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Pumpe«, Heb» die Eonstruction der Ccntrifugal —, Ventilatoren und Exhaustoren. Vom Professor C. Fint. M. H. ... 161

Ueber —Ventile und Klappen. Vom Professor C. Finl.

M. A. auf Blatt 5 497

Pyrometer. Von «. Bock. M. A. auf Taf. XI 318

— von L»mu 395

3!amme. Kunst —n mit Locomobilenbltrieb. Vortrag von E.

Schneider 474

Pulver— von Shaw. Vortrag von Käufer 273

Regulativ (f. Dampfkessel).

Regulatoren. Bypaß» Regulator von Julius Pintsch. Von

Rich. Pintsch. M. A. auf Taf. XXV 693

Die — von Davcv und Reiger«. M. H 148

Revision der Dampfkessel (f. Dampfkessel).

Röhren. Apparat zur selbstthätigen Entfernung des Eondensations»

waffer« aus Dampfleitungen. Vortrag von Klein .... 348

— Ueber Rückschläge in Wasserleitung« —. Von H. G. Hacker.

M. H 109

Rösten von Erzen für Schwelsäuiefabrication (f. Schwefel«

saure). Röstofen (s. Oefen). Roheisen (s. Eisen).

Sächsisch-»nhalttnischer Bezirlsverein (s. Verein).

Salinen (s. Salz).

Salz. Die Production de« Bergwerks«, Hütten» und Salinen»

betriebes im deutschen Zollverein im Jahre 1888 589

Säuren. Ueber die Einwirkung von lochenden sauren und all«»

tischen Flüssigkeiten auf Glas» und Porzellangefäße, von A.

Emmerling 319

Schälmaschinen. Ueber die Enthülfung de« Weizens. Von A. I.

Gla«. M. A. auf T»f. XXVI 883

Schaufeln. Eonstruction kreisförmiger Rad—. Von R. R.

Werner. M. H 390

Schiffe. Hebung des Dampfers „Tarnali". M. A. auf Taf. XXVIII 793

— Hebung de« Dampf —s „Meilen«". Vortrag von Fifcher 34N

Panzerplatten »u« Eisen« und Stahl combinirt 588

Schifffahrt. Theoretisches über Tau—. Vom Professor K.

Teichmann. M. A. auf Blatt 3 241

Schmiedeeisen C Eisen).

Schornstein. Hlllfswerlzeug zum Aufführen gemauerter — c.

Bon G. Heim 575

-^ Ueber den Zug in — en und die Einwirkung der Witterung auf denselben. Von Dr. E. Huber 383

— Ueber — aufsähe. Von Dr. E. Wolpert. M. A. »uf Blatt 1 38 Untersuchungen über die Stabilität hoher —e. Von A.

Schmidt. M. A. auf Taf. XIII 374, 419

Schrauben. Ueber—sicherungen. Vom Professor H. Ludewig.

M. A. auf Taf. XVII 431

Schwefel. Die Regeneration des — s und des Braunstein«.

Vortrag von Dr. Grüneberg 4l>9

Schwefelkohlenstoff. Ueber —, nach Martha, Sidot und

«loez 581

Schwefelsäure. Ueber den gegenwärtigen Zustand der — fabri»

cation, von I. Lawrence Smith 663

— Ueber RVstung schwefelhaltiger Erze nebst Beschreibung eine« Röstofen« von Robert Hafcnclever und Wilhelm Helbig. Von Robert Hafeuclever. M. A. auf Blatt 8 .... 705

Schweißöfen (s. Oefen).

Schwelen (s. Oefen).

Seilbahn. Die — in Brighton. M. A. auf Taf. XXV . . 720

Sicherheitsventile. Bemerkungen über verfchiebene in der Praxis

vorkommende Fehler an — n von Dampfkesseln. Von E. Holtz»

Hausen. M. A. auf Taf. XIV 369

Spcisewafser (s. Dampfkessel),

Spiritus (s. Brennerei).

