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„Pour bien juger les hommes publics, il ne faut jamais
les séparer de la position politique dans laquelle ils
se sont trouvés.
Antoine FERRAND. L'esprit de l'histoire.
T. 3. Paris 1809. p. 444.

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Was Friedrich zu seines Vaters Ruhme gesagt, war dankbare Anerkennung der Tugenden dieses, nach vielen Hauptgegenständen, musterhaften Königs, der, wie Pipin und Philipp von Mazedonien, einem größeren Nachfolger Großes vorbereitet. Darum blieb die Verwaltung des Stats im Wesentlichen bestehen; denn sie war zweckmäßig, sie war der Eckstein, auf welchem der weitersehende Sohn mit Weisheit fortbauen wollte, ja musste: weil eine Regirungsart, wie Friedrich Wilhelm sie geübt, mit aller ihrer Vortrefflichkeit eben nur so lange bestehen durfte, ohne größeren Nachtheil zu erzeugen. Nur in dem Kindheitsalter der Völker mögen Strenge und Furcht gute Erziehungsmittel, Gebote und Verbote empfehlenswerthe Antriebe sein: die Begeisterung zu hohem Thatenschwunge wird nur aus gesetzmäßiger Freiheit geboren. Und diese hat Friedrich seinem Volke eingeflößt, indem er es zur Wahrheit und zum Ruhme führte.

Sein königlicher Vater hinterließ ihm, auf einem Ländergebiete von 2275 Geviertmeilen, nur 2,240000 Einwohner *); die Hauptstadt Berlin zählte, nach Süßmilchs Rechnung, 98,000 Seelen*). 72,000 Mann betrug die ganze Armee“) und darunter fanden sich 26,000 Ausländer aller Sprachen. Die Reiterei war gering geachtet, das Fußvolk aber, besonders im kleinen Dienste, außerordentlich geübt. Der Sold konnte regelmäßig gezahlt werden; denn

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kränkten Vater die belohnendste Lobrede, indem er Heer und Schatz,

entrissenes Eigenthum wieder zu fordern, anwandte; dieses aber benutzte, um, durch erweiterten Handels- und Gewerbeverkehr die al

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