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C. Lcdig, Ingenieur in Leipzig (1481).

H. Lezius, Maschinenfabricant in Breslau (19).

F. Munter, Ingenieur in Breslau (1522).

G. Poiricr, Betriebsdirektor der Vcrcinsbrauerei Neuendorf bei

Potsdam (1404). H. von Reiche, Ingenieur in Breslau (1216). Chr. Rcichspfarr, Maschinenfabricant in Viberacb (1628). Riiha, Ober»Ingenieur in Prag (1380). Iul. Schrocr, Betriebs«Ingenie»r des Walzwerke« der Henrichs«

Hütte in Hattingen (513)). A. Spindler, Ingenieur in Deibeshcin, (1090). R. E. Stippius, Lehrer an der Provinzial-Gewerbeschule in

Coblenz (938). H. I. Stahl, Director der Lauenslein'schen Wagcnbau-Gesell»

schaft in Rothenburgsort bei Hamburg (956). Franz Ungcr, Ingenieur der Actien'Maschinenbauanstalt Vulcan

in Brcdow bei Stettin (1184). C. Wichert, Maschinenmeister «Assistmt der Königl. Oftbahn in

Königsberg in Preußen (1022). A. Ziegler, Ingenieur der Kupfer« und Messingwarenfabrik von

N. Reim ann in Frankfurt a. d. O. (284). Stanislaw ZiembiüSki, Ingenieur im Ccntralbürcau der ungarisch-galizischen Karpathcnbahn in Wien (1233).

Am 27. April d. I. starb in Berlin, fern von Heimath und Familie, unser langjähriges Mitglied, der Vorsitzende des ober» schleichen Bezirksvereines,

Hr. Maschinenmeister Reichel lrus Antonienhüttc,

nachdem derselbe noch vorher als Delegirter seines Vczirksvercincs sich durch rege Theilnahme an den Berathungen der Delegirten» Versammlung unserer Specialvcreine behufs Entwurfs eines neuen Dampfkesselregulativs ausgezeichnet hatte.

Dem Vereine sind ferner beigetreten die Herren:
Fritz Bicsing, Spinnereibesthcr in Aachen (1743).
N. Brockhof, Bauunternehmer in Aachen (1740).
vr. Elassen, außerordentlicher Lehrer der Chemie am

Polytcchnicmn in Aachen (1742).
Dick, Director der soeiete äe» »in«« met»Iliyue«

ä'^nßleur bei Lüttich (54).
Carl Hilt, Königl. Bergasseffor und Director der Ver->s

einigungsgeseUschaft in Kohlscheidt (1737).
Carl Klingelhöfer, Maschinenfabricant in Nhehbt,!

Rcg.°Bez. Düsseldorf (1739).
Aloh« Kloth, Fabricant in «lachen (1741).
Krau«, Obersteiger der Gesellschaft VieUl« Montagne

in Moresnet bei Aachen (1.736).
Ed. Moser ^un., Maschinenfabricant in Aachen (1745).
F. I. Reisdorff, Bauunternehmer in Aachen (1738).
Petrr Schneider, Maschinenfabricant in Aachen (49).
Uhlhorn, Kratzenfabricant in Nachen (1744).
Anton Veit, Ingenieur der Gesellschaft Phöntl in Esch«

weiler»Aut (47).
Wittenberg, Vetriebsdirector der Gesellschaft Concordia

in Eschweiler (1735). Julius Herber, Ingenieur der Maschinenfabrik von F. Wöhlert

in Verlin (1718). L. Guß. Becker, Uhrcnfabricont in Freiburg (1714). F. W. Gehra, Vertreter der Gußstahlfabrit von Fr.

Krupp «us Essen in Breslau (1715). ^ Ni

F. Thiel, Civil-Ingenieur, Firma: Thiel ckKnoch,!

in Breslau (1717).

E. Abegg, Ingenieur der Wcrkzcugmaschinenfabrik von

Ioh. Zimmermann in Chemnitz (1666).
H. Bert, Ingenieur der Maschinenfabrik von C. F-l sn,

Schellenberg in Chemnitz (1428).
Alb. Lemmer, Ingenieur der sächsischen Maschinenfabrik'

in Chemnitz (1308).
E. Greven, Ingenieur der Fricdrich°Wilhelmshüttt bei

Troisdorf (1725).
Dr. Greifs, Director der Anilinfabltk von F. W.

Weiler K Co. in Ehrenfeld bei Cöln (1724).
Emil Guilleaume, Ingenieur in Cöln (180).
Adolf Hardt, Berg- und Hütten »Ingenieur in Cöln!

(1712).

E. Hardt, Kaufmann in Cöln (1723).
Dr. Müller, Geh. Obcr-Baurath in Darmstadt (1713). v.
R. An ha gen, Hofbauinspcctor in Herrenhausen vor,

Hannover (1797).
von Cöller, Fabrikant, Firma: Franz Junten <KCo.,

in Hannover (1810).
Th. Davids, Fabrikant, Firma: David« K Co., tn^

Hannovcr (1811).
Droop, Fabricant, Firma: Stock ck Droop, inHan»!

nover (1812). ) N.

