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Bücherschau.

Bibliographie der an den deutschen Technischen Hochschulen erschienenen Doktor-Ingenieur-Dissertationen in sachlicher Anordnung. 1900 bis 1910. Bearbeitet von Carl Walther. Mit einem Vorwort von Prof. W. Franz in Charlottenburg und einem Anhang, enthaltend: 1) Vergleichende statistische Uebersichten über die in den Jahren 1900 bis 1910 erfolgten Doktor-Ingenieur-Promotionen, 2) Promotionsordnungen der deutschen Technischen Hochschulen. Berlin 1913, Kommissionsverlag von Julius Springer. Preis 2 M, für Mitglieder des Vereines deutscher Ingenieure, Lehrer, Studierende und Schüler der Technischen Hoch- und Mittelschulen 1,20 M.

Die von

den deutschen Universitäten ausgehenden Schriften werden seit 1885 bibliographisch bearbeitet und in jährlich erscheinenden Verzeichnissen für die literarische Benutzung erschlossen. Für die Veröffentlichungen der technischen Hochschulen fehlen bisher derartige Verzeichnisse. Seitdem der Bereich der Hochschulschriften durch die zahlreich erscheinenden Doktor-Ingenieur-Dissertationen eine große Ausdehnung erfahren hat, macht sich dieser Mangel mehr als früher bemerkbar, besonders auch für diejenigen Studierenden und jüngeren Diplom-Ingenieure, die dem Gedanken einer Promotion näher treten und die bereits vorliegende Dissertationen einer Durchsicht unterziehen möchten.

Die vorliegende Bibliographie tritt als erste derartige Veröffentlichung in diese Lücke. Sie umfaßt zunächst die Dissertationen der Jahre 1900 bis 1910, d. h. die Promotionsschriften derjenigen Doktor-Ingenieure, deren Doktordiplom vor dem 1. Januar 1911 datiert ist. Die Titel sind durchweg auf Grund der Druckschriften selbst und nach denselben bibliographischen Grundsätzen wie die der genannten Jahresverzeichnisse der Universitätsschriften aufgenommen. Da die Bibliographie in erster Linie praktischen Zwecken dienen soll, wurde für die Anordnung der Titel ein möglichst eingehend gegliedertes bibliographisches System (19 Hauptabteilungen mit zahlreichen Unterabteilungen) gewählt und durch alphabetische Register für die leichte Erschließung des Inhaltes gesorgt. Um die bekannten, der Beschaffung vieler Dissertationen häufig entgegenstehenden Schwierigkeiten nach Möglichkeit zu beseitigen, wurde versucht, nachzuweisen, welche Dissertationen etwa vollständig oder auszugsweise in Zeitschriften, als Sonderabdrücke, Teile von Sammelwerken oder sonst im Buchhandel erschienen sind. In 50 vH aller Fälle gelang ein solcher Nachweis. Die ermittelten anderweiten Quellen sind bei den betreffenden Titeln genau verzeichnet.

Als Anhang zur Bibliographie erscheinen neben den Promotionsordnungen der deutschen Hochschulen vergleichende statistische Uebersichten, die auf Grund der regelmäßigen halbjährigen Veröffentlichungen des Reichsanzeigers über die erfolgten Promotionen bearbeitet wurden.

Die Bibliographie läßt die Entwicklung, welche die Promotionen in den ersten 11 Jahren ihres Bestehens genommen haben, klar überschauen und erkennen, welche Fachgebiete und Gegenstände bisher vorzugsweise bearbeitet wurden, welche demgegenüber mehr oder weniger zurückgetreten sind, wie sich dabei das quantitative und qualitative Verhältnis der Hochschulen zueinander ungefähr gestaltet u. a. m. Neben der Bedeutung, die ihr als literarisches Hülfsmittel für die wissenschaftliche und praktische Arbeit zukommt, lassen sich aus ihr in Verbindung mit den statistischen Uebersichten allgemeinere Gesichtspunkte gewinnen, die in erster Linie für die Hochschulen von Bedeutung sein werden.

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Ausgewählte Vorträge und Aufsätze von Walther Hempel. Von Dr. phil. E. Graefe. Wien, Berlin, London 1913, Verlag für Fachliteratur G. m. b. H. 142 S. mit mehreren Abb. Preis 6 M.

Ein Altmeister der Technischen Hochschule Dresden scheidet aus dem Wirkungskreise, in dem die Eigenart seiner Persönlichkeit sich am unmittelbarsten äußerte. Die hier zusammengestellten Vorträge können zwar das Fesselnde und Außerordentliche seiner Vorlesung nicht wiedergeben, wie er abschweifend und doch im inneren Zusammenhange mit dem behandelten chemischen oder technischen Thema Fragen wirtschaftlicher, sozialer oder sonstiger allgemeiner Bedeutung berührte und darauf eine einfache und deshalb für andre so schwer zu findende Antwort gab; sie gewähren jedoch vielleicht einen schwachen Einblick in seine Lehr- und auch Arbeitsweise. Sie sind so geordnet, daß die behandelten Stoffe, ausgehend von Fragen allgemeiner Bedeutung, nach und nach mehr chemisch-technischen Charakter annehmen.

Theorie des architektonischen Entwerfens. Von F. Ostendorf. Band 1: Einführung. Berlin 1913, Wilhelm Ernst & Sohn. 205 S. mit 137 Abb. Preis 5,20 M.

Manual of wireless telegraphy and telephony. Von A. F. Collins. 3. Aufl. New York 1913, John Wiley & Sons. 300 S. mit zahlreichen Abbildungen. Preis 1,50 $.