Sprengen. Ueber die neuen Sprengmittel beim Bergbau, nach

Dr. Nurlart 664, 721, 787

Stahl. Eggertz's colorimetrische Methode der Bestimmung de«

in Roheifen und — chemisch gebundenen Kohlenstoffe« . . . 144

— Festigkeitsversuche mit Eisen und —, von Wöhlcr . 658, 716 Statistik. Statistische Tafel aller Länder der Erde, von Dr. Otto

Hübner. 19. Auflage. B 590

Statut (s, Verein).

Steinkohlen. Die Gewichtszunahme der — »n der Luft, von

Hinrich« 42

Steuerungen. Di« Lorlißsteuerung bei Dampfmafchinen. Vortrag

von O. Krüger 284

Straßen (s, Bauwesen).
Straßeneisenbllhnen (s. Eisenbahnen).
Strömungen in Field'schen Röhren (s. Dampfkessel).

SM« Habelen. Da« mathematische Aschenbrödel, von Max Robert Preßler. 4. Auflage. B .... 518

— Der umfassend praltifche Holzcubirer, von Max Robert Preßler. 3. Auflage. B 394

— für Maß und Gewicht (s. Maß und Gewicht). Tauschifffllhrt (s. Schifffahrt).

Techniker»erein. Berathung des Statut« für einen allgemeinen —, im sächsisch>anhallinischen Bezirlsverein 413

— Der deutsche —. Verhandlungen im pommerschen Bezirks» verein 536

— Ueber die Gründung eines deutschen —es. Verhandlungen

im Bezirlsverein an der Lenne 531

Telegraph«. Ueber Feld—, nach Dr. Zetzsche . . . 659, 718 Thcerschwelofen von Champeaux K Pinard. M. A. auf

Taf. XI 455

Thon. Ueber die Feuerfestigkeil der — e, von Dr. E. Richter« 134

Tischlerei (s. Hol; und Bauwesen).

Todesfälle (s. Verein).

Träger. Ueber die Berechnung und Eonstruction einiger — von

gleichem Widerstände 511

Traject (s, Eisenbahnen).

Tunnelbohrmaschine für die pneumatische Eisenbahn in New-Ioil.

Von H. Mohr. M A. auf Taf. XVIII 576

— Neue Entwässerung von —mauerweik, von F. Rzih« . . 399

— krönet li« OuuLtructiou ä'uu I'unne! «c>u«in»rm, von Ernest Martin 6 Gilbert le Guay. N 582

— Stand der Arbeiten »m Mont<Ceni« 199

— Ueber den Bau des —« unter der Themse. Vortrag von Pepy« 4N7

Turbinen. Eonstruction kreisförmiger Radfchaufeln. Von R. R. Werner. M. H 390

llnterstützungsverein. Grundzüge für einen — beutfcher Tech»

niter 413

Unteiwino (s. vefen).

Ventilation. Heizung und —, Von H. Heinemann . 252, 38? Ventilatoren. Ueber die Eonstruction der Eentrifugalpumpen,

— und Cxhaustoren. Vom Professor E. Finl. M. H. . . 161 Verdammung (s. Bergwerke). Verdllmpfapparat (s. Zucker). Verdampfung (s. Dampfkessel).

— smesser von Fischer H Stiehl. M. A. »uf Taf. XVII . . 515 Verein. Abstimmung auf den Hauptversammlungen. Beschlüsse

de« Eölner Bezirk« — e« 340

— Bericht über die Geschäfts» und Eaffenverhältniffe de« —es deutscher Ingenieure für das Jahr 1869 793

— Delegiitenveisammlung zur Berathung des Entwurfes für ein neues Dampflesselregulativ. Am 12. und 13. April in Berlin 323

— Der Vorstand des Hannoveischen Bezirk« — «« 4U»

— Die Vorstände der Bezirk«, und Zweig — e für 1870 . . 271

— Herausgabe einer Wochenschrift 82

— Mittheilung des Festcomitö für die Hauptversammlung in Düsseldorf 201

— Mittheilung de« Vorstande«, betreffend die Bildung ein«« han» noveifchen Bezirks —es 321

— Desgl., betreffend die Eonstituirung des Siegener Bezirks — e« 403

— Desgl.. den Anschluß de« Darmstädter Bezirk« — «« betreffend 4?

