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dieses System ganzer Beschüttungen »ls allein richtig zu erklären, wie dasselbe für altmodisch und ein Zeichen der Vernachlässigung der Straße zu halten. Auch bei der Straßenunterhaltung giebt es kein Uniuersalmittel, sondern man berücksichtige rationell die Loculumstände und die Ursachen der Abnutzung. Je größer die Frequenz, je besser das Material und je vollständiger die Eon«» Pression desselben durch Walzen, desto mehr ist die vollständige Vcschüttung am Platz (z. B. Straßen in Paris); je geringer der Verkehr, je dürftiger das Material und dessen HülfSmittel zum Festwerden, desto eher sollte man das Flicksyftcm durchführen (z. V. Gebirgsstraßen in Vaden). Es wäre recht erwünscht, diese Umstände einmal durch statistische Daten zu belegen.

Die Betrachtungen des Verfassers über die Wahl der Unter« Haltungsmaterialien bezüglich ihrer rückwirkenden Festigkeit sind vortrefflich, und werden auch die wichtigen Untersuchungen von Vockelberg benutzt über das Verhältnis) der Druckfestigkeit der Gesteine in Würfelform zur Widerstandsfähigkeit in Form von Steinschlag. Doch ist es wohl unrichtig, den Bedarf an Unter« haltungsmatcrial einfach proportional der Frequenz einer Straße zu setzen (S. 345). Nicht die Pressung der Fuhrwerke allein nützt die Oberfläche ab, sondern auch der Einfluß der Witterung, und dieser ist je nach der Localität ebenso verschiedenartig wie jene. Uebcr das Verhältnis», in welchem diese beiden Hauptfactoren der Abnutzung zu einander stehen, fehlen leider noch alle Untersuchungen und Erfahrungen; sicher aber darf man auch nicht einmal annähernd den einen Factor gegen den anderen ganz vernachlässigen.

Eisenbahnwesen.

Di« Hauptthtile der Locomotivdampfmaschinen zum Gebrauche bei den constructivcn Uebungen an technischen Lehranstalten, sowie zum Selbststudium bearbeitet von E. Schcpp, Eivil-Ingenieur. Mit 4 Blättern Tcrtfigurcn und einem Atlas von 16 constructiven Tafeln. 104 S. 8. Heidelberg, 1889. Fr. Basscrmann. —

Dieses Buch bietet in der That eine reichliche Sammlung von Formeln und Vorlagen zur Ucbung im Eonstruiren von Dampfmaschinen dar, bei denen es, wie bei der Locomotive auf Ucberwindung von Raumschwierigkciten, auf Dauerhaftigkeit trotz einer großen Geschwindigkeit und Mangels an Schutz gegen Staub, Nässe und Kälte ankommt. Die Beschäftigung mit dem Locomotivbau erachten wir daher als eine allen Dampfmaschinenbauern zu empfehlende Schule.

Den verständlich ausgeführten und sauber lithographirten Tafeln haben Ausführungen der Earlsruher Maschinenfabrik als Originale gedient.

Die ersten vier Tafeln enthalten zusammengestellte Zeichnungen von Schnellzug-, Personenzug» und Güterzugmaschincn, die übrigen Tafeln einzelne Theile dieser Maschinen. Im Tert ist eine ausführliche Beschreibung zu sämmtlichen Zeichnungen gegeben.

Der zweite Abschnitt enthält Eonftructionsregcln. Der Hr. Verfasser bestimmt hier zunächst den Widerstand eines ZugcS auf wenig gekrümmter Bahn. Dabei zieht er zwar die etwaige Stei« gung (S. 28) mit in Betracht, warum er aber des Widerstandes, welchen starke Krümmungen verursachen, gar nicht erwähnt, ist uns in Anbetracht der nicht minder großen Bedeutung desselben unerfindlich.

Auch wäre es zu wünschen, daß die Maßeinheiten, welche den in den Formeln vorkommenden Buchstaben zu Grunde liegen, überall angegeben seien, um nicht beim praktischen Gebrauche die wahre Bedeutung erst durck Nachschlagen oder Proberechnen herausfinden zu müssen. Während beispielsweise S. 33 der Durchmesser ^ des Dampfcylindcrs in Metern ausgedrückt ist, erscheint dieselbe Größe ohne weitere Angabc S. 82 in der Formel für die Wand

stärke des Minder« s -- 1,5 -»- ^ in Eentimetern.

Auch bei manchen anderen sonst recht nützlichen Handbüchern ist die Zweifelhaftigteit in der Bedeutung der Buchstaben dem arbeitenden Techniker des Zeitverlustes und der Unsicherheit wegen oft eine recht empfindliche.

Auf S. 39 ist für einen gußstihlernen Kurbelzapfen unter der besonderen Annahme, daß dessen Länge gleich seinem Durch« mcffer fei, der Letztere:

ä -- 0,i ^X -»- u ^ Eentimeter, unter K in Kilogrammen den mittleren Dampfdruck auf den

Kolben und unter n die Anzahl der Umdrehungen pro Sccunde verstanden.