Die Wasserkräfte, ihr Ausbau und ihre wirtschaftliche Ausnutzung. Ein technisch-wirtschaftliches Lehr- und Handbuch von Dr.-Ing. A. Ludin. Zwei Bände. Berlin 1913, Julius Springer. 1404 S. mit 1087 Abb. im Text und auf 11 Tafeln. Preis 60 M.

Verhandlungen der Gesellschaft deutscher Naturforscher und Aerzte. 84. Versammlung zu Münster i. W. vom 15. bis 21. September 1912. Herausgegeben im Auftrage des Vorstandes von A. Witting. 1. Teil: Die allgemeinen Sitzungen, die Gesamtsitzungen beider Hauptgruppen und die gemeinsamen Sitzungen der naturwissenschaftlichen und der medizinischen Hauptgruppe. 374 S. mit 42 Abb. 2. Teil 1 Hälfte: Naturwissenschaftliche Abteilungen. 301 S. mit 13 Abb. und 1 Taf. Leipzig 1913, F. C. W. Vogel.

Die künstlerische Gestaltung von Eisenkonstruktionen. Im Auftrage der königlichen Akademie des Bauwesens in Berlin herausgegeben von Dr.-Ing. K. Jordan und Dr.-Ing. E. Michel. 2 Bände. Erster Band: Text. Zweiter Band: Abbildungen. Berlin 1913, Carl Heymanns Verlag. 182 S. mit 223 Abb. und 2 Tafeln. Preis 30 M.

Von

Was muß der Elektriker von der Geschwindigkeitsregelung der Kraftmaschinen wissen? Dr.-Ing. H. Kröner. Leipzig 1913, Hachmeister & Thal. 48 S. mit 20 Abb. Preis 1,20 M.

Zur Persönlichkeit. Von Prof. Dr. C. Kindermann. Stuttgart 1913, Ernst Heinrich Moritz. 175 S. Preis 2 M.

Dr.-Ing.-Dissertationen.

Von der Technischen Hochschule Dresden:

Wirtschaftlichkeitsfragen bei der Ansammlung und Abfuhr des Hausmülls, besonders hinsichtlich der zu wählenden Abfuhrsysteme. Von B. Sperhacke.

Ueber die Polarisation bei der elektrolytischen Nickelabscheidung. Von M. Schade.

Ueber das Eindampfen von Alkalicyanidlösungen. Von H. Stötzer.

Das Anodenpotential bei der Elektrolyse von Natriumchlorid. Von A. Tenne.

Die Wasserabsperrung bei Tiefbohrungen auf Erdöl. Von V. Iscu.

Von der Technischen Hochschule Karlsruhe:

Untersuchungen über das Verfahren, Eisen mittels des Sauerstoffstrahles zu durchtrennen (autogenes Schneidverfahren). Von R. Plieninger.

Beiträge zur Ammoniakbildung durch Katalyse. Von E. Unger.

Von der Technischen Hochschule Stuttgart:

Ueber 2,7-Dibromphenanthrenchinon und Azoverbindungen der Phenanthrenreihe. Von H. Bürckert.

Ueber die Einwirkung von Brom auf fettaromatische Verbindungen. Von G. Endres.

Ueber Tautomerie- und Isomerieerscheinungen in der Phenanthrenreihe. Von A. Finckh.

Die Grundrißbildung der deutschen Stadt im Mittelalter unter besonderer Berücksichtigung der schwäbischen Lande. Von Ch. Klaiber.

deutscher Ingenieure.

Beleuchtung.

Zeitschriftenschau.1)

(* bedeutet Abbildung im Text.)

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Der elektrische Ausbau der Stadt-, Ring- und Vorortbahnen in Berlin. Von Soberski. Schluß. (Organ 15. Mai 13 S. 183/86) Kosten. Beabsichtigte Aenderungen in der Ausgabe der Fahrkarten.

Die elektrischen Stadtschnellbahnen der Vereinigten Staaten von Nordamerika. Von Musil. Forts. (Organ 15. Mai 13 S. 173/77*) Die Bostoner Untergrundbahn in der Fremont-Straße. Schnellbahn Der Ost-Boston-Tunnel, Tunnel in der Washington-Straße. nach Cambridge. Hochbahnen. Forts. folgt.

Comparaison entre les systèmes de traction en concurrence pour l'électrification des grandes lignes. Von de Marchena. (Génie civ. 17. Mai 13 S. 46/48*) Vergleich der Bahnen für Drehstrom, Einphasenstrom und hochgespannten Gleichstrom.

Die neue

Kölner Gürtelbahn nebst Rheinhafen. Von Klutmann. (Deutsch. Bauz. 17. Mai 13 S. 369/72*) Verkehr der Stadt Köln. Lageplan der Bahn, die um den nordwestlichen und nördlichen Teil der Stadt herumführt und sich an den linksrheinischen Hafenbahnhof anschließt. Der neue Hafen liegt bei Niehl im Norden der Stadt. Schluß folgt.

Express passenger locomotive Paris-Lyons-Mediterranean railway. (Engng. 16. Mai 13 S. 666/70* mit 1 Taf.) 2 C 1Vierzylinderverbund-Heißdampflokomotive von 420/620 mm Zyl.-Dmr., 650 mm Hub und 93,34 t Dienstgewicht, ausgestellt in Gent. heiten der Drehgestelle.

