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ziehen, ja es dürfte nidyt einmal nothwendig sein, darüber zu berichten, da wohl faum ein Fachmann die bezüglichen Abs handlungen unbeachtet ließ. Zeichnet sich sein erster Beitrag für unsere Zeitschrift: „Ueber den Spatheisenstein der westphälischen Steinfohlenformation“ (Jahrg. 1857 und 1858 d. Z.) durch eingehende Mittheilungen über Vorkommen, Eigensd aften, Zusammensezung und Verwendung des genannten Minerals vor vielen derartigen Monographien vortheilhaft aus, so ist die zweite große Arbeit: „Ueber Heizeffect der Brennmaterialien“ (Jahrg. 1858 und 1859) mustergültig zu nennen. Ganz abgejeben von der Reid haltig feit und glüdlichen Zusammenstellung einer ausgedehnten Reihe von fritisch gesichteten Zahlenwerthen, enthält sie oft überraschende Ableitungen, neu bezüglich der Behauptungen selbst, wie aud) in den daraus gewonnenen Folgerungeni. Vieles von dem, was ihr Verfasjer damals in glüdlicher Voraussicht hinstellte, gilt heute als wohlbegründet, und wenn es ihm auch nicht gelungen, damit seine Idee ,,seitens des Vereines deutscher - Jugenieure umfassende Untersudungen über die physikalischen, demisdien und technischen Eigenschaften deutscher Steinfoblen anstellen zu lassen" zum Durchbruch zu bringen und dadurch seine hypothetisch veröffentlichten Säße selbst begründen zu fönnen, so hatte er wenigstens die Genugthuung, zu ähnliden Arbeiten angeregt zu haben und in den Resultaten dieser die Bestätigung von competenten Kräften zii erhalten. Die Glaifification der Steinfohlen nach seinem Vorsqlage dürfte mit der Zeit immer mehr und mehr Eingang finden und endlich auch die heute noch unverföhnlichen Gegner besiegen.

Ueber die Verdienste seiner Untersuchungen über Drahtund Blechlebren" (Fabrg. 1867 d. 3.) liegen Zeugnisse maßs gebender Beurtheiler vor, speciell seitens des Altmeister Kar: maric in pannover, jo daß es anderer Hinweisung nicht bedarf.

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Was die zahlreichen Publicationen anbetrifft, welche in der Form von Berichten über hervorragende neue Leistungen auf dem betreffenden Gebiete, über Fachliteratur u. s. w. erschienen, jo find eben alle diese gefennzeichnet durch Feinheit der Form, Schärfe der Auffassung und mildes, dennoch aber immer gerecytes Urtheil. Die Begründung diejes Aussprudes möge der Leser fich selbst geben, wenn er, der Pietät gegen den Verstorbenen folgend, die bezüglichen Arbeiten einer erneuerten Durdsicht unterzieht.

mand hat nach dieser Seite bin gleich anregend, fördernd, nimmerrubend gewirkt, wie er.

Am 24. August 1856 wurde auf seine Veranlassung der niederrheinijde Bezirføverein in Düsseldorf gegründet, am 25. Januar 1857 in Dortmund der westphälische, , nachdem“, wie das Protokoll besagt, , in einer von den Hørn. Peters und Sudhaus zur Vorberathung eingeladenen Versammlung die Zweckmäßigkeit der Bildung eines Bezirksvereines für Dortmund und Umgegend allgemein anerkannt war“.

Die von dem tenisden Verein für Eisenbüttenweren ab: gegebene Erflärung, betreffend den Anschluß desselben als besonderer Zweigverein an den Hauptverein, datirt vom 15. November 1861, ist wesentlid) auf Þeters Betrieb erlassen, von ihm verfaßt und mitunterzeichnet.

Der westphälische Bezirksverein trat in den Wirren der Zeit vom Sdauptake, wurde aber, als Beters zum weiten Male nach der Grafichaft Marf verzog, von ihm zu neuem Lebeit erwecft. Am 10. April 1864 fand die Reconstituirung Statt, und alle Anwesenden, 48 an der Zahl, gaben ihre Stimmen für ihn als Vorsigenden ab.

Am 16. Juli 1865 entstand in Altena der Bezirksverein an der Lenne; wir geben und sicher feiner Täuschung hin, wenn wir annehmen, daß der bei der Gründung als Gast anwesende R. Peters aus Witten“ die lebendige Kraft der nöthigen Vorarbeit war.

Die Bildung des Mannheimer Bezirksvereines, dieses zweitjüngsten Kindes des Vereines deutider Ingenieure, ist ebenfalls theilweise seiner Mitwirkung zu verdanken, wie dies ausführlich bei der legten þauptversammlung desselben durch den Vorsigenden Garo bervorgehoben wurde. Somit finden wir Peters direct betheiligt bei der Gründung des Hauptvereines und von vier Bezirksvereinen, dem Zutritt des technijden Vereines für Eisenhüttenwesen als Zweigverein, wähs rend außerdem, wie dies genügend befannt, eben seine Regs samfeit zur Nacheiferung anspurnte und damit nad allen Seiten befruchtend wirfte. Er war Vorstandsmitglied des technischen Vereines für Eisenhüttenwejen für 1862 bis zulebt, das Jahr 1865 ausgenommen; Vorsigender des westphälischen Bezirksvereines 1865, des Pfalz - Saarbrücker 1869; Vorstandsmitglied des Bauptvereines 1856 und 1865, Vorsigender desjelben 1867, wie er denn audy der Nedaction der Zeitschrift im Jahre 1868 angehörte.