Alfred Houget, Ingenieur in Hannover (1813).
Keil, Negierungs- und Nnurath in Hannover (1814).
Moritz, Maschinenfabricant in Reustadt am Rübenberge!

(1615).
I. Salomon, Fabricant, Firma: Jacobson H Co.,

in Hannover (1816).
Tovote, Civil-Ingenieur in Hannover (1817).
R. Bernau, Ingenieur in Neu»Ocgc bei Limburg (1820).
Gust. Pieper, Ingenieur in Limburg (1718).
Fr. Rautert, Techniker in Limburg (1919).
Moriz Ribbert, Kaufmann in Limburg (1821).
Carl Schnabel, König!. Bergasseffor und Grubendireclor

in Lctmathe (336).
Dr. Cuntz, technischer Director der Zuckerfabrik in Wag»

haeuscl (1808). Eugen von Gienanth, Hüttenbesitzcr in Effenberg!

(Rheinpfalz) (,8).

F. A. Hock, Mechaniker in Mannheim (111).
Klein, Ingenieur der Kühnle schm Maschinenfabrik!

in Frankcnthal (1729).
Heinrich Lanz, Maschinenfabricant in Mannheim (1806).
Benin, Königl. Gcomeier in Kattowitz (1733).
Oottschling, Maschinenwertmeifter in Kattowitz (1?>2).
I. Haase, Maurenneifter in Kattowitz (1731).
C. Erbrecht, Fabrikbesitzer in Bernburg (1728).
Krauschitz, 8»cknfa»rMefitzer in NmgareetsltDm bei!

Calbe u. d. s. (1727).
Dr. Xh. Borster, Fabrikbesitzer in St«ßf»rt (1726).
Dreyer j»»., Ingenieur der Vochumer Eisenhütte in

V»chur« (45).
H. Iuch«, Netriebsführer der »rütenbauanftalt «n <

ve. Strousberg« Donmundcr Hütte in) ^

Dortmund (1720).
H. Kellermann, Ingenieur der Maschinenfabrik von

Daelen ck Co. in N»«P (172t).
«. Abendroth, Iugenienr in «oft,« i. M. (1716).
Friedr. Bodc, Ingenieur in Freiberg (Sachsen) (20i).
E. Braß, Hüttendir«t»r der Hohencheiner Hitre bei Oberlahn»

stein (1823). E. «appell, Ve»g»sseffer in Dortmund (1353).

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O. Gichhoff, Ingenieur und Verwalter der Kruppschen Gruben

in Limburg a. d. Lenne (1823). H. Foerfter, Fabrikbesitzer und z. Z. technischer Director der

Gasanstalt in Kempen (Reg.-Bez. Düsseldorf) (391). Heckmann, Königl. Obermaschinenmeister der Nassauer Staats«

bahn in Limburg a. d. Lenne (1734). W. Jeep, Lehrer des Mühlen» und Maschinenbaues an der Herzog!.

Baugewerkschule in Holzminden (1730). Kleemann, Ingenieur der Maschinenfabrik von Günther ck Co.

in Schöningen (194). Oscar Kroeber, Gruben» und Hüttendirector in Saynerhütle

bei Eoblenz (1108). Paul Krause, Ingenieur in Oschcrslcben (1805). F. Leue, Techniker der Maschinenfabrik von H. F. Eckert in

Berlin (98).
M. Limprecht, Ingenieur in Eharlottenburg (830).
Mehlis, Ingenieur der Maschinenfabrik von F. Wöhlert in

Berlin (56).
Heim, von Mitzlaff, Ingenieur in London (1818).
Gust. Oesten, großherzol. Geomcter in Weimar (1804).

Paucksch, Maschinenfabrilbesttzer in Landsberg a. t. W. (1722). O. Perrhke, Betriebs-Inspector der städtischen Gasanstalt in

Epremberg (29). F. Röthe, Maschincnfabricam in Weißenfels a. d. S. (244). Otto Ronnefeld, Gewehr» und Maschinenfabricant, Firma:

Reinhardt, Ronnefeld H Schmelzer, in Libau

(Nußland) (1378).
Ad. van Scherpenzeel-Thim, Director der Maschinenfabrik

Vicille-Montagne in Mülheim a. d. Ruhr (1803).
E. Echultze, Maschinen-Ingenieur in Basel (29).
Hcinr. Weißpfcnning, Ingenieur in Stadtberge (1809).

Der Vorstand des hannoverschen Bezirksveretnes

besteht für das laufende Jahr aus folgenden Herren (siehe das Verzeichnis) seiner Mitglieder, S. 321 ff. d. Bbs.):

Vorfitzender: Hr. E. Heusinger von Waldegg (1763).

Lassiier: Hr. W. Breul (1748). ,

Vorstandsmitglieder: HHrn. Herm. Fischer (397), Dr. M. Heeren (1760) und H. Kriegar (1772).

