Schichten in
zeiger. A. Luck, Magdeburg · b am stärksten gekühlt, sodass sie stets eine möglichst kalte Kälte-
fan Buckau. Bei dem Wasserstandzeiger füssigkeit durch g an den Gefrierer liefern können.

mit achsialen Bohrungen der Ab-
schlusshähne sind die Küken ausser

Kl. 14. Nr. 117498. Puffer für Ventil
`k
mit den üblichen Durchbohrungen mit

steuerungen. C. H. Schilling, Görlitz. Winkelkanälen k und m versehen,

d Durch die gleitende Reibung der mit der die bei einer das Glas absperren

Ventilstange a gelenkig verbundenen Schlitden Stellung der Küken die Kanäle

ten b auf abnehmend steiler Babn, z. B. in zum Kessel mit seitlichen Ausblas

einem Kreiskanälen verbinden.

ringe d, wird Kl. 14. Nr. 116528. Zwangläu

der

Spindelfige Ventilsteuerung. J. B. Eidel

niedergang

verzo
jr., Kehl a Rh.

derart
Die Steuerstan-
gén l, m der Ein- und Auslassventile

6 gert, dass das

Ventil ohne
hängen an Lenkern 11, mi und wer-
den mittels Rollen durch Scheiben-

Schlag auf
k

k
nutun bewegt, die in den Scheiben k

sitzt.
der Auslassventile unveränderlich sind,

Kl. 24. Nr. für die Einlassventile aber durch

118914, Zug-
Nockenscheiben 6 gebildet werden, die

regler. La
C
auf der Steuerwelle a verschoben wer-

Société Ma-
den können, und durch Ringe d, die

thelin et in feststehenden Lagern c liegen und

Garnier, Paris. Der auf einer durch mit je einem Mitnehmer e so in eine

den Dampfdruck beeinflussten QuecksilSchraubennut n in b greifen, dass sie bersäule ruhende Schwimmer j ist mit dem

f beim Verschieben von b auf a ent

Luftzuführventil p durch eine in ihrer sprechend in c gedreht werden und

Länge einstellbare Stange e verbunden, die Ablauffächef an d stets der Ablauffläche g an b zum zwangläufigen

um jederzeit von Hand die Stellung von p inbezug auf den Schwimmer Schliessen des Ventiles zugekehrt bleibt.

ändern und somit die Luftzufuhr zur Feuerung regeln zu können. Kl. 17. Nr. 117499. Kondensator für Aufsauge - Kältemaschinen. P. Pfleiderer, London. Zwei neben einander angeordnete, mit

Kl. 24. Nr. 118164. Rost mit Beschickung von unten. The Kühlflüssigkeit (Wasser) gefüllte Gefässe a, b Underfeed Stoker Co., London.

enthalten Rohrschlangen c, d; a ist unten Zwischen dem Beschickgebäuse a und
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a

und seitlich von schlechten Wärmeleitern dem Luftgebäusemantel b sind durch
umgeben. Wenn die Kälteflüssigkeit (Am- Bolzen c und gegebenenfalls durch Ab.
moniak) von v her vom Verdampfer kommt, standstücke in ihrer Lage gehaltene
wird a durchweg warm, b aber nur an der winkelförmige Roststuber angebracht.
Oberfläche etwas erwärmt; das verflüssigte Der innere Roststab uingreift den
Gas wird dann durch g in den Gefrierer Kopf des Gebäuses a gelenkartig, so-

oder den zu kühlenden Raum gelassen. Wenn dass die Stäbe ausgewechselt werden g

dann das frisch verdunstete Gas umgekehrt können.

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22. Juni 1901.