Aus diesen Angaben erhellt zur Genüge, wie umfänglich Peters die fid) gestellte Aufgabe erfüllte. Wie er sie auf: faßte, beantwortete er selbst am besten in der meisterhaften Rede, mit weldier er nach zehnjährigem Bestellen des Vereines die Hauptversammlung in Alerisbad eröffnete, und die mit den Worten endigt:

„, Lassen Sie uns einmüthig und mit allen Kräften Jeder in seinem Kreise und doch im Andlusse an die Gesammtheit an dem gemeinsamen Werfe mitarbeiten, und lassen Sie uns vor allen Dingen nie vergessen, daß wir ein hobes Ziel, vor. Augen haben, wenn auch die Sorgen und Müben des täga lichen Lebens oft unsere Gedanken an die Materie fesseln: die Ehre und Madyt unseres Vaterlandes!"

An den größeren gemeinsdaftlichen Arbeiten des Vereines nahm Peters in jeder Beziehung Antheil, mochte es sich um die Schritte zur Einführung des metrischen Systems, die Orgas

Vereinsthätigkeit. Die Feier des zehnjährigen Bestehens der „, Hütte“, weldie im Frühjahr 1856 in Alerisbad stattfand, wurde zum Geburtsereigniß des Vereines deutscher Ingenieure, dessen Gründung für alle Zeit unauslöjdlid, mit dem Namen R. Peters verbunden bleibt. Wir finden seinen Namen neben Braunfchweig, Euler, Grashof, Kanfelwiß, Püßer und W. Sudhaus auf der Liste der Mitglieder des Vorstandes für das erste Jahr. Das Protokoll über die constituirende Sißung des Vereines, datirt Alerisbad, 12. Mai 1856, führt auf: „Das Vorstandsmitglied Peters erhielt das Wort und richtet eine Ansprache an die Versamınlung, worin er zu allgemeiner Thätigkeit und insbesondere zur Bildung von Bezirksvereinen auffordert."

Damit war es ihin ein heiliger Ernst, denn wohl Nie

lernen, Deutsdland, England und Frankreich mit offenem Auge durchreist, war der Rede und Sdrift in seltenem Grade mächtig, fand vollste Befriedigung in dem Unterrichten und vermochte Jeden anzuregen und mit Leben zu erfüllen. Eins nur fonnte ihn abbalten, selbst ernstlicher die Initiative zu ergreifen: die Praxis bezahlt sich gut, die Theorie schlecht, das Lebren am schlechtesten. Er hatte Familie und war gewöhnt, die Ausgaben nicht zu sdheuen, wenn er dadurch eine Vermehrung seines Wissens erfaufen fonnte.

,,Dieser junge Mann wird weit geben.“ So lautete der Ausspruch des Besigers von Treusot, S dyneider, als er sein Urtheil über Peters abgab, welcher ihm einen überaus günstigen Eindrud hinterlassen hatte. Wir dürfen diese Ansicht gewiß als die unsrige wiederholen, müssen aber auch trauernd zufügen:

Warum mußte seine Babn so früh enden?

nisation der polyytedynischen Sculen oder vorbereitenden Lehranstalten, um die Patentgeseße oder endlich um die Frage der Controle der Dampfkessel handeln. Bezüglich der legteren, noch nicht abgeschlossenen Angelegenheit, lebt seine Thätigkeit gewiß noch unmittelbar in der Erinnerung der Vereinsmit: glieder, da Niemand sich der Tragweite der gefaßten Resolutionen verschließen darf, deren Folgen jedenfalls so oder so tief eingreifend hervortreten werden. Ursprünglich ganz auf dem Standpunkte stehend, welchem das Programm des PfalzSaarbrüder Bezirksvereines entsprang, d. h. der vollständigen Aufhebung amtlicher Ueberwachung der Kelsel das Wort redend, in verschiedenen Zeitschriften tapfer für diese Anfidit eintretend und das Feld behauptend, ließ er sich später bestimmen, sich den Beschlüssen des technischen Vereines für Eisenhüttenwesen anzuschließen. In diesem Zwiespalt eigener Ueberzeugung verfaßte er den befannten Bericht für die Hauptversammlung in Stettin, welcher mit derjenigen achtungswerthen Unparteilich: feit die Sachlage darstellt, wie ein gewissenhafter Präsident des Affisenhofes den Geschworenen zu resumiren pflegt, jein eigenes Urtheil gänzlich zurückhaltend. Es dürften aber für diejenigen, welche die Ansichten von ihm einigermaßen kannten, feinerlei Zweifel obwalten, wie dieses Urtheil gelautet haben würde, wäre es ihm vergönnt gewesen, sich persönlich an der Debatte zu betheiligen.