Einzel

Von

Das Verdampfungsgesetz des Lokomotivkessels. Köchy. (Organ 15. Mai 13 S. 177/80*) Kritik einiger in früheren Veröffentlichungen aufgestellten Formeln für die Verdampfung. Tafeln über Werte, die im Betrieb ermittelt worden sind. Schluß folgt.

A new locomotive testing plant. Von Schmidt. (Eng. News 8. Mai 13 S. 960/62*) Der neue Rollprüfstand der University of Illinois ist mit Wasserbremsen für die Treibräder und einem Zugkraftmesser ausgerüstet, sowie insbesondere für die Rauchgasprüfung eingerichtet.

Nebenschlußtriebwagen und ihre Verwendung auf Gebirgstrecken. Von Reutener. (El. Kraftbetr. u. B. 14. Mai 13 S. 277/83*) Versuche der preußischen Staatsbahnen auf einigen Strecken bei Limburg mit Nebenschluß-Triebwagen, die mit Verbundmotoren von 230 PS mit vier Wendepolen ausgerüstet waren. Ergebnisse, Schaltpläne, Aussichten.

Die Triebwagen im Dienst der preußisch-hessischen Staatseisenbahnen. Von Weyand. Schluß. (El. Kraftbetr. u. B. 14. Mai 13 S. 269/76*) Akkumulatoren-Doppelwagen mit Einschalt

1) Das Verzeichnis der für die Zeitschriftenschau bearbeiteten Zeitschriften ist in Nr. 1 S. 33 und 34 veröffentlicht.

Von dieser Zeitschriftenschau werden einseitig bedruckte gummierte Sonderabzüge angefertigt und an unsere Mitglieder zum Preise von 2 M für den Jahrgang abgegeben. Nichtmitglieder zahlen den doppelten Preis. Zuschlag für Lieferung nach dem Auslande 50. Bestellungen sind an die Redaktion der Zeitschrift zu richten und können nur gegen vorherige Einsendung des Betrages ausgeführt werden.

wagen, dreiteiliger Akkumulatoren-Wagenzug. Ladestellen. Schaltpläne. Wagenschuppen. Wiedergabe eines Umlauf- und Ladeplanes für Trieb

wagen.

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Railway session. Steel passenger car design. (Journ. Am. Soc. Mech. Eng. Mai 13 S. 785/870*) Der Bericht über die Sitzung am 8. April 13 enthält folgende Vorträge: Introduction to general discussion<< von Vaughan, »Problems of steel passenger car design< von Kiesel, »Underframes for steel passenger cars« von Ames, »Roof structure for steel cars< von Seley, »Suspension of steel cars« von Summers, »Six-wheel trucks for passenger cars < von Pilcher, »Steel interior finish for steel passenger cars von Koch, »Painting of steel passenger cars von Young, »Provisions for electric lighting in steel passenger cars< von Currie, »Provision of electrical equipment on steel motor cars< von Butt, »Air brakes for heavy steel passenger cars< von Humphrey, »Cast-steel double body bolsters, platforms and end frames for steel cars« von Westlake und »Special ends for steel passenger cars« von Estabrook.

«

The case of the chilled cast iron car wheel. Von Lyndon. (Iron Age 8. Mai 13 S. 1110/11*) Gegenwärtige Verwendung. Statistik der Brüche. Verbesserungen in der Form des Rad

kranzes.

Track elevation at Joliet, Ill. (Eng. News 8. Mai 13 S. 925/55*) Die seit 1908 im Gang befindlichen Arbeiten betreffen die Beseitigung der Schienenübergänge und den Bau eines gemeinsamen Personenbahnhofes für die vier beteiligten Bahngesellschaften. Ausführung der Unterführungen und Brücken.

Eisenhüttenwesen.

Die Vorzüge des direkten Ammoniak-Gewinnungsverfahrens gegenüber dem alten indirekten Verfahren. Von Heck. Schluß. (Stahl u. Eisen 15. Mai 13 S. 817/22*) Verfahren von Dr. Otto und von Collin. Meinungsaustausch.

Die Entschwefelung des Eisens, ihre Gesetze und deren Anwendung. Von Heike. Schluß. (Stahl u. Eisen 15. Mai 13 S. 811/17*) Entschwefelung durch Ausseigern der Mangan- und Eisensulfide und durch Verteilen auf die Schlacke. Beispiele. Ueber amerikanische Rollgänge

mit Gliederketten. Von Illies. (Stahl u. Eisen 15. Mai 13 S. 823/25*) Die Rollgänge bestehen aus Gliederketten mit eingefügten losen Rollen, auf denen die Bleche gleichmäßig aufliegen, so daß sie vor dem Krummziehen geschützt werden.

Eisenkonstruktionen, Brücken.

Von

Der biegungsfeste Rahmen mit Flächenlagerung. Ritter. (Schweiz. Bauz. 17. Mai 13 S. S. 265/67*) Behandlung des symmetrischen Rahmens, dessen Füße im Verhältnis zum Stabzug als starr angenommen sind, unter Berücksichtigung der Nachgiebigkeit des Baugrundes.

Die statische Berechnung der Brücken in Gleiskrümmungen. Von Schwätzer. (Eisenbau Mai 13 S. 162/67*) Entwicklung einer vereinfachten Berechnung für alle Arten von Tragwerken, wie einfache und durchlaufende Balkenträger, Bogenträger usw. Versuche an schmiedeisernen Blechträgern. Von Müllenhoff. (Eisenbau Mai 13 S. 157/62*) Erörterung der in Zeitschriftenschau vom 21. Sept. 12 erwähnten Versuche von Mc Kibben. Erecting the New Geneva bridge. (Eng. Rec. 26. April 13 S. 456/60*) Die zweigleisige 145 m lange eiserne Brücke mit aufgehängter Fahrbahn ist am Ufer zusammengebaut und auf Rollen und Prähmen an ihre Stelle gebracht worden. Hülfsgerüste, eiserne Prähme usw.

