Abbildungen der Seite
PDF
[ocr errors]

bis 1775 unter der Inspekzion des Gen. v. Krusemark, dann unter G.-M. (seit 20. Mai 1785 G.-L.) v. Prittwitz, welcher den 26. Mai 1785 den Schwarzen - Adler - Orden bekam und 1793 als General von der Kavallerie starb.

1) Unter Inspekzion des Obersten, nachherigen G.-M. v. Lölhöffel, von 1763 bis an dessen Dod, den 14. Oktober 1780; dann unter G.-M. v. Dhun. – v. Lölhöffel war zu Königsberg in Preußen geboren; er hatte seine Garnison in Belgard. Der König schenkte ihm nach dem Hubertsburger Frieden das Indigenat von Pommern, welches er zum Ankaufe der Güter Schwellin und Voldeckow anwandte; s. Militärisch-genealogischer Kalender auf d. J. 1792. S. 20. 2) Die Ostpreußische stand unter der Inspekzion des Gen. v. Bülow von 1763 bis 1787; die Westpreußische kam 1772 unter den Obersten v. Rosenbusch, welcher den 13. Sept. 1785 starb. 3) Unter v. Seydlitz vom Febr. 1763 bis an dessen Tod 1773; dann unter G.-M. v. Pannewitz; seit 16. Mai 1780 unter G.-M. v. Bosse. ) Unter v. Seydlitz seit Febr. 1763; dann unter G.-M. v. Röder; seit 1781 unter G.-M. v. Apenburg und nach dessen Verabschiedung, seit dem 13. Jun 1784 unter G. M. v. Bohlen, welcher den 3. März 1786 G. - L. wurde. 5) In Büschings Zuverlässigen Beiträgen S. 387 ff. findet man eine detaillirte Übersicht der preußischen Armee, nach welcher dieselbe (ohne den Unterstab der Armee, ohne die Kadetten in Stolpe und Potsdam, ohne die vier Landregimenter, ohne die Königl. Suite, ohne das Kom?) a. a. O. S. 102–144.

7 stehenden Grenadierbataillons, 33 Musketierregimentern, alle vor Friedrichs Zeit errichtet"), 22 Fuselierregimentern, alle von Friedrichs Errichtung“), 4 Regimentern Feldartillerie, 12 Garnisonregimentern, 9 Kompagnien Garnisonartillerie, 3 Kompagnien reitender Feldartillerie, 1 Kompagnie Pontoniere, 13 Kürassierregimentern; nur Nr. 13 (das Regiment Garde du Corps) ist von Friedrich's Errichtung*), 12 Dragonerregimentern; nur Nr. 11 und 12 von Friedrichs Errichtung“), 9 Husarenregimentern; Nr. 3 bis 10 von Friedrichs Errichtung"), 1 Regiment Bosniaken *); 1771 errichtet *),

[ocr errors]

3) a. a. O. S. 220.

) a. a. O. S. 244–248.

5) a. a. O. S. 257–276.

") a. a. O. S. 272.

6) Die Bosniaken führten, außer den Waffen der Husaren (jedoch ohne Karabiner) eine Lanze. Der den 10. Jun 1779 in preuß. Dienste getretene Oberstlieut. Joh. Georg v. Schill (Vater des Maior Ferdin. v. Schill) bekam die Bestimmung, ein Korps Tataren in Polen zu errichten, wozu auch bereits einige Hundert Mann beisammen waren, die jedoch, wegen des Deschener Friedens, den Bosniaken einverleibt wurden. Schill wurde 1809 als Oberstlieutenant verabschiedet. – „Mein lieber Etatsminister Freiherr v. Schulenburg. Ich habe Euch auf Euren Bericht vom 5. dieses, wegen des von dem Pohlnischen Obristlieutenant v. Schill zu errichtenden Corps Dartarn hierdurch zu erkennen geben wollen, daß ich gar nicht Lust habe, darauf zu entriren; denn wir kriegen ja nun Cosacken, und haben deren genug, und mithin jene nicht nöthig, überdem werde Jch nur schlecht bedienet werden von solchen Leuten. Wornach Ihr Euch also zu richten, und Eure Maßregeln zu nehmen habt, und erfolget die Capitulazion unvollzogen zurück. Ich bin Euer wohlaffekzionirter König. Breslau, den 9. Januar 1779. Fr. (Eigenhändig.) „nuhn Siehet es Mehr nach Krieg aus, und habe Jch die Russen auf den Haltz So mus alle Ausgabe vohr Sie Sparn").