— Mittheilungen au« den Sitzungsprotolollen de« Aachener Be» zirl« — es 337, 595

— Desgl. desgl. be« Berliner Bezirks — es . . . 203, 469, 60»

— Desgl. desgl. de« Bezirks —es an der Lenn« . 87, 206, 531

— Desgl. desgl. be« Breslauer Bezirk« — es 273

— Desgl. desgl. be« Eölner Bezirk« — e« 339, 407

— Desgl. de«gl. de« Mannheimer Nezirls — es ... 277, 344

— Desgl. desgl. de« oberschleslschen Bezirk« —es . 89, 211, 282

412, 474, 532

— Desgl. desgl. de« Pfalz-Saarbrilcker Bezirks — e«. . . 90, 212,

283, 478 —. Desgl. desgl. de» pommerfchen Bezirk« — e« . . . 155,534

— Desgl. desgl. des fächsilch-anbaltinischen Bezirks — es . 286, 413

— Desgl. desgl. be« westphälischen Bezirk« — e« . . 92, 414, 606

— Desgl, desgl. des Zweig —es. technischen —es für Eisen» Hüttenwesen 157, 213, 725

— Protokoll der constituirenben Versammlung de« Siegener Be» zirl« — es deutscher Ingenieure 407

— Schreiben des Vorstande« des mittelrheinischen Ingenieur — es, betreffend den Anschluß desselben an die Beschlüsse be« — e« deutscher Ingenieure 269

— Statut de« Berliner Bezirk« — e« deutscher Ingenieure . . 151

— Desgl. de« Darmstädter Bezirks —es deutscher Ingenieure . 153

— Todesfälle 47, 151, 4U4, 467, 592, 671

— Verzeichuiß der Bibliothek des — es deutscher Ingenieure . 593

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«elte Wasserräder. Eonftruction lreisförmiger Rabschaufeln. Von R. R.

Werner. M. H 390

Wcllenblech. Ueber den Einfluß einer Kiesbeck« auf die Trag.

fähigleit von —. Nach Dr. W. Fräntel. M. H 643

Werke und Tage, von Weber. B 48

Werkstätten. Englische Maschinen—. Vortrag von Eulenburg 342

Werkzeugmaschinen 464, 528

Weftphälischer Bezilksverein (s. Verein),

Wilhelmshaven. M. A. auf Taf. IX 396

Winderwärmungsöfen (f. Oefen).

Wismuth. Da« peruanifche —, nach Barth 320

Wochenschrift (s. Verein).

Wörterbuch. Technologische« —, von Dr. E. Rumpf, Dr. O.

Mothes und W. Unverzagt. 2. Auflage L30

Zeichnen. Die geometrifchen Grundprincipien der Perspective.

Von Dr. H. Hertzer. B 590

— Zirkel—, von De. U. Stuhlmann. Ergänzungsheft. B. . 467 Zeitschriften. Mitlheilungen des technischen Club« in Salzburg.

1869. Heft 1 320

Zeugdruck. Ueber Färberei und —. Vorttag von Dr. V. Bern»

harbi 409

Ziegel. Einführung eine« einheitlichen —formale«. Vorschläge

des Architeltenvereine« zu Berlin 129

Zinkgewinnung au« armem Galmei, von Iunglann .... 526 Zucker. Verdampfapparat für — favrilen von Schreiber. M.

A. auf Taf. XXVIII 784

Zündwaren. Licht und Feuer, von Wagner. B 43

Zweigverein (s. Verein).