The Beaver bridge over the Ohio River. Von Skinner. Schluß. (Engng. 16. Mai 13 S. 656/63*) Aufstellen der Mittelöffnung. Probebelastung.

Reconstruction of Kaw River bridge. (Eng. Rec. 19. April 13 S. 434/36*) Einzelheiten einer Pfahlgründung mit Hülfe eines Abfangdammes unter erschwerenden Umständen. Hülfsmaschinen.

Replacing the Yardley bridge. (Eng. Rec. 3. Mai 13 S. 493/94*) Auswechseln der eisernen Ueberbauten einer zweigleisigen Brücke von 32,5 m Spannweite ohne Betriebsunterbrechung. Ausschieben der alten Brücke auf ein hölzernes Lehrgerüst und Einschieben der neuen Brücke. Einzelheiten der Auflager.

Foundations for the Tunkhannock viaduct. (Eng. Rec. 3. Mai 13 S. 484/88*) Die im Bau befindliche Eisenbetonbrücke der Delaware, Lackawanna and Western-Bahn, deren Fahrbahn bis zu 91 m hoch über den Pfeilergründungen liegen wird, erhält 10 Oeffnungen von je 55 und zwei Oeffnungen von je 30,5 m Spannweite. Bauanlage. Gründung der Pfeiler. Doppelte Drahtseilbahn mit Holztürmen.

Elektrotechnik.

Die elektrischen Starkstromanlagen Deutschlands und ihre Sicherheit. Von Dettmar. Forts. (ETZ 15. Mai 13 S. 550/55*) Statistisches über Unfälle und Brände. Schluß folgt.

BL. Mai 1913.

Die Wasserkraftanlage Augst-Wyhlen. Von HunzigerHabich. Forts. (Schweiz. Bauz. 17. Mai 13 S. 267/70*) Einzelheiten des Stauwchres. Forts. folgt.

The generation and transmission of hydroelectric power. Von Lof. Forts. (Eng. Magaz. 13 S. 196/208*) Frequenzwandler und synchrone Umformer.

Bemerkungen zum Entwurf elektrischer Maschinen für Von Pontecorvo. geräuschlosen Gang. (ETZ 15. Mai 13 S. 547/50*) Die Geräusche werden durch Schwingungen im magnetischen Kreise, Unregelmäßigkeiten der elektrischen und mechanischen Ausrüstung und durch die Kühlluft hervorgerufen. Mittel zur Abhülfe: Große Nutenzahl, verkürzter Wicklungsschritt, geringe Sättigung usw.

Der Verlauf elektrischer Wellen auf Leitungen mit räumlich veränderlicher Charakteristik. Von Rüdenberg. (El. u. Maschinenb. Wien 18. Mai 13 S. 421/29*) Ableitung einer Differentialgleichung für Leitungen ohne Reflexionsverluste, die einen bestimmten räumlichen Verlauf der Charakteristik vorschreibt.

Erd- und Wasserbau.

Dredging. Von Kindlund. (Int. Marine Eng. Mai 13 S. 188/92*) Mittel zum Auflockern und Heben des Baggergutes: Greifer, Saugköpfe mit Messern, schleppbare Saugköpfe, Schaufeln, Greifer für Steine. Hydraulic suction dredge for canal work. (Int. Marine Eng. Mai 13 S. 183/84*) Die Pumpe des von des von den Morris Machine Works, Baldwinsville, N. Y., gebauten Dampfbaggers arbeitet mit 4,2 at Gegendruck bei 225 Uml./min und hat 508 mm Rohrweite, sowie ein Laufrad von 2286 mm Dmr. aus Manganstahl mit 5 Schaufeln.

New hydraulic dredge »Niagara«. (Int. Marine Eng. Mai 13 S. 196/98*) Der für Arbeiten im Saginaw River bestimmte Bagger mit 1000 pferdiger Dreizylindermaschine von 200 Uml./min und Kreiselpumpe von 2540 mm Laufraddurchmesser hat 41 m Länge und 13 m Breite.

Harbour works in the Tripolitaine. (Engineer 16. Mai 13 S. 513*) Beabsichtigte Erweiterungen des Hafens von Bengasi. Forts. folgt.

Von

Les grands ports récents de l'Amérique du Sud. Jacobson. Forts. (Génie civ. 17. Mai 13 S. 41/46*) Die Häfen von Montevideo. Rosario, Buenos Aires, Mar del Plata. Forts. folgt.

The New York pier problem. (Engineer 16. Mai 13 S. 514/16*) Im Versuchsbecken der Staatswerft in Washington hat man Modellversuche darüber angestellt, welche Wirkungen auf den Schiffsverkehr die Verlängerung der Landungsstege für die Schnelldampfer haben würde. Geologische Erfahrungen Von Singer. (Z. österr. Ing.- u. Arch.-V. 16. Mai 13 S. 305/11*) Erörterung über die geologischen Vorbedingungen für die Anlage von Talsperren in den Ostalpen. Schluß folgt.

im

Feuerungsanlagen.

Talsperrenbau.

