Abbildungen der Seite
PDF
EPUB

Geschwindigkeit

5. Januar 1901.

Kammerer: Hebemaschinen auf der Weltausstellung in Paris 1900.

[merged small][ocr errors]

19

Anzugmoment im Betrage von 50 mkg bleibt während des Anlaufens unveränderlich, vorausgesetzt, dass der Anlasser entsprechend abgestuft ist und geeignet bedient wird. Bei einer Anlaufperiode von 2 sek, wie sie im Kranbetriebe durchschnittlich anzunehmen ist, erreicht das für Beschleunigung der Ankermasse erforderliche Moment den Betrag von

10 t Bock-Laufkran von Gebr. Storck & Co. (S. 21)

[graphic]
[ocr errors]

Moment

Z-24-10x

[merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][ocr errors][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][subsumed][subsumed][merged small][merged small][merged small][merged small][graphic][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small]

=

Ankermasse; das nutzbare Anzugmoment erhält unter der Annahme, dass die halbe Umlaufzahl in 1 sek erreicht werden soll, den Wert 114-90 24 mkg. Die Geschwindigkeitssteigerung für kleine Lasten lässt sich in der Weise erzielen, dass das Produkt Mn unveränderlich bleibt, sodass die kennzeichnende Kurve nach einer Hyperbel ansteigt. Die Höchstgeschwindigkeit ist begrenzt, ein Durchgehen daher ausgeschlossen; diese Regelfeldmotoren sind daher besonders geeignet für Aufzugbetrieb, vorausgesetzt, dass die Anlaufperiode lang gehalten wird.

Einen ähnlichen Kurvenverlauf zeigt der Hauptstrommotor, der als besonders durchgebildeter Kranmotortyp von Siemens & Halske in zwei Abarten ausgeführt wird: als normallaufender und als langsamgehender Motor, Fig. 42 und 43. Die Anzugkraft ist ebensogrofs wie beim Regelfeldmotor, die Ankermasse aber bedeutend kleiner, das nutzbare Moment daher wesentlich gröfser: 115 - 37 78 kg. Der Motor ist so einzubauen, dass ein Durchgehen durch geeignete Steuerung verhindert wird.

=

Fig. 58.

Während die bisher besprochenen Diagramme sich durchweg auf Motoren mit einer Nennleistung von 30 PS beziehen, sind in Fig. 46 für eine Reihe von verschiedenen Leistungen die wirksamen Anzugmomente zusammengestellt. Wie wenig die Angabe der Leistung für die Beurteilung eines Kranmotors Bedeutung hat gegenüber dem Anzugmoment und dem

5. Januar 1901.

Kammerer: Hebemaschinen auf der Weltausstellung in Paris 1900.

Trägheitsmoment des Ankers, ist aus diesem vergleichenden Diagramm deutlich erkennbar.

In Fig. 47 und 48 sind die Diagramme eines normallaufenden und eines langsamgehenden Hauptstrommotors von 8 PS Nennleistung der Union Elektrizitäts-Gesellschaft dargestellt, die zuerst die Hauptstromwicklung für Kranbetrieb eingeführt hat und namentlich den langsamgehenden Motoren ihre Aufmerksamkeit widmet. Bei einer Anlaufzeit von 2 sek

21

gleich dem dreifachen normalen Moment; für die Beschleunigung des Ankers ist bei 2 sek Anlaufzeit ein Moment gleich dem doppelten normalen Moment erforderlich; es verbleibt also ein nutzbares Anzugmoment gleich dem normalen Moment. Bei den Kurzschlussmotoren Kranlauf verwendet für Katzenlauf und ist das gesamte Anzugmoment zwar wesentlich kleiner, nämlich nur gleich dem doppelten normalen Moment; hingegen ist das Beschleunigungsmoment ebenfalls bedeutend Fig. 60. Widerstandslinien des 10 t-Kranes von Gebr. Storck & Co.

[graphic]
[blocks in formation]
[blocks in formation]
[blocks in formation]

Fig. 61.

8 t Bockkran von Gustin Fils Ainé.

III. L'aufkrane für Verladebetrieb. Ein konstruktiv recht gut durchgebildeter Bock-Laufkran von 10 t Tragkraft war von Gebr. Storck & Co. in Hengelo ausgestellt; s. Fig. 51 bis 53. Das Gerüst des Kranes ist völlig in Gitterwerk ausgeführt; die Laufräder sind nach neuerer Art auf feststehenden Bolzen wodurch der Zugelagert,

[graphic]

sammenbau vereinfacht

[blocks in formation]

Das Gerippe der Laufkatze, Fig. 54 bis 58, wird durch einen flachliegenden Walzeisenrahmen gebildet, der in seiner Längsachse das Hubwerk mit doppelStirnradan

tem

trieb

von

der

Schneckenrad

welle

auf die

Drahtseiltrommel

trägt.