Der Verf. macht die Stärke der Zapfen nicht nur von deren relativen Festigkeit abhängig, sondern will auch auf das Warm« laufen Rücksicht nehmend durch obige Formel dem Drucke T eine entsprechende Fläche darbieten, und zwar eine um so größere, je größer die Anzahl der Umdrehungen ist. Es wird ja auch allseitig anerkannt, daß je größer die Reibungsgeschwindigtcit und dadurch die Rcibimgsarbeit und die dadurch producirte Wärme« menge ist, um so größer die wärmeablcitcnde Fläche sein muß, um die Temperatur des Zapfens und der Lagerpfannen unterhalb einer gewissen Grenze zu hallen.

In obiger Formel ist dem aber so wenig Rechnung getragen, daß das von den Umdrehungen abhängige Glied n l^X ebenso gut hätte ganz wegbleiben können.

Man nehme z. B. an:

X --- 10,000'. die Fahrgeschwindigkeit pro Secunde:

v. - 10° bis v, - 20°, daraus ergiebt sich vermittelst Formel 7) und 8) S. 32 bczichlich:

n, - 2,l» und n, — 2,55,

und es ist diesen Wcrthen entsprechend vermittelst obiger Formel:

6, --- 10,106 Ccntimtr.,

ä, - 10,112 Eentimtr.

Dieser Unterschied ist aber so gering, baß er der Verein« fachung der Formel ohne Weiteres zum Opfer gebracht werden kann.

Unter Druckflichc eigentlich die Projectio» der gedrückten Fläche auf eine zur Drucklichtung normale Ebene verstanden, würde jene in dem vorliegenden Falle - 6' Ccntimtr., und der spccifische Druck, d. i. der Druck pro Quadratccntimcter:

-- ^ - 100 — ^ -- (annähernd) 97,5 Kilogrm.

oder pro Quadratzoll 1334 Pfd. sein.

Die Zulässigkeit eines noch um die Hälfte größeren specifischen Druckes auf den Gelenk zapfen am Kreuzkopf, also 2000 Pfd. pro Quadratzoll, wird (S. 72) hauptsächlich aus der geringen Drehung des Schubstangenkopfcs um jenen erklärt.

In Anbetracht des uerhältnißmäßig großen Reibungsweges der Gleitbackcn auf den Führungslinealen ist die S. 75 gegebene Formel für die Größe der gesammten Druckfläche:

<3 — ^ (? -l- v) Quadratcentimcter angenommen, unter k den größten Seitendruck auf Kreuzkopf und unter v die Kolbengcschwindigkeit pro Secunde in Centimetern verstanden. Der specifischc Druck ist danach annähernd: --- 4,5 Kilogrm. (62 Pfd. pro Quadratzoll)..

Wir haben in unserer Kritik dieser im Allgemeinen schätz« baren Arbeit gerade die specifischc Belastung gleitender Flächen hervorgehoben, weil wir den wissenschaftlichen Forschungstrieb unserer Erpcrimentalphystkcr auf diesen für die Praris wichtigen Gegenstand gern hinlenken möchten. Der Hr. Verfasser erklärt seine Formeln selbst noch für Nothbehelfe, bis andere Wissenschaft» lich begründete Ergebnisse vorliegen.

R. W.

Hüttenwesen.

Gggertz's colorimetrische Methode der Bestimmung des in Noheisen oder Stahl chemisch gebundenen Kohlenstoffes beruht auf der bekannten Thatsache, daß derselbe bei der Lösung der zu untersuchenden Probe in Salpetersäure einen braunen Farbstoff von stark färbender Kraft erzeugt, und daß die Lösung um so dunkler wird, je größer der Gehalt an chemisch gebundenem Kohlenstoff ist.

Löst man demnach von zwci Stahlsorten gleiche Mengen und verdünnt die dunklen Lösungen so weit, daß beide Flüssigkeiten ganz gleiche Färbung zeigen, so wird die Lösung der kohlenstoff« reichercn Probe ein größeres Volumen haben, und die Volume beider Lösungen werden dem Kohlmftoffgchalte proportional sein. Ist dann der Kohlenstoffgchalt der einen Sorte bekannt, so läßt sich der absolute Kohlenstoffgchalt der anderen berechnen.

Gggerh bereitet sich cinc Normalflüsstgkeit durch Auflösen einer Sorte Gußstahl von bekanntem Gehalt und verdünnt diese so, daß 1 Eubikcentimtr. v.oooi Grm. Kohlenstoff entspricht. Da diese nicht beständig ist, kann man sich einer alkoholischen Lösung von gebranntem Zucker bedienen, welche durch Verdünnen auf denselben Farbeton gebracht wird.

In Beziehung o^f die von Eggcrtz vorgeschriebenen Vorsichtsmaßregeln verweisen wir auf die Mittheilung in Dingler's „Polytechn. Journal", Bd. 194, S. 116.

Zu Edskcn in Schweden wird der Härtegrad des Bessemcrftllhlcs nach dieser Methode untersucht und inaikirt.

Ls.

Anwendung des Nessemerns beim Metallhüttenbetriebe. —

In einem Artikel der „österreichischen Zeitschrift für Vcrg- und Hüttenwesen", 1868, S. 393, weist Pros. Kupelwicscr auf die eigentlich seltsame Erscheinung hin, daß der Besscmcrvroceß, der von allen Orydationsprocesscn am schnellsten verlaufende, bisher nur zum Verfrischen des Roheisens Anwendung gefunden und glaubt, daß der Grund dafür ein mehrfacher und theils in der kostspieligen Einrichtung der zur Durchführung von Versuchen erforderlichen Apparate, großenthcils aber auch in der Furcht vor zu großen Metallverlusten zu suchen sei. Ebenso habe man sich in Folge der bei der Verarbeitung des Eisens gemachten Erfahrungen, daß der Bcsscmerproccß nur mit großen Quantitäten mit Vorthcilen durchführbar ist, gescheut, solche Versuche mit kleineren Menge» durchzuführen, während man große Mengen nicht daran wagen wollte.