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Jedes technische Geschäft, sei es eine speciell sogenannte Fabrik, ein Neig« od« Hüttenwelk oder ein Geschäft für bau< liche Unternehmungen, stützt sich wesentlich, wie auch schon sein Name andeutet, auf zwei große wissenschaftliche Gebiete, auf das der Technik, welches die mathematischen und Naturwissenschaften in bestimmten Anwendungen einschließt, und das wirthschaftliche Gebiet. Den Ingenieuren, welche doch alle wenigstens berufe» sind, einmal einem größeren Geschäfte, sei es als Besitzer oder als oberster Dirigent, vorzustehen, wurde jedoch bisher nur Gelegenheit zu einer vollständigen Ausbildung in der ersten der beiden genannten Sphären gegeben: auf zahlreichen polytechnischen Hochschulen wurden und werden die allgemeineren und speciellen Theorien der Constructionen und Verfahrungsarten, sowie die zugehörigen Handfertigkeiten gelehrt. Dagegen ist das zweite Gebiet, das eigentlich geschäftliche und wirthschaftliche, fast vollständig unbearbeitet geblieben. Wenn auch die Zeit schon ferner liegt, wo der Ingenieur mit Stolz auf das herabsah, was „vorn im kaufmännischen Bureau" getrieben und gearbeitet wurde, und er einsehen gelernt hat, daß eine Bekanntschaft mit dem kaufmännischen Theile des Geschäftes ihm vom größten Nutzen, ja fast unerläßlich ist, so hat sich diese Bekanntschaft immer nur auf die formalen Theile des Betriebes erstreckt, auf die Kenntniß der unvermeidlichen Wechselverhältnisse, der Buchführung und kaufmännischen Correspondenz. Eine eigentliche Theorie eines rationellen Geschäftsbetriebes wurde dabei nicht studirt und tonnte es auch nicht gut, da eine Belehrung in diesem Fache fast nirgends geböte»! wurde, es selbst an einer speciell für den Betrieb technischer Etablissements bearbeiteten Zusammenstellung der Sätze der Wirthschaftslehre fehlte.

Eine solche finden wir jetzt ausführlich in dem in der Ueberschrift genannten Werke von Dr. Emminghaus, und soll es der Zweck der nachfolgenden Zeilen sein, zu dem Studium dieses Weites und damit einer Aneignung der auf

den Fabritbetrieb bezüglichen Theorien der Wirthschaftslehre anzuregen. Wir geben hier nur in logischer Aufeinanderfolge den Gedankengang und die Folgerungen des Verf. wieder, indem wir betreffs der speciellen Begründung der einzelnen Sätze auf das Buch selbst verweisen müssen.

Um zunächst die von dem gewöhnlichen Sprachgebrauch etwas abweichende Nomenclatur des Verf. festzustellen, so faßt derselbe die „Gewerte" als eiue Unterabtheilung der „Gewerbe" auf und definirt die Letzteren nach den zu ihrem Begriff erforderlichen drei Postulaten als: „Gruppen von wirthschaftlichen Thätigkeiten, welche darauf gerichtet find, durch den regelmäßigen Verkauf und (oder) die regelmäßige Vermiethung von Gütern und (oder) Leistungen Gewinn zu erzielen, und den hauptsächlichen Lebensberuf Einzelner oder ganzer Berufsclassen ausmachen."

Die Güter, durch deren Verkauf oder Vermiethung ein Gewinn erzielt werden soll, tonnen von dem Gewerbtreibenden selbst erzeugte oder von ihm durch Kauf erworbene sein; ebenso können die Leistungen, durch deren Vermiethung Gewinn erzielt weiden soll, entweder die eigenen Leistungen des Gewerbtreibenden oder fremde sein, von welch' Letzteren er die Vermiethung nur vermittelt. Mit Rücksicht auf diese Unterschiede und die oben gegebene Definition ergeben sich die folgenden drei größeren Classen von Gewerben:

I. Gewerbe der Gütererzeugung, d. h. Verlauf

oder Vermiethung von selbsterzeugten Gütern;

Gewerbe der persönlichen Dienstleistung oder

die Vermiethung von eigenen, nicht auf Gütererzeugung

gelichteten Leistungen;

Handelsgewerbe, d. t/. Verkauf oder Vermiethung

von nicht selbst erzeugten Gütern und Vermiethung

von fremden Leistungen.

II.

III.