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Anlage zur Bekohlung der Lokomotiven im Bahnhofc Von Bisle. Kempten im Allgäu. (Organ 15. Mai 13 S. 180/83* mit 1 Taf.) Der Kohlenlagerplatz wird von einer Marcusschen Förderrinne bestrichen, die in eine Verladebrücke von der Breite des I'latzes Die Kohlen werden durch ein Becherwerk in die Rinne eingebaut ist. gehoben. Elektrische Ausrüstung, Kosten.

Freight-handling equipment of New York Dock Com13 S. 432/33*) Die Waren aus den (Eng. Rec. 19. April 13 pany. drei Lagerhäusern im Brooklyner Hafen werden auf Verladebrücken mit 2 elektrisch betätigten Katzen der Brown loisting Machinery Co. für je 21/4 t in die Schiffe befördert.

Die ober- und unterirdische Seilbahn der DeutschLuxemburgischen Bergwerks- und Hütten-A.-G. bei DortSchluß. Von Rath. (Glückauf 17. Mai 13 S. 765/72*) Bau mund. Kosten. Wasserhaltung. Einzelheiten der von der Tunnelstrecken. J. Pohlig gebauten Drahtseilbahn.

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Wirtschaftliche

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Luftschiffahrt.

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von

Gesichtspunkte beim Entwurf Flugzeugen. Von Betz. Schluß. (Z. f. Motorluftschiffahrt 17. Mai 13 S. 109/13*) Beziehungen zwischen Nutzlast und Gesamtgewicht, Nutzleistung und Motorleistung, Kosten der Beförderung usw.

Die Durchführung und das Ergebnis des Wettbewerbes um den Kaiserpreis für den besten deutschen Flugzeugmotor. Von Bendemann und Seppeler. Forts. (Z. Ver. deutsch. Ing. 24. Mai 13 S. 802/08*) Vierzylindermotoren der NAG, der ArgusMotoren-Gesellschaft, der Motoren- und Lastwagen-A.-G. Sechszylindermotor von W. Schroeter, Vierzylindermotoren von Basse & Selve, der Flugwerke Deutschland G. m. b. H., Umlaufmotoren der Bayerischen Motoren- und Flugzeugwerke, von Horch & Cie. und der Kruk-Motorengesellschaft m. b. H. Schluß folgt.

Maschinenteile.

Von Ga

Kegelräderschneidmaschinen ohne Schablone. lassini. Forts. (Werkst.-Technik 15. Mai 13 S. 293/99*) Die Bilgram-Reinecker-Maschine: Antrieb des Werkzeuges, Einstellung von Rad und Werkzeug, Teil vorrichtung, Stufengetriebe, Gang der Arbeiten. Forts. folgt.

Pressure-balanced piston rings. (Engineer 16. Mai 13 S. 521/22*) Kolbenbauarten von Allen & Simonds, Reading. Kolbenringe, die durch den Dampfdruck nicht an die Zylinderwand gedrückt werden, angewendet bei Lokomotivkolben, Kolbenschicbern usw. Ledertreibriemen und Riementriebe. Von Stephan. Forts. (Dingler 17. Mai 13 S. 307/10*) Eigenschaften des Treibriemenleders. Forts. folgt.

Neue Turbinenpendel der Regulatorenbau-Gesellschaft de Temple in Leipzig. Schluß. Von Moog. (Z. f. Turbinenw. 10. Mai 13 S. 200/02*) Vorrichtung zum Verstellen der Umlaufzahl bei gleichbleibender Unempfindlichkeit.

Ueber die Bearbeitung von Maschinenteilen. Von Hoeltje. Schluß. (Werkst.-Technik 15. Mai 13 S. 291/93*) Vollständige Bearbeitung einer Lokomotivachsbüchse.

Materialkunde.

Der gegenwärtige Stand des Materialprüfmaschinenbaues. Von Kurrein. Forts. (Eisenbau Mai 13 S. 174/83*) Prüfen von Baustoffen: 30 t Zementpresse von Gebr. Amsler, Zement prüfmaschinen von Losenhausen, Einrichtung für Biegeproben unter verteilter Last von Mohr & Federhaff. Schluß folgt.

Mitteilungen über die Unsicherheit der Beurteilung des Materiales nach den Ergebnissen der Kerbschlagprobe. (Z. Dampfk. Maschbtr. 16. Mai 13 S. 241/43*) Die Versuche ergeben, daß der Normalstab zweckmäßig schmaler gehalten wird als bisher, da bei breiten Stäben an der Kerbe die Querzusammenziehung und der Fließvorgang gehindert werden. Einfluß der Wärmebehandlung und von Querbohrungen.

Microscopic revelations of steel structures. Von Lake. (Machinery Mai 13 S. 690/94*) Erörterungen über die Veränderung des Kleingefüges bei der Wärmebehandlung. Beurteilung der Härte und Anlaßtemperatur nach dem Aussehen der Schleifbilder.

Influence of sulphur on the stability of iron carbide in the presence of silicon. Von Hatfield. (Engng. 16. Mai 13 S. 683/87*) Die Beständigkeit des Eisenkarbides wird durch Schwefel erhöht. Der Einfluß des Schwefels wird aber durch Silizium und Mangan aufgehoben.

The protection of steel from corrosion. Von Williams. (Eng. Magaz. Mai 13 S. 183/95*) Beispiele von Bauwerken, für die der Rostschutz von großer Bedeutung ist. Wirkungen des Rostes in dem gehobenen Schlachtschiff »Maine. Allgemeine Einteilung der Anstriche.

