Java, seine gestalt, pflanzendecke und innere bauart, Band 1

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Beliebte Passagen

Seite 149 - Horitzi , systematisches Verzeichniss der von H. Zollinger in den Jahren 1842—1844 auf Java gesammelten Pflanzen, nebst einer kurzen Beschreibung der neuen Gattungen und Arten.
Seite 30 - Denn unauslöschlich ist mir die Erinnerung an die Berge und Thäler ins Herz gegraben und ganz aus der Seele gesprochen sind mir die begeisterten Worte, die Junghuhn, „der javanische Humboldt", schrieb : „In meiner Seele blieb das Bild der Wälder frisch, die dort grünen, die tausende Blüthen, die dort nie aufhören zu duften, — ich höre mit dem Sinne meines Geistes den Seewind rauschen durch die Bananen und die Wipfel der Palmen, — die Wasserfälle donnern, die von den hohen Bergwänden...
Seite 163 - Temperaturverschiedenheiten, 6 bis 7000' hoch, Alles überziehend, hinausragt." „Seine seidenhaarigen Samen , so leicht wie der zarteste Flaum, werden von dem leisesten Athem des Windes millionenweise in der Luft herumgeweht und begünstigen in hohem Maasse seine allgemeine Verbreitung, während seine kriechenden und tief eindringenden Wurzeln die Ausrodung schwierig machen , da , wo das lebenszähe Gras sich einmal angesiedelt hat. Ich habe Grund , zu glauben...
Seite 277 - Blume. Auf einer silbernen Schüssel, in feuchte Erde gesteckt , von einem kostbaren Baldachin beschattet, wurde sie zur Hauptstadt getragen, zu beiden Seiten escortirt von Berittenen, vorangegangen und gefolgt von dem feierlichen Zuge der Gesandtschaft, vor welcher sich die Bevölkerung aller Oerter, die der Zug durchschritt, überall ehrerbietigst auf die Kniee niederwarf.
Seite 204 - Hunde hinter fich heischleppend, glücklich das Meer. Auch eine erlangte Beute verzehren die Hunde nicht immer in Ruhe. In manchen Nächten geschieht es, daß der Herr der Wildnis, der Königstiger, aus dem Walde hervorbricht, einen Augenblick stille hält, stutzt, mit funkelnden Augen den Strand...
Seite 163 - ... sich einmal angesiedelt hat. Ich habe Grund , zu glauben , dass das Alanggras während des ursprünglichen Zustandes des Landes auf einige unfruchtbare, dürre, wasserleere Flächen der heissen Zone angewiesen und besonders auf schweren, leicht austrocknenden, harten und eisenschüssigen Thonboden beschränkt war, dass aber gegenwärtig überall, wo man dieses Gras auf einem fruchtbaren lockeren Boden und an Berggehängen, oberhalb der Zone von 2000...
Seite 480 - Ehe man zum Pflücken der Vogelnester die Leitern aushängt und auf ihnen hinabsteigt in die grausige Nachbarschaft der schäumenden See , richtet man eben so wie zu Rongkop erst ein feierliches Gebet zur Göttin oder Königin der Südküste, die um ihren Segen angerufen wird.
Seite 210 - Wasser verborgen ist, bald wieder offen steht und wie dann die Schwalben mit Blitzesschnelle aus- und einziehen. Ihre Nester kleben an den Felsen, tief im Innern, an der hochgewölbten, finstern Decke der Höhle.
Seite 210 - Meeres so ruhig, so hellglänzend da liegt, so hört es hier am Fusse der Felsmauer nie auf zu kochen und zu toben. Hier bricht sich das Sonnenlicht in jeder Welle , die zu Staub zerpeitscht wird, mit wunderbarer Klarheit; hier sieht man in jeder Säule, die aus der Höhle geblasen wird, die glänzendsten Regenbogen hingezaubert. Eine solche grossartige Natur, welche so merkwürdige Erscheinungen zur Schau giebt, wie periodisch fauchende blasende Höhlen und farbige Bogen...
Seite 30 - Laubgewölbe au sich zu regen, die Pfaue kreischen, die Affen werden munter, das Echo der Berge wird wach von ihrem Morgenlied, — tausende von Vögeln fangen an zu zwitschern, — und noch ehe die Sonne den östlichen Himmel färbt, erglüht schon der majestätische Gipfel jenes Berges in Gold und Purpur, — er blickt aus seiner Höhe herab wie zu einem Bekannten, — meine Sehnsucht wächst und ich verlange nach dem Tage, an welchem ich sagen kann: seid mir gegrüsst ihr Berge!

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