Der Motor

für das Querlauf

werk ist quer zum Hubmotor gestellt, Fig. 59, und treibt die Laufrollenachse mittels Kegelräder. Während die sonst übliche parallele Aufstellung der beiden Motoren meist Schwierigkeiten in der Anordnung bietet, giebt die hier gewählte symmetrische Aufstellung ein sehr klares und gut übersichtliches Bild. Die Lagerung, Schmierung und Abdichtung der Schneckenwellen ist sorgfältig durchgearbeitet. Die Hubgeschwindigkeit bei voller Last 0,03 m/sek ist nur halb so grofs wie bei der ebenso tragfähigen Laufkatze von Ganz & Co. 0,06 m/sek; da der hier angewendete Hauptstrommotor seine Geschwindigkeit bei leerem Haken aber bedeutend steigert, während der Drehstrommotor keine Steigerung zulässt, so wird die Leistungsfähigkeit der beiden Laufkatzen nicht sehr verschieden sein; denn auf jede belastete Kranbewegung folgt im allgemeinen eine Leerlaufbewegung, Fig. 60. Die elektrische Ausrüstung dieses Kranes ist von der »>Elektrotechnischen Industrie« in Slikkerveer geliefert.

Eine gleichartige äufsere Erscheinung zeigt der von

deutscher Ingenieure.

Gustin Fils Ainé in Deville (Ardennen) ausgestellte Bockkran von 8 t Tragkraft und 12 m Spur, Fig. 61. Die Konstruktion der Triebwerke hingegen ist insofern völlig verschieden, als ein stetig laufender Motor von 20 PS mit Wendegetrieben die Triebwerke für Heben, Querlauf und Längslauf bethätigt. Da bei diesem im Freien arbeitenden Kran Riemen nicht verwendbar waren, sind Reibkupplungen angeordnet. Der Motor treibt zunächst mittels Stirnradübersetzung eine wagerechte Welle, auf der die Kupplungen für langsames und schnelles Heben sitzen; das Senken erfolgt ohne Antrieb mittels Sperrradbremse. Von der genannten wagerechten Welle werden mit Kegelrädern zwei senkrechte Wellen zu beiden Seiten des Kranträgers betrieben; auf der einen sitzt das Wendegetriebe für Querlauf, auf der andern das Wendegetriebe für Längslauf. Das gesamte Triebwerk liegt an dem einen Trägerende. Von der Hubwerktrommel führen zwei Drahtseilstränge über die 4 Leitrollen der Katze und die 2 losen Rollen des Hakens zu einer Ausgleichrolle an dem gegenüberliegenden Trägerende. (Fortsetzung folgt.)

Untersuchung über die Temperaturverhältnisse im Innern eines Lokomobilkessels während der Anheizperiode.

Von C. Bach.

Dampfkessel der bezeichneten Art, Schiffskessel usw., bei 1 denen der äufsere Kesselmantel überhaupt nicht oder nicht in seinem unteren Teil von den Heizgasen bespült wird, zeigen bekanntlich die Eigentümlichkeit, dass das Wasser unten eine niedrigere Temperatur besitzt als oben, namentlich beim Anheizen. Je nach den Verhältnissen wird dieser Temperaturunterschied verschieden grofs zu erwarten sein.

Infolge dieser Unterschiede der Temperaturen des Wassers nimmt auch das Kesselmaterial, insbesondere der Kesselmantel, verschiedene Temperaturen an. Damit aber werden Span nungen darin wachgerufen, die sich nach aufsen hin durch Lecken usw. unangenehm bemerkbar machen und je nach den Verhältnissen die Betriebsicherheit sowie die Lebensdauer des Kessels mehr oder minder stark beeinträchtigen. Meines Wissens liegen bisher Untersuchungen, welche den bezeichneten Temperaturunterschied an verschiedenen Stellen eines Lokomobilkessels genau feststellen, nicht vor. Rücksicht hierauf glaube ich, die im Folgenden enthaltenen Zahlen mitteilen zu sollen. Sie zeigen, dass der zur Erörterung stehende Temperaturunterschied und damit auch die durch ihn wachgerufenen Materialspannungen aufserordentlich grofs ausfallen können.

