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ob der rate oder der merteil des rates ba tölte, und das wir ovch vmb alles das, so wir von der herschaft wegen zuo Friburg ze schaffend oder ze tvonde haben, nüße tvon föllen, wande mit wissend und willen des rates oder des merrenteils des rates zuo Friburg, an alle geuerde. Har über zuo einem offen vrkünde, das dis von vns war vnd ftete belibe, so haben wir die vorgenanten, Herre Snewli im hof ritter, schultheisse zuo Friburg, Geben Mün fine ifter vnd Nyodolf vuoter, disen brief mit unsern eigenen ingefigeln besigelt. Der gegeben wart zuo Friburg, in dem iare da man zalt von gottes gebürt drüßes henhondert iare vnd sehs und fünfzig iare, an dem nebsten famstag nach fant Thomans tage eines bischofs von Cancela berg, der da kommet an dem fünften tag nach dem heiligen winnaht tage.

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Die Ladung der Stadt Freiburg vor das

kaiserliche Hofgericht wird aufgehoben.

(27. und 30. april 1357.)

Pir Karl von gottes gnaden, römischer Fesser ze allen ziten merer des riches und füng ze Beheim, embieten dem burgermeister, dem schultheiff, dem rate, den burgern vnd der gemeinde der stat zuo Friburg vnsern lieben getrüwen, vnser gnade vnd alles guot. Als ir vns ze wissen habent getan, daß üch der hochgeborne Pzy mde Herßog zuo Tes schin, vnser lieber fürste und hofrichter, durch clag des edeln Egen Grafen von Friburg für fich geladen hat, und als ir vns ermant vnd vndertoiset habent der gnaden, die wir üch vormals getan haben, ro das üch nieman laden oder fürtriben möge anderswo denne vor üwerm fchultheiffen, die wil aldo reht nit versagt noch ieman rehtlose gelassen

wirt, wand der felbe onser hofrichter fölcher gnaden nicht onderwiset ist, und die felbo ladung in fölcher vnwissend getan het, so sagen wir üch besampt und besonder fölcher ladung (ore vnd lidig, vnd wellen das die genßlich ab fie, vnd von irer wegen wider üch mit geriht oder anders nihtes sülle geschehen, die wil ir rehtes vor dem schultheissen gehorsam fint, als da vor begriffen ist, und als ir ovch des vnser feyserliche hantvesten habent. Wer ovch fache, das da wider in geriht oder anders icht wider üch geschehe, daf fol kein kraft haben vnd vntügig fin. Geben zuo velde bi Stouffen über Ivonovw, am nebsten donrstag vor fant Waltpurgen tag, onferre ryche in dem eylften vnd des kersertuomes in dem dritten iare.

ir Karl von gottes gnaden, römischer keyser zuo allen ziten merer des riches und küng ze Beheim, embieten den edeln, Heinrich en Margrafen von Hachberg, und Glaren Grefinne von Tümingen vnfern lieben getrüwen, vnser hulde vnd alles guot. Wand ir vnserre keyserlis chen Majestat ze wissend habend getan, wie der edel Graf Egen von Friburg üch vmb etlich fache beclagen wil vnd hat geschaffet, das der hochgeborn Þzymde Herßog juo Terchin, vnser lieber fürst vnd hofrichter, üch durch siner clage willen für sich geladen hat vmb fülch fache, dar vmb er üch, vmbillich fürtribet, wand ir ovch an vns begert hant, das wir üch fölcher ladung lof vnd lidig fagten, lyd dem male wir denne diser sachen vns zuo disem male nüt wol erfaren mögen, so wellen wir, das alle sache, die der egenant Graf Egen gen üch zuo sprechend hat, vfgeschlagen sie, und das fürbott nv ze mal ab fie, vnd ovch von des wegen wider üch besampt oder besonder nichtes werde getan, in geriht oder anders, also lang ung das wir an den Ryn kommen, oder fost vns genklich der fachen erfaren, und die selben fach selber verhören oder die sonderlich bevelhen ze rihtend. Ob ovch da wider icht gen üch geschehe, mit gericht oder anders, das

sol üch niht schaden, noch kein kraft haben. Geben zuo vels de bi Stouffen über Tvonov tam nebsten donrstag por fant Waltburgen tag, vnserre ryche in dem eylften, und des keysertvoms in dem dritten iare.

Ais fürgebotten het Graf Egen den von Friburg, dem burgermeister vnd dem schultheist, dem rat vnd der gemeinde der stat zuo Friburg, vnd ovch das fürgebotte, als funderlich herr Herre Snewli im hof ritter, cin burger von Friburg für geladet fint für vnsern herren den keyser, dieselben von Friburg kamen, und habent ir fontschaft und friheit gewiset, das vnser herre der keyser die selben friheit wie die genant ist, in wil gnedeklichen halten, vnd hat das fürgebot vf gesclagen vnd widerrüffet, vnd ovch wir das selb tvon von vnsers herren des keysers wegen, vnd ouch von vnser Pžymde Hermogen von Tercin wegen vnd von unsers hofgerichtes gewalt und heisse, wir sagen si ovch des selben fürbottes lidig vnd los, ane alen iren schaden. Geben zuo Stouffen über Tvo novw des sonnentags vor fant Walpurgentag.