Da der größte Thcil der übrigen Metalle, vorzüglich aber deren Schwefclverbindungen, mit welchen Orydationsproccsse durchzuführen sind, keine so hohen Schmelzpunkte haben, die Schlußproducte nicht in dem Maße ftrcngstüssigcr werden, als dies bei der Umwandlung des Roheisens in Stahl oder weiches Eisen der Fall ist, sondern meist ebenso leicht flüssig bleiben, daher die durch Verbrennung einzelner Stoffe erzeugte Temperaturerhöhung leicht hinreicht, nicht nur die durch Ausstrahlung verlorene Wärme zu ersetzen, sondern auch die Schlußproducte flüssig zu erhalten, so kann der Bcsscmerproceß in diesem Falle gewiß mit geringeren Quantitäten, in kleineren Gefäßen, mit schwächeren Gebläsen durchgeführt werden. Wenn dadurch auch die Kosten der ersten Anlage bedeutend geringer sein können, die Mctallverluste bei kleineren zu Versuchen verwendeten Mengen nicht so empfindlich werden, so unterliegt es doch keinem Zweifel, daß sich die meisten Metallhüttenbesitzer der erforderlichen Auslagen, des nothwendiger Weise sehr vehementen Verlaufes des Proccsscs und der vielleicht damit verbundenen Metallverluste halber, scheuen werden, den Anfang zu machen.

Verf. giebt nun einige Angabe» über einen Eoncentrationsversuch auf der Hütte zu Wotkinsk am Ural, wo man in einer Bessemerbirne, welche auf 4000 bis 5000 Pfd. Roheisen eingerichtet war, 1310 Pfd. eine« Kupferstcincs von folgender Zusammensetzung:

Oll-- 31,54

r« -- 39,4i

8 - 25,29

0»-- 1,26

Schlacke — 0,95 verarbeitete. Der erhaltene Concentrationsstein enthielt:

Oll -- 78,9»

?e -- 0,94

8 -- 16,«3

<ü«, — 1,04

Schlacke — 2,44,

während eine bei Beendigung der Operation gefallene Schlacken»

probe die nachstehenden Bcftandtheilc zeigte:

8i0, -- 27,2°

^1.0.^ 2,2«

0»0--- 2,°o

»HßO -- N.2«

r«0 - 58,«

<Hu0-- 8,«

8-- 1,??.

Diese Resultate veranlassen den Verf. zu den nachstehenden Schlüssen:

Der verwendete Kupferftein ist zu den reinsten Kupfcrsteinen zu zählen, indem derselbe weder Antimon und Arsen, noch Blei,

XIV.

Nickel ,c. enthält, es handelt sich daher bei der Verarbeitung desselben nur um eine Eonccntration des Kupfergchaltcs, um eine Verschickung des gebildeten Eisenoiyduls. Daß diese Aufgabe durch den Bessemerproceß nahezu vollständig erreicht wurde, zeigt die Analyse des erhaltenen Eoncentrationssteines, in welchem der Eisengehalt so sehr abgenommen hat, daß derselbe nach vorhergehender Röstung unmittelbar aus sehr reines Echwarztupfer verarbeitet werden kann. Der größte Theil des Kupfergehaltcs wird, so lange noch hinreichend Schwefel vorhanden, vor der Orydation geschützt, während Eisen und Schwefel durch den eingeblasencn Sauerstoff der atmosphärischen Luft zu Eisenorydul, welches in die Schlacke geführt wird, und zu schwefliger Säure orydirt werden.

Die dabei gefallene Schlacke steht etwas unter dem Singulo» silicate und ist, da die Mctallbasen vorwiegend sind, sehr leichtflüssig. Auffallend, jedoch nicht von wesentlicher Bedeutung scheint es, daß der Kupscrgeholt der Schlacken in Form von Kupfcroryd an Sauerstoff gebunden erscheint, während das Kupfer in den Schlacken meist in Form von Olydul auftritt. Andererseits ist man beim Vorhandensein von l,?? pCt. freien Schwefels, welcher mit 6,34 pCt. Kupfer Halbschwefclkupfer giebt, versucht anzunehmen, daß nur ein sehr geringer Theil des Kupfers verschlackt ist, während der größte Theil desselben in Form eines Steines der Schlacke mechanisch beigemengt sein dürfte.

Aus den Analysen und den» Gewichte des verarbeiteten Kupfer» steine« kann man unter der Annahme, daß der Gesammtkupfcrund Eisengehalt, kleine mechanische Verluste abgerechnet, sich in dem Eoucentrationsstcinc und der Schlacke wieder vorfinden müsse, annäherungsweise richtig die Gewichte der Anfangs- und Schlußproducte bestimmen.

Demzufolge bestehen in Pfunden:

der der Eon«»» 'die Schlacke

Kupferftein tlütionsftem aus

0u. . . 413,2 342,° 71,2

r« . . . 516,2 4,2 512,»

8 . . . 331,, 72,i 0 an 0u gebunden 23,«

0». . . 17,, 4,4 - - r« - 146,2

Schlacke 32,« 10^ - - 8i0, - 3U5,?