Eine tief einschneidende Lebensfrage für Peters bildete in den lezten Jahren die mögliche Ausführung eines Lieblingsplanes: die Gründung eines hüttenmännisden Laboratoriums in Verbindung mit einem Lehrstuhle für Eisenhüttenfunde. Er fand darin das Heil für die gedeihliche Entwickelung des rationellen Betriebes der Eisenhüttengewerbe und wirfte deshalb nach allen Seiten dafür agitirend durch Wort und Schrift. Nahezu war das Unternehmen gesichert, aber immer wieder traten neue Schwierigkeiten in den Weg, und so blieb er dauernd in faum zu beschreibender Aufregung. Nidyt umsonst wollte er seiner ganzen Anlage - nach der Wiffenschaft, nicht der ausführenden Praris angehörend anderthalb Jahrzehnte alle Zweige des gewählten Berufes praftisch betrieben haben: die Lehrfanzel für Eisenhüttenkunde sollte ihm Gelegenheit bieten, seine Kräfte so zu entfalten, wie sie am unmittelbarsten und segensreichsten wirfen konnten, und ihm gleichzeitig den wohlverdienten Lohn geben für seine rastlose Thätigkeit. Heute, wo die Worte des Dichters passen:

,, Nichts vermag Ungeduld,
Noch weniger Reue;
Diese vermehrt die Sduld,

Jene schafft neue!" ist die Klage überflüffig; höchstens bleibt die Frage erlaubt, warum die technischen Lehranstalten Deutschlands-fich eine solche Kraft entgehen ließen. Er besaß eine vorzügliche allgemeine Bildung, batte im Triennium das Gewerbe-Institut absolvirt, hinlänglid Gelegenheit gehabt, alle Zweige des Eisenhüttens betriebes auf Grund eigener Erfahrungen praktisch kennen zu

Das Vollenden. Der Gesundheitszustand von Peters war in den legten Jahren nicht gerade befriedigend, sogar besorgnißerregend, wenigstens für diejenigen seiner Freunde, welche Gelegenheit fanden, die Ueberreizung seiner Nerven zu beobachten. Der Besuch des Seebades bradyte jedesmal Linderung, jede Reise erfrischte wenigstens vorübergebend, und so gab man sich gern der berubigenden Ueberzeugung hin, daß das Uebel nicht durchgreifend und eingewurzelt sei. Leider sollte sich der wohls meinende Jrrthum allzubald enthüllen. Eine Erkältung warf Peters auf das Krankenlager. In wenig Wochen bildete fich eine galoppirende Schwindsucht aus, die, sofort tief einschneidend, den svnst so fräftig aussehenden Mann zum Schatten abzehrte; schneller und schneller ging er dem Ende entgegen. Nicht seine Angehörigen, nicht die zu seiner Pflege herbeigeeilte Mutter, nicht die ihrer Entbindung barrende Gattin, noch weniger er selbst vermochten zu ahnen, daß die Uhr seines irdischen Daseins nahezu abgelaufen, nur die wenigen Freunde, denen der Zutritt zum Krankenlager gestattet blieb, waren des traurigsten Ausganges gewärtig. Wenige Tage vor dem Tode besdienfte ihn seine Gattin Johanna mit einem vierten Kinde, einem Töchterden, und bereitete ihm damit die lepte frohe Stunde; am 13. October, Vormittags 8 Uhr, hauchte er, einem Blutsturze unterliegend, sein Leben aus, im Alter von 34 Jahren 3 Monaten und 13 Tagen.

Die Nachricht seines Hinscheidens verbreitete sich schnell, denn selbst in weiteren Kreisen war es befannt geworden, welder Verlust drobete. Sdmerzlich ergriffen, folgte ein uns absehbarer Zug Leidtragender seinem Sarge, um den irdischen Resten des Verstorbenen die legte Ehre zu erweisen.

Der Erde wurde zurückgegeben, was an ihm irdisch war, sein Geist aber wird unter uns verbleiben, die Erinnerung an ihn dauernd in uns fortleben, denn audy wir haben das Recht, mit des Meisters Worten auszurufen:

Denn er war unser!"

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Deutsche Locomobilen. 3n Bezug auf den im vorigen efte, S. 131, abgedruckten Aufias des Hrn. . Weber mit obigem Titel erkläre ich, daß ich aus Mangel an Zeit augenblicklich verhindert bin, genauer auf die in jenem Aufsaße gemachten Ausstellungen einzugeben.

Was die Bemerkungen zu dem Porter'schen Regulator betrifft, so gebe ich eine nicht ganz deutliche Fassung des einen Sapes zu, halte aber meine Ansicht über die Empfindlichkeit der mitgetheilten Construction aufrecht.

Im Uebrigen bemerke ich noch, daß ich bei meinem Vortrage besonders bemüht gewesen bin, vollständig objectiv zu bleiben und nur eine Beschreibung, feine Kritif der ausgestellten Maschinen zu liefern beabsichtigt habe. In wie weit dies mir gelungen ist, überlasse ich den geehrten Lesern unserer Zeitschrift zur Beurs theilung. Breslau.

. Minden.

Preisausschreibungen des niederösterreichischen

Gewerbevereines
1. Preis aussdreibung für Metallschmelztiegel.

Der niederösterreichische Gewerbeverein schreibt die große goldene Medaille ale Preis für die Fabrication von Metallicmelztiegeln aus feuerfestem Material aus, und müssen zur Erlangung des Preises folgende Bedingungen erfüllt werden:

1) Alle Materialien, welche zur Fabrication von Tiegeln benußt werden, müssen inländischen Ursprunges sein und die Bezugsquellen der Prüfungscommission bekannt gegeben, event. der Bezug größerer Partien durch die entsprechenden Documente nachgewiesen werden.

