Molekulare Virologie

Cover
Springer-Verlag, 15.07.2010 - 734 Seiten

Vom Gen zur Pathogenese

Das Lehrbuch Molekulare Virologie, seit vielen Jahren als unentbehrliches Standardwerk für Fachleute und Studenten etabliert, liegt nun wieder in einer überarbeiteten und erweiterten Neuauflage vor. Neben der durchgängigen Aktualisierung der Inhalte und Literaturzitate sind unter anderem Layout und Format des Buches angepasst sowie die eingestreuten Exkurse, die schlaglichtartig interessante Einzelthemen beleuchten, thematisch differenziert worden. Durch Einbindung eines zusätzlichen Autors sind zudem humanmedizinisch-klinische Aspekte nun noch stärker berücksichtigt.

Molekulare Virologie ist eine Einführung in die molekular- und zellbiologischen Grundlagen von Virusinfektionen bei Mensch und Tier. Das Buch vermittelt einen ausgewogenen Überblick über humanpathogene und tierpathogene Viren. Mit seiner klaren Gliederung und verständlichen Darstellung weist dieses systematisch angelegte Lehr- und Nachschlagewerk sowohl Studenten und Dozenten der Biologie, Human- und Veterinärmedizin als auch Virologen, forschungsorientierten Klinikern, Tierärzten und Seuchenmedizinern sowie Fachleute in Mikrobiologie, Hygiene und Diagnostik den Weg durch die Vielfalt der virologischen Forschungsergebnisse.

Im ersten Teil des Buches arbeiten die Autoren die allgemeinen Prinzipien der Struktur, Vermehrung und Lebenszyklen von Viren heraus und beschreiben die wichtigsten pathogenetischen und immunologischen Mechanismen viraler Erkrankungen. Auch die Diagnostik und Therapie sowie die Epidemiologie solcher Infektionen und das heutige Methodenrepertoire der Virologen werden hier vorgestellt. Der zweite, spezielle Teil führt dann systematisch durch die Vielfalt der human- und tierpathogenen Viren. Ausführlich werden zum einen die Morphologie, die Genomorganisation und die Proteinaustattung sowie die Replikationsmechanismen der verschiedenen Virusfamilien dargestellt. Für die jeweils wichtigsten Vertreter präsentieren die Autoren zum anderen einen Überblick über die relevanten humanmedizinisch-klinischen beziehungsweise veterinärmedizinischen Aspekte. Auch seuchenrechtliche Aspekte kommen hier zur Sprache.

Dem Autorenteam gelingt es mit diesem Werk erneut, Virologie in ihrer ganzen Spannbreite - vom Molekül bis zur Klinik - überschaubar zu machen. Mit der konsequenten Verknüpfung dieser beiden Zugänge schlägt dieses Werk zudem dringend benötigte Brücken zwischen (molekular)biologischer Grundlagenforschung und medizinischer Anwendung.

 

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Inhalt

1 Geschichtlicher Überblick
3
Definition Aufbau Einteilung
12
3 Virusvermehrung und Replikation
23
4 Pathogenese
28
5 Zellschädigung
37
6 Transformation und Tumorbildung
44
7 Immunologie
53
8 Cytokine Chemokine und Interferone
75
14 Viren mit einzelsträngigem RNAGenom in Plusstrang orientierung
144
15 Viren mit einzelsträngigem kontinuierlichem RNA Genomin Negativstrang orientierung
263
16 Viren mit einzelsträngigem segmentierten RNAGenom in Negativstrangorientierung
325
17 Viren mit doppelsträngigem segmentierten RNAGenom
385
18 Viren mit einzelsträngigem RNAGenom und doppel strängiger DNA als Zwischenprodukt
408
19 Viren mit doppelsträngigem DNAGenom
461
20 Viren mit einzelsträngigem DNAGenom
635
21 Prionen
667

9 Chemotherapie
91
10 Impfstoffe
106
11 Epidemiologie
115
12 Die Evolution der Viren
121
13 Labormethoden zum Nachweis von Virusinfektionen
127
B Spezieller Teil
143
Prinzipien Präparationsmethoden und Schnelldiagnostik
686
Anhang 2 Informationen zu den prototypischen elektronen mikroskopischenPortraits der einzelnen Virusfamilien
691
Glossar
695
Index
707
Urheberrecht

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Häufige Begriffe und Wortgruppen

Abbildung Abschnitt Adenoviren ähnlich aktiv Aktivität akuten Aminosäuren aminoterminalen Antikörper antivirale Apoptose assoziiert Basenpaare beispielsweise Bereich beziehungsweise binden Bindung Blut bovinen Capsid Capsidprotein carboxyterminalen codieren codiert Cytokine Cytoplasma Cytoplasmamembran cytotoxische Domäne doppelsträngige einzelsträngige Enzyme Epidemiologie und Übertragung Epitope Epstein-Barr-Virus erfolgt Erkrankung Erreger Expression felinen findet Funktion gebildet Gene Genom Glycoproteine glycosyliert Hepatitis Hepatitis-B-Virus Herpes-simplex-Virus Herpesviren humanen Herpesvirus Immunantwort Immunreaktion und Diagnose Impfstoff Impfung In:J induziert Infek Infektion infizieren infizierten Zellen Integrine interferon Komplex Leserahmen lich Makrophagen meist Membran Membranprotein Menschen mRNA mRNAs N-Protein Nachweis neutralisierende Nichtstrukturproteine Nucleocapsid Nucleotide P-Protein Papillomaviren Partikel Parvovirus Pathogenese Patienten phosphoryliert Polyprotein Promotoren Protease Proteine Prozent Region Replikation Retroviren Rezeptoren RNA-abhängige RNA-Genom RNA-Polymerase Rotaviren schen Schweine Sequenzen Serotypen sowie Strukturproteine Symptome Synthese T-Zellen Tabelle teine Tiere tion Transkripte Transkription translatiert unterschiedlichen Verlauf verschiedenen verursacht viralen Viren Virionen Virol Virus Virusgenome Viruspartikel Virusproteine Virustypen Vorläuferprotein Wechselwirkung weitere Zellkern Zelloberfläche zellulären zwei

Über den Autor (2010)

Susanne Modrow ist außerplanmäßige Professorin am Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene der Universität Regensburg und Leiterin der Forschungsabteilung „Molekulare Virologie". Dietrich Falke leitete bis zu seiner Emeritierung die Abteilung für Experimentelle Virologie am Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Hermann Schätzl ist Professor für klinische Virologie am Institut für Virologie des Klinikums rechts der Isar der TU München. Uwe Truyen ist Direktor des Instituts für Tierhygiene und Öffentliches Veterinärwesen an der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig.

Bibliografische Informationen