1310,4 Pfd. 433,, Pfd. - - H,l,0, - 25,4

- - O»0 - 22.5

- - ^0 - 2,8

- » 8 - 19,9

1128,? Pfd. oder wenn man den an Kupfer gebundenen Sauerstoff wegläßt, rund HNO Pfd. Schlacken.

Bei der auffallend großen Menge von Schlacken, welche gegenüber der Menge von concentrirtem Kupfcrstcine vorhanden sein muß, ist anzunehmen, daß bei einem so lebhaften Verlaufe des Proccsses die Absonderung der Schlacke und des Concentrations« ftcincs nach dem specifischen Gewichte nur langsam erfolgen könne, da die Schlacke in Folge des großen Gehaltes an Eisenorydul ein von dem Steine verhält» ißmäßig wenig verschiedenes specifischcs Gewicht zeigen wird. Es scheint somit die Furcht vor zu großen Metallverlusten bei diesem Processc nicht so sehr begründet, indem vermuthlich durch längeres Stehenlassen der Massen in heißstüsstgeni Zustaude bei Weiten» ärmere Schlacken erhalten werden dürften. Sollten jedoch dessenungeachtet die Schlacken zu kupferreich ausfallen, so müßte man zu dem bei allen Kupferhüttenprocessen gewöhnlichen Mittel greifen, die Eoncentrationsschlackcn entweder beim Erzschmelzen zuzusetzen, oder dieselben einem separaten Schlacken« schmelzen zuzuweisen.

Da im Verlaufe des Processus sehr viel Eisenorydul gebildet, somit eine beträchtliche Menge von Kieselerde (306 Pfd.) zur Schlackcnbildung erforderlich wird, so muß, da aus dem verarbeiteten Kupfersteine keine Kieselerde abgegeben werden kann, die Ausfütterungsmasse der Retorte sehr leiden oder man muß, um diesen Uebelstand zu vermindern (vermeiden läßt er sich nicht ganz), Kieselerde in irgend einer Form in entsprechender Menge zuführen.

Was die zur Durchführung des Processcs erforderliche Windmenge anbelangt, so fehlen darüber dirccte Angaben, man kann aber aus der zur Orydation verbrauchten Saucrftoffmcnge leicht die verwendete Windmenge zu 20,220 Ebkfß. (608 Cbkmtr.) berechnen. Demzufolge sind für je 100 Pfd. in Arbeit genommenen Kupfersteincs (bei dem erreichten Grade der Eoncentration des»

IN

selben) ca. 1500 Ebtsß. (46 Cbkmtr.) Luft erforderlich, während die Dauer des Processcs bei den früher angegebenen Einrichtungen nahe 20 Minuten Zeit in Anspruch nehmen dürfte.

Der durch Anwendung dieses Processcs für das Kupferhütten» wescn zu erreichende Vortheil besteht darin, daß man mit Umgehung eines Rost- und eines Schmclzproccsscs den Kupferrohstein, unmiitclbar in einen so hoch conccntrirtcn Kupferstein überführen kann, daß derselbe todt geröstet, auf Schwarzkupfer verarbeitet wcrdcn kann, wodurch Zeit, Brennstoff und Arbeitslöhne erspart weiden. Wie weit die Couccntration des Kupscrstcines bei diesen, Processc am zweckmäßigsten zu treiben sein wird, um wo möglichst kupferarme Schlacken zu erhalten, welche Mittel zur Beurthcilung des Verlaufes des Processcs in Anwendung zu bringen, darüber können nur länger fortgesetzte Versuche entscheiden.

Anwendbar ist dieser Proceß nur für größere Kupferhütten, bei welchen das Erzschmelzen in großen Flammöfen in der Weise durchgeführt wirb, daß man die zur Durchführung einer Charge im Besscmcrosen erforderliche Menge von Kupfcrstein auf einmal ablassen kann, um das sonst nothwendige Umschmelzcn zu umgehen.

Zu diesen Folgerungen möchten wir bemerken, daß allerdings der Hauptgrund, aus welchem der Besscmcrproccß nicht schon bei anderen, namentlich edleren Metallen, als Eisen, in Anwendung kam, in der Furcht vor zn großcm Metallverlust zu liegen scheint, daß dieser Metallvcrlust aber nicht sowohl in den Schlacken, welche stets und oft mit Vortheil zum Rohprocessc wieder zugeschlagen werden können, sondern vielmehr in den mechanischen Verschleuderungen aus der Birne durch den Windstrom zu suchen ist. Diese Furcht ist aber durch den beschriebenen Versuch durchaus nicht als beseitigt anzusehen, da in der Beschreibung hierauf gar nicht eingegangen»,!!. Die Annahme des Verf., „ daß der Ocsammttupscr- und Eisengehalt, kleine mechanische Verluste abgerechnet, sich in dem Coincntrationsstcin und den Schlacken wiederfinden müsse", möchte wohl noch zu bezweifeln sein. Indessen bleiben solche Versuche immerhin interessant, nur müßte eben durch Zahlen nachgewiesen werden, wie sich der Schaden durch mechanische Verluste zu den Vorthcilen durch Crsparniß an Zeit, Brennmaterial und Arbeitslohn verhält. Nwk.

Dampfmaschinen.