Protokoll der constituirenden Versammlung

des

Iiegener Dezirksvereines deutscher Ingenieure.

Am 17. Mai 1870 constituirten sich die Unterzeichneten zu einem Bezirksvereine des Vereines deutscher Ingenieure unter dem Namen:

„Siegener Bezirtsverein des Vereines deutscher Ingenieure",

und beauftragten die Herren

Oscar Schrader, Theodor Peters und G. C Dectjen

mit dem Hauptvereine in Verbindung zu treten, demselben ein Etatut vorzulegen und dessen Anerkennung einzuholen.

Durch Hrn. Peters wurden die Statuten des Pfalz-Saar« brücker Nezirtsvereines vorgelegt, dessen Bestimmungen im Allgemeinen Beiftimmung erhielten.

Die obengenannten drei Herren wurden ermächtigt, durch öffentlichen Aufruf eine allgemeine Bethciligung an diesem Bezirksvereine anzuregen.

Th. Peters. I. Pohlig. G. E. Dectjen. Otto Mattner. Ignoz Diepgen. Ernst Klein. A. Schmitthenncr.

H. Occhelhaeuser. Oscar Schrader. A. Gube.

Mitth aus den sitzungsurolnkoslen

Cölner Bezirksverein.

(Fortsetzung von Seite 339)

Sitzung vom 8. November 1869. — Vorsitzender: Hr. Dr. Grüneberg. Protokollführer: Hr. Dl. Geilach.

Der von dem oberschlefischcn Bezirtsverein eingegangene Vorschlag, betreffend die Herstellung einheitlicher Walzcncalibcr nach Metermaß (S. 211 und 282), gab Veranlassung zu einigen Bemerkungen, worauf Hr. Pepys einen Vortrag

über den Vau der Tunnels unter der Themse in London hielt. Redner begann mit einer Geschichte des ersten Tunnelbaues, nach welcher das erste Project zu einem solchen Vau zuerst 1799 auftauchte, aber-bald wieder ausgegeben wurde, bis 1804 ein zweites Project durch einen Parlamentsbeschluß autoristrt wurde. Die Abtcufung des ersten Schachtes von 11 Fuß engl. (3">) Durchmesser mußte schon bei 42 Fuß (12",s) Tiefe eingestellt werden. Ein zweiter Schacht von 8 Fuß (2",«) Durchmesser konnte bis 76 Fuß (23",ie) abgeteuft werden. Von hier hatte man schon einen Stollen von 923 Fuß (281") unter dem Flusse gegraben, als man die Fortsetzung de« Unternehmens für unausführbar hielt.

Erst im Jahre 1823 entwarf und publicirte Sir Isambard Brunei seinen Plan, und als derselbe am 24. Juni 1824 durch «ine >neue Parlament«««! autorifirt wurde, konnte er zur Aus

eilungen

der NezirKs- und Zmeissnereine.

führung seines Projcctes schreiten. Ein (Zylinder von 3 Fuß (914°°) dickem Mauerwerk, 50 Fuß (15°» Durchmesser und 42 Fuß (I2",8) Höhe wurde nach Art eines gewöhnlichen Brunnens in die Erde versenkt, bis eine Tiefe von 65 Fuß (19",»i) erreicht war. Die horizontale Ausschachtung des Tunnels begann bei 63 Fuß (19°» Tiefe. Im Jahre 1827 und ebenso 1828 brach der Fluß ein und füllte beide Gänge des Tunnels an. Das Unternehmen blieb lange als unausführbar liegen, bis nach erneuertem Aufnehmen der Arbeit endlich am 13. August 1841 Brunei zum ersten Male die ganze Länge des Tunnels durch« schreiten tonnte. Am 1. August 1842 wurde dem Publicum der eine, am 25. März 1843 auch der zweite Bogengang des Stollens eröffnet; im Jahre 1869 ist der Tunnel von einer Eisenbahn» gesellschaft angekauft und für deren Betrieb umgebaut.

Der zweite Tunnel unter der Themse ist im Jahre 1869 ausgeführt. Er ist nicht in Mauerwerk construirt, sondern be« steht aus einem runden eisernen Rohr von 7 Fuß (2",i«) Durch» meffei. Der Ingenieur ist Hr. Barlow jun., der Unternehmer Hr. Greathead. Die Kosten belaufen sich auf 16,000 L. (53,3335 Thlr.), während die Kosten des ersten Tunnels 450,000 L. (1,500,000 Thlr.) betrugen. Der zweite Tunnel wurde in 9 bis IN Monaten hergestellt, während der erste doppelt soviel Jahre nöthig hatte.

Man gelangt zu dem 1320 Fuß (402") langen Tunnel von beiden Seiten durch einen 60 Fuß (18",«») tiefen Schacht von 10 Fuß (3°» Durchmesser. Das Rohr des Tunnels ist aus 16 Zoll (457"") breiten Segmenten zusammengeschraubt, von welchen in 24 Stunden sechs zusammengefügt weiden konnten, so daß der Tunnel täglich um 9 Fuß (2" 74) vorschritt.