2) Die Liegel fönnen mit oder ohne Zusaß von Graphit erzeugt werden.

3) Die Fabrik muß bereits durch längere Zeit in Betrieb sein und der Absaß durch Bestellbriefe oder auch, auf Verlangen der Prüfungscommission, durch Vorlage der Bücher nachgewiesen werden.

4) Die Tiegel müssen wenigstens die nachfolgende Zahl von Sdimelzungen aushalten:

a. für Gußstahl bei einer Capacitat von 30 bis 60 Zollpfd. drei Sdmelzungen;

b. für Gußeisen bei einer Capacität von 150 Zollpfo. fünfzehn Schmelzungen;

c. für Meffing bei einer Capacität bis zu 200 Zollpfd. zwanzig Schmelzungen;

d. für Neusilber bei einer Capacitat bis zu 40 Zollpfd. zwanzig Schmelzungen.

5) Diese Leistungsfähigkeit muß nachgewiesen werden, sowohl wenn die Schmelzungen unmittelbar aufeinander folgen, als auch wenn dieselben in größeren Zwischenräumen vorgenommen werden.

6) Es ist ein vollständiges Sortiment der Liegel bei der Preisbewerbung vorzulegen. Die Prüfungscommission wird hierauf in der Fabrik ergeben, ob die vorräthigen Tiegel mit den vorgelegten in den Formen und dem Ansehen nach übereinstimmen, felbst Liegel auswählen, welche den Proben unterworfen werden sollen, und auch die industriellen Etablissements bestimmen, in welchen diese Versuche angestellt werden.

7) Bei mehreren Bewerbern, welche gleich gute Liegel vorlegen, wird demjenigen der Preis zuerkannt werden, dessen Erzeugnisse billiger find. In keinem Falle dürfen die Tiegel höher zu stehen fommen, als die gleichen gangbaren Fabricate des Auglandes loco Wien.

8) Die Bewerber um diesen Preis haben bis zum 1. Juli 1870 die Muster, Preistarife und alle zur Unterstübung ihrer Bewerbung dienlichen Documente vorzulegen.

9) Die Preiszuerkennung erfolgt in der Generalversammlung des Jahres 1871.

XIV.

2. Preisa udhreibung für Probir-, Schmelz- und Muffelöfen und dazu gehörige Hülfegeräthschaften.

Der niederösterreichische Gewerbeverein bestimmt die kleine goldene Medaille als Preis für die fabrikemäßige Erzeugung von Probirs, Schmelz- und Muffelöfen, sowie von den dazu gehörigen Hülfegeräthschaften aus feuerfestem Material.

Der Preisbewerber hat folgende Bedingungen zu erfüllen:

1) Es müssen unter den zur Preisbewerbung eingereichten Artikeln enthalten sein:

a. Defen für Probiren, Emailliren, für Destillationen aus Retorten, zum Erhißen von Röhren, zum Abdampfen von Flüfftgkeiten und Rösten von Pulvern; ferner die zur Verbindung der Defen mit entfernten Kaminen bestimmten Röhren;

b. Muffeln für Emailleure und Probirer; ferner große Muffeln für Porzellanmaler;

C. Röftscherben und Schalen zum Anseden;

d. Siegel zum Schmelzen von Edelmetalen, Glasflüssen, Salzen und alkalisch reagirenden Substanzen sammt Deckeln und Untersekern.

2) Diese Gegenstände müssen in verschiedenen Dimensionen erzeugt werden, so daß Geschäftsleute je nach der Ausdehnung ihres Betriebes die nöthigen Geräthschaften vorräthig finden können.

3) Die Defen inüssen, mit den erforderlichen Eisenreifen versehen, von dem Erzeuger in den Handel geseßt werden.

4) Alle Materialien, welche zur Fabrication benußt werden, müssen inländischen Ursprunges sein; die Bezugsquellen sind der Prüfungscommission befannt zu geben, event. der Bezug größerer Partien durch die entsprechenden Documente nachzuweisen.

5) Die Fabrik muß bereits einige Zeit in Betrieb sein und der Absat sowohl durch Bestellbriefe, als auch, auf Verlangen der Prüfungscommisfion, durch Vorlage der Bücher nachgewiesen werden.

6) Ein vollständiges Sortiment aller einzelnen Artikel ift bei der Bewerbung um den Preis vorzulegen, worauf die Prüfungscommisston die Fabrik besichtigen, die Warenvorräthe mit den vorgelegten Mustern vergleichen und jene Stücke auswählen wird, welche den Proben durd) ordnungsmäßigen Gebrauch unterzogen werden sollen.

7) Bei mehreren Bewerbern, welche gleich gute Artikel vorlegen, erhält jener den Vorzug, dessen Erzeugnisse billiger find oder dessen Sortiment bei gleichen Preisen an der Ware reichhaltiger ist.

8) Die Bewerber haben bis Juli 1870 die Muster und alle zur Unterstüßung ihrer Bewerbung dienlichen Documente vorzus legen.

9) Die Preiózuerkennung erfolgt in der Generalversammlung des Jahres 1871.