Die stationären und locomobilen Dampfmaschinen und Dampfkessel. Beschreibung, Wartung, Reparatur und Führung derselben, sowie Berechnung ihrer Lcistungssähigtcit auf Grund des Heizwcrthes der Brennmaterialien und der Gesetze über die bewegende Kraft der Dämpfe. Zum Gebrauche für Fabricanten, Maschinenbauer und Gewerbeschulen, sowie Maschinenführer und Kesselwärter bearbeitet von Friedrich Ncuman», Eivil-Ingcnieur in Halle a. d. S. 22U S. kl. ». Mit einem Atlas, enthaltend 15 Foliotafeln. (Preis 1 Thlr. 24 Sgr.) Weimar, l8tt^. Bernhard Friedrich Voigt. —

Das vorliegende Weilchen des schon durch mehrere andere nützliche Bücher Maschinen-technischen Inhaltes bckannlcn Verfassers giebt in sehr gedrängtem Räume die Beschreibung der Anlage und wcscntliche» Theile der Dampfmaschine» und Dampfkessel.

Im ersten Eapitcl werde» die Dampfkcilcl nach ihrer verschiedenartigen Eonstruction erläutert unter Mittheilung einiger specicllen Constructiousangabcn. Das zweite Eapitcl behandelt die Dampfmaschinen, indem zuuächst wieder eine Anzahl verschiedener ccnstructivcr Ausführungen in Wort und Bild vorgeführt wird. Daran schließt sich eine kurze Behandlung der wesentlichsten Dainpfmaschinenthcilc, der Betricbsvcrhältnisse und Bctiicbörcgcln der Dampfmaschinen.

Das dritte Capitcl ist der Beschreibung einiger Locomobilen gewidmet, das vierte handelt von den Brennmaterialien, das fünfte von dcn Wasserdämpfen, und das letzte Eapitel giebt kurz die Berechnung uud Messung der Leistung einer Dampfmaschine. Ein Anhang enthält verschiedene Tabellen.

Die im Atlas beigegeben«, Zeichnungen sind zwar im Allgemeinen deutlich, doch augenscheinlich wegen des wohl nur gering zugemessenen Raumes auf dcn einzelnen Tafeln sehr in einander gedrängt, wodurch die Ucbcrsichtlichkcit bccinträchtigt wird; auch sind die Hinweisungcn im Teile auf die Abbildungen mehrfach ungenau.

Der Verfasser hat in umfassender Weise das in dieser Zeitschrift enthaltene Material seines Themas ausgiebig benutzt und dasselbe sachgemäß und gedrängt wiedergegeben. Von anderen Quellen haben augenscheinlich dem steißigen Verfasser leider wohl nur noch wenige zu Gebote gestanden, was indessen, wie wohl jeder Unbefangene zugestehen wird, den Wcrth des vorliegenden Werkchcns insofern weniger beeinträchtig», als gerade über Dampfmaschinen uud Kessel der Inhalt der zwölf Jahrgänge dieser Zeitschrift ein recht reichhaltiger ist. Gerade wegen dieses Umstände« möchte das vorliegende Buch auch für die Leser dieser Zeitschrift als übersichtliche Zusammenstellung einen besonderen Wcrth haben.

Soll das Weilchen nun auch kein wissenschaftliches Lehrbuch der Dampfmaschinenbaukunde sei», was seine», geringen Umfange nach nicht möglich wäre, so möchte es doch als seine», auf dem Titel angegebenen Zwecke entsprechend bezeichnet werden können. L.

Maschinentheile.

Die Regulatoren von Dave» und Reigeis. — Trotz der

bereits vorhandenen großen Anzahl von Regulatorconstructioncn gicbt cs doch gerade in Bezug darauf uerhältnißmäßig oft über Verbcsserungsversuche zu berichten, eine Erscheinung, welche wohl hinreichend bekundet, daß die Leistungen der jetzt üblichen Regulatoren, wenigstens mit Rücksicht auf ihre Herstellungskosten, noch nicht diejenige Höhe erreicht haben, deren sie (vielleicht mit Unrecht) von den, beteiligten Publicum für fähig gchaltcu wcrdcn.

Bei dcn, von Dave» vorgeschlagenen Regulator hängen die Schwungkugcln an zwei dünnen Stahlbändern, deren Enden an zwei gekrümmten, auf der Regulatorspindcl festsitzenden Hörnern befestigt sind; die Form dieser Hörncr ist eine Parabclevolutc, welche sich leicht in der Weise verzeichne» läßt, daß man in mehreren aufeinanderfolgenden Punkten der für die Kugclmittclpunkte berechneten und constrnirten Parabel die Normalen errichtet und je zwei aufeinanderfolgende derselben bis zum Durchschnitte verlängert. Da die Umlaufsbcwcgung der Kugel» nicht durch die Väuder bewirkt werden kann, so ist jede Kugel mit einem Schlitze versehen, in wclchcn ein parabolisch gekrümmtes, ebenfalls auf der Spindel festsitzendes Hörn eingreift, "welches die Kugeln mitnimmt. Wenn nun dieser Regulator wirklich astatisch sein soll, so muß strenggenommen die Verbindung zwischen den Kugeln und der beweglichen Hülse ebenfalls durch Bänder und Parabelevolutcn bewirkt, oder cs muß das Stcllzcug abbalancirt weiden; gicbl man indeß dem Regulator eine geringe Hubhöhe, so tonn man die Verbindung in der gewöhnlichen Weise bewirken und wohl auch zur Verminderung des Kugelgewichtcs die Hülse noch mit Gegengewicht versehen.

