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Summa 11 Thlr. 16 Gr. 6 Pf. er hat nun von der Ernte übrig 1 - 15 - –

fehlen ihm also 10 Thlr. 1 Gr. 6 Pf. Ferner hat der Bauer zu präsiiren die Feuersocietätsgelder; die Vorspannfuhren; die Bau- und Krepel-, auch Nachbar - Fuhren; die Dorfauflagen und andere Vorfälle mehr; das Gesindelohn, da er besonders

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1) S. unten am Schlusse des 1. Kapitels. . . . . . . . . . Friedr.d, Gr. 1V. . 27

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1) Aus einer handschriftlichen, meisterhaft aus den Akten gearbeiteten „Abhandlung über die Einführung des General hufen schosses in Ostvreußen und Litt hauen,“ welche wir der gittigen Mittheilung eines hohen Statsbeamten verdanken, theilen wir noch Folgendes mit. König Friedrich Wilhelm 1. kam 1714 nach Preußen. Da rieth ihm der Präsident der deutschen Kammer v, Mo i nchow, welcher nachher in Küstrin stand, wegen besserer Einrichtung der Steuern mit dem Grafen Truchseß zu Waldburg zu sprechen, der den Gegenstand genauer kenne. Dieser ausgezeichnete Mann übergab dem Könige auf dessen Befehl schon den 1. Okt. 1714 ein kameralistisches Gutachten und führte demnächst, mit großen Mühen und Sorgen, an die Stelle der Viehsteuer (des Horn - und Klauen schosses) tc. den General hufen schoss durch, so daß er dieses wichtige Werk am Ende des J. 1719 im Umfange des damaligen ganzen Königreiches Preußen eingeführt hatte. Die Stande hatten gewaltig widerstrebt und der Feldmarschal Graf v. Dohna hatte 1717 den 31. Januar, in einem französisch abgefassten Berichte, die Einführung des Generakhufen schosses als „landes verderblich und höchst bedenklich vor Sr. K. M. Interesse und unnützerweise kostspielig“ geschildert: worauf der König aber eigenhandig bemerkte: 2, tout le pay s sera ruine? Nibil Kredo. aber das Kredo daß die Junkers ihre Autoritaet Nie pos volam wird ruini rt werden.“ Auch wurde, weil „die Sta: bili run a der Souveraine tät“ nöthig war"), kein Landtag berufen und um Zustimmung angegangen. – Karl Heinrich Graf Truchseß wurde den 21. Marz 1720 Etatsminister und Oberpräsident des Kommissariats und der bei den, der Preußischen und Lithauischen, Kammern **); starb aber schon im Hertie 1721; geboren war er 1685 in Preußen,

*) „Ich stabilire die Souverain et é wie einen Rocher vor Bronce“ schrieb der König bei dieser Gelegenheit mit eigener Hand. **) Die Lithauische oder volnische Kammer, welche damals ammt der Preußischen oder deutschen in Konigsberg ihren Sitz hatte, wurde in der Solge nach Tilsit, dann nach Gum dinnen verlegt.

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