A test of red-lead priming paints. Von Chapman. (Eng. News 8. Mai 13 S. 948/51*) Versuche von Westinghouse. Church, Kerr & Co. haben ergeben, daß sich Mennigeanstriche besser halten, wenn ihr Erhärten durch Füllmittel wie Kalk, Quarzstaub usw. verzögert wird.

von

Aenderungen der physikalischen Eigenschaften Aluminium und dessen Legierungen unter besonderer BeVon Cohn. rücksichtigung des Duralumins. (El. 11. Maschinenb. Wien 18. Mai 13 S. 430/33*) Versuche über den Einfluß von feuchten Niederschlägen auf Aluminium-Legierungen. Glühen des Duralumins als Gegenmittel.

Verfahren und Ergebnisse der Prüfung von Brenn stoffen. Von Hinrichsen und Taczak. (Glückauf 17. Mai 13 S. 773/78*) Verfahren bei der chemischen Prüfung: Probenahme, Bestimmung der Feuchtigkeit, des Aschengehaltes, des Schwefels, Stickstoffes usw. Koksausbeute, flüchtige Bestandteile. Forts. folgt.

Characteristics and differentiation of native bitumens and their residuals. Von Richardson. (Eng. Rec. 26. April 13 S. 466/68*) Analysen von Petroleum, Pech und Asphalten aus verschiedenen Ländern der Erde.

Mechanik.

Ein einfaches Verfahren zur Bildung von Differentialkurven. Von Slaby. (Z. Ver. deutsch. Ing. 24. Mai 13 S. 821/22*) Indem man die zu differenzierende Kurve um eine kleine Strecke parallel zur Abszissenachse verschiebt und die Unterschiede der Ordinaten der früheren und der neuen Kurve aufträgt, erhält man mit großer Genauigkeit die Differentialkurve.

Meßgeräte und -verfahren.

A new manometer. (Engineer 16. Mai 13 S. 535/36*) Bei dem dargestellten Gerät von Spurge wird der Druck an der Ausdehnung eines Hohlkörpers gemessen. Der Körper verdrängt, wenn er unter Druck gesetzt wird, das ihn umgebende Wasser, dessen Spiegel auf die frühere Höhe zurückgeführt wird. Eichversuche.

Metallbearbeitung.

Setting up and operating automatic screw machines. Von Hamilton. (Machinery Mai 13 S. 677/81*) Ausführliche Darstellung des Vorganges beim Einrichten der Werkzeuge und Rädergetriebe der Acme-Vierspindelmaschine für das Bearbeiten von Kopfschrauben.

Bohrköpfe. (Werkst.-Technik 15. Mai 13 S. 308/10*) Einrichtungen zum Vielfachbohren, die an der Spindel einer gewöhnlichen Bohrmaschine befestigt werden.

Proportions and and sizes of push broaches. Von Viall. (Am. Mach. 17. Mai 13 S. 687/91*) Zusammenstellung der Einzelheiten von normalen Räumwerkzeugen der Spicer Mfg. Co., Plainfield, N. J.

Cold-heading. Von Lucas und Duston. (Machinery Mai 13 S. 667/71*) Vorgang beim Anstauchen von Köpfen. Entwicklung der Stauchmaschinen. Antrieb des Stempels durch Kurbeln und Kniehebel. Maschine von Blake & Johnson mit zweistufig arbeitenden Gesenken. Forts. folgt.

Machine forging. Von Hamilton. Forts. (Machinery Mai 13 S. 707/10*) Maschinen mit Schmiedehämmern. Fortlaufend arbei-· tende Schmiedemaschinen mit selbsttätiger Drahtzuführung.

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Das Einsetzen oder Zementieren von Maschinenteilen. (Werkst. Technik 15. Mai 13 S. 310/12) Mitteilungen über geeignete Stahlarten, Bestimmung der Härttiefe, Temperaturbeobachtung, Einsatzkasten, Einpacken, Härtebäder, Dauer des Glühens und Ofenbauarten. The annealing of steel castings. Von Cone. (Iron Age 1. Mai 13 S. 1019/54*) Allgemeines über den Einfluß des Glühens von Stahlformgußteilen. Langsames und rasches Abkühlen. Ofenarten. Gefügebilder. Näheres über Nickel- und Vanadiumstahl. Versuche mit großen Gußstücken.

The production and working of sheet brass. Von Stilson. (Eng. Magaz. Mai 13 S. 241/46*) Vorschläge zu Verbesserungen: Größere Schmelzöfen, Abfräsen der Blöcke, Anwärmen in elektrischen Oefen, Erhöhung der Leistungen der Walzwerke.

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Von Krey. Schluß folgt.

Fahrt der Schiffe auf beschränktem Wasser. (Schiffbau 14. Mai 13 S. 628/35*) Modellversuche.

The Yarrow boiler. (Engng. 16. Mai 13 S. 681/82*) Ergebnisse von Verdampfversuchen an Yarrow-Kesseln von rd. 410 qm Heizfläche mit Oelfeuerung für das chilenische 28 000 t-Schlachtschiff » Amirante Latorra«.

Beitrag zur Geschichte der Entwicklung der Feuerung mit flüssigen Brennstoffen auf Schiffen. Von Praetorius. Schluß. (Schiffbau 14. Mai 13 S. 636/46*) Oeldüse von Cuniberti, Zerstäuber von Gebr. Körting. Versuche an einem Wasserrohrkessel, Bauart Schulz-Thornycroft, Kermodés-Brenner. Vergleichende Versuche an Kesseln mit Kohlen- und mit Oelfeuerung.