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Kl. 13. Nr. 118237. Reinigung der Kanäle von Wasserstandzei. gern. R. B. Paul, Crimmitschau. Die zur Reinigung die. nenden Spindeln d sind ausserhalb der Wasserstandköpfe in geschlossenem Rahmen h mit Gewinde ein

geschraubt. Kl. 21. Nr. 117607. Bogenlampe. M. Laufer und L. Frisch: mann,"Lodz. Die schraubenförmig gewundenen Kohlen g gehen je durch eine feste Hülse a und eine davor liegende b, die an dem län

geren Arme eines Hebels c sitzt, dessen kürzerer Arm je einen Elektromagneten trägt. Zu beiden Elektromagneten gebort der feststehende halbmondförmige Anker d. Die beweglichen Hül

sen 6 haben Klemmfedern 1, welche die Kohlen festhalten, wenn die Hülsen b gegen die festen Hülsen a gepresst werden. Werden die Kohlen von den Hülsen b freigegeben, 80 werden sie durch ein Uhrwerk gegen einander gedreht. Kl. 14. Nr. 116512. Achsialturbine. A. Vizet, Paris. Der ring

förmige Zuführkanal c verengt sich an der mit gekrümmten Leitschaufeln d versehenen Austrittstelle, und das Laufrad a ist bei p mit einer Ringnut, bei h mit einem ringförmigen Vorsprunge versehen, die ihre Gegenformen im Gehiase k haben, sodass an den kegelförmigen Spaltflächen eine Saugwirkung entsteht, wodurch Verluste an Dampf (Gas, Druckluft) vermieden und durch Absaugen der Luft aus k kraftverzehrende Gegen

strömungen verhindert werden. Kl. 38. Nr. 116153. Vorschubvorrichtung für Sägegatter. P. Früh, Hofen. Zwei Wagen a und b werden durch zwei Ketten ohne Ende von einem gemeinsamen Kettenrade e bewegt. Man spannt das hintere Stamm

Kl. 35. Nr. 117389. Schachtverschluss. H. Kurtzig, Inowrazlaw. Am Fahrstuhle d befestigte, keilförmig zagespitzte Zungen e, o erfassen wag.recht verschiebbare Riegel c, l, die sich gegen

ght Führungen f, m stützen, und heben die Thür a bei Auffahrt unmittelbar, bei Ab

A fahrt mittels Zugseiles k. Beim Weiterfahren treffen die Riegel c,l in Vertiefungen 9, P, und die Thür fällt zu.

m Kl. 46. Nr. 116442 (Neuerung an Nr. 96161, Z. 1898 S. 452). Anlassvorrichtung. C. Franzen & E. Knapp, Köln a/Rh. Beim Andrehen der Maschinenwelle a in der Pfeilrichtung gleitet eine an der Handkurbelnabe c gelagerte Stutz- oder Reibklinken über

66 einen rubenden Zahnkranz h oder eine Reib

ar fläche; bei Frühzündung aber dreht die zurückgedrehte Welle a die Klinke d um ibren augenblicklichen Stützpunkt und rückt dadurch die Kupplung ep zwischen a und c aus. Die Patentschi ift zeigt noch drei andere Ausführungsformen. (Vergl. Nr. 101278, Z. 1899 S. 535.)

KI. 46. Nr. 117365. Anlasskurbel. J. Rademacher, Berlin. Beim Andrehen der Hauptwelle aaj nimmt die einseitig wirkende Klauenkupplung 221 zwischen der Kurbelnabe und der Welle diese mit, wobei die schrägen Zühne g eines an k festen Sperrrades unter der bei t gelagerten, 1 an der Spitze abgeschrägten Sperrklinke v fortgleiten. Beim Voreilen von a schiebt 21, beim Zurückschlagen infolge Vorzündung schiebt v die Kurbel nach rechts. In der

W ausgerückten Lage der Kurbel legt sich ein

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k Hakenansatz w an v (Nebenfigur) hinter einen der Kupplungszähne è und verhindert das Mitnehmen von k durch die Reibung

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KI. 46. Nr. 116634. Brennraum für Brenn. kraftmaschinen. Gebr. Korting, Kortings. dorf bei Hannover. Zur Vermeidung der bei zu hoher Verdichtung und Verbrennungstemperatur auftretenden Uebelstände wird die Ladung bei der Verdichtung dadurch abgekühlt, dass der aussen von Kühlwasser umflossene Brennraum a mit einspringenden Faltene oder Rippen e oder mit einem oder mehreren hohlen,

innen gekühlten Metallkörpern 02 versehen ist.