Dieser Circulartunncl ist nicht für Fußgänger, sondern für eine Omnibusbahn von 2 Fuß 6 Zoll (0",?«) Spurweite eingerichtet. Mit jedem Omnibus können 14 Personen befördert werden und dauert die ganze Fahrt incl. Herunterlassen und Hcraufbe« fördern der Personen nur 3 Minuten.

Der Vorsitzende hielt jetzt einen Vortrag über die beiden wichtigen chemischen Neuerungen, welche der große chemische Fabrik» betrieb in den letzten Jahren und zum Theil in den letzten Monaten erfahren hat:

die Regeneration des Schwefels und des Braunsteines. Um die Wichtigkeit dieser beiden Processe darzulegen, kam der Vortragende auf das Wesen der Sodasabrication zurück und erläuterte kurz den Leblanc'schen Sodaproceß. Er besprach die Zusammensetzung der Sodaschmelzc, welche in Flammöfen aus Sulfat (schwefelsaurem Natron), Kalk und Kohle gewonnen wird und welche der Hauptsache nach aus löslicher Soda und einem unlöslichen Rückstand, dem Schwefclcalcium, besteht. Nach der Auslaugung dieser Schmelze, behufs der Sodagcwinnung, wird der Schwefel aus dem ungelöst gebliebenen Rückstände wiedergewonnen; hierzu ist es nöthig, daß der Schwefel in eine lösliche Form übergeführt wird, und der Vortragende hob hervor, daß das Verdienst, diese Wiedergewinnung in die Technik einzuführen, sich zwei Deutsche, nämlich Hr. Schaffner aus Außig und Hr. Mond aus Cassel erworben hätten. Ueber beide Methoden ist bereits Bd. XIII, S. 161 und 396 Genauere« veröffentlicht.

Von kaum minder großer Wichtigkeit ist die Regeneration des Braunsteines.

Die Salzsäure, welche bei der Sulfatgewinnung aus Kochsalz und Schwefelsäure als Ncbenproduct erhalten wird, wird meistens zur Ehlorkalkfabrication verwendet. Zu der Entwickelung des Chlorgases wird Salzsäure mit Braunstein verwendet; das zurückbleibende Manganchlorür war seither ein lästiges Neben» product.

Walter Weldon gebührt das Verdienst, das Manganchlorür wieder in den Kreislauf der chemischen Fabrikation hereingezogen zu haben. Derselbe regenerirt daraus den Braunstein auf dem einfachsten Wege, und während die englische Industrie ihren Braunstein seither von Nassau oder Spanien beziehen mußte, kehrt die einmal verwendete Menge Braunstein jetzt ununterbrochen zur Chlorfabrication zurück.

Das Manganorydul wird aus seiner Lösung mit 2 Aequivalenten Kalk gefällt, und durch Durchtreiben von Luft durch die erwärmte Lösung das Manganorydul in ein höheres Oryd übergeführt. Dieser regenerirte Braunstein hat noch den Vortheil größerer chemischer Reinheit, er enthält kein Eisenoryd und wenig Kalk; er ist ferner feiner zertheilt, entwickelt deshalb schneller Ehlorgas und sättigt die Salzsäure vollkommener, als der natürliche Braunstein.

Hr. Schröder vertheilte hierauf gedruckte Eremplare eines Entwurfes zu Statuten der zu gründenden Estnischen Versicherungsgesellschaft gegen Dampfkcsscleiplofion und verlas ein Pro« memoria, in welchem die Notwendigkeit und die Vortheile des Unternehmens zusammengestellt waren.

Sitzung vom 15. December 1869. — Vorsitzender: Hr. Dr. Grün eberg. Protokollführer: Hr. Dr. Ger lach.

In derselben hielt Hr. Dr. V. Bernhardt einen Vortrag über Färberei und Zeugdruck und führte zunächst aus, daß beide sich vor anderen verwandten

Gewerben besonders durch die Art der Befestigung der Farben unterscheiden; es komme diesem Zweige der Technik besonders darauf an, eine dauernde Verbindung zwischen Faser und Farbstoff zu erzielen; als Mittel dienen dabei die Beizen, welche nicht etwa nur die Rolle eines Klebmittels spielen, sondern für die zu erzeugende Farbe ebenso wesentlich sind, als der Farbstoff. Die Flächcnattraction ist bei der Färberei der Gespinnstfasern äußerst wesentlich, zumal dieselbe im Stande ist, schwache chemische Verwandtschaft zu überwinden. Der Vortragende kam danach auf die Versuche Erdmann's, welche 1) beweisen, daß die Faser zwar keine Beize binde, wohl aber die letzten Spuren derselben mit größter Beharrlichkeit zurückhalte, und 2) darthun, daß gerade diese geringen zurückbleibenden Reste der Beizen eine chemische Verbindung mit dem Farbstoffe eingehen und somit die Färbung der Faser bedingen. Weiterhin begründete Redner, daß eine Unterscheidung der Farbstoffe in subjectivc und adjcctivc ebenso ungerechtfertigt sei, als eine Eintheilung derselben in ächte und unächte.