[graphic]

Der Regulator von Reigers ist ein Windstügelregulatbr und basirt darauf, daß eine constante Umdrehungszahl des Windstügcls eine constante bewegende Kraft I> bedingt und umgekehrt.

Die Achse des Windstugcls (s. vorstehenden Holzschnitt) ist nicht fest gelagert, sondern sitzt aus einem hcbelartig drehbaren Rahmen H.L, welcher außerdem ein Gewicht 0 trägt; diejenige Kraft?, bei welcher der Hebel ^L in jeder Lage im Gleichgewicht ist, bestimmt sich aus der Gleichung C . H.L---I». ^.6.

Läuft nun beispielsweise die Maschine zu schnell, so kann der Hebel H,L nicht in seiner Lage verharren, weil die höhere Umlaufsgcschwindigteit des Windstugcls ein größeres t> bedingt, wodurch das Gleichgewicht gestört und ^L gehoben wird; ebenso wird sich bei langsamerem Gange der Hebel senken. Damit nun eine kleine Gcschwindigteitsändcrung dcn Hebcl ni.cht gleich in seine äußerste Lage dreht, kann man nach Hrn. Reigers das Gewicht (ü ruit einem glockenförmigen Ansätze verschen, welcher in ei» mit Wasser gefülltes Gefäß taucht, so daß ein Sinken oder Steigen des Hebels dann nur mit der Geschwindigkeit geschehen kann, welche durch das gleichzeitige Aus- oder Einströmen der Luft durch den Hahn L bedingt wird.

Hr. Reigers sctzt übrigens das Gewicht O dircct auf dcn Hcbcl ^.L; dann ist aber streng genommen der Regulator nicht asiatisch, indem dann in der obigen Momcntenglcichung (ü. ^L — ?.H,0 anstatt der coustamcn Länge H,L die veränderliche Horizontalprojcction von ^L zu sehen ist, wodurch ? und somit auch die Tourenzahl n variabel wird.

Nach den Angaben des Hrn. Reigers hat die mit einem solchen Regulator uerschcnc 35pfcrdigc Maschine der HHrn. Quack H Co. in Nymegcn sowohl bcim Lecrgangc als bei voller Belastung constant 3ö Touren gemacht.

K.

Verschiedenes.

Vollständige Tabellen zur Vcrglcichung und Rcduction der Längen-, Flächen-, Körper- und Hohlmaße und der Gewichte in das neue Maß und Gewicht, verbunden mit dcn gcnaucsten Cubiktabellen zur Berechnung des Inhaltes von Röhren, Rundhölzern, Krcuzholz u. s. w., sowie mit Kreisumfangs- und Krcisinhaltstabcllen. Auf Grund der norddeutschen Maß- und Gewichtsordnung vom 17. August 1868 für den technischen Gebrauch, insbesondere für Architekten, Baubeamte, Ingenieure, Techniker, Feldmesser, Manrcr- und Zimmermcistcr, Maschinenbauer, Forstbeamte u. s. w. bearbeitet von C. Paul, Techniker. 88 S. 8. (Preis 12 Sgr.) Verlin, 1869. Nicolai'sche Verlagsbuchhandlung. —

Daß sich unter dcn mehr oder weniger ausführlichen, für die Wirthschaft oder das Bureau bestimmten Rcbuctionstabellen, welche die gegenwärtige Zeit des Uebcrganges zum Metermaß auf dcn Markt bringt, auch manches weniger Brauchbare vorfindet, davon giebt das vorliegende Heft ein Beispiel. Wir wollen nicht verkennen, daß besonders die erste Tabelle, welche die Uebersetzung der preußischen Zolle, von Achtel zu Achtel bis 60 Zoll fortschreitend bringt, recht wcrthvoll ist, daß auch die nächsten drei Tabellen, welche zur Verwandlung der Flächenmaße, ferner die Tabellen VII» und b, welche zur Umsetzung der Cubikfuß dienen, ganz brauchbar find, aber was sollen in einer derartigen Sammlung die gewöhnlichen Rund- und Kreuzholztabcllen für preußische Zolle und was gar Tabellen, welche den Umfang rcsp. Inhalt eines Kreises, dessen Durchmesser in Zollen gegeben ist, in Metermaß ausdrücken? Wären diese Tabcllen sowie die am Schluß angegebenen planimctrischcn und stereometrischcn Formeln, welche ja schon in tausend anderen Sammlungen stehen, fortgeblieben, so wäre sür dcn halben Preis ein für den Handwcrksgcbrauch ganz passendes Heft zu Stande gekommen; so ist beinahe die Hälfte desselben zwecklos.