Mit

Den liegenden Lokomobilkessel, Fig. 1 und 2, habe ich so einrichten lassen, dass die Temperatur des Wassers im Kesselinnern an 12 verschiedenen Stellen gemessen werden kann. Fig. 1, Schnitt nach aa in Fig. 2, zeigt, dass in diesem Querschnitt 4 Thermometer, geneigt gegen den Horizont, eingesetzt sind, und zwar: Thermometer 1 oben rechts, (Stellung des Beobachters vor der Feuerthür mit dem Gesicht nach dieser gerichtet), Thermometer 2 unten rechts, Thermometer 7 oben links, Thermometer 8 unten links. Ebenso sind im Querschnitt bb, Fig. 2, die 4 Thermometer: 3 (oben rechts), 4 (unten rechts), 9 (oben links) und 10 (unten links), sowie im Querschnitt cc, Fig. 2, die 4 Thermometer: 5 (oben rechts), 6 (unten rechts), 11 (oben links) und 12 (unten links), angeordnet. Die Thermometer mit den ungeraden Zahlen 1 3 5 7 9 11 messen somit die Temperaturen oben, und zwar: 1 3 und 5 rechts, 7 9 und 11 links, während diejenigen mit den geraden Zahlen 2 4 6 8 10 12 die Temperaturen unten messen, und zwar: 2 4 und 6 rechts, 8 10 und 12 links.

Vor dem Anheizen des Kessels, welcher von früherer Benutzung her noch etwas warm war, wurde Durchfluss des Speisewassers veranlasst und so Abkühlung herbeigeführt. Unmittelbar vor dem Anheizen wurde gemessen : 2 3 4 am Thermometer 1 5 6 7 8 9 10 11 12 die Temperatur 19,1 16,8 18,2 18,8 18,0 17,4 18,4 18,0 18,3 17,2 20,2 17,3°C.

[blocks in formation]
[blocks in formation]

YXXXV Nr

1901

[blocks in formation]

0

19,1

16,8

[merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][ocr errors][merged small][merged small][merged small]

10

20

23,1 37,8

17,0

21,0 18,8

19,7

17,6

21,0

[merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][ocr errors][merged small][merged small][merged small]

17,0

[blocks in formation]

18,0

1

[blocks in formation]
[blocks in formation]

51,5 18,0 51,0

17,3

50,8 17,4

[blocks in formation]
[merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][ocr errors][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][ocr errors][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small]

70,3 18,0 85,9 17,8 88,5 18,2 88,9 99,7 18,1 100,6 18,5 102,8 17,6 108,3 18,6 120,2 18,8 119,1 18,2 116,4 129,3 18,4 129,5 19,3 126,9 19,4 134,2 19,4 129,8 18,8 128,6 19,4 140,5 19,4 140,5 20,2 140,8 20,2 144,6 20,2 142,0 19,8 139,6 20,6 3,9 150,8 21,4 151,3 20,8 155,2 21,4 152,8 21,2 150,0 22,5 5,4 161,8 24,6 162,6 21,8 164,6 23,1 162,6 23,6 160,4 25,4 7,2 169,5 31,0 169,5 29,6 171,2 26,4 169,2 27,2 168,0 29,6 8,6 175,239,2 173,6 36,0 177,8 32,4 175,5 174,0 36,0 10,0

71,4 17,4

68,2

17,6

0

[blocks in formation]

17,4

84,8

17,8

0

[blocks in formation]

99,4 18,0

0,2

[blocks in formation]

18,6

1,6

[blocks in formation]

2,6

[blocks in formation]

Die Ablesungen an sämtlichen Stutzen erfolgten gleichzeitig. Der Versuch wurde durchgeführt, ohne dass Wasser in den Kessel gespeist wurde.

In das Thermometerbad 5 ist infolge Undichtheit Wasser gelangt, welches verdampft.

[blocks in formation]

Die Kesselspannung wurde an dem gewöhn

[merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][graphic][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed][subsumed]

die Temperatur unten 16,8°, oben 19,1°. Beide unterscheiden
sich nur um 2,30. Während die Temperatur unten zunächst
nur sehr wenig wächst
z. B. nach Verlauf einer Stunde
von 16,8. auf 17,4, also nur um 0,6°
rasch, beträgt nach einer Stunde 98,6° und nach 2 Std. 15 Min.
, steigt sie oben sehr
175,5° C. Erst ziemlich spät beginnt die Temperatur unten
ausgeprägt zu wachsen; nach 2 Std 15 Min hat sie die Höhe
von 31,80 erreicht, ist also in dieser Zeit um 31,8-16,8=15,0°
gewachsen, während die Temperatur oben in der gleichen
Zeit um 175,5-19,1=156,4° zugenommen hat. Am Ende der
Anheizperiode beträgt der Unterschied in der Temperatur des
Wassers oben und unten 175,5-31,8 143,7°.

[blocks in formation]
« ZurückWeiter »