Nachdem der Vortragende noch von den verschiedenen Operationen des Färbens, Schönens, Trocknens «. gesprochen, wendete sich derselbe dem Zeugdruck zu, behandelte die verschiedenen Arten desselben, sprach von de» hierzu nöthigcn Maschinen und Einrichtungen und führte vor den Augen der Versammelten einig« erläuternde Versuche aus. Endlich bewies der Redner durch aufgelegte Muster, baß Färberei und Zeugdruckerei in der neueren Zeit einen gewaltigen Aufschwung genommen und daß dieselben, begünstigt durch die prachtvollen Thecrfarben und andere damit zusammenfallende Erfindungen, als Kunstgewerbe eine hervorragende Rolle in der deutschen Industrie spielen.

Sitzung vom 17. Januar 1870. — Vorsitzender: Hr. Dr. Grüncberg. Protokollführer: Hr. Dr. Verlach.

Auf eine vom Bezirksvcrein an der Lenne eingegangene Frage in Betreff der mit Field kesseln erzielten Resultate erklärte Hr. Schumacher sich bereit, weitere Erkundigungen im Sinne der Anfrage einzuziehen und erwähnte Hr. Vojäcek, daß in Paris jetzt eine neue Form derselben aufgetaucht sei, welche Incruftationen verhüten solle.

Hierauf hielt Hr. Schaltenbrand seinen Vortrag
über eiserne Oberbauten bei Gisenbabnstitcken.

Man unterscheidet im Allgemeinen bei Oberbauten:

1) das System mit hölzerner Unterlage,

2) den vollständigen eisernen Oberbau,

3) den gemischten Oberbau mit Unterlage von Eisen und Holz, oder mit Eisen und Stein.

Hinsichtlich der Conftruction unterscheidet man:

1) das Langschwcllensystem,

2) das Qucrschwellensystem,

3) das System mit einzelnen Unterstützungen.

Bei dem hölzernen Oberbau hatte man früher das Lang« schwellensyftem angewendet. Es bildete sich hierbei stets beim Befahren der Schienen ein schaukelaitiges Auflager unter den einzelnen Langschwellcn. Heute wendet man nur das Querschwellcnsyftem bei diesem Oberbau an.

Für den eisernen Oberbau find verschiedene Bedingungen zu erfüllen, deren allgemeine Beobachtung allerdings schwierig ist. ES kommt hierbei an:

1) auf den Preis, und darf derselbe womöglich die Kosten des Normaloberbaues nicht bedeutend überschreiten; es sei denn, daß durch längere Dauer und Verminderung der sich abnutzenden Theilc ein Ersatz geboten wird;

2) da« Auflager muß im Allgemeinen für eine gleiche Länge so 'groß sein wie beim Normaloberbau, also ungefähr 1 Qbrtmtr. pro Achse;

3) auf die Stärke der Construction;

4) auf Unveränderlichkcit des Spurmaßcs. Die Schicnenköpfc müssen relativ zu einander unwandelbar fest stehen. Bei Bewegung des Geleises darf die Kiesbcttung die Spurweite nicht verändern können, geschweige denn zur Erhaltung der Spur benutzt werden:

5) auf genügende« Teitendruckwidcrlager;

6) auf hinreichendes Gewicht des Oberbaues;

7) auf Nrziclung hinreichender Elafticität;

8) auf die Möglichkeit schneller Auswechselung schadhafter Theile und Erhaltung des vorhandenen festen Auflagers;

9) auf hinreichende Breite und Fläche der Unterlage, um ein gehöriges Unterstopfen mit Kies »c. vornehmen zu können;

IN) auf richtigen Etoßverband. Der Stoßverband ist, in Folge der Längenverschiebung bei Tenchcraturunterschieden, nie so herzustellen, daß eine continuirliche Wirkung auf die Dauer mög» lich wäre;

11) auf die Möglichkeit, Weichen gut anzubringen.

Redner besprach jetzt eingehend die verschiedenen Systeme; hob die Vorthcilc hervor, welche man dem Langschwellcnsystein zuschreiben zu müssen glaubt; wies jedoch auch dessen Fehler nach, wie das unvermeidliche Herabwalzen, uncontinuirliche Stöße, unsichere Spur, und ging hierauf in eingehender Weise auf das Querschwellensystem über. Die einzelnen Unter» ftützungen sind besonders vortheilhaft für die Verwendung des billigen Gußeisens; die Spurweite muß jedoch dabei durch stärkere Querverbindungen gesichert werden.

Der Vortragende hatte persönlich 1867 auf der Pariser Aus» ftcllung die ausgestellten Modelle eiserner Oberbautcn stizzirt und legte auch Zeichnungen vor, welche die älteren Constructioncn von Barlow, Scheffler, Daelcn und Beyer in's Gedächtniß zurückriefen.