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Frag ek a ft e n. 16. Im Engineering“ vom 7. Januar v. 3. find Angaben über die neuesten Patente, welche Bessemer für Anwendung gepreßter Gebläseluft im Cupolofen und Converter genommen hat, gegeben, und zwar wird Folgendes angeführt:

Bekanntlich blasen fich gewisse reine schwedische Eisensorten, sowie weißes oder auch nur weniger graues englisches Hämatiteisen im Converter nicht warm genug, ferner fann man bei gewissen Eisensorten im Converter nicht Eisen- oder Bessemersdrot mit einschmelzen. Um dies zu erreichen und die Temperatur während des Processes so zu steigern, daß auch bei soldien Eisensorten keine Schalen in der Gießpfanne zurückbleiben können, nahm Bessemer lepthin seine Patente auf Führung des Processes unter starker Pressung des Gebläsewindes. Zu diesem Zwecke bringt Bessemer an der Mundöffnung des Converters theila Zusammenziehung desselben an, theils verschließt er ihn in regulirbarer Weise durch feuerfeste Stopfen. Er erzeugt so eine Rückpressung von 8 bis 15 Pro. pro Quadratzoll (0,56 bis 1,05 Kilogrm.

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Technische Literatur.

Chemie. Bei Untersuchung über das Verhalten des Brunnenwassers in Gefäßen aus Zink bat Dr. Ziuref gefunden, daß dasselbe um so mehr Zink auflöft, je mehr Chlorverbindungen (Kochsalz u. 1. w.) darin enthalten find; durch Kochen wird die Aufnahme befördert. In einem Wasser von verhältnißmäßig geringem Chlorgehalt fand Ziuref nad; längerer Aufbewahrung in einem Behälter aus Zink im Liter 1,0104 Grm. Zink und empfiehlt daher, Zinkbassins mit Delfarbe, Dderfarbe oder Aøphaltlack anzustreiden.

(Durch Dingler's, Polytechn. Journal", Bd. 193, Heft 4.)

pro Quadratcentimeter), ja in gewissen Fällen con bis zu 20 Pft. (1,4 Kilogrm.), während er angiebt, daß eine Rückpressung von 3 bis 4 Pfb. (0,21 bis 0,28 Kilogrm.) wenig Einfluß auf den Effect haben werde. Natürlich muß auch die Gebläseluft entsprechend ftärker gepreßt sein.

Auch bei der Verarbeitung von Roheisen durch Chilisalpeter statt durch Luft soll dadurch, daß man die Verbrennungs- und Zerseßungegase nur durch eine sehr kleine Ausflußöffnung austreten und so eine starke Pressung von 5 bis 10 Atmosphären hervorbringt, eine zur vollftändigen Schmelzung nothwendige Temperaturerhöhung erreicht werden, was bei den Heaton'schen Versuchen nicht gelungen zu sein scheint."

Hierzu wäre noch hinzuzuziehen, was Dingler's , Polytechn. Fourn.", BD. 193, Heft 5 nach dem Engineer" bringt:

„ Intensität der Hiße ist weit mehr als Quantität derselben die wesentliche Bedingung zum erfolgreichen Betriebe der beim Gomelzen von Stabeisen und fohlenstoffarmem Stahl angewendeten Defen. Zur Erzielung dieser Intensität oder raschen Erzeugung der erforderlichen Hiße benußt Beffemer Luft von gleichzeitig hoher Temperatur und hoher Pressung. Atmosphärische Luft und andere gasförmige Flüssigkeiten erlangen in erhißtem Zustande eine nod höhere Temperatur, wenn sie in einen kleineren Raum zusammengepreßt werden; diese Temperaturerhöhung steht im Verhältnisse mit der Volumenverminderung oder mit der Anzahl von Atmosphären, weldie in den unter gewöhnlichen Verhältnissen von einer Atmosphäre eingenommenen Raum gepreßt werden. Bessemer bemerkt ausdrücklich, daß er auf diese Weise durch die Verbrennung oder die Verbindung einer gegebenen Menge Kohlenstoff mit Sauerstoff eine größere Wärmequantität zu erzeugen beabsichtigt, als fich mit dieser Menge in gut construirten Defen hervorbringen läßt: denn die Compression der gasförmigen Verbrennungeproducte in einem Ofen erzeugt keine Hiße, sondern concentrirt dies selbe nur in einen kleineren Raum und giebt derselben Wärmemenge oder derselben Anzahl von Wärmeeinheiten größere Intensität, als wenn diese ohne Anwendung von Druc in einem mehr diffusen Zustande eriftirten."

Noch ist zu bemerken, daß die mittelft der Gebläsekraft erzeugte Compressionswärme im Winde vorher durch Abkühlung bereits vernichtet, also den Convertern oder Cupolöfen nicht mehr zugeführt wird; cine solche Absicht liegt nicht vor.

Bei dem Processe im Converter eristirt natürlich immer eine ziemlich bedentende Pressungsdifferenz zwischen dem Windkasten unter der Roheisencharge und dem Gasraume über derselben, beim Durchströmen der Charge findet alio Ausdehnung und folglich eine Abkühlung der Luft Statt, diese Differenz scheint Befiemer nicht ändern zu wollen, sondern der gewünschte Effect soll vom absoluten Betrage der Pressung herrühren.