CCXXXV.

Neuer Freiheitsbrief von Kaiser Karl.

(2 8. april 1357.)

In nomine sancte et individue trinitatis feliciter amen. Carolus quartus divina favente clementia romanorum imperator semper augustus, et Boemie rex, ad perpetuam rei memoriam. Imperialem decet manificentiam, fidelium suorum commodis et quieti gratiose prospicere, et ita sub alis protectionis cesaree favorabiliter gubernare devotos, ut et hii debitis devotionis

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sue premiis gratulentur, et minus devoti spe premiorum parilium ad similia fidelitatis obsequia fortius ani. mentur. ' Hinc est, quod grata multe fidelitatis obsequia, et multipharie merita probitatis, quibus viginti quatuor, consilium et communitas seu universitas civitatis nostre in Friburg in Briskow, nostri et sacri romani imperii fideles dilecti, apud majestatem cesaream et sacrum imperium virtuosis clarere studuerunt operibus, student ad presens, et studere peramplius in posterum tenebuntur, gratiosius advertentes, ac eos perinde piis nostre benignitatis volentes beneficiis prevenire, subscriptas statim gratias, eisdem viginti quatuor, consilio et communitati de Friburg, nec non ipsi civitati Friburgensi, auctoritate imperiali de plenitudine etiam imperatorie potestatis, ex certa scientia duximus faciendas et faci. mus, damus et conferimus per presentes. Videlicet, quod ipsi et eorum singuli communiter et divisim, et nominatim dicta civitas Friburgensis, omnes illas libertates, omnia jura et laudabiles consuetudines habere, ipsisque gaudere, frui, perpetuo possit et debeat ac potiri, quas civitas nostra imperialis Colonia, a nostris et recolende memorie divis romanis imperatoribus et regibus predecessoribus nostris obtinuisse dinoscitur et habere, quodque ad nullius actoris, sive litigare et litem ipsis movere desiderantis instantiam, cujuscumque etiam conditionis, dignitatis vel status hujusmodi litigator vel actor existat, prefati viginti quatuor nec non habitatores et incolæ civitatis jam dicte de Friburg, communiter et divisim, a nullo prorsus judice, seu ad nullum judicem sive judicium extra civitatem eandem, pro quacumque causa citari et trahi possint vel debeant aut alicubi teneantur, super hiis que objecta sibi fuerint de justitia respondere, et juri parere, preterquam coram sculteto suo in civitate Friburgensi predicta, tamdiu, donec acto

rem quemcumque jure et justicia ibi non contigerit defraudari. Si vero preter hoc cives vel civem seu incolam et habitatorem civitatis predicte, unum vel plures, semel vel sepius, quotiescumque etiam alibi citari, trahi, conveniri, judicari seu banniri contigerit, hoc totum et omnia exinde sequentia nullius decernimus esse vigoris, nullumqne citatis, tractis, judicatis seu bannitis hujusmodi per talia volumus prejudicinm ullo modo aut periculum generari. Quod si quis coram dicto sculteto adversus ipsos vel eorum aliquos seu aliquem accusationem dirigens, in jure, et justicia sua fuerit derelictus, is ulterius suam poterit deferre querelam, et alibi petere, sibi justitiam exhiberi. Hanc insuper antedictis viginti quatuor, nec non consilio et universitati de Friburg duximus gratiam et potestatem ex certa scientia concedendam, ut ipsi in eadem civitate Friburgensi vini et bladi, nec non aliarum rerum et mercium, consuetum ungeltum instaurare, ponere et deponere libere possint, quando ipsis placitum, et juxta proprias conscientias et civitatis necessitates visum fuerit expedire, in quo eorum ordinationi neminem volumus contraire. Volumus etiam et de innata nobis clementia hoc imperiali edicto ex scientia certa statuimus, de plenitudine predicte imperatorie potestatis, quod universa suburbia , sive preurbia sepedicte civitatis in Friburg, tam illa videlicet, que jam actu fossatis et muris cincta, et civitati applicata seu conjuncta sunt, quam illa, que in posterum cingi, applicari et conjungi continget, omnibus juribus, libertatibus et bonis consuetudinibus inviolabiliter frui perpetuo debeant et gaudere, quibus antedicta antiqua civitas Friburgensis gaudere dinoscitur, et de quibus ei previdit nostra et divorum predecessorum nostrorum romanorum imperatorum et regum liberalitas generosa. Nulli ergo omnino hominum liceat, hanc paginam nostre majestatis infringere, aut

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