Reductionßtllbellen zur praktischen Einführung der norddeutschen Maße und Gewichte zunächst im Geltungsbereich der altpreußischen Maße und Gewichte. Nebst Prcistabcllen und einem

Anhange: Tabellen zur Verwandlung englischer Maße und Gewichte in die des norddeutschen Bundes mit bez. Preist«bellen. Bearbeitet von Dr. H. Hcrtzcr, Lehrer an der k. GewerbeAkademie in Berlin und L. Duste, Mitglied der NormalEichungscommission des nordd. Bundes und Director des k. Eichungsamtcs zu Berlin. Aus dcn Annalcn dcs norddeutschen Bundes und des deutschen Zollvereines herausgegeben von Dr. GeorgHirth. In 3 Heften. Erstes Heft: Längenmaße. 48 S. 4. Berlin, 1869. Stilkc <ü van Muyden. —

Diese Sauünlung ist offenbar das Vollständigste, was von Reduclionstabcllen bisher ausgegeben ist. Augenblicklich liegt uns nur das erste Heft derselben, die Längenmaße behandelnd, vor, welches, gestützt auf die für die Bundesregierungen bcrcchnctcn Tabcllen, eine besonders für Bureau und Comptoir brauchbare umfangreiche Zusammenstellung von Rcductionen bringt. Selbst etwas wcnigcr abgerundete Werthc wie etwa 9 Fuß 1l^ Zoll sind noch direct aus der Tabelle zu entnehmen. In ähnlicher Weise ausführlich sind die Preisvcrwandlungen meist von Pfennig zu Pfennig bis zu einem HHaler und von da in Thalern fortschreitend für 8 Combinationcn von Längenmaßen. Wir wollen noch hervorheben,' daß die in das Gesetz gcrathcnen unglücklichen Bezeichnungen Neuzoll, Strich u. s. w. in dcn Tabellen vcrmicdcn sind.

Dic noch zugegebenen Neduclionstobcllcn für englisches Maß mit gleichen Intervallen, wenn auch in geringerer Anzahl von Combinationcn als für preußisches Maß, werden der technisckcn Welt höchst willkommen sein.

R. Z.

^rnie» «t pousre» äo «Nll»»« p»r I^nnis lioux, Ingöuieur äes pouclreg. 136 S. 1?. (Preis 2 Frcs.) Paris, 1869. Eugene Lacroir. —

Da wohl cine nicht geringe Anzahl unserer Leser in ihren Mußestunden dem edlen Waidwcrt obliegen wird, so dürfte auch eine Besprechung dcs vorstchcnd genannten Büchclchens nicht ohne Interesse sein.

Der Verf. will dcn Iagdfreund, welcher früher sich in einer bewährten Handlung eine Jagdflinte, Pulvcrhorn und eine Schachtel Zündhütchen besorgte, jctzt aber bci dcr Menge ihm angepriesener Systeme von Gewehren, Patronen, Pulvcrsortcn u. s. w. nicht reckt weiß, wie er daran ist, einige Winke über dic Wahl der Waffe sowohl, wie des Pulvers geben. Diese bestehen zunächst in der Angabc eines Verfahrens, verschiedene Pulvcrsortcn mit einander auf Kraft, Reinlichkeit und Haltbarkeit zu vergleichen. Dic von dcm Vcrf. mit mehrcrcn Pulvcrn angestcUtcn Versuche ergaben natürlich das französische Iagdpulvcr als das vorzüglichste.

Von Gewehren werden drei Systeme: die gewöhnliche Flinte mit Vurdcrladung, das Lefauchcurgcwchr und das Gcwchr mit Ccnlralzündnng verglichen, und als Resultat dcr Versuche dem zweiten der Vorzug gegeben, wenn es auch unter gleichen Umständen nickt so weit trägt, als die gewöhnliche Jagdflinte. ^ R. g.

Ingenieurkalender für Maschinen- und Hüttcntccknikcr. 1870. Eine gedrängte Sammlung der wichtigsten Tabellen, Formel» und Resultate aus dem Gebiete der gesammten Technik, nebst Notizbuch. Unter gefälliger Mitwirkung mehrerer Bczirksvcreine des Vereines deutscher Ingenieure bearbeitet von P. Stühlen, Ingenieur und Eiscngießereibesitzer in Deutz. Fünfter, für Fuß- und Metermaß bearbeiteter Jahrgang. Essen, G. D, Baedeker. —

Dcr diesjährige Ingenieurkalender hat mit Rücksicht auf die begonnene Uebergangsperiodc von dem alten zum neuen Maßsystem dadurch cine Erweiterung seines Inhaltes erfahren, daß sümmtliche Gewichtstabellen doppelt, einmal für preußisches Maß und Gewicht, und danach für Metermaß aufgeführt sind. Gegen dic Tabelle für Flachcisen, welche in der Dicke von 5 zu 5"" fort» schreitet, dürfte vielleicht einiges einzuwenden sein, immerhin aber werben dic betreffenden Tabellen eine angenehme Zugabe zu dcm Inhalt des Kalenders bilden. Die Angaben über Regulatoren, welche bisher sehr kurz waren, sind angemessen vervollständigt, auch können wir nicht umhin, auf die recht praktische Einrichtung dcs Datumkalcndcrs mit dem neben den Monatscolumncn gelasscncn Raum zum Notiren von fälligen Zahlungen und Forderungen, sowie dcs Notizbuches aufmerksam zu machen.

R. Z.

Angelegenheiten des Vereines.

Aenderungen zum Nerzeichniß der Mitglieder.

Geisler, Directoi der Essener Maschinenfabrik in Essen (420).

I. Crvange, Agent des Eisenwerkes Kaiserslautern und Professor

der französischen Sprache in Nannheim (1675). Uu. Corner, Berg-Ingenieur in Dresden (1099). Conr. Erdmann, Ingenieur in Couillet bei Charleroi (1476). Fischer, Gasanstaltsdirigcnt in Berlin (387). Paul Foltyüski, Ingenieur in Landsberg a. d. Warthe (313). Herm. Hagen, Ingenieur in Andritz bei Graz (1312). G. Heim, Maschineninspector in Wasseralsingen (1252). G. Kölbing, Ingenieur der Maschinenfabrik von Söding ck

von der Hcyde in Hocrde (1684). I. Malmcdie, Ober-Ingenieur der Maschinenfabrik von F. W.