Durch eine reiche Sammlung von papiernen Modellen konnte das Profil der verschiedenartigsten eisernen Obcrbauten den zahl» reichen Anwesenden gleichzeitig verfinnlicht werden, darunter Lang» schwcllensystemc von Köstlin <K Battig, Hörder Hütte, Hilf Menans H Co., Hartwich, Dumeys u. A. Querschwcllcn» systeme von Stcinmann, Marcinellc ck Couillet, LangloiS, Menans <KCo.; System der Einzeluntcrstützungcn von Stephen« son (Gilkes, Wilson, Peasc H Co.). der Midibahn, Noonowio permanent v»^, Griffins, Lecrenier.

Nach allem Vorausgeschickten empfahl Redner das Quer» schwcllensyficm und sprach die Vermuthung aus, daß man auch bei eisernen Oberbauten auf dasselbe zurückkommen, oder es wenigstens mit dem Langschwcllensystem verbinden werde: die Gründe, welche bei hölzernen Oberbauten für das Querschwellensyftcm sprechen, würden sich auch beim eisernen Oberbau geltend machen. Zuletzt kam er auf ein Profil zu sprechen, welche« er als eine von ihm gefaßte Idee zu Versuchen in Vorschlag brachte. Als besonders zweckmäßig sei dabei die Anwendung hohler schmiedeeiserner Schwellen, welche im Innern mit irgend einem Material durch Pressung gefüllt sind; zu versuchen seien Lehmboden, Beton, Hohofcnschlackcn oder auch Ziegclerde im Wärmeofen eingebrannt. Das Füllmaterial nimmt den Verticaldruck auf, wahrend das Eisen nur die Faserspannung aushält und sehr dünn sein kann; dabei hat da« G«nze ein genügendes Gewicht, gute Stopffiächc und ein großes Volumen. Skizzen von einer Schwelle nach diesem System find in Fig. 6 bis 8, Taf. XVI»), dargestellt.

Generalversammlung vom 14. Februar 1670. — Vorsitzender: Hr. Dr. Grüneberg. Protokollführer: Hr. Dr. Verlach.

Es wurden geschäftliche Angelegenheiten erledigt, die Neu»

') Di« Tafel wird dem nächsten Heft beigegeben.

wähl des Vorstandes vollzogen und der Cassenbcricht für das verflossene Jahr entgegengenommen; darauf hielt Hr. Vojäcct einen Vortrag

über die Venutzung de» Eanalwassers von Paris zu landmrrtb' sch«filichtn Zwecken,

wobei Redner sich auf den Sitzungsbericht der 8ooiet« 6e» Inßenieu« elvi!» vom 7. Januar d. I. stützte, in welchem Alfred Durand-Elaye die Erfolge der Pariser Bewässerungsanlagen geschildert hat. Paris hat drei Eanalsystcme, welche gemeinschaftlich vor der Stadt in die Seine münden. Dort sind Vorkehrungen getroffen, um die stickstoffhaltigen Ncftandtheile des Cloakenwasscrs mit Nluminiumsulfat zu fällen und diesen stickstoffhaltigen Schlamm auf die fandigen Ländereien zwischen den Seincwindungen zu fördern. Die Resultate der Fruchtbarkeit jener früher werthlosen Landstriche find nach den Angaben von Durand»Claye ganz überraschend.

Der Vorsitzende nahm Gelegenheit, durch das Eipcrimenl die Fällbarkcit organischer Stoffe ans trübem Eanalwasser nachzu» weisen, wobei er hervorhob, baß eine schwach alkalische Beschaffen» heit der Cloakenwässer die Fällbarkeit erleichtere. Er erwähnt» hierbei ein früher von ihm besuchtes englisches Etablissement. Dort hatte man die Fällung der stickstoffhaltigen Substanzen durch Zusatz von Kalkwasser bewirkt, ließ in großen Bassins absetzen und förderte den Niederschlag durch Schraubenvorrichtungen unten ab; zum Trocknen de« Breies bediente man sich der Centrifugen, später der Pressen. Das Präparat zeigte aber nicht die erwarteten Erfolge für die Landwirthschaft, und fanden die kalkhaltigen Ziegel keinen rechten Eingang.

Redner besprach noch das Verfahren von Dr. Grouven, welcher statt des Thonerdesulsats EHIormagnesium, Kall und Thee» zum Fällen der stickstoffhaltigen Substanzen anwendet. Dieses Düngemittel ist unter dem Namen des Süvcrn'schen Mittels be» kannt. Bei allen diesen durch Fällung erhaltenen Mitteln geht aber leider alles Kali in löslicher Form verloren.

ES knüpfte sich hieran noch eine kurze Unterhaltung üb« diesen Gegenstand, an welcher sich mehrere der Anwesenden be» thciligtcn.

Oberschlefischer »ezirksverein.

