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Südlich vom Hauptaltar in der Kirche des heil. Stephan zu Halberstadt weiht Erzbischof Giselar von Magdeburg einen Altar zu Ehren des heil. Mauritius, Exuperius, Candidus, Innocentius und Vitalis sammt ihren Ges nossen (exercitus); auch beschenkt er denselben mit einem Rocke (vestis) des heil. Moriß und Reliquien des Exuperius, Sandidus, Innocentius und Vitalis.

Chron. Halberstad. herausg. von Schaß p. 19.

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395) 6. Januar 992. Auch mit auf Bitten und Antrag des Erzbischofs von Magdeburg, Gifilhar (und anderer geistlicher und weltlicher Würdenträger) schenkt König Otto dem Stift Quedlinburg den Hof Walbeck und mehrere andere Ortschaften.

Signum domni Ottonis (L. M.) gloriosissimi regis.

Hildiboldus episcopus et cancellarius uice Uuilligisi archiepiscopi recognoui. (L. S.)

Data VIII. Idus Januarii anno dominicae incarnationis dccccxcii. indictione V anno autem tertii Ottonis regnantis nono, Actum Gruona feliciter Amen. Gedrudt bei v. Erath C. dipl. Quedl. p. 23-24, 1. d. Orig. aber unrichtig

mit der Jahrzahl 993.
Kettner Antiqq. Quedlinb. p. 31, desgl.
Lünig Reichs-Archiv XVIIT, B. p. 189, desgl.
Leibniß Annall. Imp. III. p. 571. :
Leud feld Antiqq. Halberst. p. 564.
Eccard hist. gen. princ. Saxon. Sup. p. 187.
v. Heinemann C. D. Anhalt. I. p. 60, 61 (n. 0. Orig.).

396) 18. Januar 992. König Otto schenkt und bestätigt auf Vermittelung seiner Großmutter, der Kaiserin Adalheid und auf Bitten des Magdeburgischen Erzbischofs Gisalhar Alles, was sein Großvater, Kaiser Otto, und dessen gleichnamiger Sohn, sein Vater, der Magdeburgischen Kirche in Franken: Hagenenmunstre unterhalb Mainz (Mogoncia) mit seinem Zubehör und außerhalb Mainz Guogenheim, huffilinesheim, vuesila, chezilenheim und Spirdorf und allem Zubehör, in welchem Gaue oder Grafschaft auch gelegen, urkundlich (per suas praeceptiones) übergeben und geschenkt hat, auch alles andere, was sonst noch dazu von andern Personen gegeben ist, gewissermaßen aufs Neue (quasi a novo).

Signum domni Ottonis (L. M.) gloriosissimi regis. Hildibaldus episcopus et cancellarius uice uuilligisi archiepiscopi recognoui. (L. S.)

Data XV. kalendas Februarii Anno dominicae incarnationis DCCCC. XCII. Indictione V. anno autem tertii Ottonis regnantis nono. Actum Franconovurt feliciter amen.

Von dem Original dieser Urkunde ist nur ein Viertheil erhalten, welches von 3 Moderlöchern unbedeutend beschädigt, jedoch die Hälfte der 6 leßten Zeilen, Unterschrift und Monogramm, Recognitionsformel und das Datum bis Indictione (incl.) wohlerhalten zeigt. Der übrige Theil der Urkunde war zur Zeit der Organisation des Staats-Archivs zu Magdeburg (woselbst das Fragment noch jeßt befindlich) zwar vorhanden, aber nach Angabe des Archivars Dr. Erhardt dergestalt zerrissen, durchlöchert und äußerst beschmußt (auch ohne Siegel), daß sie ihm des Aufbewahrens nicht fähig schien und deshalb von ihm bis auf den bezeichneten Ueberrest cassirt ist. Doch wurde von ihm eine sehr genaue Abschrift des Lesbaren auf dem zu cassirenden Theil genommen, die bis auf wenige Stellen alles Erhebliche und den größten Theil der Urkunde enthält, die sich in mehreren Copialbüchern des Staats-Archivs, u. a. auch im Bernburgischen Codex S. Mauritii f. 13 befindet, nach welchem die Ergänzung der Erhard'schen Abschrift vorgenommen ist, welche erstere fich jedoch nur auf den Eingang, den Rest des Datums und die Namen der Ortschaften bezieht. Das noch erhaltene Fragment der Urkunde läßt über ihre Aechtheit keinen Zweifel. Gebrudt in

Leibniß Ann, imp. III. p. 572.

397) 24. Juni 992. König Otto schenkt auf Bitten Gisalhars, Erzbischofs von Magada: burg, die Hörige (litam) Emma mit ihrer ganzen Nachkommenschaft der St. Morißkirche bei der Stadt (infra civitatem) Magadaburg mit der

Bestimmung, daß dieselbe mit ihren Nachkommen der Kirche zu denselben Diensten verpflichtet sei, wie sie es bisher dem Könige war.