und bildete en Ordre de Bataille
32 Bataillone und 2 Kompagnien Grenadiere,
67 Bataillone
Musketiere,
43 Bataillone Fu-
seliere,
1 Bataillon Jä-
ger zu Fuß
(5Kompagnien
zu 120 Mann),
9 Bataillone und 4 Kompagnien Feldartillerie,
36 Bataillone
Garnisonartil-
lerie,
3 Kompagnien reitender Feldartillerie,
1 Kompagnie Mineurs,
1 Kompagnie Pontoniere,

188 Bataillone und 12 Kompagnien Infanterie.
63 Eskadrons Kürassiere,
70 Eskadrons Dragoner,
90 Eskadrons Husaren,
10 Gskadrons Bosniaken,
1 Eskadron Jäger zu Pferde,

234 Gskadrons Kavallerie.

Die 142 Bataillone Grenadiere, Musketiere und Füseliere bildeten 28 Brigaden in 14 Divisionen, welche 42 Generalmajors oder Generallieutenants erforderten.

1) Mtergenblatt 1807, Nr. 216.

Die Reiterei bildete 23 Brigaden in 11 Divisionen mit 34 Regimentschefs. Das Verhältnis der Reiterei zum Fußvolke war wie 1 zu 4. Bei den 4. Regimentern Fuß- und den drei Kompagnien reitender Feld- Artillerie konnten 86 Batterien zu 8 Geschützen, im Ganzen also 688 Geschütze mit zu Felde genommen werden, wozu noch 426 Regimentskanonen und 142 Haubitzen für die 142 Bataillone Infanterie kamen. Die Artillerie zählte auf das Regiment 10 Kompagnien, jede zu 220 Köpfen, außer dem 4. Regimente, welches im Ganzen 200 Mann stärker war. Nur ein einziges Regiment Infanterie bestand aus 3 Bataillonen; alle übrige hatten nur 2 Bataillone, jedes zu 255 Rotten. Die Garden waren zwar auch 3 Bataillone stark; aber das Erste Bataillon blieb ganz von den beiden andern getrennt, welche das Regiment Garde bildeten; beide hatten besondere Kommandöre, und das Erste Bataillon, Leibgarde genannt, hatte einen höheren Etat, mehrere Offiziere und eine reichere Uniform für die Offiziere und für die Gemeinen. Die Gemeinen des 2. Bataillons hatten eine Achselbänder; die Gemeinen des 3. Bataillons trugen Grenatiermützen. Diese drei Bataillone Garde machten 18 Kompagnien aus. Das Erste Bataillon Garde und die Garde du Corps hatten, wie kein anderer Truppentheil, Überzählige, welche Unrangirte hießen und ein besonderes Corps bildeten. Zu den Unrangirten des Leibgardebataillons gab jedes Infanterieregiment jährlich 3 Mann, nicht unter 9 Zoll; und zu denen der Garde du Corps jedes KaMalerieregiment 2 Mann, nicht unter 8 Zoll ab. Keiner dieser Abgegebenen durfte von schlechter Aufführung sein: sonst wurde er an das Regiment, auf dessen Kosten, zurückgeschickt; auch musste wenigsens Ein Landeskind dabei sein. Diejenigen Infanterieregimenter, welche einem Prinzen gehörten oder irgend einmal gehört hatten, trugen Achselbänder. Nach einer Kabinetsordre vom 24. März 1746 sollte die Armee in den Monaten Mai, Jun, Jul, August, September # Stiefeletten tragen; in den übrigen sieben Monaten aber warze. Grenadiere und Füseliere trugen besondere Mützen.

Ein Dragonerregiment von 5 Eskadrons zälte, nach dem Reglement vom 1. Jul 1743 und dessen Neuer Auflage vom 1. Mai 1764: 32 Oberoffiziers, 60 Unteroffiziers, 1 Pauker, 4 Hautbois, 15 Tambours, 660 Dragoner"). 5 Fahnenschmiede, 745 Pferde, ohne Offizierpferde, 60 Uber-Complets. Unterstab: 1 Regiments-Quartier-Meister, 1 Prediger, 1 Auditeur, 1 Regiments-Feldscheer, 5 Feldscheers, 1 Bereiter, 1 Sattler, 1 Profos, NB. Ein Regiment von 10 Eskadrons zält: 64 Oberoffiziers, 120 Unteroffiziers, 1 Pauker, - - - 5 Hautbois, . 30 Tambours, 1320 Dragoner, 10 Fahnenschmiede, 1486 Pferde, ohne die Offizierpferde, 100 Uber-Complets. Der Unterstab, wie bei einem Regimente von 5 Eskadrons, uur daß 10 Feldscheers dabei stehen.

[ocr errors]
« ZurückWeiter »