Geschäftsmodelle in der digitalen Ökonomie: Merkmale, Strategien und Auswirkungen

Cover
Amazon.de, 2002 - 335 Seiten
9 Rezensionen

Das Buch ist ein Klassiker und ist die Grundlage für das Denken in Geschäftsmodellen und des Konzeptes der Geschäftsmodellinnovation (Business Model Innovation). Es ist die Grundlage für viele spätere Werke wie die Business Model Canvas. Im Buch wird weltweit als erstes beschrieben, was Geschäftsmodellinnovation sind und wo sie vom Management bewusst als Strategie verwendet werden können.

Wie verändert sich Unternehmen durch Digitalisierung? Wo setzt die digitale Transformation an? Nur bei Produkte oder Prozessen? Oder brauchen wir andere Denkweisen, um zu verstehen, was die Digitalisierung bedeutet. Und welche Analyseeinheit hilft uns beim Verständnis, aber auch bei der Gestaltung der digitalen Ökonomie? Welche Eigentschaft hat die Digitale Ökonomie, wenn alle mit allem vernetzt ist und andere ökonomische Gesetze gelten?

Genau mit diesen Fragen beschäftigt sich das Buch. Im Buch wird erläutert, dass die klassischen Analyseeinheiten des Strategischen Management, wie die Branche, nicht ausreichen. Im Buch wird das Konzept des Geschäftsmodells als neue Analyseeinheit eingeführt. Auch werden alle Bausteine eines Geschäftsmodells beschrieben.

Im weiteren Kapitel beschäftigt sich der Autor mit der Frage, was das Neue an Digitalen Medien ist. Die wichtigste Eigenschaft ist, dass Dinge nicht mehr Dinge sind, sondern selbst Informationen aktiv verarbeiten können. Eine Lampe, die weiss wie viel Menschen im Raum sind und wie hell es im Raum ist, kann sich mit anderen Lampen abstimmen, so dass die Beleuchtung perfekt ist. So eine Lampe ist kein Ding, sondern ein Agent, der selbstständig agieren und kommunizieren kann.

Anhand der Eigenschaften digitaler Medien entwirft der Autor dann eine Bild der digitalen Ökonomie, wo eben nicht nur neue Geschäftsmodelle möglich sind, sondern auch die Nutzer vernetzt sind und miteinander sich austauschen können. Heute wird dies Social Media genannt. Anhand der ökonomischen Eigenschaften digitaler Geschäftsmodelle und der Eigenschaften von vernetzten Kunden, die selbst Wert für sich schaffen können (heute Sharing Economy genannt), entwirft der Autor Szenarien von Industriestrukturen, wie wir sie in der Digitalen Ökonomie finden werden. 

Zum Schluss gibt der Autor Handlungsempfehlungen, wie Unternehmer das Thema der Digitalen Transformation angehen müssen.

 

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Die Arbeit ist ungewöhnlich und hoch innovativ. Sie zeigt, dass schon 2001 die richtigen Fragen gestellt wurden, um die Digitalisierung und deren Auswirkungen auf Unternehmen aktiv anzugehen. 2017 sprechen wir von Digitaler Transformation und man kann sich nur wundern, warum die Handlungsempfehlungen, die er Autor im letzten Kapitel gibt, von Unternehmen so wenig und wenn so spät angegangen werden.
Der Autor führt das Geschäftsmodell als neue Analyseeinheit für die Strategieentwicklung ein und man merkt, dass diese Arbeit Grundlage für viele spätere Arbeiten (wie Osterwalder) wurden, die heute bekannter sind. Neben der neuen Analyseeinheit, wird im Buch das Strategiekonzept der Geschäftsmodellinnovation oder Business Model Innovation entworfen. Mir ist kein früheres Werk sowohl im Englischen als auch im Deutschen bekannt, dass das Konzept früher wissenschaftlich entwickelt.
Das hier verfügbare Werk ist die 2. Auflage, die 2002 erschien. Die 1. Auflage wurde im Sommer 2001 publiziert.
 

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ich denke nun hab mal etwas gefunden das ich mit guten gewissen als Lesenswert beschreiben kann.

Inhalt


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Seite 277 - With suitable legal measures, information may become an appropriable commodity. Then the monopoly power can indeed be exerted. However, no amount of legal protection can make a thoroughly appropriable commodity of something so intangible as information.
Seite 40 - His definition of a business model is "an architecture for the product, service and information flows, including a description of the various business actors and their roles; and a description of the potential benefits for the various business actors; and a description of the sources of revenues.
Seite 229 - What information consumes is rather obvious: it consumes the attention of its recipients. Hence a wealth of information creates a poverty of attention and a need to allocate that attention efficiently among the overabundance of information sources that might consume it.
Seite 41 - Ein Geschäftskonzept ist gleichzeitig eine Architektur der Wertschöpfung, dh, wie der Nutzen für die Kunden generiert wird. Diese Architektur beinhaltet eine Beschreibung der verschiedenen Stufen der Wertschöpfung und der verschiedenen wirtschaftlichen Agenten und ihrer Rollen in der Wertschöpfung. Es beantwortet die Frage: Wie wird die Leistung in welcher Konfiguration erstellt? 3.
Seite 40 - ... a business model is simply a business concept that has been put into practice...
Seite 311 - Sycara, K., & Wooldridge, M. (1998). A roadmap of agent research and development.
Seite 125 - The best metaphor I can conceive of for a human-computer interface is that of a well-trained English butler. The "agent" answers the phone, recognizes the callers, disturbs you when appropriate, and may even tell a white lie on your behalf. The same agent is well trained in timing, versed in finding the opportune moments, and respectful of idiosyncrasies.
Seite 236 - Or, after dinner, he may find himself drinking Brazilian coffee, smoking a Dutch cigar, sipping a French cognac, reading The New York Times, listening to a Brandenburg Concerto and entertaining his Swedish wife - — all at the same time, with varying degrees of success.
Seite 60 - b-web' which is 'a distinct system of suppliers, distributors, commerce services providers, infrastructure providers, and customers that use the Internet for their primary business communications and transactions

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