Schiffsölmaschinen. Von Mentz. Forts. (Schiffbau 14. Mai 13 S. 617/26*) Maschinen der Deutschen Automobil-Konstruktionsgesellschaft in Charlottenburg, der Gasmotorenfabrik Deutz, von J. Frerichs & Co., Gebr Körting A.-G. Forts. folgt.

deutscher Ingenieure.

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Fire protection at Lodge and Shipley plant. Von Wood. (Iron Age 8. Mai 13 S. 1105/08*) Anordnung der Feuerlöschgeräte in den Arbeitstätten, Wasserversorgung, Einteilung der Arbeiter beim Löschdienst.

Three years of accident prevention. (Iron Age 1. Mai 13 S. 1058/61*) Betriebserfahrungen in den fünf Werkstätten der Eastman Kodak Co. in Rochester, N. Y. Darstellung einzelner Sicherheitseinrichtungen an Werkzeugmaschinen.

Specifications for exhaust systems. Von Newell. (Am. Mach. 17. Mai 13 S. 697/99*) Normalien des New York State Department of Labor für Abmessungen, Querschnitte und Anbringung von Absaugeleitungen uud Staubabscheidern in Schleif- und Polier werk

stätten.

Verbrennungs- und andre Wärmekraftmaschinen.

Some stationary British Diesel engines. Forts. (Engineer 16. Mai 13 S. 516/18*) Maschinen von Hick, Hargreaves & Co., Bolton und der Mirrles Watson Co., Glasgow.

Practical operation of gas engines using blast-furnace gas as fuel. Von Sampson. (Journ. Am. Soc. Mech. Eng. Mai 13 S. 767/83*) Gasreinigung und Gasaufspeicherung, Anlassen, Schmieren und Zünden.

Wasserkraftanlagen.

The recent standpipe failure at Cairo, Ill. Von Habermeyer. (Eng News 24. April 13 S. 825/29*) Der Umfall des rd. 53 m hohen Standrohres ist auf eine Senkung der Gründung und Brüche in der fehlerhaften Verankerung zurückzuführen.

Wasserversorgung.

Wirtschaftlicher Abgleich zwischen dem Bezug von Grund- und von Seewasser für die Stadt St. Petersburg. Von Thiem. (Journ. Gasb.-Wasserv. 17. Mai 13 S. 467/70*) Der Verfasser kommt zu dem Schluß, daß Seewasser für Petersburg teurer wird als Grundwasser.

Monolithic construction of heavily reinforced 17-foot circular aqueduct. Von Nelson. (Eng. Rec. Mai 13 S. 502/05*) Die Leitung, die einen Teil der Catskill-Wasserversorgung bildet, ist in Stücken von 7 m Länge im offenen Einschnitt hergestellt. Angaben über die Holzformen, die Eiseneiulagen und den Bauvorgang.

Werkstätten und Fabriken.

Cost-estimating and rate-fixing in the general shop. Forts. (Engng. 16. Mai 13 S. 655/57*) Genaue Vorausberechnung der Zeiten für die Bearbeitung einer Pleuelstange mit einem Gabel- und einem Marinekopf. Forts. folgt.

Die Ausnutzung der Normalisierung zur Verminderung der Zeichenarbeit im Konstruktionsbureau. Von Santz. (Werkst.-Technik 15. Mai 13 S. 299/304*) Verschiedene Verfahren zum Aendern der Lichtpausen von Normalzeichnungen für besondere Zwecke.

Zementindustrie.

A method of proportioning concrete. Von Hunter. (Eng. News 8. Mai 13 S. 956/58*) Die Diagramme sind auf Grund der Annahme entworfen, daß ein bestimmter Teil Zement im Zementmörtel und ein bestimmter Teil Zementmörtel im fertigen Beton überschüssig bleiben soll, nachdem alle Zwischenräume im Mörtelsand und im Schotter ausgefüllt sind. Zahlenbeispiele.

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31. Mai 1913.

Rundschau.

Die Nutzbarmachung der Wasserfallkräfte Finnlands. Finnland hat eine Fläche von 373604 qkm mit einer Bevölkerung von rd. 3,03 Mill. Seelen. Etwa 41 659 qkm oder fast 11 vII der Fläche sind Binnengewässer1). Im mittleren und südlichen Teile Finnlands liegen die drei großen, aus Seen und Flüssen zusammengesetzten Wasserbecken Näsijärvi- Kumo, Päijänne-Kymmene und Saima-Vouxen. In der südwestlichen Ecke des Näsijärvi-Kumo-Wasserbeckens erhält der Kumo Vorflut zum Bottnischen Meerbusen und mündet bei Bjorneborg in das Meer. Die Wassermenge des Kumo beträgt bei Niedrigwasser etwa 160 cbm/sk, bei Mittelwasser rd. 300 cbm/sk und bei Hochwasser etwa 570 cbm/sk. Dieses westliche Wasserbecken Finnlands von mehr als 34000 qkm Fläche umschließt im Norden den See Näsijärvi von rd. 100 km Länge. Der südliche Teil setzt sich aus Verästelungen und Buchten Näsijärvi der Seen Pyhäjärvi, Vanajavesi usw. zusammen. und Vanajavesi bilden unweit ihrer Vereinigung den Tamperekoski-Wasserfall (Tammerforsfälle), und zu beiden Seiten dieses Falles liegt Tammerfors 2), die Hauptindustriestadt Finnlands, mit 43700 Einwohnern. Das gesamte Gefälle der Tammerforsfälle oder des Tampereskoski (auch Tammerkoski genannt) beträgt rd. 18 m, die Durchflußmenge bei Niedrigwasser etwa 63, bei Hochwasser rd. 164 cbm/sk. Viele Gewerbebetriebe der Stadt Tammerfors erhalten die Kraft aus diesen Fällen.

