Die Geburt des Mittelalters aus der Idee des Fortschritts

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GRIN Verlag, 2007 - 64 Seiten
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: sehr gut, Universität Potsdam (Geschichtswissenschaften), Veranstaltung: Hauptseminar: Konstruktion von Vergangenheit - das Mittelalter, Sprache: Deutsch, Abstract: Begriffe wie Mittelalter, Neue Zeitgeschichte sind erst im 18 JH. entstanden. Sie sind eng mit der Philosophischen Idee des Fortschritts verbunden. Neben einer Ideengeschichte wird auch dargestellt, was so neu an der aufklaehrerischen Idee des Fortschritts war, das daraus ein neues Bild von Geschichte, von Zeit, Zukunft und Vergangenheit entstand, letztlich auch die Idee einer Epoche, die man Mittelalter nannte. Die Arbeit hinterfragt die Theorien und Untersuchungen zu dem Thema (hier besonders Koselleck) und fragt auch nach der modernen Idee des Fortschritts (und ihrer Haltbarkeit im Angesicht der Postmoderne).
 

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Inhalt

Einleitung S
2
Die Erfahrung der neuen Zeit S
11
Resümee S
18

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Häufige Begriffe und Wortgruppen

Beliebte Passagen

Seite 1 - Prometheus Bedecke deinen Himmel, Zeus, Mit Wolkendunst Und übe, dem Knaben gleich, Der Disteln köpft, An Eichen dich und Bergeshöhn! Mußt mir meine Erde Doch lassen stehn Und meine Hütte, die du nicht gebaut, Und meinen Herd, Um dessen Glut Du mich beneidest. Ich kenne nichts Ärmeres Unter der Sonn als euch, Götter!
Seite 1 - Ich dich ehren? Wofür? Hast du die Schmerzen gelindert je des Beladenen? Hast du die Tränen gestillet je des Geängsteten? Hat nicht mich zum Manne geschmiedet die allmächtige Zeit und das ewige Schicksal, meine Herrn und deine?
Seite 1 - Ein Ohr, zu hören meine Klage, Ein Herz wie meins, Sich des Bedrängten zu erbarmen. Wer half mir Wider der Titanen Übermut? Wer rettete vom Tode mich, Von Sklaverei? Hast du nicht alles selbst vollendet, Heilig glühend Herz ? Und glühtest jung und gut, Betrogen, Rettungsdank Dem Schlafenden da droben? Ich dich ehren? Wofür? Hast du die Schmerzen gelindert Je des Beladenen? Hast du die Tränen gestillet Je des Geängsteten?
Seite 1 - Da ich ein Kind war, Nicht wußte, wo aus noch ein, Kehrt ich mein verirrtes Auge Zur Sonne, als wenn drüber wär Ein Ohr, zu hören meine Klage, Ein Herz, wie meins, Sich des Bedrängten zu erbarmen. Wer half mir Wider der Titanen Übermut ? Wer rettete vom Tode mich, Von Sklaverei?
Seite 11 - Wenn man indessen annehmen darf: daß die Natur, selbst im Spiele der menschlichen Freiheit, nicht ohne Plan und Endabsicht verfahre, so könnte diese Idee doch wohl brauchbar werden; und, ob wir gleich zu kurzsichtig sind, den | geheimen Mechanism ihrer Veranstaltung durchzuschauen, so dürfte diese Idee uns doch zum Leitfaden dienen, ein sonst planloses Aggregat menschlicher Handlungen, wenigstens im großen, als ein System darzustellen.
Seite 1 - Hier sitz ich, forme Menschen Nach meinem Bilde, Ein Geschlecht, das mir gleich sei, Zu leiden, zu weinen, Zu genießen und zu freuen sich Und dein nicht zu achten Wie ich!
Seite 9 - Es ist also ein nicht bloß gutgemeinter und in praktischer Absicht empfehlungswürdiger, sondern allen | Ungläubigen zum Trotz auch für die strengste Theorie haltbarer Satz: daß das menschliche Geschlecht im Fortschreiten zum Besseren immer gewesen sei, und so fernerhin fortgehen werde...
Seite 11 - Hoffnung, daß nach manchen Revolutionen der Umbildung endlich das, was die Natur zur höchsten Absicht hat, ein allgemeiner weltbürgerlicher Zustand, als der Schoß, worin alle ursprüngliche Anlagen der Menschengattung entwickelt werden, dereinst einmal zu Stande kommen werde.
Seite 11 - Zeit hervorgehen kann ; aber wer auch nur mit flüchtiger Aufmerksamkeit den heutigen Zustand der Dinge mit dem vor fünfzehn bis zwanzig Jahren vergleicht, der wird nicht läugnen, dass eine grössere Ungleichheit darin, als in dem doppelt so langen Zeitraum am Anfange dieses Jahrhunderts...
Seite 7 - progres" wurde stets im Plural gebraucht. In Deutschland kam das Wort Fortschritt, neben dem älteren „Fortgang", als Lehnübersetzung um 1750 in Gebrauch. Und in der Französischen Revolution wurde „progres" gleichbedeutend mit „nouveaute'". Die berühmte literarische „Querelle des...

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