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Weitere Unterabteilungen der Classe I ergeben sich aus den charakteristischen Eigentümlichkeiten der Gütcrcrzeugung und aus dem Umstände, ob es sich um eine größere oder geringere, eine einfache oder vielfältigere Veränderung der der Natur abgewonnenen Gegenstände handelt. Danach sind dann die Gütererzeugungsgewerbe:

1. Rein occupatorischc Gewerbe, bei welchen es sich nur um die Gewinnung von Naturerzeuguissen, da wo und so wie sie sich eben vorfinden, handelt (Jagd, Fischerei, Bergbau, Edelstcinsuchen);

2. Landbaugewerbe, bei welchen die Naturkräfte systematisch zur Hervorbriugung von Stoffen . combinirt uud in den Dienst des Menschen gezwungen werdeil (Ackerbau, Viehzuckt, Forstwirthschaft, Gartenbau u. s. w.);

3. Gewerke, welche sich mit der chemischen oder mechanischen Umformung der von den beiden vorigen Arten von Gütererzeugungsgewerbe» dargebotenen Güter beschäftigen (die eigentlich sogenannte Industrie).

Hiermit wäre der Begriff der Gewerke als Unterabteilung der Gewerbe festgestellt, doch dürfte es nicht uninteressaut sein, auch die weitere Einteilung der beiden anderen Classen von Gewerben kurz zu betrachten. Bei den Gewerben der persönlichen Dienstleistung wird man zu unterscheiden haben: Gewerbe der gewöhnlichen Dienstleistung (Packträger, Bediente, Barbiere, nach den Aufstellungen des k. preuß. statistischen Bureaus auch Scharfrichter); Gewerbe der wisseuschaftlichen Dienstleistung (Aerzte, Advocaten, Lehrer, berathende Ingenieure); Gewerbe der künstlerischen Dienstleistung (Dichter, Musiker, Schauspieler u. s. w.).

Die Unterabtheilungen des Handels ergeben sich entweder nach den Gegenständen, mit denen gehandelt wird, als Handel mit Grundstücken, mit Waren, mit Geld, mit Creditpapieren und Buch- und Kunsthandel, oder nach den Formen, in welchen Handel getrieben wird, also: Verkauf oder Vcrmiethung auf eigene Rechnung und die Vermittclung von Verkauf und Vermiethuug.

Der Zweck jeder gewerblichen Thätigkcit ist, wie oben schon angeführt, die Vermehrung des Vermögens, der Gewinn; und der Umstand, daß dieser Gewinn auf dem Wege des Handels realisirt wird, unterscheidet das Gewerbe von einer nicht gewerblichen wirtschaftlichen Thätigkcit; denn wer zu seinem eigenen Gebrauch sich Hausgerät!), Kleidung u. dergl. fertigt, vermehrt zwar sciu Vermögen, aber er treibt kein Gewerbe.

Die Mittel des Gewerbebetriebes sind zum Thcil Gewerbsmittel, zum Theil HülfSmittel der Gewerbe, und zwar versteht man unter Elfteren die wesentliche», allen Gewerben in gleicher Weise notwendigen und zur ausschließliche» Verfügung des Gcwerbtreibeuden stehenden Mittel: Arbeit und Capital; unter Letzteren solche corporative oder öffentliche Anstalten, welche nicht dem Gewcrbtreibeuden allein zur Verfügung stehen, auch vo» ihnen nicht dauernd in Anspruch genommen weiden, und endlich zum Gewerbebetrieb uicht unbedingt not

wendig sind. Sic sind teils unmittelbare Hülfsmittel, wenn sie den Gewerben eines gewissen Kreises oder auch einzelnen Gruppen von Gewerben ausschließlich dienen, wie Fachschulen, Literatur, Vereine, Kammern, Börsen, Gewcrbebanke», Märkte, Ausstellungen u. s. w., oder mittelbare, wenn sie außer den gewerblichen auch noch anderen Interesse» diene», wie Transportaustalten, Credit- und Versicherungsanstalten, öffentliche Blätter.