Signum domni Ottonis (L. M.) gloriosissimi regis. (L. S.)

Hildibaldus episcopus et cancellarius uice Uuilligisi archiepiscopi recognoui.

Data VIII kalendas iulii. Anno dominicae incarnationis DCCCCXCII Indictione V. Anno autem tertii ottonis regnantis nono. Actum Mersaburg feliciter amen.

Original, dessen Siegel nicht mehr vorhanden ist, im K. Geh. Staats: Archiv in Berlin.

Ab extra steht von einer Handschr. des 11. Jahrhunderts: De lita
Emma.
Gedruďt in

Sagittarius bei Boysen Alg. hist. Magazin 1. p. 221.
Höfer, Erhard und v. Medem, Zeitschrift für Archivkunde I.

p. 533.

Jaffé dipl. quadrag. p. 22.

398) 28. August 992. König Otto bestätigt auf Bitten Giselbars, des zweiten Erzbischofs von Magadaburg, sowie seiner Großmutter, der Kaiserin Adelheid (athelheidis) und des Erzbischofs Uuilligis von Mainz der St. Morißkirche zu Magadaburg die derselben von seinem Großvater Kaiser Otto und von dessen Sohn und Mitkaiser Otto geschenkten und bestätigten Königshöfe Calua im Gau Nord- Thüringen (northuringorum) und Rosburg jenseits der Saale im Gau Sirimunti.

Signum domni ottonis (L. M.) gloriosissimi regis. Hildibaldus episcopus et cancellarius uice u uilligisi archicappellani recognoui. (L. S.) Data V kalendas

kalendas septembris. Anno dominicae incarnationis LXXXX. XCII. (sic!) Indictione V. Anno autem tertii ottonis regnantis nono. Actum magad a burg in dei nomine feliciter amen.

Original mit theilweise erhaltenem Siegel im K. Geh. Staats-Archiv in Berlin.

Ab extra von einer Handschrift des 11. Jahrhunderts: Confirmatio de calua et rosburg. Gedruckt bei

Boysen Aug. hist. Magazin I. p. 222-224.
Eccard hist. geneal. Princ. Saxon. sup. p. !41--144.
Leibniß Annall. Imp. III, p. 575.
v. Þeinemann C. D. Anhalt. I. p. 61, 62 (n. 0. Orig.).

399) 28. Septemøer 992. König Otto tauscht mit Reginold, Abt zu Memleben, dergestalt, daß er dem Kloster für die aus der Hand seines Vogtes, des Grafen Liudger, er: haltenen beiden Städte (civitates) Dlsnik und Domuiz (nebst den Bewohnern ihrer Vorstädte) im Gau Scitici, in der Grafschaft Geros auf der westlichen Seite der Elbe gelegen, 21 Dörfer, in den beiden Burgwarden Bidrizi und Mokernik im Gau Morazena und in der Grafschaft des Grafen Sigibert belegen, giebt, nämlich: Nezefouua, Neuplizi, Solitejo, Budim, Rozmuzi, Neznini, Netruzina, Uirbinizi, liuzeuua, Frabonizi, Tribeni, Senatina, Sipli, Tropeni, Dzimzi, Ziazina uizi, U uiplizili, Zobemeh, Uuissolizi, Grobizi, Curozuzi, nebst allem Zubehör an Land und Leuten und übergiebt sie dem Kloster durch seinen Vogt Sigibert zu ewigem Eigenthum.

Signum domni Ottonis (L. M.) gloriosissimi régis. Hildibaldus episcopus et cancellarius uice Vuilligisi archiepiscopi recognoui.

Data IIII. Kalendas Octobris anno dominicae incarnationis D. CCCC.
XCII. Indictione VI. anno autem tertii Ottonis regnantis nono. Actum
Botfeldon feliciter Amen.
Gedruckt bei

Wilhelm Kloster Memleben p. 67, 68..
Wenck Befl. Landesgeschichte II, Ürfundenbuch p. 35 (n. d. Orig.

im Archiv zu Cassel)...
v. Heinemann C D. Anhalt I. p. 62, der zum ersten Mal das

richtige Datum IIII Kalendas Octobris giebt statt Idus, wie alle sonstigen Abdrücke haben.

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Indictione V. Anno uero tertii Ottonis regnantis nono. Actum se-
metesuuege feliciter Amen.
Gedrudt in

Gerden Cod. d. Brand. I. p. 32--34 (nach d. Orig.).
Sagittarius bei Boysen, Hift. Mag. I. p. 225.

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