Handbuch der Physiologie des Menschen: für Vorlesungen, Band 2,Seite 2

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Verlag von J. Hölscher, 1840
 

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Beliebte Passagen

Seite 559 - Ich hatte die Gabe, wenn ich die Augen schloß und mit niedergesenktem Haupte mir in der Mitte des Sehorgans eine Blume dachte, so verharrte sie nicht einen Augenblick in ihrer ersten Gestalt, sondern sie legte sich auseinander, und aus ihrem Innern entfalteten sich wieder neue Blumen aus farbigen, wohl auch grünen Blättern; es waren keine natürlichen Blumen, sondern phantastische, jedoch regelmäßig wie die Rosetten der Bildhauer.
Seite 607 - Wie kommt es denn, dass gewisse Zellen der organischen Körper, den andern und der ersten Keimzelle gleich, doch nichts erzeugen können als ihres Gleichen , dh Zellen , aber keineswegs der Keim zu einem ganzen Organismus werden können? Wie die Hornzellen zwar neben sich durch Aneignung der Materie nene Hornzellen, die Knorpelzellen nene Knorpelzellen in sich bilden, aber keine Embryonen oder Knospen werden können...
Seite 497 - Ein mechanisches Kunstwerk ist hervorgebracht nach einer dem Künstler vorschwebenden Idee, dem Zwecke seiner Wirkung. Eine Idee liegt auch jedem Organismus zu Grunde, und nach dieser Idee werden alle Organe zweckmässig organisirt, aber diese Idee ist ausser der Maschine, dagegen in dem Organismus, und hier schafft sie mit Nothwendigkeit und ohne Absicht.
Seite 153 - Zungen ist ausserdem noch die Frage zu entscheiden, welche Töne gehört werden, wenn die Zungen von Haus aus ungleich gestimmt sind. Für sie stellte JOH. MÜLLER folgende Regel auf: „ diejenige Lamelle tönt, welche bei dem jedesmaligen Anspruch des Blasens am leichtesten in Schwingung versetzt werden kann und ist der Anspruch der Bewegung beider Lamellen angemessen, so können sogar beide schwingen und sich zu einem einfachen Ton accomodiren ; sie können aber auch verschiedene Töne l...
Seite 559 - Ich erklärte, daß ich durchaus keinen Einfluß des Willens auf Hervorrufung und Verwandlung derselben habe, und daß bei mir niemals eine Spur von symmetrischer und vegetativer Entwickelung vorkomme. Goethe hingegen konnte das Thema willkürlich angeben, und dann erfolgte allerdings scheinbar unwillkürlich, aber gesetzmäßig und symmetrisch das Umgestalten.
Seite 102 - Die Verkettung der Vorstellungen und Bewegungen kann so innig werden, wie die der Vorstellungen unter sich, und hier ist es in der Tat der Fall, dass, wenn eine Vorstellung und Bewegung oft verbunden gewesen sind, die letztere sich oft unwillkürlich zu der erstem gesellt. Durch diese Verkettung geschieht, dass wir bei einer drohenden Bewegung vor den Augen, selbst beim Herabfahren der Hand eines Andern vor...
Seite 497 - Nothwendigkeit und ohne Absicht. Denn die zweckmässig wirkende wirksame Ursache der organischen Körper hat keinerlei Wahl, und die Verwirklichung eines einzigen Plans ist ihre Notwendigkeit; vielmehr ist zweckmässig wirken und nothwendig wirken in dieser wirksamen Ursache ein und dasselbe.
Seite 185 - Tlieile, wenn sie vorhanden sind, stark mitschwingen und resoniren; die Ventriculi Morgagni haben offenbar nur den Zweck, die Stimmbänder von aussen frei zu machen. Bei gleicher Spannung der Stimmbänder hat die grössere oder geringere Enge der Stimmritze keinen wesentlichen Einfluss auf die Höhe des Tones, nur spricht bei weiter Stimmritze der Ton schwerer an und ist weniger klangvoll. Im Leben geschieht die Spannung der Stimmbänder hauptsächlich dadurch, dass die Musculi crico-thyreoidei den...
Seite 505 - Ein Geist findet sich in allen Dingen, und es ist kein Körper so klein, der nicht einen Theil der göttlichen Substanz in sich enthielte, wodurch er beseelt wird.
Seite 252 - ... äufseren Dinge kennen wir nicht, wir kennen nur die Wesenheiten unserer Sinne, und von den äufseren Dingen wissen wir nur, inwiefern sie auf uns in unseren Energien wirken." ') „Was das äufsere sogenannte Licht ist, wissen wir nicht, wir kennen es blofs aus den Energien organischer Körper." 2) „Das Wesen dieser Zustände der Nerven, vermöge welcher sie Licht sehen, Ton empfinden, die wesentliche Natur des Tones als Eigenschaft des Hörnerven, des Lichts als Eigenschaft des Sehnerven,...

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