Bei Cupolöfen und Rostfeuerungen fönnte man annehmen, daß jedes Goføpartifel mit um fo mehr Sauerstoffatomen gleichzeitig in Berührung ist, je dichtere Luft es umgiebt, im Converter ist dies nicht der Fall, dieselbe Luftquantität pro Secunde würde natürlich bei schwächerer Pressung eine größere Düsenzahl bedingen, Dann aber wegen der erreichten besseren Vertheilung eine größere Berührungsfläche zwischen Wind und Charge bieten, vollständiger desorybirt werden, möglicher Weise auch erlauben, mit geringerer Pressungsdifferenz arbeitend weniger Wärme in Arbeit zu verwandeln.

Wir nehmen dabei vorläufig nicht Rücficht auf die Möglichkeit, daß man den Wind etwa zu Anfang des Processes in stark erhißtem Zustande, in späteren Stadien kälter zu verwenden beabfichtige. Für diesen Zweck würde man allerdinge mit Zuhülfenahme von gleichzeitigen Aenderuungen der Pressung und der Tourenzahl der Maschine den Vortheil erreichen, troß des conftanten Düsenquerschnitteß und trop de Wechsele der Winds temperatur verhältnismäßig constante Sauerstoffquanta der Charge zuzuführen, dieselbe also nicht durc; Grhigung der Luft zu verzögern.

Bei dem Cupolofen kann ein derartiger Gesichtspunkt nicht mitspielen.

Bei dem allgemeinen Interesse dieser Sache würde eine klare Darlegung der theoretischen Möglichkeit und der Größe der zu erhoffenden Temperatursteigerung in dieser Zeitschrift allgemein wünschenswerth sein.

Mechanische Technologie.
Referate über Pumpen. (Hierzu Tafel VI und VII).

Unter diesem Titel werden wir von jeßt ab regelmäßig eine Uebersicht der neueren Pumpenconstructionen bringen. Das gegenwärtige Referat faßt die Constructionen der leßten Jabre in fich, wozu die hauptsächlidiften technischen Journale theilweise benußt wurden.

Die Figuren 1 bis 12 auf Tafel VI bilden eine Zusammenftellung von sogenannten Kapselräbern, welche fich mehr oder minder gut als Rotationspumpen verwenden lassen. Dieselben find zum größten Theile einem eingehenden Auffage des Professor Reuleaur (, Verhandl. des Vereines zur Beförd. des Gewerbefi. in Preußen", 1868, Heft 1) entnommen, welcher die Verwendung der Kapselråder als Pumpwerfe lebhaft befürwortet; und in der That eignen sich diese Constructionen vorzüglich zum Pumpen dicerer Flüssigkeiten, beispielsweise zum Transportiren von Del, Spiritus 1. von einem Faffe nach einem höher gelegenen Res servoir.

Namentlid zweckmäßig für die Ausführung ist Fig. 10, welche sich durch eine geringe Modification to construiren läßt, daß sämmtliche Fläden auf der Drehbank bearbeitet werden fönnen.

Bei einigermaßen sorgfältiger Ausführung jaugen diese Pumpwerfe ohne vorhergegangene Auffüllung an und drücken die Flüssigfeit auf eine nicht geringe Höhe. Im Uebrigen ist das Weitere aus den einzelnen Skizzen deutlich ersichtlidy, denen die Namen der betreffenden Erfinder beigebrudt find.

In Fig. 12 ist eine Rotationspumpe mit einer Drebacie dargestellt, welche namentlich von amerikanisden Fabriken vielfach ausgeführt wird, und recht günstige Resultate giebt.

Mit der Scheibe a drehen sich die vier Schieber b, b,, welche fich in dieser Scheibe a derart verschieben, daß fie ftets an der inneren Curve des Pumpengehäuses anliegen. Dieser enge Anschluß wird dadurd, bewirft, daß eine Herzcurve c mit dem Pumpengehäuse fest verbunden ist, die vermöge ihrer Form die Schieber veranlaßt, sich stets an das Pumpengehäuse anzuschließen.

Die Wirkungsweise der Pumpe wird durch diese Verschiebung bedingt. Nehmen wir beispielsweise eine Drehung in der Richtung des Pfeileg an, so würde h das Saugerohr und i das Druckrohr sein. Zwischen f, g und e ist das Pumpengehäuse kreisförmig, so daß also durch die Drehung in der Richtung des Pfeiles die relative Lage des Schiebers b, gegen die Scheibe a nicht geändert wird. Der Schieber b, dagegen tritt durch diese Drehung weiter nach außen und vergrößert demnach den Fassungsraum zwisden b, und bz, wodurch ein Ansaugen der Flüsstgkeit bedingt wird, weldie in gleicher Weise durch die Verringerung des Fassungsraumes auf der entgegengesekten Seite zum Rohre i hinausgedrückt wird.

Bei d wird vermittelft eines Federschlusses der dichte Abs schluß zwischen Sauge- und Drucrohr bewirkt.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich einer recht einfachen Construction Erwähnung thun, mittelst derer die Rotationspumpen zum Entleeren von Fässern praktisch anwendbar werden:

Die Pumpe ist dann derart angeordnet, daß fie direct über dem Saugerohre fißt. Auf diesem versdiebbar befindet fich ein eiserner Spund von conischer Form, welcher bermöge der Conis cität in Spundlöcher von allen Größen paßt, in die er mittelst zweier Handhaben eingeschraubt wird. Da ferner das Saugerohr verschiebbar mit dem Spunde verbunden ist, so kann man das Rohr je nach der Größe des Fasses so einstellen, daß es ziemlich auf den Grund desselben geht, und mittelst ciner im Spunde befindlichen starfen Stelschraube stellt man das Rohr und somit auch die Pumpe in dieser Lage fest.