(Fortsetzung von Seite 282.)

Sitzung vom 13. März 1870 in Laurahütte. — Vor» fitzender: Hr. Reiche!. Schriftführer: Hr. Schrödtcr. An» wesend 25 Mitglieder und IN Gäste.

Nach Erledigung innerer Vereinsangelegcnhciten, unter ivelchen die Ernennung mehrerer Commissioncn, begab sich die Versammlung unter Führung des Hrn. Volkmann in die Hütte zur Ve» sichtigung der neuen von Wöhlert gebauten

Gebläsemaschinen. Dieselben sind liegend construirt, mit 8 Fuß (2°,z) Hub und durch eine Welle mit Schwungrad gekuppelt; die beiden Gtbläsecylindtr haben 8 Fuß (2°,l) Durchmesser, und sollen beide Maschinen bei 15 Umdrehungen pro Minute eine Windpressung von 5 Pft. (V,»s Kilogrm. prv Quadrarcenrimeter) erzeugen. Die Maschine zunächst den Hohöftn war gerade behufs Reparatur demontier, und es zeigten sich trotz des erst halbjährigen Betriebes derselbe» im unteren Theile des Geblifecylinders Riefen b<« zu 4 Zoll (3"") Tiefe; an den Stopfbüchsen war genan zu erkennen, wie sich dl« starke und hohl gegossene Kolbenstange in der Mitte durch das Gewicht des Kolbens durchbog, trotzdem dieser, um ihn leicht zu machen, ganz au« Blech, an der Naoe 9 Zoll (235°°) hoch, con« ftruilt war. Die ««gtlauftum Riefe» im Lyllndcr correspondirten genau mit ebensolchen am untercn Theile de« Kolbenkörpers, so daß also nicht nur die Dichtung, sondern der Kolbenkörper selbst auf der Cylinderstäche gearbeitet haben mußte. Da dieses Durchbiegen der Kolbenstange und einseitige Abarbeiten der gleitenden Theilc auf ihrer unteren Fläche doch niemals ganz zu beseitigen ist, und um so weniger, je größer und stärker die Maschine, so sprachen sich die Anwesenden doch ziemlich einstimmig dahin aus, daß für solche bedeutende Dimensionen wol stets das System der stehenden Maschinen dem der liegenden vorzuziehen sei.

Die Gesellschaft besichtigte weiter noch da« Kesselhaus und die Dampfüberhitzungsapparate, sowie andere Anlagen der Hütte.

Es mögen hier noch die Grundprincipien für den Unterftühungsoerein deutscher Techniker mitgcthcilt werden, welche in der Sitzung der zu diesem Zwecke gewählten Commissto» am IN. April aufgestellt sind:

1. Der projeetirte Unterstützungsucrcin deutscher Techniker wirb vom Vereine deutscher Ingenieure in's Leben gerufen.

2. Nur Mitglieder des letzteren können Mitglieder des elfteren werden.

3. Der jedesmalige Vorstand eines Bezirksvcreines deutscher Ingenieure ist zugleich Vorstand des Vezirksunterstützungsvcrcincs. In besonderen Fällen entscheidet der ganze Bczirksvcrcin.

4. Die Staatscontrolc als Obcraufsichtsbchörbe wurde nicht acceptirt, dagegen ein Aufsichtsrath bestehend aus Ehrcnpatroncn und octiven Vereinsmitglicdern angenommen.

5. Die Unterstützungen sollen bestehen:
») in Stellenvermittelung;

d) bei besonderen Unfällen (Erblindung, Verlust eines Gliedes, Geistesstörung :c.) in temporären und auch dauernden Gclduntcrftützungen, und zwar im Vcrhältniß der gezahlten Beiträge;

o) in Gclduntcistützungen bei längeren Krankheitsfällen und bei unverschuldeter Stcllcnlosigkeit auf Beschluß des Bczirksvcr» eines deutscher Ingenieure und

ä) in Unterstützungen der Wittwcn und Waisen im Verhältnis, der Höhe der Jahresbeiträge.

Bei diesem letzten Punkte wäre» die Ansichten getheilt und zwar darüber:

ob die Unterstützung nach dem Princip der Lebensversicherungen zu einer niedrigeren Prämie vom Vereine selbst zu besorgen, »der ob vom Vereine als Vermittler mit einem derartigen bestehenden Institute ein Vertrag unter günstigen Bedingungen für seine Mitglieder abzuschließen sei; ob bei Frau das Eavital nach dem Tode de« Mannes auf ein Mal oder nach Art der Pension in fortlaufenden gleichmäßigen jährlichen Summen gezahlt weiden soll.

6. Die bei den Staatsbeamten üblichen Pensionen für Mitglieder werden vom Vereine nicht gewährt.

Sächsisch ° anhaltinischer Bezirksverein.

(Fortsetzung von Seite 286.)

Sitzung vom 27. Mär; 1870 in Bcrnburg. — Vorsitzender: Hr. Michels. Protokollführer.- Hr. Iul. Iannasch. Anwesend IN Mitglieder und 4 Gäste.

