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inrent landes, der sol von deme lande varn vnd sol niht wider in daz lant komen, vntz daz in die Eitgenozen mit gemeinem rate wider inladent. Were ovch daz daz der Eitgenozin dekeiner den anderen tvbliche older frevelliche brande, der sol niemer me lantman werden; vnd swer in huset, older hofet, oder gehaltet, der sol ieneme sinen schaden abe tuon. Were ovch daz daz vnser eitgenoze dekeiner den anderen mit rovbe oder anders ane recht schadegete, vindet man dez guotes icht inrent Landes, da mitte sol man deme kleger sinen schaden abe tuon. Ez sol ovch nieman den andern phenden, er si danne gelte oder Burge. vnd sol dannoch tuon nit wan mit sines Richters vrlovbe. Ez sol ovch ein jeglich man sinem Richtere gehorsan sin vnd sinen Richter ceigen inrent landes, vor deme er dur recht sule stan. Swer ovch deme gerichte wider stuende oder vngehorsam were, vnd von siner vngehorsami der Eitgenozen dekeiner in schaden keme, so suln in die Eidgenoze twingen daz dien schadehaften ir schade von ime werde abegetan.

Vnde dur daz daz du vorgeschribene sicherheit und div gedinge ewig und stele beliben, so han wir die vorgenanden lantlute vnd eitgenoze, von Vre, von Swits, vnd von Vnderwalden, vnser Ingesigel gehenket an disen brief, der wart gegeben ze Brunnen, do man zalte von Gottes geburte Drucehen Hundert Jar vnd dar nah in deme Fumfcehenden Jare. An dem nehesten Cistage nach Sant Ni

claus tage.

(Archives du canton de Schwyz.)

SECONDE PARTIE

DOCUMENTS LÉGENDAIRES

A.

LE CHANT DE TELL.

Von der eidgnoschaft so wil ich heben an,

des glichen hort noch nie kein man,
in ist gar wol gelungen !
sie hand ein wisen vesten pund,
ich wil uch singen den rechten grund,
wie die eidgnoschaft ist entsprungen.
Ein edel land, gut recht als der kern,

das lit beschlossen zwüschen berg
vil vester dann mit muren,
do hub sich der pund zum ersten an,
si hand den sachen wislich getan,

in einem land heisst Ure.
Nun merkent, lieben herren gut,

wie sich der pund zum ersten anhub,
und land uch nit verdriessen,
wie einer must sim eigenen sun

ein epfel ab der scheitel schon

mit sinen henden schiessen. Der landvogt sprach zu Wilhelm Tell:

a nun lug, das dir die kunst nit fel
und vernim min red gar eben:
trifs tu in nit am ersten schutz,
fürwar es bringt dir kleinen nutz,

und kostet dich din leben. » Do bat er got tag und nacht,

dass er den epfel zum ersten traf,
es kond si ser verdriessen!
das glück hat er von gotes kraft,
dass er von ganzer meisterschaft

so hoflich konde schiessen. Alsbald er den ersten schutz hat gtan,

ein pfil hat er in sin göller gelan :
(het ich min kind erschossen,
so hat ich das in minem mut,
ich sag dir für die warheit gut,

ich wölt dich han erschossen ! » Domit macht sich ein grosser stoss,

do entsprang der erst eidgenoss,
si wolten die landvögt strafen ;
si schuchtent weder got noch fründ,
wenn eim gefiel wib oder kind,

so woltent si bi im schlafen. Ubermut triben si im land,

böser gewalt der wert nit lang!
also vindt mans verschriben.
Das hand des fürsten vögt getan,
drumb ist er umb sin herrschaft kan
und uss dem land vertriben.

Also meld ich uch den rechten grund ;

si schwurent alle ein truwen pund,
die jungen und ouch die alten.
Got lass si lang in eren stan
fürbass hin als noch biss har,
so welln wirs got lan walten!

B.

LA LÉGENDE DE TOKKO.

Tokko quidam, miles Heraldi, propter suam probitatem multos emulos habebat. Hic semel coram sociis dixit in convivio, se habere tantam periciam sagittandi, ut pomum quatumcumque parvum suppositum baculo in debita distancia primo jactu spiculi feriret.

Quod dictum per emulos ad aures regis pervenit. Qui, merita militis non cogitans, maligne imperavit ut filius ejusdem Tokkonis loco baculi pomum super caput haberet. Quod si pater primo jactu non tangeret, proprium caput in penam jactanciæ amittere deberet. Tam injuste patrem cum filio mortis periculo submittebat.

Igitur Tokko, injusto imperio constrictus, filium suum juvenculum adductum hortabatur ut, equis auribus ac immoto capite, sonitum perciperet jaculi venientis ; ac, ut minus timeret, faciem ejus avertit. Extractis autem tribus sagittis de pharetra, cum primâ pomum super caput positum excussit.

Querente rege cur tres sagittas exposuisset, cum nisi semel sagittare deberet ? « Ut te, inquit, injuste precipientem aliis interficerem, si in jactu prime errare contigisset. » (Quo tam libero dicto, et sibi fortitudinis titulum deberi docuit, et regis iniperium pena dignum ostendit.) [Cette dernière phrase appartient au texte de Saxo Grammaticus.]

C.

LES RÉCUTS DE TSCHUDI.

Cette même année, au commencement de l'automne, Wolfenschiessen, le bailli du roi, qui résidait au château de Rotzberg, dans le Bas-Unterwalden, s'en fut à cheval au couvent d'Engelberg, et, le lendemain, comme il en revenait, il rencontra dans une prairie, où elle travaillait, la femme d'un brave paysan appelé Conrad de Boumgarten qui demeurait à Altzelen. Altzelen est situé dans le Bas-Unterwalden, sur la route qui conduit de Stans å Engelberg, à peu de distance du village de Wolfenschiessen, sur une colline. Cette femme était extrêmement belle, et le bailli, à la vue de sa beauté, s'enflamma d'une mauvaise passion. Il lui demanda où était son mari? La femme répondit qu'il était parti et ne se trouvait pas à la maison. Il lui demanda quand il devait revenir. La femme, ne soupçonnant pas qu'elle eût rien à craindre pour ellemême, mais redoutant que son mari n'eût commis quelque délit pour lequel le bailli voulait le punir, puisqu'il tenait si fort à savoir où il était (car elle connaissait son caractère impitoyable), la femme répliqua qu'elle croyait que son mari resterait quelques jours absent, mais qu'elle ignorait combien de temps. Elle savait pourtant bien qu'il était au bois et qu'il reviendrait chez lui à midi. Sur sa réponse, le bailli lui dit : « Femme, je veux entrer avec vous dans votre maison, j'ai quelque chose à vous dire. » La femme eut peur, mais elle n'osa cependant le contredire et elle entra avec lui dans la maison. Alors il lui commanda de lui préparer un bain parce qu'il était fatigué de son voyage et tout en sueur. La femme commença à comprendre qu'il ne s'agissait de rien de bon, et elle se prit en

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