Es ist selbstvcrstänrlich, daß die Bestrebungen der Jetztzeit dahin gerichtet sind, auch dem Gewerbebetriebe eine wissenschaftliche Grundlage zu geben und zwar müssen diese Gewerbswissenschaften ihrer Natur nach praktische Wissenschaften sein, welche sich in Form von motivirtc» Betricbsregel» darstellen. Je nach der Art der Gewerbe werden in den einzelnen Gewerböwisseuschaften die Regeln zu motiviren und die Urtheile zu begründen sein durch Zurückführung auf die anerkannten Gesetze der Naturwissenschaften' oder der allgemeinen Wirthschaftslehre (Nationalökonomie) oder auf beide zugleich, und werden die Gewerbslehren hauptsächlich die Anwendungen der in jenen aufgestellten Theorien enthalten. Die auf die Naturwissenschaften zurückzuführenden Gewerbswisscnschaften wird man im Allgemeinen als specielle Gewerbslehren zu bezeichnen haben, da sie im Gegensatz zu den angewandten Wirthschaftslehren, den allgemeinen Gewerbslehren, das eigentlich Technische des Betriebes behandeln, welches bei jedem Gewerbe oder wenigstens bei jeder Gruppe von Gewerben verschieden ist uud nur für diesen bestimmten Kreis Geltung hat. Daher wächst auch die Zahl der speciellen Gewerbslehren mit der Zahl der Arten und Unterarten von Gewerben, während man für die allgemeinen Gewerbslehren eine Einteilung nach den oben angegebenen Classen festhalten kann, wobei es jedoch geraten erscheint, die Classe der Gütererzeugungsgewerbe mit Rücksicht auf die wirtschaftlichen Verschiedenheiten in mehrere Gruppen zu zerlegen und für jede Gruppe das wissenschaftlich begründete System von Regeln für eine» rationellen Betrieb aufzustellen, also danach z.B. eine allgemeine Landwirthschafts-, Bergbau-, Forstwirthschafts-, Gewerkslehre zu begründe».

Ei»e solche allgemeine Gewerbslehre wird sich nun zu beschäftigen haben:

mit dein Wesen, der wirtschaftlichen Bedeutung und den Zwecken des betreffenden Gewerbes oder der Gruppe von Gewerben; mit dem Wesen, der Bedeutung, Erwerbung und Anwendung der Gewerbsmittcl für das betreffende Gewerbe; mit dem Wesen, der Bedeutung uud Nenutzuugsart der dem in Betracht kommenden Gewerbe sich darbietenden mittelbaren oder »»mittelbaren Hülfsmittel; mit dcu innerhalb des Gewerbes mögliche» Betriebsmethoden und Betriebseinrichtungen; endlich mit den Mitteln zur Prüfung der Betriebsresultate und die zweckmäßigste Anwcndungsart dieser Mittel.

Aus den hier angegebenen Gesichtspunkte» ergiebt sich dann die Einthcilung der nachfolgenden, die allgemeinen Gewerkslehre enthaltenden Betrachtungen.

(Foitsetzung folgt,)

Beitrag zur Theorie der Centrifugalpumpen.

Von A. Linnenbrügge, Ingenieur iu Hamburg.

. Nachstehende Abhandlung hat sich die Aufgabe gestellt, die Bedingungsgleichungen zu entwickeln und zu erläutern, welche bei Construction einer Eentrifugalpumpe behufs Erzielung eines guten Wirkungsgrades erfüllt sein müssen.

Die Rechnungen sind geführt analog der bekannten Turbinentheorie von Weisbach mit Hülfe der Coefficicnten« Methode. Der Kürze wegen wurden nur die Hauptgleichungen aufgestellt, und wurde deren Hcrleitung als bekannt vorausgesetzt.

Zunächst gelten als unerläßliche Bedingungen für den guten Wirkungsgrad einer Eentrifugalpumpe:

2) daß das Wasser sämmtliche Radcanäle ausfüllt,

b) daß sämmtliche Wasserfäden in gleicher Weise durch die Zellenräume der Leit- und Laufrad« geführt weiden,

o) daß nirgends, weder in den Zellenräumen der Leitund Laufräder, noch beim Uebergange des Wassers vom Leit- zum Laufrade (und umgekehrt) Verluste durch plötzliche Geschwindigkeitsänderungen eintreten.

Diese drei Hauptbcdingungeu bilden die Grundlage der nachfolgenden EntWickelungen.