Nach Prüfung der Rechnungslegung des Cassircrs Hrn. Nienecker und vollzogener Neuwahl des Vorstandes erfolgte eine Veiathung beS Statuts für einen allgemeinen Technikerverein.

Hr. Grund »heilte zunächst Einiges aus dem bezüglichen Protokolle des sächsischen IngenieurvcreineS mit, indem er dem darin ausgesprochenen Princip beitrat, während Hr. Salb ach, «IS Gast anwesend, constatirte, daß der thüringer Bezirksvcrein ebenfalls eine Bcrathung im Plenum abgelehnt, diese vielmehr einer Commission übertragen habe, während ein Mitglied, welches die Hauptversammlung besucht, die aus dem Commissionsberichte entlehnte Anficht des Bczirksvereincs dort zu vertreten hätte.

Hr. Michels sprach sich für eine andere, von der jetzigen abweichende Organisation des Ingenieurvereineö aus, und brachte die Frage zur Abstimmung, ob der Bezirksverein überhaupt eine Aendcrung der bisherigen Organisation des Vereines für zweck» zweckmäßig erachte. Diese Frage wurde einstimmig bejaht, und veranlaßte nun der Vorsitzende die Versammlung, sich über die in dem Grast)of'schen Entwürfe niedergelegte Principien zu äußern.

Dabei erklärte sich Hr. Ricnecker gegen die Verschmelzung des Vereines deutscher Ingenieure mit dem Architektcnvcreine, hielt aber die heutige Versammlung für das nähere Eingehen auf diese Frage, wie für die Bcrathung des bezeichneten Entwurfes für zu klein und Hr. Schmelzer stellte, von derselben Anficht geleitet, den Antrag, eine Commission zu erwählen, deren Aufgabe es fem soll, zu erwägen, ob und unter welchen Bedingungen eine Vereinigung der beiden genannten Vereine empfehlenswertl' sei*). Die Versammlung genehmigte diesen Antrag und wählte in diese Commission die HHrn. Grund, H. Iannasch, Michels, Pinno und Rienecker. Ebenso fand ein weiterer Antrag des Hrn. Ricnecker Annahme, bei dem Magdeburger und thüringer Bczirtsvercine dahin zu wirken, daß dieselben in ähnlicher Weise verfahren und baß die betreffenden Commissionen gemeinschaftliche Berathungen hielten.

Seitens des Vorsitzenden folgte nun ein kurzes Referat über die Versammlung von Dampfkessclbcsitzern in Staßfurt am 13. Februar. Anwesend waren daselbst 45 Dampfkcsselbefitzer, von denen der vorgelegte Statutcncntwurf durchbcrathcn und mit einigen Modificationcn angenommen worden. Es wurden 120 Dampfkessel angemeldet und weitere 1V0 in der am 24. dss. M. behufs der Vorstandswahl anberaumten Versammlung in Bern» bürg. Redner berichtigte hier zugleich einen Irrthum in einem Sitzungsprotokollc des Aachener Vczirksvereines, in welchem der am 24. Februar d. I. vom Magdeburger Vezirksvereine gegründete Dampfsesfclrcvisionsveicin als der erste in Norddeutschland begrüßt wird, während doch der vom sächsisch-anhallinischen 'Bezirksvereine in's Leben gerufene sich bereits am 13. Februar constituirte.

Die darauf folgende Discussion „über das zukünftige Maß der Ziegelsteine" führte zu dem Resultate, daß man sich entschied, dem bezüglichen Beschlüsse des Arckitcktcnvereines beizutreten (vergl. E. 129).

Weftvhälischer Bezirksverein.

(Fortsetzung von Seite 92.)

XXVIII. Versammlung vom 19. December 1869 in Witten. — Vorsitzender: Hr. Sudhaus.

Nach Erledigung verschiedener speciellcr Angelegenheiten des Vezirksvcrcines fand eine Discussion Statt über den Einfluß der neuen Gewerbeordnung des norddeutschen Bundes

»uf die Industrie Westphalens, eingeleitet von Hrn.Stambke durch eine, einzelne interessante Punkte herausgreifende cursorischc Besprechung der Gewerbeordnung und der Circularverfügung, welche über deren Ausführung Anweisung gicbt.. Es sei erfreulich, zu sehen, daß letztere nicht mit Widerstreben sich in das Gesetz füge, sondern rückhaltsloö dcn Gcist desselben acceptirc. Da es nicht möglich ist, dcn wechselnden Gang der Besprechung hier mit einiger Vollständigkeit wiederzugeben, da sich oft an die Vorlesung eines Paragraphen nur einige Worte, oft längere Erörterungen knüpften, so möge es genügen, die hauptsächlich besprochenen Punkte hier anzudeuten.

Ueber Lehrlinge sagt §. 106:

*) Der Architeltenverein in Berlin hat seinerseits eine solche Ver» einigung bereits abgelehnt.

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