Eine verbesserte Centrifugalpumpe von Bernays ist in. Fig. 15 dargestellt

. Um die übrigens sehr unwesentliche Verbesserung deutlich zu machen, habe ich eine Pumpe von Gwynne zum Vergleich daneben gezeichnet. Die Verbesserung bezieht sich auf Folgendes:

Bei der Pumpe von Gwynne (Fig. 14) befindet sich zwischen dem Schaufelrade a, welches auf beiden Seiten geschlossen ist, und dem Gehäuse b ein Raum c, in welchem das Wasser nuklos bewegt wird, wodurd) selbstverständlid ein Verlust an Effect entsteht. Dem hilft nun Bernays dadurch ab, daß er das Flügelrad an das Gehäuse zweimal anschließen läßt, cinmal beim Eintritt des Wassers in das Flügelrad, bei c (Fig. 15), und einmal beim Außtritt des Wassers aus demselben, bei d. Dadurd, ents steht zwischen c und d ein Raum e, der anfänglich mit Luft gefüllt, bald sich mit Wasser füllen wird, welches von dem übrigen Wasser abgeschlossen keinerlei Verluste durch wirbelnde Bewegung hervorruft. Diese Verbesserung ist zwar recht nett ausgedacht, wird aber vollständig illusorisch, wenn man bedenkt, daß bei der geringsten Abnußung der Schlußflächen an Rad und Gehäuse der alte Fehler wieder eintritt. Dein Uebelstande ist meiner Meinung nach am einfachsten abzuhelfen, wenn man das Sdaufelrad an beiden Seiten offen macht und in der Mitte theilt, wie dies auch von Fink angegeben ist.

Eine Pumpe mit bedeutenden praktischen Vortheilen, welche wir dem Wiebe’schen ,,Skizzenbuch“ entnehmen, ist die in Fig. 16 und 17 abgebildete Californiapumpe von Werner, welche der ursprünglichen Hans brow'sden Californiapumpe gegenüber bedeutende Vortheile bietet.

Einer der Hauptvortheile besteht darin, daß das Druckrohr nicht wie bei Hans brow am Windfessel, sondern am Cylinder fißt. Das Wasser geht, nachdem es durch die Druckklappen in den Windkessel gelangt ist, durch die Deffnung a in den Canal b, aus dem es in das Druckrohr c gelangt, welches am Cylinder befestigt ist. Die Vortheile liegen auf der Hand. Wollte man früher zu den Ventilen zukommen, so mußte man, da zu diesem Behufe der Windfessel gelöst werden muß, erst die Rohrleitung von diesem abschrauben, was durch die neue Einrichtung vermieden ist.

Außerdem sind die Klappen bei der Werner'schen Con= struction jede einzeln herauszunehmen, während dieselben früher direct mit den Dichtungsledern zusammenhingen. && ist die Anordnung derart, daß jede dieser Klappen in kleinen offenen Lagern beweglich ist, von denen die unteren an Cylinder, die oberen am Windfessel fißen.

Einige Worte nun über Dampfpumpen ohne rotirende Bewegung. Diese Dampfpumpen find jeħt förmlich Modesache geworden, und es bringt jede neue Nummer der technischen Journale neue Constructionen in diesem Sinne.

Da die Tafeln ¡don längere Zeit fertig sind, fonnten dieses Mal die wenigsten derselben beachtet werden, jedoch behalte ich mir vor, auf den größeren Theil dieser Constructionen zurücfzukommen.

Die allgemeine praktische Verwendbarkeit dieser Dampfpumpen ohne rotirende Bewegung läßt sich feinesweges bestreiten, obwohl die Vorzüge nicht so groß sind, wie dieselben gewöhnlich darges stellt werden: denn die bewegten Theile, welche bei vielen derselben außerhalb der Maschine wegfallen, finden sich in Form von Ventilen, Schiebern 26. im Innern der Dampfcylinder und Schieberfasten wieder. Dagegen tritt ein Hauptvortheil in den Vorders grund, das ist der leichte und sanfte Gang der Kolben, welche nicht mit irgend welchen anderen Theilen in Verbindung stehen. Ebenso liegt ein großer Vortheil in dem Umstande, daß man durch Regulirung des Dampfzuflufses die Hübe innerhalb bedeutend weiterer Grenzen variiren kann, als dieß bei Pumpen mit rotirender Schwungradwelle der Fall ist.