Das Päijänne-KymmeneWasserbecken liegt im mittleren Teil des südlichen und mittleren Finnlands und umfaßt den sich weit verästelnden Päijänne-See, der in nordsüdlicher Richtung mehr als 250 km lang ist, und den Kymmene-Fluß (Kyminjoki) von zusammen rd. 36000 qkm Fläche. Der Kymmene-Fluß führt bei Niedrigwasser etwa 180, bei Mittelwasser rd. 300 und bei Hochwasser rd. 450 cbm/sk Wasser. Im PäijänneKymmene-Wasserbecken befinden sich viele kleinere Stromschnellen und größere Wasserfälle. Kleinere Stromschnellen des Kymmene-Flusses, die Vergnügungsreisende wegen der landschaftlichen Umgebung aufzusuchen und unter der Leitung kundiger Lotsen wegen der eigenartigen Reize zu befahren pflegen, sind die Mankala-, Harakka-, Mustakoski-, Tolpakoski-, Vahä- und Iso-KäyräSchnellen. Ueber die Fallhöhen und nutzbaren Wassermengen der bemerkenswertesten größeren Wasserfälle dieses Beckens gibt die folgende Zusammenstellung Aufschluß.

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Einengung, Gefälle und nutzbare Wassermengen in der folgenden Zusammenstellung angegeben sind.

Abb. 1.

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Der südliche Teil der Saimaseen kette, der Vouxen, der Saimakanal und die Eisenbahnen, deren elektrischer Betrieb geplant wird.

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In der südöstlichen Ecke des sich stark verästelnden Saimasees entspringt der Vouxen, der mit ungewöhnlich starkem Gefälle im zerklüfteten Gestein zum Ladogasee strömt. Dieses östliche Wasserbecken Finnlands von mehr als 60000 qkm Fläche schließt die zahlreichen Verästelungen und Buchten der Saima-Seenkette und den Vouxen von rd. 148 km Länge dessen Unterlauf Suvanto genannt wird. Der Vouxen führt bei Niedrigwasser rd. 480, bei Mittelwasser etwa 570 und bei Hochwasser rd. 660 cbm/sk Wasser. Im Oberlaufe des Vouxen liegen auf etwa 25 km Länge 13 Gefällstufen, deren größte

› Angaben des vom finnländischen Rundreisebureau in Helsingfors herausgegebenen Führer für 1913. 2) Tammerfors (schwedisch), Tampere (finnisch).

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8,80 zuverlässige Angaben fehlen 7,50 | 56 000 | 39 500

Die meisten Flüsse im mittleren Teile Finnlands münden in den Saimasee mit zahllosen Buchten und Zweigseen, dessen Wassermassen den Landrücken Salpausselka durchbrechen, in reißendem Laufe den Vouxenniska hinunterstürzen und im eigentlichen Vouxen die oben aufgezählten Fälle bilden, aus denen mindestens 300 000 bis 400000 PS gewonnen werden können Der größte Wasserfall im Vouxen, der Imatra, ist auch wegen seiner landschaftlichen Umgebung bemerkenswert, er ist eine hervorragende Naturschönheit und das Ziel vieler Vergnügungsreisender.

Der Norden Finnlands hat nicht so viele und großartige Wasserfälle wie der mittlere und südliche Teil. Bemerkenswerte Fälle in Nordfinnland sind der Kajana am großen Wasserbecken Ulujärvi (Oulujärvi) und die Fälle Niskakoski, Ahmaskoski, Pyhäkoski und Merikoski im Uleaelf, der das Ulujärvibecken bei Uleaborg zum Bottnischen Meerbusen entwässert, ferner einige kleinere Fälle im Kelaelf und andere.

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Bisher sind nur einige Wasserfälle Finnlands (Tainionkoski, Räikkolänkoski, Kaltimo und andre) von Privatbesitzern für den Betrieb von Holzstoff, Papier- und chemischen Fabriken in bescheidenem Umfang ausgenutzt worden.

Seit langem haben Fachmänner immer wieder darauf hingewiesen, daß es bei dem Reichtum Finnlands an Wasserkräften und bei der Kohlenarmut des Landes unwirtschaftlich sei, Lokomotiven mit ausländischen Kohlen oder mit Holz aus den einheimischen Wäldern zu heizen. Die Nutzbarmachung der in zahllosen Wasserfällen Finnlands tätigen Kräfte für den elektrischen Betrieb von Eisenbahnen, für Beleuchtungs- und allgemeine wirtschaftliche Zwecke werden jetzt ausländische, finnländische und russische Bankgruppen und Unternehmer, im übrigen auch die finnländische Regierung, in Angriff nehmen. So sind am 1. November 1912 der Vallinkoski und ein Teil des Rouhialankoski im Vouxen zur Verwertung der Wasserkräfte für wirtschaftliche Zwecke von einer Bankgruppe (Deutsche Bank, Bank für Handel und Industrie, Elektrische Licht- und Kraftanlagen A.-G. usw.) für ungefähr 4,95 Mill. M erworben werden.

Die Verwaltung der finnländischen Staatsbahnen plant den elektrischen Betrieb der Bahnen Antrea-Imatra-Vouxenniska von 39 km, St. Petersburg-Wiborg-Kouvola - Rihimäki

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