Köttgcn in Barmen (100). Walther, Ober-Maschinenmeister der Riga-Dünaburger Eisen«

bahn in Riga (305). Zobel, Ober-Ingenieur der k. f. priv. Maschinenfabrik von I.

Körösi in Andritz bei Graz (899).

Herr Carl Clauß, Civil-Ingenicur und Chef der Firma Gebr. Clauß in Nürnberg, ist dem Vereine durch den Tod entrissen worden.

Dem Vereine find ferner beigetreten die Herren:
Börner, Ingenieur in Cöln (l352).
Gust. Hensel, Ingenieur in Baycnthal (379).
Carl Neu Haus, Ingenieur in Baycnthal (889). ^ 0.

Thüner, Civil-Ingenieur in Ehrenfeld bei Cöln (1056).
Carl Topp, Ingenieur in Kalk (1115).

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Stegmayer, Ingenieur der obcrhcssischen Eisenbahnen in Gießen (1180).!

Heinr. Wagner, Professor am Polytechnicum in Darm« ^
ftadt (1500).

Ludwig Gamer, Ingenieur der Zuckerfabrik in Wag-
häusel (805).
Dr. Gundelach, Gencraldirector des Vereines chemischer ^

Fabriken in Mannheim (l379).
Friedr. Henkel, Walzwertsbesitzcr in Mannheim (1161).
Mahla, Maschinenmeister der pfälzischen Eisenbahnen in

Lubwigshaftn (250).
Friedr. Selbach, Ingenieur der Gummiwarenfabrit von!

Hutchinson, Poisncl ck Co. in Mannheim

(252). Vclthuyscn, Ingenieur in Frankenthal (729). Aug. Barg ehr, Ingenieur der Maschinenfabrik von L. Schwartz«

kopff in Verlin (258). Franz Braune, Ingenieur by de Dzergietery de Prins van Oranje

im Haag (1175). Victor Dreßlcr, Ingenieur der v. Ruffer'schen Maschinenbau

anftalt in Breslau (947). Aleiis Eickhoff, Ingenieur in Forbach (736). Th. v. Gimborn, Maschinensabricant, Firma: van Gülpen,

Lensing ck von Gimborn, in Emmerich (1564). Heinr. Koch, Ingenieur der Dortmunder Hütte bei Dortmund

("2). F. Mejer, Ober-Ingenieur der Maschinenfabrik von R. A. Wens

H Co. in Berlin (878). Wilh. Meyer, Constructcur dcr k. k. priv. Maschinenfabrik von

I. Körösi in Andritz bei Graz (260).

Statut

des

Nerlmer NezirKznereinez deutscher Ingenieure.

(Nach der Revision der Generalversammlung vom 2. Juli 1869.)

I. Zweck des Vereines.

§. 1. Der Berliner Vezirksvercin deutscher Ingenieure verfolgt die Zwecke des Hauptvereincs.

II. Von der Mitgliedschaft.

z. 2. Jedes Mitglied des Vereines deutscher Ingenieure kann dem Vereine beitreten, und ist dazu nur die schriftliche Anmeldung beim Vorfitzenden erforderlich.

z. 8. Die Mitgliedschaft datirt vom Tage der Einzahlung des ersten Beitrages.

z. 4. Die Mitgliedschaft erlischt: ») durch schriftliche Erklärung des Austritte«, welche von dem betreffenden Mitglicdc an den Vorsitzenden zu richten ist,

d) durch Beschluß des Vorstände«, wenn ein Mitglied seine Pflichten nicht erfüllt hat.

III. Aemter des Vereines.

z. 5. Zur Vertretung und Verwaltung des Vereines, sowie zur Leitung der Versammlungen wirb ein Vorstand auS den Mit

gliedern des Vereines gewählt, bestehend aus einem Vorsitzenden und vier Vorstandsmitgliedern.

§. 6. Der Vorstand ist dem Vereine für seine Geschäftsführung verantwortlich, und kann gegen jede Anordnung desselben Recurs an dcn Vezirksverein ergriffen werden.

§. 7. Der Vorsitzende hat den Verein nach innen und außen zu vertreten, er hat die Verbindung mit dem Hauptvcrcine herzustellen und namentlich am Schlüsse jedes Jahres einen Bericht über die Verhältnisse und Wirksamkeit des Vereines mit Auszügen aus dcn Protokollen an den Vorstand des Hauptvereincs zu übersenden.

§. 8. Der Vorfitzende übernimmt in allen Versammlungen die Leitung derselben, hat das Recht, das Wort zu geben und zu nehmen nach eigener Ucbcrzeugung, und wird in Verhinderungsfällen durch ein von ihm dazu bestimmtes Vorstandsmitglied ver» treten. Der Vorstand berüth unter seinem Vorsitze.

§. 9. An den Vorsitzenden sind alle Anträge einzureichen, welche in dcn Versammlungen zur Verhandlung kommen sollen.

z. 10. Der Vorstand hat die Aufbewahrung des Vereinsinventars zu übernehmen.

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