Encyclopädisches wörterbuch der medicinischen wissenschaften, Band 35

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Boike, 1846 - 685 Seiten
 

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Seite 418 - Ich hatte die Gabe, wenn ich die Augen schloß und mit niedergesenktem Haupte mir in der Mitte des Sehorgans eine Blume dachte, so verharrte sie nicht einen Augenblick in ihrer ersten Gestalt, sondern sie legte sich auseinander, und aus ihrem Innern entfalteten sich wieder neue Blumen aus farbigen, auch wohl grünen Blättern; es waren keine natürlichen Blumen, sondern phantastische, jedoch regelmäßig wie die Rosetten der Bildhauer. Es war unmöglich, die hervorquellende Schöpfung zu fixieren,...
Seite 542 - Ein wirken s nur immer dieselbe, weil es durch die mechanischen Gesetze feststeht, dass eine bestimmte Quantität von einer bewegenden Kraft bei aller Complication ihres Mechanismus immer nur dieselbe bestimmte Masse von Bewegung hervorbringen könne. Da es nun nicht bekannt ist, dafs aufser mit und...
Seite 539 - Puncten so lange statt, bis die Wärme von beiden mit gleicher Kraft auszuströmen strebt, dh bis die Intensität derselben (die Temperatur) in beiden gleich ist. Bei dieser Ausgleichung der Temperaturen nimmt natürlich der eine Körper eine eben so grofse Quantität Wärme auf, als der andere abgiebt, aber die Steigerung seiner Temperatur ist nicht nothwendig gleich der Abnahme in der des anderen. Einmal nämlich hängt dieselbe ab von der Masse des Körpers, in welchen sich die Wärme hin verbreitet,...
Seite 538 - Aeufserungen desselben in den unorganischen Körpern abstrahirt hat, zu verständigen. Das Princip nämlich, welches den Wärmeerscheinungen zu Grunde liegt, kann angesehen werden als ein eigenthümlicher Stoff, oder als eine Bewegung der kleinsten Körpertheile. Bisher ist fast nur die erstere Theorie für die einzelnen empirischen Wahrnehmungen durchgeführt, und nach ihr die wissenschaftliche Sprachweise allein ausgebildet worden. Der unbekannte Grund der Wärmeerscheinungen ist nach derselben...
Seite 541 - Wärmestoffs zu erklären sei. Für die Theorie der organischen Wärme aber folgt, dass die in den Organismen vorhandene Temperatur nur aus der frei oder latent in sie eingetretenen Wärme zu erklären sei, und da Quellen freier Wärme nur in Ausnahmsfällen existiren, so wäre nothwendig, dafs die organische Wärme von der latenten Wärme der Ingesta herrühre.
Seite 541 - Stoffs nicht vermehrt oder vermindert werden kann, so folgt aus dieser theoretischen Ansicht der Wärme zunächst, dass die Quantität derselben in der Natur eine absolut constante sei, und durch keinen Process vermehrt oder vermindert werden könne, sondern, wo eine solche Vermehrung und Verminderung stattfinde, diese nur durch ein Freiwerden oder Binden des vorhandenen Wärmestoffs zu erklären sei.
Seite 529 - Unterschenkels und Wundfieber leidenden Kranken 38°,5 — 38°,75. Keines von beiden Resultaten giebt wohl genau die wahre Temperatur der Haut; denn in Gierse's Beobachtungen hat sich offenbar die Haut höher erwärmt durch die Bedeckung mit schlechten Wärmeleitern, und bei J. Davy bleibt es zweifelhaft, ob er gerade den Zeitpunct beobachtet hat, wo das Thermometer die Wärme der Haut erreichte, und nun diese selbst sich zu erwärmen anfing. Leichter und sicherer ist die Temperatur geschlossener...
Seite 523 - tfupvTov <9-^paog, nicht nur eine wesentliche Erscheinung des Lebens gesucht, sondern sie wird auch mit dem unbekannten Princip desselben mehr oder weniger identificirt, und als die ursprünglich bewegende, und aus sich selbst sich wieder erzeugende Kraft betrachtet. Die Thiere unterscheiden sich aber ihren Wärmeverhältnissen nach ziemlich scharf in zwei Classen, in die sogenannten warmblütigen, deren Körper eine über die Mitteltemperatur des umgebenden Mediums beträchtlich erhöhte, ziemlich...
Seite 524 - ... verschiedene Weise, und wie es scheint, auch mit sehr differirenden Thermometern angestellt, so dafs die Unsicherheit wohl oft 2—3° C. beträgt. Wir wollen nun hier zunächst die besseren Beobachtungen über diese 3 Arten von Variationen, nach der Zeit, den Körpertheilen und der Species, so weit dergleichen angestellt sind, beibringen, und daran anschliefsen, was über pathologische Zustände bekannt ist. Die Temperaturen sind alle nach Graden der hunderttheiligen Scala angegeben. 1) Variationen...
Seite 541 - Ansicht ilicsst, und sich auch stets in den wenigen, bisher angestellten Beobachtungen bewährt hat, ist die, dass die Summe der Wärme, welche bei der Vereinigung zweier oder mehrerer Elemente zu denselben Verbindungen frei wird, dieselbe sein muss, in welchen verschiedenen Zwischenstufen auch die Verbindung vor sich gegangen sein mag. Dieses Gesetz ist für unsern gegenwärtigen Zweck von höchster Wichtigkeit; es ist das Fundament für die chemische Theorie der organischen Wärme. Weil nun in...

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