Gine der finnreichsten Constructionen für diese Pumpen ist die in Fig. 18 dargestellte Werner'sche Steuerung, bei welcher der Uebergang von den Dampfpumpen mit rotirender Bewegung zu denen ohne rotirende Bewegung vermittelt ist, indem wir hier eine oscillirende Bewegung der Achse A haben. Mit dieser Adise dreht sich der Knaggen B, welcher von der Rolbenstange C auộ bewegt wird. Diese Bewegung gesdicht dadurch, daß der mit der Kolbenstange verbundene Frosch D kurz vor Beendigung des jedesmaligen Kolbenhubes an B anstößt und dadurch die Drehung

dicjes Knaggens bewirft. Wie leicht ersichtlich, wird dadurch die Schieberstange E und mit ihr der Schieber H bewegt, welcher leştere behufe leichter Fortbewegung entlastet ist. Selbstverstände lich fann jedoch durch diese Bewegungsübertragung der Schieber nur soweit bewegt werden, daß beide Einftrömungscanäle ges schlossen sind, und es handelt sich nun darum, am Ende jedes Kolbenhubes den Schieber um soviel weiter zu bewegen, daß der betreffende Einströmungecanal geöffnet wird. Dies geschieht mittelft eines zweiten Dampffolbens G, welcher beständig der Einwirkung des Dampfes ausgesegt ist, und daher mit dem Stifte H ftets der Curve des Knaggens B folgt. In dem Augenblide nun, wo der todte Punft eintritt, steht der Knaggen B lo gegen diesen Stift, daß derselbe etwas über die Spige i hinausgegangen ist. In Folge dessen drückt der Dampf den Kolben G an der sdrägen Fläche ik resp. ik, entlang, wodurch cine kleine Drehung von Bund in Folge dessen die gewünschte Bewegung des Schiebers entsteht.

Ohne jegliche bewegte Theile außerhalb der Cylinder ist die in Fig. 19 bis 21 dargestellte Dampfpumpe von Marwell & Gope in Cincinnati (Génie industriel", Juni 1868, S. 307), welche aber im Uebrigen sehr complicirt in der Anordnung ift.

Die Construction basirt auf folgendem Principe: der Schieber ist in den Rolben selbst verlegt und bewegt fich mit dem Rolben hin und her. Am Ende des jedesmaligen Kolbenhubes wird durch eine eigenthümliche Combinirung von Ein- und Ausströmunges canälen der Schieber im Kolben umgesteuert und dadurch die Umsteuerung des Kolbens erzielt.

Zu diesem Behufe besteht der Kolben, welcher mittelst Strauben ? an einer Drehung verbindert wird (da diese Schrauben in eine im Kolben befindliche Nuth greifen), aus zwei ineinander liegenden Cylindern, dem Hauptcylinder Bund Ďem inneren Cylinder C, in welchem leşteren sich der Schieber D, welcher gleichfalls gegen Drehung geschüßt ist, bewegt.

Der Cylinder B ist mit C fest verbunden, und beide zus sammen bewegen fich in dem Dampfcylinder A, welcher leşterer etwas länger ist, als der Kolbenhub dies erfordern würde. Nehmen wir nun eine Bewegung des Kolbens in der Richtung des Pfeiles an, so strömt der Dampf durch die Einströmungsöffnung a (Fig. 19) und durch die Deffnungen b nach dem im Kolben befindlichen cylindrischen Schieber D. Aus diesem tritt der einströmende Dampf, wie aus Fig. 20 ersichtlich, durch den Canal c vor den Kolben und bewegt denselben in der Richtung des Pfeiles. Der ausströmende Dampf hingegen geht durch den Canal c, in die Deffnung d des Schiebers und von hier auß durch den Ausströmungscanal e in's Freie.

Die Umsteuerung am Ende des Kolbenhubes wird auf folgende Weise bewirkt: Zwischen den beiden Cylindern des Kolbens find vier kleine Verbindungecanäle f,f, angebracht, welche in Fig. 19 und 20 deutlich ersichtlich sind. Ferner befinden sich in dem Dampfcylinder die verseşten Canäle h, hg. Am Ende des Rolbenhubes tritt nun die Einftrömungsöffnung g des Kolbens in Verbindung mit dem oberen Ende des versekten Canales h,, mit dessen unterem Ende alsdann der Verbindungscanal f correspondirt, so daß nunmehr der einströmende Dampf durch Vermittelung des Canales b, in den Canal f und durch diesen hinter den Schieber D tritt, wodurch die Umsteuerung des Schiebers resp. des Kolbens erfolgt. Der Dampf hinter dem Schieber entweicht dadurch, daß der Canal f, in jeder Endlage mit den in Fig. 19 ersichtlichen, zu beiden Seiten des Schiebers liegenden Ausströmungsöffnungen i in Verbindung tritt.

Zu bemerken bleibt nocy, daß die Dichtung des Hauptkolbene im Cylinder durch die an den Enden des Rolbens befindlichen Ringe kk hergestellt wird.

Hieran reiht sich die direct wirkende Dampfpumpe von Waygood, welche in Fig. 7, 8 und 9, Taf. VII skizzirt und in der Anordnung einfach und compendios ist. Die beiden hohlen Kolbenstangen a, a,, welche mit dem Geftelle fest verbunden sind und an denen fid, der Dampfkolben befindet, ftehen fest, während fich der Dampfcylinder b, welcher mit dem Pumpenkolben c feft verbunden ist, auf und ab bewegt. Wie aus dem Grundriß ersichtlich, ist der Kolben in zwei Kammern eingetheilt, in deren eine durch a, der Dampf einströmt, während die Ausströmung aus der zweiten Kammer durd) die Kolbenstange a, geschieht. Zu diesem Behufe fit in der Einströmungskammer das Einlaßventil e, während in der Auslaßkammer das Ausströmungsventil d sikt. Beide Ventile find doppelsivig, und werden durch den jedesmal wechselnden Dampf gegen die resp. Siße gepreßt.

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