Der allgemeinen Gültigkeit wegen sind die Bewegungsgleichungen für Ceutrifugalpumpen mit innerem sowohl, wie mit äußerem Leitapparat entwickelt, und sind die Fälle, wo der eine oder der andere oder gar beide Leitapparate fehlen, am Schluß nochmals speciell behandelt.

Es ist bekannt und allerseits anerkannt, daß für den guten Wirkungsgrad einer Turbine die Zuführung des Aufschlagwassers durch bestimmt festgelegte Leitcanäle unentbehrlich ist, und es läßt sich von vornherein annehmen, daß für den guten Wirkungsgrad einer Eentrifugalpumpe Entsprechendes gilt, daß also die Anwendung zunächst eines inneren Leitapparates zur Erzielung eines guten Rutzesfectes geboten ist.

In Rücksicht auf die meistentheils sehr bedeutende Umfangsgeschwindigkeit der Centrifugalpumpen ist es erforderlich, die dadurch bedingte Austrittsgeschwindigkcit des Wassers möglichst herabzuziehen, damit der Verlust an lebendiger Kraft im austretenden Wasser und der Verlust durch Geschwindigkeitsänderung am äußeren Umfang der Pumpen ein geringer werde; außerdem ist zu verhindern, daß das rasch laufende Kreiselrad Wirbelungen in dem ausgetretenen Wasser erzeuge, vielmehr ist für einen ruhigen und gleichmäßigen Abfluß des Wassers zu sorgen. Das Alles ist durch Anwendung eines in nachstehender Rechnung berücksichtigten äußeren Leitapparates zu erreichen.*)

In untenstehender Rechnung sind folgende Bezeichnungen gebraucht:

*) So viel mir betannt, haben die HHrn. Nagel i° Kaemp, Civil'Ingemeure in Hamburg, zuerst Centiifugolpumfen mit äußerem Leitapparat ausgeführt.

0 - zu fördernde Wassermenge in Cubikmetern.
), -- Gewicht eines Cubikmeters Wasser.
8 -- Grdacceleration.
7/ - Wirkungsgrad -der Eentrifugalpumpe.
li -- Gesammtförderhöhe.
K. -- Taughöhe auf Radmitte bezogen,
l,« -- Druckhöhe - -

i-, -- innerer Radhalbmesser. r, — äußerer Radhalbmesser. v,, v, -- innere und äußere Umfangsgeschwindigkeit des Rades, o --- Anstrittsgeschwindigkeit des Wassers aus dem inneren

Leitrade. 0; -i relative Eintrittsgeschwindigkeit in den Kreisel, c, -- - Austrittsgeschwindigteit aus dem Kreisel, e« -- Eintrittsgeschwiudigkeit in den äußeren Leitapparat. «< -- Austrittsgeschwiredigkeit aus dem äußeren Leitapparat. o, -- Ausflußgeschwindigkeit aus dem Druckrohr. pi - Pressung im Spalt zwischen innerem Leitapparat und

Rad. p, -- Pressung im Spalt zwischen Rad und äußerem Leitapparate, p» — Pressung am Umfange des äußeren Leitrades. A --- Luftdruck; A und sämmtliche Pressungen (p) sind als Wassersäulenhöhen gerechnet, t», ?,, i>g, ?<> -- Reibungscoefficienten. ?, v'i, ?„ ?,, ?«, ?5 -- die betreffenden Querschnitte der Maschine. s,«>,5l,s,,«< — Nonnalabstände zweier Schaufeln an den

bezüglichen Stellen. «,ei,6,,e»,e<--Höhen der Lauf- und der Leiträder. i,i,,i»--Anzahl der Leit- und Laufradschaufeln. «>, A,«,, /3, — Winkel, unter denen die Leit- und Radschaufeln die Umfange bezüglich schneiden. Der besseren Uebersicht wegen sind vorstehende Bezeichnungen so weit, wie möglich in die Fig. l und 2 der umstehenden Skizzen eingetragen.

Für die einzelnen Constructionselemente der Pumpe ergeben sich nach obigen Bezeichnungen und Grundbedingungen die bekannten Bewegungsgesetze und Verhältnisse:

I. Ausfluß des Wassers aus dem inneren Leitrade.

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