KI. 46. Nr. 116187. Gaskraftmaschine. G. A. Fleury, Paris. Der Arbeitcylinder b ist auf dem în gewöhnlicher Weise betriebenen Kolben a und in dem ruhenden Cylinder e verschieblich, wird aber durch die Uebersetzung ke:j=1:2 mittels Hubscheiben h, i und Stange g nur während des Auspuffes und Ansaugens entgegen dem Kolben a so verschoben, dass sich beim Hubwechsel Kolben a und Boden von b berühren, sodass die Abgase vollständig ausgetrieben werden und die angesaugte Ladung vergrössert wird, um die Kraftleistung der Maschine zu erhöhen.

Ik Kl. 46. Nr. 17319. Auspuffventilsteuerung für Viertaktmaschinen. F. Dürr, Berlin. Das Auspuffventil besteht aus zwei Ventilen vi, va, von denen vi zwangliufig gesteuert wird. Beim Arbeitshube geht das an den Kolben k angeschlossene, bei d im Cylinder c gelagerte Gestänge pg in die punk tirte Lage, der Daumen gi Offnet kurz vor dem äusseren Totpunkte mittels Hebels h das Ventil V1, der Ueberdruck Offnet

d die hohle Ventilstange 02,

h 89 drückt mittels Querarmes 83 den Winkel- gy hebel hy herab, und der Haken ha fångt die Ventilstange 81,

sodass o beim Auspuffhube offen

k. gehalten wird. Beim Saughube schliesst sich nur 09, und brennbares Gemisch wird aus der Mischkammer m durch

ende in a ein, legt das vordere auf die Rollen r und schliesst die Verbindung ik mit c. Sobald der Stamm über die Rollen ti hinaus ist,

spannt man das geschnittene Vorderende in ch

b ein, schliesst iki, löst ik, fährt a zurück und legt einen nenen Stamm auf. Schräge Klotze n können zum selbsttbåtigen Ausheben der mit Mitnehmerstiftcn versehenen Arme ii, i benutzt werden.

Kl. 46. Nr. 117344. Mischvorrichtung. E. D. Deboutteville, Fontaine le Bourg. Um ein für die ganze Dauer des Saughubes gleiches Mischungsverhältnis von Luft und Gas zu erhalten, wird nicht nur das Gas von 6 her, sondern auch die Luft

a her durch je ein gesteuertes Ventil d, c in die Mischkammer e eingeführt. Die

Zuführkanäle sind für beide gleich gestaltet, 9.

beide liegen symmetrisch zum Ladeventil h und senkrecht darunter, und alle drei Ventile werden

von derselben verschiebbaren Muffe g aus gesteuert.

Kl. 46. Nr. 116567. Anlassvorrichtung. Luxsche Industriewerke A.-G., Ludwigshafen a/Rh. Die Hauptwelle a erzeugt durch eine Luft

pumpe d mit festgesetztem schädlichem Raume im ir la Sammelbehälter e Druckluft von bestimmter Span

nung, die beim Anlassen, wenn man sie durch den Dreiwegehahn h auf den Kolben n wirken lässt, die Welle a mittels Schnecken-Bandgetriebes pl und selbstthätig sich ein- und ausrückender Schaltklinker in Drehung versetzt, worauf nach Ablassen der Luft durch h der Kolben 0, dessen Cy. linder

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mit e durch i dauernd verbunden ist, durch ein entgegengesetzt wirkendes Bandgetriebe qm die Teile wieder in die zum Anlassen erforderliche Lage bringt.

von

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